Spanisch in den Vereinigten Staaten

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Spanische Sprache in den USA

Die spanische Sprache ist in den Vereinigten Staaten nach Englisch die zweithäufigste Sprache. Die Anzahl der Sprecher beträgt offiziell mehr als 45 Millionen.[1] Nach Mexiko und noch vor Kolumbien und Spanien lebt in den Vereinigten Staaten die zweitgrößte Spanisch sprechende Bevölkerung der Welt, wobei illegale Einwanderer nicht inbegriffen sind. Im Jahr 2050 könnten die Vereinigten Staaten auf Platz 1 aufsteigen.[2]

Auf dem heutigen Staatsgebiet der Vereinigten Staaten existiert die spanische Sprache seit dem 16. und 17. Jahrhundert. Ausschlaggebend dafür war die spanische Besiedlung Nordamerikas. Die spanischen Entdecker entdeckten einen großen Teil der späteren Bundesstaaten, sodass Einflüsse der spanischen Sprache auf dem gesamten Kontinent hinterlassen wurden. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurden westliche Bundesstaaten wie zum Beispiel Kalifornien in die Union eingegliedert. Durch den Erwerb von Puerto Rico im Jahr 1898 wurde die Stellung der spanischen Sprache nochmals bestärkt. Eine ähnliche Wirkung hat bis heute die Migration aus mittelamerikanischen Staaten wie Mexiko, Kuba und El Salvador.

Überblick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Spanische Sprache in Arizona
Bundesstaat Spanisch sprechende Bevölkerung Prozent der Bevölkerung
Puerto Rico 3.900.128 95,21 %
New Mexico 823.352 43,27 %
Kalifornien 12.442.626 34,72 %
Texas 7.781.211 34,63 %
Arizona 1.608.698 28,03 %
Nevada 445.622 19,27 %
Florida 3.304.832 19,01 %
New York 3.076.697 15,96 %
New Jersey 1.134.033 13,89 %
Illinois 1.516.560 12,70 %
Colorado 545.112 12,35 %
Rhode Island 100.227 9,96 %
Utah 216.327 9,40 %
Connecticut 308.863 9,35 %
Oregon 293.840 8,47 %
District of Columbia 45.023 8,24 %
Idaho 103.686 7,66 %
Washington 431.021 7,20 %
Georgia 610.402 7,04 %
Massachusetts 411.192 6,80 %
Kansas 169.376 6,59 %
Delaware 51.762 6,50 %
North Carolina 532.553 6,45 %
Nebraska 98.211 5,99 %
Virginia 412.416 5,78 %
Maryland 298.072 5,68 %
Oklahoma 173.552 5,22 %
Arkansas 116.396 4,45 %
Indiana 254.219 4,32 %
Wisconsin 217.550 4,18 %
Wyoming 19.830 4,12 %
Pennsylvania 436.254 3,72 %
South Carolina 148.345 3,68 %
Alaska 22.649 3,64 %
Minnesota 171.042 3,55 %
Iowa 97.876 3,51 %
Michigan 292.996 3,10 %
Tennessee 171.646 3,04 %
Louisiana 106.872 2,68 %
Alabama 107.806 2,50 %
Missouri 129.329 2,37 %
Ohio 230.467 2,15 %
New Hampshire 26.607 2,14 %
Kentucky 80.450 2,05 %
South Dakota 14.403 1,98 %
Mississippi 46.561 1,72 %
Montana 13.458 1,51 %
Hawaii 17.442 1,50 %
North Dakota 8.853 1,48 %
West Virginia 18.207 1,06 %
Vermont 5.950 1,01 %
Maine 12.576 1,00 %

Stellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der englischen Sprache, die in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens eine dominante Stellung einnimmt, ist Spanisch die am zweithäufigsten genutzte Sprache. Einige Bundesstaaten, darunter New Mexico, bieten offizielle Dokumente in zwei Sprachen an.

In den Haushalten sprechen ungefähr 60 Millionen Menschen eine andere Sprache als Englisch. Nahezu zwei Drittel sprechen in privatem Umfeld die spanische Sprache. Im Vergleich zum Jahr 2005 nahm die Anzahl derer, die zuhause Spanisch sprechen, leicht zu. Im Zeitraum zwischen 1980 und 2010 hat sich diese Anzahl mehr als verdreifacht. So sprachen 1980 in Haushalten nur ungefähr 11 Millionen Menschen Spanisch.[3]

Florida[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die spanischsprachige Bevölkerung Floridas ist überwiegend kubanischer Abstammung. Die Mehrheit von ihnen verließ Kuba während und nach der Revolution. Außerdem leben in Florida so viele Latinos kolumbianischer Abstammung, dass man von Miami bereits als der zweitgrößten kolumbianischen Stadt spricht.

Südwesten der USA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: New-Mexico-Spanisch

Im Südwesten der USA findet man in erster Linie Spanischsprechende mexikanischer Abstammung.

Spanisch ist in New Mexico neben Englisch Gebrauchssprache (in vielen Staaten ist keine Sprache offiziell). Außerdem gibt es in einigen Staaten wie New Mexico, Kalifornien und Texas spanischsprachige Formulare, Aushänge und Schilder.

Hier entstand eine Sprachform, die „Spanglish“ (entstanden aus Spanish + English) genannt wird. In Staaten wie Arizona werden viele spanische Wörter im alltäglichen Wortschatz wieder gefunden.

Nordosten der USA[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorwiegend Puertoricaner

Louisiana[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im heutigen US-Bundesstaat Louisiana wird in vier ursprünglich isolierten Ortschaften am Mississippi ein spanischer Dialekt gesprochen, der mit der Mundart auf den Kanarischen Inseln verwandt ist. Die Menschen dieser Sprachinseln nennen sich Isleños und immigrierten im 18. Jahrhundert in diese Region.

Geographische Bezeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Staaten Kalifornien, Arizona, Texas, New Mexico, Colorado, Nevada und Utah im Südwesten der USA, sowie Florida wurden seit dem 16. Jahrhundert von spanischen Kolonialisten besiedelt und nach der Unabhängigkeit Mexikos im Jahre 1810 gehörten einige der Staaten noch bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zu Mexiko. Deshalb tragen viele Städte, Gebirge, Straßen und Flüsse in diesen Bundesstaaten (teilweise „sprechende“) spanische Namen, Toponyme. Auffällig sind die zahlreichen Ortsnamen, die auf religiöse Bezeichnungen zurückgehen. Sie rühren von den vielen Missionaren unter den ersten Siedlern und dem allgemein starken katholischen Glauben der Spanier her.

Daneben sind auch typische Ortsnamen, die auf Landschaftsmerkmale beruhen, anzutreffen:

Flüsse: Rio Grande (Großer Fluss), Colorado River (Farbiger Fluss)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. U.S. Hispanic Population Surpasses 45 Million, United States Census Bureau vom 1. Mai 2008
  2. US now has more Spanish speakers than Spain – only Mexico has more, The Guardian vom 29. Juni 2015
  3. Language Use in the United States: 2011, United States Census Bureau aus dem August 2013