Brecht (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Brecht
Brecht (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Brecht hervorgehoben
Koordinaten: 49° 59′ N, 6° 26′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 230 m ü. NHN
Fläche: 4,5 km²
Einwohner: 246 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54636
Vorwahl: 06527
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 020
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Webpräsenz: www.bitburgerland.de
Ortsbürgermeister: Michel Brück
Lage der Ortsgemeinde Brecht im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild

Brecht ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört seit dem 1. Juli 2014 der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort liegt an der Prüm in der Eifel. Zur Gemeinde Brecht gehören auch die Wohnplätze Heldhof, Langerthof, Theishof und Tannenhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals im Oktober 1266, in einer Anweisung von Ludwig Graf von Chiney und Gräfin Jeanne an den Propst von Virton, als Brachiet erwähnt. 1341 wurde er als Villa Brecht erwähnt. Brecht gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur luxemburgischen Grafschaft Vianden und war der Verwaltung und der Gerichtsbarkeit der Meierei Wißmannsdorf unterstellt.[3]

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen die Grafschaft Vianden gehörte, besetzt und im Oktober 1795 annektiert. Unter der französischen Verwaltung gehörte der Ort von 1795 bis 1814 an zur Mairie Wißmannsdorf im Kanton Neuerburg, der verwaltungsmäßig zum Arrondissement Bitburg im Wälderdepartement gehörte.[4]

Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress wurde 1815 das vormals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our dem Königreich Preußen zugeordnet. 1816 kam die Gemeinde Brecht verwaltungsmäßig zur Bürgermeisterei Wißmannsdorf im neu gebildeten Kreis Bitburg und gehörte von 1822 an bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges zur Rheinprovinz.[4]

Nach dem Ersten Weltkrieg gehörte das Gebiet zum französischen Teil der Alliierten Rheinlandbesetzung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Brecht innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Brecht, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][5]

Jahr Einwohner
1815 103
1835 121
1871 164
1905 173
1939 190
1950 169
Jahr Einwohner
1961 170
1970 180
1987 169
1997 207
2005 245
2014 246

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung ist überwiegend römisch-katholisch. Brecht ist der Pfarrei Wißmannsdorf angeschlossen.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Brecht besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsbürgermeister ist seit dem 15. Januar 1992 Michel Brück.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erläuterung: Die silberne Wellenschräglinie symbolisiert den Fluss Prüm, der die Ortslage teilt. Auf die Mühlentradition in Brecht weist das silberne Mühlrad auf blauem Feld hin, während die beiden Türme auf rotem Feld die Filialkirche St. Luzia symbolisieren.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filialkirche St. Luzia befindet sich im Ortskern und stammt aus dem 16. Jahrhundert. Um 1800 wurde ein Kirchenschiff angebaut. Des Weiteren existieren Ausgrabungen eines römischen Bauwerks und Gräber aus spätfränkischer oder frühmittelalterlicher Zeit.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brecht liegt an der Bundesstraße 50.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2014, Seite 94 (PDF; 2,4 MB)
  3. Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm: Verwaltungszugehörigkeit der einzelnen Gemeinden (Online PDF)
  4. a b Georg Bärsch: Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier, Band 2, Trier, Lintz, 1846, S. 31 ff (Google Books)
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen