Sinan Kurt

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Sinan Kurt
Personalia
Name Sinan Georg Kurt
Geburtstag 23. Juli 1996
Geburtsort MönchengladbachDeutschland
Größe 173 cm
Position Sturm
Junioren
Jahre Station
SV Dohr 07
0000–2007 Rheydter SV
2007–2014 Borussia Mönchengladbach
2014–2015 FC Bayern München
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2014 Borussia Mönchengladbach II 1 (0)
2014–2015 FC Bayern München 1 (0)
2014–2015 FC Bayern München II 16 (1)
2016–2018 Hertha BSC 2 (0)
2016–2019 Hertha BSC II 41 (3)
2019 WSG Wattens 13 (1)
2020–2021 SV Straelen 7 (0)
2021– FC Nitra 1 (0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2010–2011 Deutschland U15 2 (0)
2011–2012 Deutschland U16 5 (1)
2012–2013 Deutschland U17 9 (1)
2013–2014 Deutschland U18 9 (4)
2014 Deutschland U19 4 (0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 10. Februar 2021

2 Stand: 28. November 2017

Sinan Georg Kurt (* 23. Juli 1996 in Mönchengladbach) ist ein deutscher Fußballspieler. Der hauptsächlich bei Borussia Mönchengladbach ausgebildete Mittelfeldspieler steht in der Slowakei beim FC Nitra unter Vertrag und war Nachwuchsnationalspieler.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurt wurde als Sohn einer Deutschen und eines Türken im nordrhein-westfälischen Mönchengladbach geboren.[1] Er hat eine Schwester.[2]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge in Mönchengladbach[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurt begann mit dem Fußballspielen beim SV Dohr 07, einem Sportverein aus dem Mönchengladbacher Stadtteil Giesenkirchen, und spielte danach für den Rheydter SV, bevor er 2007 in die Jugend von Borussia Mönchengladbach wechselte. Er spielte für die U17- und U19-Nachwuchsmannschaft des Bundesligisten und kam für deren zweite Mannschaft am ersten Spieltag der Saison 2014/15 bei der 1:3-Niederlage im Auswärtsspiel gegen den FC Viktoria Köln in der viertklassigen Regionalliga West zu seinem ersten Einsatz im Herrenbereich.[3] Zur Saison 2014/15 sollte Kurt in den Profikader aufrücken. Aufgrund eines Transferstreits mit dem FC Bayern München wurde dies aber nicht umgesetzt.[4]

FC Bayern München[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kurz vor Ende der Transferperiode wechselte Kurt am 31. August 2014 zum FC Bayern München. Er unterschrieb einen Vierjahresvertrag bis zum 30. Juni 2018.[5] Der Wechsel löste auf Kurts Social-Media-Accounts einen Shitstorm von Gladbach-Fans aus.[6] In seinem ersten Jahr beim deutschen Rekordmeister wurde Kurt überwiegend in der A-Jugend eingesetzt, die in der A-Junioren-Bundesliga spielte und international in der UEFA Youth League vertreten war. Zudem wurde er einmal in der zweiten Mannschaft in der viertklassigen Regionalliga Bayern eingesetzt. Nachdem Kurt bereits bei einigen Pflichtspielen der Profis auf der Bank gesessen hatte, absolvierte er am 30. Spieltag am 25. April 2015 unter Pep Guardiola sein Bundesligadebüt, als er beim 1:0-Sieg gegen Hertha BSC zur zweiten Halbzeit für Gianluca Gaudino eingewechselt wurde.[7] 2015 gewann er mit dem FC Bayern München die deutsche Meisterschaft. Sein erstes Tor im Seniorenbereich erzielte er am 8. August 2015 beim 7:2-Sieg im Auswärtsspiel der zweiten Mannschaft gegen den TSV 1896 Rain mit dem Treffer zum 6:0 in der 62. Minute. In der Hinrunde der Saison 2015/16 kam Kurt dann ausschließlich für die zweite Mannschaft zum Einsatz und absolvierte dort auch das Training unter Heiko Vogel.[8] Zudem wurde er nicht für den Champions-League-Kader nominiert.[9]

Hertha BSC[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem sich Kurt beim FC Bayern München nicht hatte durchsetzen können, wechselte er zur Rückrunde der Saison 2015/16 zu Hertha BSC. Er unterschrieb einen Vertrag mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2019.[10] Bis zum Saisonende kam er zu sechs Einsätzen in der zweiten Mannschaft in der viertklassigen Regionalliga Nordost, in denen er einen Treffer erzielte. Auch in der Saison 2016/17 konnte sich Kurt in der ersten Mannschaft nicht durchsetzen. Bis zum Winter kam er in der ersten Mannschaft zwar zu seinem ersten Bundesligaeinsatz für Hertha BSC, als er am 1. Oktober 2016 beim 2:0-Sieg gegen den Hamburger SV kurz vor Spielende für Alexander Esswein eingewechselt wurde. Diesem Einsatz folgte allerdings nur ein weiterer Kurzeinsatz. Daneben spielte Kurt sieben Mal in der zweiten Mannschaft (ein Tor). Im Wintertrainingslager zog er sich eine Verletzung am linken Sprunggelenk zu, sodass er erst Ende März 2017 wieder ins Training einsteigen konnte.[11] Bis zum Saisonende kam Kurt zu keinen Einsätzen mehr. Während der Vorbereitung auf die Saison 2017/18 kritisierte sein Trainer Pál Dárdai seine Mentalität und monierte, dass er ihn immer wieder motivieren müsse.[12] In der Folge wurde Kurt nicht für den Europa-League-Kader für die Gruppenphase nominiert.[13] Im Januar 2018 wurde Kurt zeitweise aus dem Mannschaftstraining genommen, um durch ein Individualtraining seine körperlichen Defizite aufzuholen.[14] Er kam in der Saison 2017/18 auf 21 Einsätze in der zweiten Mannschaft, in denen er einen Treffer erzielte.

Mitte Juli 2018 wurde Kurt von Dárdai aus dem Profikader gestrichen und in die zweite Mannschaft versetzt.[15][16] Bis zur Winterpause der Saison 2018/19 kam er auf 7 Regionalligaeinsätze (2 in der Startelf) ohne eigenen Torerfolg.

WSG Wattens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Februar 2019 wechselte Kurt zum österreichischen Zweitligisten WSG Wattens.[17] Bis zum Ende der Saison 2018/19 kam er in 13 Zweitligaspielen (5 in der Startelf) zum Einsatz, in denen er ein Tor erzielte. Mit der WSG Wattens stieg Kurt als Zweitligameister in die Bundesliga auf. Nach dem Aufstieg verließ er den Klub.[18]

Tirols Manager Stefan Köck äußerte sich mit den Worten „Ich kann von dem Jungen nur das Beste sagen, er hat null Star-Allüren gehabt, er ist ein toller Mensch.“ über den Spieler, der nach Vereinsaussagen gehen musste, da er als Deutscher unter die Ausländerregelung fiel.[19]

Über Straelen in die Slowakei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach über einem Jahr ohne Verein schloss sich Kurt Ende September 2020 nahe seiner Heimat Mönchengladbach in der viertklassigen Regionalliga West dem Aufsteiger SV Straelen an.[20] Zunächst absolvierte der Rheinländer sieben Ligaspiele in Folge und bereitete als linker Flügelstürmer zwei Tore vor. In der Folge war er verletzt und wurde schließlich gar nicht mehr eingesetzt. Kurt gehörte zu den „Topverdienern“ innerhalb der Mannschaft. Weiters wäre er zwar nicht „angeeckt“, hätte aber auch nicht den Zusammenhalt im Team gestärkt. Anfang Januar 2021 löste der SV Straelen den Vertrag mit seinem Spieler auf.[21][22]

Ende Januar 2021 schloss sich der 24-Jährige dem slowakischen Erstligisten FC Nitra an, bei dem er einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022 unterschrieb.[23] Neben Kurt verpflichtete der Verein mit Yanni Regäsel, Ekin Çelebi, Ramzi Ferjani, Ole Käuper, Benjamin Kindsvater, Eroll Zejnullahu und Oliver Bias in diesem Monat sieben weitere deutsche Spieler.

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem Kurt bereits die DFB-Nachwuchsmannschaften der Altersklasse U15 bis U18 durchlaufen und dabei sechs Tore in 25 Länderspielen erzielt hatte, debütierte er in der U19-Nationalmannschaft, die am 5. September 2014 in Köln im Test-Länderspiel gegen die Auswahl der Niederlande mit 3:2 gewann.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Neuen Reus“ entdeckt Europas Top-Klubs jagen Kurt. In: express.de. 23. Juli 2013, abgerufen am 23. Dezember 2015.
  2. Familie. In: fcbayern.de. FC Bayern München, 2015, archiviert vom Original am 28. Dezember 2015; abgerufen am 3. Oktober 2016.
  3. Regionalliga West, 2014/15, 1. Spieltag. In: kicker online, abgerufen am 3. Oktober 2016.
  4. Lügen-Vorwurf! FCB-Kampf um Talent wird schmutzig. In: Focus Online, 6. August 2014, abgerufen am 28. April 2015.
  5. FC Bayern München: FCB verpflichtet Talent Sinan Kurt, 31. August 2014, abgerufen am 31. August 2014
  6. Abendzeitung: Sinan Kurt: Drohungen, weil er jetzt beim FC Bayern ist, 4. September 2014, abgerufen am 28. April 2015.
  7. kicker online: Weisers Solo bringt den Arbeitssieg, 25. April 2015, abgerufen am 28. April 2015.
  8. FC Bayern: Guardiola sortiert drei Talente aus auf spiegel.de vom 20. August 2015, abgerufen am 21. August 2015
  9. Vgl. den Champions-League-Kader des FC Bayern München auf der Website der UEFA
  10. Hertha BSC: Sinan Kurt unterschreibt bis 2019, 7. Januar 2016, abgerufen am 7. Januar 2016.
  11. Kicker Online: Kurt: Das Ende der Leidenszeit, 21. März 2017, abgerufen am 11. September 2017.
  12. Kicker Online: Dardai unzufrieden: Kurt weiter in der Warteschleife, 5. August 2017, abgerufen am 11. September 2017.
  13. Kicker Online: Kurt und Schieber fehlen in Herthas Europa-League-Kader, 6. September 2017, abgerufen am 11. September 2017.
  14. Der Tagesspiegel: Sinan Kurt: Nicht gut genug fürs Teamtraining, 23. Januar 2018, abgerufen am 9. Juli 2018.
  15. Berliner Morgenpost: Hertha sortiert Sinan Kurt aus, 17. Juli 2018, abgerufen am 25. Juli 2018.
  16. Kicker Online: Preetz: Kein Nachkauf für Selke, 17. Juli 2018, abgerufen am 25. Juli 2018.
  17. Sinan Kurt wechselt zur WSG wsg-fussball.at, am 1. Februar 2019, abgerufen am 1. Februar 2019
  18. WSG Tirol: Keine Zukunft für Sinan Kurt laola1.at, am 5. Juli 2019, abgerufen am 9. Juli 2019
  19. Sinan Kurt versucht sein Glück nun in der Slowakei, wdr.de, abgerufen am 14. Januar 2021
  20. Neuer Verein: Ex-Bayern-Talent wechselt in die Regionalliga sky.de, am 29. September 2020, abgerufen am 29. September 2020
  21. SV Straelen: Vertrag mit Ex-Bayern-Profi aufgelöst, reviersport.de, abgerufen am 14. Januar 2021
  22. Neuer Anlauf in der Slowakei: Kurt wechselt zum FC Nitra, kicker.de, abgerufen am 14. Januar 2021
  23. Sinan Kurt sa s klubom dohodol na spolupráci, fcnitra.com, 25. Januar 2021, abgerufen am 25. Januar 2021.