Schwanstetten
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| ||
| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 19′ N, 11° 8′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Roth | |
| Höhe: | 300 m ü. NHN | |
| Fläche: | 32,35 km² | |
| Einwohner: | 7146 (31. Dez. 2025)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 221 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 90596 | |
| Vorwahl: | 09170 | |
| Kfz-Kennzeichen: | RH, HIP | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 76 132 | |
| LOCODE: | DE ZAC | |
| Marktgliederung: | 7 Gemeindeteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Rathausplatz 1 90596 Schwanstetten | |
| Website: | www.schwanstetten.de | |
| Bürgermeister: | Richard Seidler (CSU) | |
| Lage des Marktes Schwanstetten im Landkreis Roth | ||
Schwanstetten ist ein Markt im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern).
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schwanstetten liegt ca. 16,2 Kilometer südlich der Stadt Nürnberg. Durch das hauptsächlich aus Wald bestehende Gemeindegebiet fließt der Hembach. Am westlichen Rand wird es vom Main-Donau-Kanal durchzogen.[2]
Nachbargemeinden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nördlich und östlich grenzt Schwanstetten an Wendelstein, im Süden an Roth und im Westen an Rednitzhembach. Zwischen Rednitzhembach und Schwanstetten befindet sich das gemeindefreie Gebiet Soos.
| Wendelstein | ||
| Rednitzhembach | Wendelstein | |
| Roth |
Gemeindegliederung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde hat sieben Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3][4]
- Furth (Dorf)
- Hagershof (Einöde)
- Harm (Dorf)
- Holzgut (Einöde)
- Leerstetten (Pfarrdorf)
- Mittelhembach (Dorf)
- Schwand bei Nürnberg (ehemaliger Markt)
Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Leerstetten (Gemarkungsteil 0) und Schwand bei Nürnberg.[5]
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schwand
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Erstmals erwähnt wurde der heutige Gemeindeteil Schwand im Jahre 1186 in der Schreibweise "Swande" anlässlich der Weihe der Kirche durch Bischof Otto von Eichstätt. Bei der Belehnung der Gräfin Maria von Oettingen mit dem Burggrafschaft Nürnberg durch König Konradin am 25. Mai 1267 wurde Schwand mit seinen Zugehörungen ausdrücklich ausgenommen. Zu dieser Zeit war Schwand schon ein befestigter Ort, wohl auch mit der zentralen Funktion eines Marktes.[6]
| Berichtsjahr | Markt Schwand |
|---|---|
| 1871 | 197 |
| 1925 | 239 |
| 1970 | 3.251 |
Leerstetten
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Der Gemeindeteil Leerstetten wurde im Jahre 1194 erstmals urkundlich erwähnt. Am 4. März 1372 bestellte Bischof Raban von Eichstätt einen "ewigen Priester" für Leerstetten.[8]
| Berichtsjahr | Pfarrdorf Leerstetten |
|---|---|
| 1871 | 298 |
| 1925 | 299 |
| 1950 | 413 |
| 1970 | 1.714 |
| 1987 | 3.136 |
Schwanstetten
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Am 1. Mai 1978 wurde der Markt Schwanstetten durch die Zusammenlegung des bis dahin selbständigen Marktes Schwand bei Nürnberg mit der Gemeinde Leerstetten neu gebildet.[10] Der Name der neuen Gemeinde setzt sich aus Teilen der früheren Ortsnamen Schwand und Leerstetten zusammen, eine in Bayern nahezu einmalige Neuschöpfung. Die Bezeichnung Markt und damit das Marktrecht wurden vom Markt Schwand übernommen.[11]
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Dargestellt wird hier die summarische Entwicklung der Hauptwohnsitze aller heutigen Ortsteile Schwanstettens. Zwischen 1987 und 2024 wuchs die Einwohnerzahl des Marktes Schwanstetten von 6111 auf 7167 um 1056 Einwohner bzw. um 17,3 %.

Gebäudeverteilung
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| Gebäude- und Wohnungsbestand am 31.12.2024[13] | |
|---|---|
| Anzahl der Wohngebäude | 2.370 |
| Anteil der Gebäude mit 1 Wohnung | 78,1 % |
| Anteil der Gebäude mit 2 Wohnungen | 13,9 % |
| Anteil der Gebäude mit 3 oder mehr Wohnungen | 7,9 % |
| Anzahl der Wohnungen in Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden | 3.555 |
| Durchschnitt Einwohner je Wohnung | 2,01 |
| Durchschnittl. Wohnfläche je Wohnung | 114,8 m² |
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Marktgemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Marktgemeinderat hat 20 Mitglieder.
| SPD | CSU | FWS | GRÜNE | AFD | Gesamt | |
| 2026[14] | 5 | 8 | 3 | 2 | 2 | 20 Sitze |
| 2020[15] | 6 | 7 | 3 | 4 | – | 20 Sitze |
| 2014[16] | 9 | 7 | 2 | 2 | – | 20 Sitze |
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei den Kommunalwahlen 2014 wurde Robert Pfann (SPD) mit 65,42 % (2.573 Stimmen) als Bürgermeister wiedergewählt. Sein Vorgänger war bis 2008 Dietmar Koltzenburg (CSU).
Wappen und Flagge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Wappen
| Blasonierung: „Unter zinnenförmig von Schwarz und Silber geteiltem Schildhaupt in Blau auf grünem Berg ein golden bewehrter silberner Schwan.“[17] | |
| Wappenbegründung: Der Schwan wurde einem Gerichtssiegel von Schwand aus dem Jahr 1468 entnommen. Eigentlich weist der Name darauf hin, dass Schwand eine Siedlung ist, die auf dem Gebiet einer Brandrodung entstand. Man brachte den Wald zum schwenden, also zum Schwinden. An die Herrschaft der zollerischen Burggrafen von Nürnberg und späteren Markgrafen erinnert der von Schwarz und Silber geteilte Schildhaupt. Die Burggrafen sind ab 1267 im Gemeindegebiet nachweisbar. Für den Namensbestandteil -stetten steht der zinnenförmige Schnitt.
Die Gemeinde Schwanstetten führt seit 1980 ein Wappen. |
- Flagge
Die Gemeindeflagge ist weiß-grün.[18]
Gemeindepartnerschaften
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- La Haye du Puits, Normandie, Frankreich, seit 1988
- Freundschaftlich verbunden mit dem Marktgemeinde Sankt Margarethen im Burgenland und der Stadt Abbiategrasso in der Lombardei
Energiewende
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Auf den Dächern Schwanstettens sind 130 solarelektrische Anlagen mit einer Gesamtleistung von über 1000 kW installiert.
Religionen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- In Leerstetten besteht die Evangelisch-Lutherische Kirche St. Peter und Paul, die im 13. Jahrhundert entstand.
- In Schwand gibt es die Evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer aus den 17. Jahrhundert.
- Im Jahre 1953 kam eine römisch-katholische Kirchengemeinde hinzu. Diese wurde baulich 1977 mit dem Neubau eines Gemeindezentrums und der Kirche Heiligste Dreifaltigkeit ausgestattet.
Bau- und Bodendenkmäler
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Kreisstraße RH 1 führt von Schwand ausgehend zu einer Anschlussstelle der B 2 bei Rednitzhembach (2,3 km westlich) bzw. über Leerstetten nach Großschwarzenlohe zur Staatsstraße 2239 (5,2 km nördlich). Die Kreisstraße RH 2/SC 2 führt von Leerstetten ausgehend zur St 2239 bei Penzendorf (3,8 km westlich). Die Kreisstraße RH 35 führt von Schwand ausgehend nach Harrlach (5 km südöstlich).[2]
Mehrere Buslinien binden Schwanstetten an das Umland und die S-Bahnhöfe in Schwabach und Roth an. Hervorzuheben ist eine Linie der Omnibusverkehr Franken zum Nürnberger U-Bahnhof Frankenstraße. Die Busverbindung zum Bahnhof Allersberg (Rothsee) wurde im Dezember 2010 eingestellt.

Der Main-Donau-Kanal führt von Nordwesten nach Süden durch das westliche Gemeindegebiet. Die nach dem Schwanstettener Ortsteil benannte Schleuse Leerstetten befindet sich auf dem gemeindefreien Gebiet Soos.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 203 f.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Website des Marktes Schwanstetten
- Museumsverein Schwanstetten e. V.
- Schwanstetten: Amtliche Statistik des Bayerischen Landesamtes für Statistik (PDF; 1,2 MB)
- Schwanstetten in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 23. September 2019.
Fußnoten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
- 1 2 Schwanstetten im BayernAtlas
- ↑ Gemeinde Schwanstetten in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 23. September 2019.
- ↑ Gemeinde Schwanstetten, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 25. November 2021.
- ↑ Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. In: ldbv.bayern.de. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 17. April 2025, abgerufen am 16. Dezember 2025.
- ↑ Friedrich Eigler: Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken, Reihe I, Heft 28. Hrsg.: Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Akademie der Wissenschaften. Michale Lassleben, München 1990, ISBN 3-7696-9941-6, S. 266 ff.
- ↑ Einwohnerstatistik. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 24. Mai 2026.
- ↑ Friedrich Eigler: Schwabach Seite 220
- ↑ Einwohnerstatistik. In: bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 24. Mai 2026.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 733 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
- ↑ W.-A. Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen, S. 203 f.
- ↑ Statistik kommunal 2017. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 24. Mai 2026.
- 1 2 Statistik kommunal 2025. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 24. Mai 2026.
- ↑ Wahlen 2026. Markt Schwanstetten, abgerufen am 24. Mai 2026.
- ↑ Statistik Kommunal 2025. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 24. Mai 2026.
- ↑ Statistik Kommunal 2017. Bayerisches Landesamt für Statistik, abgerufen am 24. Mai 2026.
- ↑ Wappen von Schwanstetten in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
- ↑ Schwanstetten. In: kommunalflaggen.eu. Abgerufen am 17. Juni 2020.

