Wiersdorf (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Wiersdorf
Wiersdorf (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Wiersdorf hervorgehoben
Koordinaten: 50° 0′ N, 6° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 290 m ü. NHN
Fläche: 4,06 km2
Einwohner: 284 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 70 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54636
Vorwahl: 06569
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 134
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Webpräsenz: www.bitburgerland.de
Ortsbürgermeister: Leo Hülpes
Lage der Ortsgemeinde Wiersdorf im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild
Wiersorf

Wiersdorf ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiersdorf liegt in der Südwesteifel, etwa 10 km nordwestlich der Kreisstadt Bitburg. Das Gemeindegebiet erstreckt sich in einer zur Prüm hin abfallenden Mulde und wird im westlichen Bereich vom Stausee Bitburg eingenommen. Von der 4,06 km² großen Gemarkung sind 63 % Landwirtschafts­fläche, 21 % sind bewaldet.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie ein Großteil des Bitburger Landes war das Wiersdorfer Gemeindegebiet schon in der römischen Zeit besiedelt. Die Römer bauten in Wiersdorf eine ausgedehnte Villenanlage, die in sechs Bauphasen zwischen dem 1. und 4. Jahrhundert entstand. Aus der Frankenzeit zeugen Reihengräber im Bereich „Bernkessel“. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes als „Veresdorph“ erfolgte 893 im Prümer Urbar. Wiersdorf gehörte bis zur französischen Zeit Ende des 18. Jahrhunderts gemeinsam mit dem Nachbarort Biersdorf zur Herrschaft Hamm im Herzogtum Luxemburg.

Seit 1970 gehörte Wiersdorf der damals im Zuge der rheinland-pfälzischen Kommunalreform neugebildeten Verbandsgemeinde Bitburg-Land uns seit dem 1. Juli 2014 der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Wiersdorf besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filialkirche St. Markus stammt aus dem Jahre 1746 und enthält einen nach 1587 erbauten Chor und einen wertvollen hölzernen Altarretabel von 1740. Die Außenwände werden von Sandsteinreliefs aus 1600 geschmückt, die die sieben Fußfälle zeigen. In den Jahren 1979/1980 wurde die Kirche umfassend restauriert. Die Maßnahmen beinhalteten u. a. eine Wiederherstellung der Raumfassung aus der Zeit der Jahrhundertwende.

Ein weiterer Sakralbau ist die Kapelle „Einsiedelei“ auf einem Wiesenhang westlich der Prüm. Das heute als Kulturdenkmal ausgewiesene Gebäude wurde 1923 von Jakob Leisen erbaut. Unterhalb der Kapelle entstand 1927 eine Lourdes-Grotte, 1929/30 eine Mariensäule aus roten Sandsteinquadern und 1931 ein 14 Stationen umfassender Kreuzweg des Bildhauers Franz-Josef Leisen. Unter anderem aufgrund der ruhigen Lage wird die Kapelle des Öfteren für Prozessionen aus den benachbarten Pfarrgemeinden genutzt.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Wiersdorf

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiersdorf ist in wirtschaftlicher Hinsicht eine ausgesprochen landwirtschaftlich geprägte Gemeinde. In diesem Sektor sind 10 Haupterwerbsbetriebe vorhanden. Die Erzeugnisse der auf dem Gemeindegebiet verteilten Streuobstwiesen werden in den Brennereien zu Eifeler Obstlern weiterverarbeitet. Ein zweites wirtschaftliches Standbein ist der Fremdenverkehr, der durch den nahegelegenen Stausee Bitburg begünstigt wird. Die meisten Erwerbstätigen sind in Bitburg, dem Raum Trier oder in Luxemburg beschäftigt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wiersdorf (Eifel) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2016 (Hilfe dazu).
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen