EHC Bayreuth

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EHC Bayreuth
EHC Bayreuth
Größte Erfolge
Vereinsinformationen
Geschichte SV Bayreuth (Gründung 1984)
ESV Bayreuth (Neugründung 1994)
EHC Bayreuth (2006)
Spitzname Tigers
Vereinsfarben Schwarz-Gelb
Liga DEL2
Spielstätte Städtisches Kunsteisstadion Bayreuth
Kapazität 4.565 Plätze (davon 1.626 Sitzplätze)
Cheftrainer Sergej Waßmiller
2015/16 Oberliga Vizemeister/Aufsteiger DEL2

Der EHC Bayreuth, offiziell EHC Bayreuth - Die Tigers e. V. ist ein Eishockey-Verein aus dem oberfränkischen Bayreuth. Die erste Herrenmannschaft spielt seit 2016 in der zweitklassigen DEL2.

Der EHC wurde 2006 gegründet und gilt als Nachfolgeverein des ESV Bayreuth, welcher 1994 gegründet wurde und bis 2005 in der Oberliga spielte. Dessen Vorgängerverein war der SV Bayreuth, der am Spielbetrieb der 1. Bundesliga teilnahm. In der Saison 2012/2013 konnte der Verein nach 1980 und 1997 zum dritten Mal den Gewinn der Bayerischen Meisterschaft feiern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

VfB Bayreuth (1956 bis 1963)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim VfB Bayreuth wurde seit 1956 unter der Leitung von Kurt Loydl Eishockey gespielt. Gespielt wurde auf einer Natureisfläche, die neben dem vereinseigenen Sportgelände an der Prellmühle eingerichtet wurde. Die Mannschaft spielte in der Bezirksliga und 1960/61 in der Oberfrankenliga. Der Verein plante 1961 den Bau eines Kunsteisstadions am gleichen Platz, der Plan scheiterte aber an der mangelnden Unterstützung der Stadt. Die Eishockey-Abteilung löste sich in der Folge im Jahr 1963 auf.[1] Der Hauptverein ging 1969 im BSV Bayreuth 1898 auf.

SV Bayreuth bis 1993/94[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SV Bayreuth - Eishockey
Schlittschuhverein Bayreuth

Bereits in der Saison 1949/50 wurde auf dem Platz der Schwimmschule Bayreuth ein Natureisplatz eingerichtet, auf dem von der Eishockeymannschaft des SV Bayreuth („Schwimmverein Bayreuth“) erstmals seit 1935 wieder ein Eishockeyspiel in Bayreuth ausgetragen wurde (Gegner: Nürnberger HTC Endstand 0:8).[2] Der Verein war bereits 1950 mit seiner Eishockeymannschaft Mitglied im Bayerischen Eissportverbandes. [3] Im höherklassigen Ligeneishockey tauchte die Eishockeyabteilung des SVB, die Meister der Eishockey-Bayernliga 1979/80 wurde, in der Saison 1980/81 erstmals in der viertklassigen Regionalliga auf, bevor sie ab 1983/84 in der 2. Eishockey-Bundesliga teilnahm. In der Saison 1984/85 gelang der Aufstieg in die Bundesliga. Nach einem Jahr in der obersten Liga stieg die Mannschaft wieder ab und spielte 1986/87 wieder in der 2. Eishockey-Bundesliga. Nachdem die Kosten für die Eishockeyabteilung dem Schwimmverein Bayreuth und damit das Risiko zu groß geworden waren, wurde die Abteilung zur Saison 1988/89 als Schlittschuhverein Bayreuth zu einem eigenständigen Verein.

ESV Bayreuth 1994/95 bis 2005/06[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ESV Bayreuth

Im Sommer 1994 musste der SV Bayreuth den Spielbetrieb in der 2. Bundesliga einstellen. Als Nachfolger wurde der ESV Bayreuth gegründet und begann in der untersten Liga des Bayerischen Eissportverbandes, der Bezirksliga Bayern. 1997 erreichte der ESV durch die Meisterschaft in der Bayernliga wieder die drittklassige 2. Liga. In der Saison 2001/02 wurde versucht, die Oberligamannschaft in eine GmbH auszulagern, was aber zu einem finanziellen Desaster wurde, so dass ab 2002/03 wieder der ESV Bayreuth den Spielbetrieb fortführte. In der Saison 2002/03 hatte der ESV Bayreuth selbst ein Insolvenzverfahren zu überstehen.

Nachdem bereits zur Saison 2004/05 die Oberliga-Lizenz gewährt wurde, wurde die Lizenzerteilung zur Spielzeit 2005/06 erst im letzten Moment erreicht. Als am 29. November 2005 der Vorstand des Vereins den Antrag auf Eröffnung eines vorläufigen Insolvenzverfahrens stellen musste, wurde zum Jahresende der Spielbetrieb der Oberligamannschaft durch den vom Amtsgericht Bayreuth eingesetzten vorläufigen Insolvenzverwalter eingestellt. Der Spielbetrieb der Nachwuchsmannschaften wurde durch die finanzielle Überstützung von Privatleuten bis zum Saisonende fortgeführt, so dass bei Übernahme der Mannschaften durch einen anderen Verein die Einteilung in Spielklassen erhalten blieb.

EHC Bayreuth ab 2006/07[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um zumindest für die Nachwuchsmannschaften den Spielbetrieb fortsetzen zu können, wurde der neue Verein EHC Bayreuth „Die Tigers“ e.V. im Frühjahr 2006 gegründet, der fristgerecht auch eine Seniorenmannschaft zum Spielbetrieb melden konnte. In der Saison 2006/07 wurden die Tigers Meister der Bezirksliga Nord und stiegen damit in die fünftklassige Landesliga auf. Bereits in der Saison 2008/09 gelang der erneute Aufstieg in die Bayernliga, in der die Tigers auf Anhieb in die Zwischenrunde einziehen konnten. Als Bayernligameister konnte sich die erste Mannschaft in dieser Saison sportlich für die Oberliga 2013/14 qualifizieren. Zur Saison 2016/17 stieg der EHC in die DEL2 auf.

EHC Bayreuth 1b[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 2012/13 und 2015/16 nahm der EHC mit einer 2. Mannschaft am Spielbetrieb teil, die 2012/13 als SG ATS Kulmbach/EHC Bayreuth 1b in der Bezirksliga Nord und später als eigenständige Mannschaft spielte. Nachdem sie als Meister der Bezirksliga Nord 2015/16 in der Landesliga gespielt hatte, wurde die Mannschaft zur Saison 2016/17 nicht mehr gemeldet.

Mannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kader der Saison 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Torhüter
Nr. Name Geburtsdatum Letzte Saison
31 Deutschland Julian Bädermann 03.08.1987 EHC Bayreuth
98 Deutschland Johannes Wiedemann 17.10.1992 Lausitzer Füchse
33 Tschechien Tomas Vosvrda 12.09.1989 HC Olomouc
34 Deutschland Friedrich Hartung 20.05.1995 EHC Bayreuth
Verteidiger
Nr. Name Geburtsdatum Letzte Saison
2 Deutschland Marvin Neher 13.08.1997 Jungadler Mannheim
14 Tschechien/Deutschland Martin Heider 17.08.1986 ESV Kaufbeuren
49 Deutschland Felix Linden 10.01.1994 Lausitzer Füchse
7 Italien/Deutschland Jan Pavlu 16.07.1994 EHC Bayreuth
55 Deutschland Christopher Kasten 19.07.1989 EHC Bayreuth
78 Slowakei/Deutschland Jozef Potac 06.06.1978 EHC Bayreuth
80 Deutschland Sebastian Mayer 22.02.1985 EHC Bayreuth
Angreifer
Nr. Name Geburtsdatum Letzte Saison
11 Deutschland Valentin Busch 08.01.1998 EC Red Bull Salzburg II
15 Nathan Robinson 31.12.1981 HC Slavia Prag
72 Deutschland Sergei Stas 13.07.1991 Grizzlys Wolfsburg
25 USA David Wohlberg 18.07.1990 Charlotte Checkers
97 Tschechien/Deutschland Patrik Rypar 12.08.1997 BK Mladá Boleslav
6 Deutschland Marcus Marsall 14.03.1990 EHC Bayreuth
11 Deutschland Sebastian Busch 22.10.1992 EHC Bayreuth
13 Deutschland Andreas Geigenmüller 23.04.1987 EHC Bayreuth
19 Slowakei Ivan Kolozvary 16.02.1983 EHC Bayreuth
24 Tschechien Michal Bartosch 20.01.1985 EHC Bayreuth
27 Deutschland Michael Kuhn 27.04.1995 EHC Bayreuth
8 Russland Fedor Kolupaylo 05.02.1996 EHC Bayreuth
91 Deutschland Lukas Fröhlich 17.02.1996 Bietigheim Steelers

(Stand: 14. August 2016)[4]

Bedeutende frühere Mannschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meister 2. Bundesliga Süd 1985
Position Name
Tor: Jürgen Arzberger, Udo Döhler, Dietmar Habnitt, Thomas Koch
Verteidigung: Reinhold Degenhart, Anton Doll, Thomas Gilligbauer, Bohumil Moucha, Paul Sommer
Sturm: Rick Boehm, Klaus Guggemos, Fritz Holzner, Christian Kokoschka, Radomir Kratschmar, Mike Lay, Thomas Müller, Karsten Neumann, Dan Prokop, Klaus Weber, Dieter Willmann, Karl Zurek

Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

SV Bayreuth
Name Amtszeit
Fritz Schiller 1976–1978
Gerhard Schmid 1978–1982
Pavel Krivonozka 1982–1984
Billy Flynn 1984–1985
Tibor Vozar, Mike Daski 1985–1986
Ulf Sterner 1986–1987
Danny Lawson 1987–1988
Hans Zach 1988–1990
Paul Sommer 1990–1992
Dr. Richard Pergl 1992–1993
Jeff Pyle 1993-1994
ESV Bayreuth
Name Amtszeit
Bohuslav Ebermann
Paul Sommer
1999–2000
Rico Rossi 2000–2001
Doug Irwin 2002–2004
Joe West 2004
Stefan Kagerer 2004–2005
EHC Bayreuth
Name Amtszeit
Marco Zimmermann 2006–2007
Markus Weingran 2007–2009
John Noob 2009–2010
Sergej Čudinov 2010–2011
Knut Pleger 2011
Sergej Waßmiller seit 2012

Spielstätte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der EHC Bayreuth trägt seine Heimspiele im Städtischen Kunsteisstadion Bayreuth aus. Es hat eine Kapazität von 4.705 Plätzen, wovon 1.626 als Sitzplätze ausgewiesen sind. Das Stadion wurde am 22. Dezember 1975 eröffnet und bekam 1981 eine Überdachung.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. bsv98.de: Die Jagd nach dem Puck
  2. Bayerischer Sportschau Jahrgang 1950 eingesehen in Bayerischer Staatsbibliothek
  3. Bayerischer Sportschau Jahrgang 1950 eingesehen in Bayerischer Staatsbibliothek: Bericht vom Verbandstag - weitere aufgeführte Teilnehmer aus Oberfranken und der nördlichen Oberpfalz: ERSC Bamberg, ATS Kulmbach, SV Hof, Selb, Weiden
  4. Team der Saison 2015/16

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]