Rosalie Thomass

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Rosalie Thomass beim Bayerischen Filmpreis 2012

Rosalie Thomass (* 14. August 1987 in München) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosalie Thomass ist eine Großnichte des Filmkomponisten Eugen Thomass. Sie lernte schon als Kind, Musikinstrumente zu spielen (Klavier, Blockflöte), machte fünf Jahre Modern Dance, sang im Schulchor und in der schuleigenen Rockband. Ab 2001 belegte sie Schauspielkurse, ab 2003 nahm sie auch Gesangsunterricht. Ihre ersten schauspielerischen Erfahrungen sammelte sie 1997 am Münchner Volkstheater. Seit 2001 ist sie Mitglied der Jugendtheatergruppe an den Münchner Kammerspielen. Ihr Debüt vor der Kamera gab sie 2003 in dem Kurzfilm Emily will sterben von Sabine Radebold. Dort und in Katharina Schödes Abschlussfilm der HFF München Gefühlte Temperatur (2004) spielte sie die Hauptrolle. Auch für das Fernsehen spielte sie neben ihrer Schulausbildung schon in größeren Rollen, etwa in Vivian Naefes Fernsehfilm Leo (2004). 2005 spielte sie in der Polizeiruf-110-Folge Er sollte tot unter der Regie von Dominik Graf und in dem TV-Zweiteiler Emilia jeweils eine Hauptrolle.

Für ihre Arbeit wurde Thomass mehrfach ausgezeichnet. 2006 wurde ihr der mit 5.000 Euro dotierte Förderpreis Neues Deutsches Kino in der Rubrik Schauspielpreis für Polizeiruf 110: Er sollte tot verliehen. Zudem bekam sie für diese Rolle in der Rubrik Förderpreis den Deutschen Fernsehpreis, der mit 15.000 Euro dotiert war. 2007 folgten der Adolf-Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion sowie der Bayerische Fernsehpreis in der Rubrik Nachwuchsförderpreis, dotiert mit 10.000 Euro, beide ebenfalls für den Polizeiruf. 2008 war Thomass für den New Faces Award sowie für Beste Zeit für den Undine Award nominiert. Der Film Das Mädchen mit den gelben Strümpfen mit ihr in einer Hauptrolle gewann 2008 den Deutschen Kurzfilmpreis. 2012 erhielt sie den Askania Award (Shooting-Star-Award). Für die Hauptrolle in Doris Dörries Grüße aus Fukushima wurde sie 2016 als beste Darstellerin mit dem Bayerischen Filmpreis geehrt.

Rosalie Thomass und ihr Lebensgefährte Aron Lehmann sind seit 2016 Eltern eines Sohnes.[1][2]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kinofilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurzfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003: Emily will sterben
  • 2007: Auf Wolke 1
  • 2007: Das Mädchen mit den gelben Strümpfen
  • 2009: Lebendkontrolle
  • 2011: Das Heimweh der Feldforscher
  • 2013: Wildwechsel

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006: Storyboard
  • 2006: Die Lebenspraktikanten
  • 2007: Der Plan von der Abschaffung des Dunkels
  • 2008: 19 Minuten

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rosalie Thomass – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Söhnchen da! | Rosalie Thomass im Baby-Glück. In: BILD.de. (bild.de [abgerufen am 12. Juni 2017]).
  2. News.de-Redaktion: Rosalie Thomass privat: Darum wird sie den Namen ihres Kindes nicht verraten. In: News.de. (news.de [abgerufen am 12. Juni 2017]).