Kaisheim

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Kaisheim
Kaisheim
Deutschlandkarte, Position des Marktes Kaisheim hervorgehoben
Koordinaten: 48° 46′ N, 10° 48′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Donau-Ries
Höhe: 470 m ü. NHN
Fläche: 41,7 km2
Einwohner: 3833 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km2
Postleitzahl: 86687
Vorwahl: 09099
Kfz-Kennzeichen: DON, NÖ
Gemeindeschlüssel: 09 7 79 169
Adresse der
Marktverwaltung:
Münsterplatz 5
86687 Kaisheim
Webpräsenz: www.kaisheim.de
Bürgermeister: Martin Scharr (PWG)
Lage des Marktes Kaisheim im Landkreis Donau-Ries
Dornstadt-Linkersbaindt Dornstadt-Linkersbaindt Esterholz (gemeindefreies Gebiet) Rain (Lech) Münster (Lech) Holzheim (Landkreis Donau-Ries) Oberndorf am Lech Mertingen Donauwörth Asbach-Bäumenheim Genderkingen Niederschönenfeld Marxheim Tagmersheim Rögling Monheim (Schwaben) Kaisheim Buchdorf Daiting Fremdingen Auhausen Oettingen in Bayern Hainsfarth Ehingen am Ries Tapfheim Marktoffingen Maihingen Megesheim Munningen Wolferstadt Wallerstein Nördlingen Reimlingen Ederheim Forheim Amerdingen Wemding Wechingen Harburg (Schwaben) Hohenaltheim Deiningen Alerheim Otting Fünfstetten Huisheim Mönchsdeggingen Möttingen Baden-Württemberg Landkreis Ansbach Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen Landkreis Eichstätt Landkreis Neuburg-Schrobenhausen Landkreis Aichach-Friedberg Landkreis Augsburg Landkreis Dillingen an der DonauKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Kaisheim ist ein Markt im schwäbischen Landkreis Donau-Ries.

Klosterkirche Kaisheim
Torturm mit gewölbter Durchfahrt

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaisheim liegt in der Planungsregion Augsburg.

Es existieren folgende Gemarkungen[2]:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaisheim war Obervogtamt und gehörte zum örtlichen Reichsstift Kloster Kaisheim. Das Kloster wurde 1133 von Graf Heinrich III. von Lechsgemünd und seiner Gemahlin Liukardis gegründet. Es war vermutlich schon seit dem Jahr 1370 Reichsstift, aber erst ab 1656 wurde das Kloster reichsunmittelbar. Seit der Säkularisation 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Die lateinische Bezeichnung des Ortes war „Caesarea“ (Kaisersheim).

Markt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1934 wurde die Gemeinde Kaisheim zum Markt erhoben.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1971 wurden die ehemals selbständigen Gemeinden Gunzenheim, Hafenreut und Sulzdorf eingegliedert, am 1. Juli 1972 folgten Altisheim und Leitheim.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 3078 Einwohner
  • 1970: 2657 Einwohner
  • 1987: 3378 Einwohner
  • 1991: 3757 Einwohner
  • 1995: 3931 Einwohner
  • 2000: 4144 Einwohner
  • 2005: 4274 Einwohner
  • 2010: 4331 Einwohner
  • 2015: 3833 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 1. Mai 2014 Martin Scharr; sein Vorgänger war von 1990 bis 2014 Franz Oppel (CSU).

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaisheim ist mehrheitlich katholisch. Von den 3.817 Einwohnern gehören 2.683 der katholischen Religion an.[5]

Die Kommune liegt auf dem Jurisdiktionsgebiet zweier Bistümer, des Bistums Augsburg und des Bistums Eichstätt. Der Südosten mit den Ortsteilen Altisheim (Pfarrei St. Willibald), Hafenreut (Filialkirche St. Georg zu Kaisheim), Kaisheim (Pfarrei Mariä Himmelfahrt) und Leitheim (Filialkirche St. Blasius zu Altisheim) gehört als Teil der Pfarreiengemeinschaft Kaisheim zum Bistum Augsburg, der Nordwesten mit Bergstetten (Filialkirche Heiligste Dreifaltigkeit zu Buchdorf), Gunzenheim (Expositur St. Thomas zu Fünfstetten) und Sulzdorf (Pfarrei St. Margareta) zum Bistum Eichstätt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1338 T€, davon waren 114 T€ Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Im Jahre 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 31, im produzierenden Gewerbe 69 und im Bereich Handel und Verkehr 39 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 92 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1128. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 22, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 66 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1306 ha, davon waren 806 ha Ackerfläche und 497 ha Dauergrünfläche.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 gab es folgende Einrichtungen:

  • Kindergarten: 110 Kindergartenplätze mit 87 Kindern
  • Grundschule: Graf-Heinrich-Volksschule mit zehn Lehrern und 127 Schülern
  • Förderschule: Abt-Ulrich-Schule mit 32 Lehrern und 232 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der frühere Augsburger Bischof Walter Mixa wohnt im Ortsteil Gunzenheim.[6]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kaisheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. cm city media GmbH – www.cmcitymedia.de: Kaisheim und seine Ortsteile. In: www.kaisheim.de. Gemeinde Kaisheim, abgerufen am 18. Juni 2016.
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 450
  4. Markt Kaisheim: Partnerstadt
  5. Statistik kommunal 2014. Bayerisches Landesamt für Statistik, Juli 2015, abgerufen am 18. Juni 2016 (PDF, deutsch).
  6. http://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Was-macht-eigentlich-Augsburgs-ehemaliger-Bischof-Walter-Mixa-id37559152.html