Heiko Vogel

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Heiko Vogel
Spielerinformationen
Geburtstag 21. November 1975
Geburtsort Bad DürkheimDeutschland
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
TuS Wachenheim
FC 08 Haßloch
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
SV Edenkoben
Stationen als Trainer
1998–2007
2008–2009
2009–2011
2011–2012
2013–
FC Bayern München (Jugend)
FC Ingolstadt 04 (Assistent)
FC Basel (Assistent)
FC Basel
FC Bayern München (U19)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Heiko Vogel (* 21. November 1975 in Bad Dürkheim) ist ein deutscher Fußballtrainer. Zuletzt trainierte er ein Jahr lang als Cheftrainer den FC Basel.

Aktivzeit als Spieler[Bearbeiten]

Vogel wuchs in Wachenheim (Pfalz) auf und spielte in seiner Jugendzeit Fußball für die lokalen Vereine TuS Wachenheim und FC 08 Haßloch. Später war er beim SV Edenkoben in der Fußball-Regionalliga West/Südwest, der damals dritthöchsten Spielklasse, aktiv.

Trainerkarriere[Bearbeiten]

Bayern München[Bearbeiten]

Nachdem Vogel aufgrund einer im Alter von 20 Jahren erlittenen Knöchelverletzung seine Ambitionen auf eine Karriere als Profifußballer aufgegeben hatte,[1] studierte er Sportwissenschaft an der TU München.[2] 1998, nach erfolgreichem Abschluss des Studiums, bewarb sich Vogel zunächst bei TSV 1860 München erfolglos um eine Stelle als Trainer.[3] Über einen Dozenten bekam er einen Kontakt zum FC Bayern München und wurde zunächst Assistenztrainer von Hermann Hummels im Nachwuchsbereich des FC Bayern. Später trainierte er dort selbst diverse Jugendmannschaften (U-10, U-13, U-15 und U-17).[4] Hier betreute er Spieler wie die heutigen Profis Philipp Lahm, Diego Contento, Mehmet Ekici, Mats Hummels und Thomas Müller. Parallel zu seinen Tätigkeiten als Jugendtrainer in München absolvierte Vogel bis 2004 eine Ausbildung zum Fußball-Lehrer an der Sporthochschule Köln.

FC Ingolstadt 04[Bearbeiten]

Als Thorsten Fink 2008 zum Cheftrainer des FC Ingolstadt 04 in die Regionalliga berufen wurde, holte er Vogel, zu dem er seit der gemeinsamen Ausbildung an der Sporthochschule Köln ein freundschaftliches Verhältnis unterhält, als seinen Assistenztrainer mit nach Ingolstadt. 2008 stieg das Trainer-Duo mit Ingolstadt in die 2. Bundesliga auf.

FC Basel[Bearbeiten]

Im Sommer 2009 wurde Thorsten Fink als neuer Cheftrainer des FC Basel in die Schweiz geholt, wobei er Vogel mit als Assistenztrainer zum FCB nahm. Vogel unterzeichnete einen Dreijahresvertrag,[5] der im Oktober 2010 vorzeitig um ein Jahr verlängert wurde. Heiko Vogel folgte beim FC Basel dem Mitte Oktober 2011 zum Hamburger SV gewechselten Fink als Cheftrainer nach, die ersten zwei Monate interimistisch.[6] Gleichzeitig wurde der Vertrag mit Vogel vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 2014 verlängert. Die ersten drei Spiele, die Vogel als Cheftrainer leitete, waren im Schweizer Cup ein 5:1-Auswärtssieg beim FC Schötz,[7] in der Champions-League-Gruppe C eine 0:2-Heimniederlage gegen Benfica Lissabon[8] und in der Axpo Super League ein 1:0-Auswärtssieg beim FC Zürich.[9][10] Am 7. Dezember 2011 erreichte Vogel mit der Mannschaft durch ein 2:1 über Manchester United im letzten Spiel der Gruppenphase das Achtelfinale der Champions League.

Am 29. April 2012 feierte er mit dem FC Basel den Schweizer Meistertitel, den 15. in der Clubgeschichte. Am 16. Mai 2012 holte die Mannschaft auch den Schweizer Cup. Der Start in die Saison 2012/2013 erfolgte mit 3 Niederlagen aus 21 Spielen, es wurden jedoch die Qualifikationsspiele zur Champions League gegen CRJ Cluj verloren. Heiko Vogel wurde am 15. Oktober 2012 beim FC Basel überraschend entlassen und durch Murat Yakin ersetzt. Die Clubphilosophie des FCB ist, acht Spieler aus der eigenen Akademie im 24-Mann-Kader zu haben. Unter Vogel hat keiner der Junioren den Durchbruch in der ersten Mannschaft geschafft.[11][12][13]

Rückkehr zu Bayern München[Bearbeiten]

Seit 29. Oktober 2013 trainiert Vogel die U19 des FC Bayern München als Nachfolger von Marc Kienle, der zum SVW Wiesbaden wechselte.[14]

Titel und Erfolge[Bearbeiten]

Basel

Individuell

Varia[Bearbeiten]

Heiko Vogel war zusammen mit vier weiteren Persönlichkeiten als Preisträger der Arosa Humorschaufel 2012, eines Jurypreises des Arosa Humor-Festivals, nominiert, erhielt den Preis jedoch nicht.[15]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. „Mein Sechser mit Zusatzzahl“
  2. Basler Zeitung vom 9. Dezember 2011, S. 2
  3. Sport Bild Nr. 49 vom 7. Dezember 2011, S. 62, Interview mit Heiko Vogel
  4. FC Basel 1893: Trainer & Betreuer. FC Basel 1893. 2011. Abgerufen am 13. Oktober 2011.
  5. FC Basel 1893: FCB ergänzt Trainer Team. FC Basel 1893. 2009. Abgerufen am 16. Juni 2009.
  6. Remo Meister: Bernhard Heusler: "Ein weinendes Auge für Fink und ein lachendes für Vogel“. FC Basel 1893. 2011. Abgerufen am 13. Oktober 2011.
  7. Remo Meister: Der FCB steht nach dem 5:1-Sieg gegen den FC Schötz im Cup-Achtelfinal. FC Basel 1893. 2011. Abgerufen am 15. Oktober 2011.
  8. Steven Rogers: Basel bemüht, aber glücklos. uefa.com. 2011. Abgerufen am 18. Oktober 2011.
  9. Remo Meister: Xherdan Shaqiri schiesst den FC Basel auswärts zum Sieg über den FC Zürich. FC Basel 1893. 2011. Abgerufen am 23. Oktober 2011.
  10. Basel, Spiele 2011/2012
  11. «Elementare Differenzen» sind der Grund für Vogels Entlassung, Aargauer Zeitung, 15. Oktober 2012
  12. Termine FC Basel 2012/2013, kicker.de, 21. Oktober 2012
  13. Kein Witz, kein Container und eine SMS an Vogel, bazonline.ch, 21. Oktober 2012
  14. „Heiko Vogel: So tickt der U19-Coach“, abendzeitung-münchen.de vom 30. Oktober 2013, abgerufen am 27. November 2013
  15. Aroser Zeitung vom 9. November 2012, S. 30.