Straßlach-Dingharting

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Straßlach-Dingharting
Straßlach-Dingharting
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Straßlach-Dingharting hervorgehoben
Koordinaten: 48° 0′ N, 11° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: München
Höhe: 635 m ü. NHN
Fläche: 28,34 km2
Einwohner: 3132 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner je km2
Postleitzahl: 82064
Vorwahl: 08170
Kfz-Kennzeichen: M, AIB, WOR
Gemeindeschlüssel: 09 1 84 144
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 21
82064 Straßlach-Dingharting
Webpräsenz: www.strasslach-dingharting.de
Bürgermeister: Hans Sienerth (BP/FWG/SPD/UWV)
Lage der Gemeinde Straßlach-Dingharting im Landkreis München
Starnberger SeeLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis EbersbergLandkreis ErdingLandkreis FreisingLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis MiesbachLandkreis RosenheimLandkreis StarnbergLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis DachauMünchenForstenrieder ParkGrünwalder ForstBrunnthalHöhenkirchen-SiegertsbrunnPerlacher ForstAschheimAyingBaierbrunnBrunnthalFeldkirchen (Landkreis München)Garching bei MünchenGräfelfingGrasbrunnGrünwaldHaar (bei München)Höhenkirchen-SiegertsbrunnHohenbrunnIsmaningKirchheim bei MünchenNeubibergNeuried (bei München)OberschleißheimOttobrunnPlaneggPullach im IsartalPutzbrunnSauerlachSchäftlarnStraßlach-DinghartingTaufkirchen (bei München)UnterföhringUnterhachingUnterschleißheimOberhachingKarte
Über dieses Bild

Straßlach-Dingharting ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis München.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt etwa 18 km süd-südwestlich des Zentrums von München. Im Westen des Gemeindegebietes liegt das Isartal, dort fließen die Isar und der parallel dazu verlaufenden Mühltalkanal (auch Isarkanal genannt).

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Straßlach-Dingharting besteht aus 13 Ortsteilen:[2]

Dazu kommt das abgegangene Dürnberg, östlich von Mühlthal.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die aus Moränenhügeln und der Schotterebene bestehende Geologie der Gemeinde wurde in der Eiszeit geformt. Mehrere Bodendenkmäler bezeugen ein etwa 100 v. Chr. entstandenes Siedlungsgebiet.

Vor der Gemeindegebietsreform lagen alle Ortschaften im ehemaligen Landkreis Wolfratshausen. Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Dingharting und Straßlach zur neuen Gemeinde Straßlach zusammengeschlossen.[3] Im Jahr 1989 wurde der Gemeindename amtlich in Straßlach-Dingharting geändert.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Partei Sitze
CSU 3
GRÜNE 2
BB 1
FWG 3
BP-WBL 2
UWV 3

Der Gemeinderat besteht aus 14 Mitgliedern in drei Ausschüssen.

Erster Bürgermeister ist Hans Sienerth (parteifrei). Er trat mit dem Bündnis BP-FWG-SPD-UWV zur Wahl an und erreichte 65 % der abgegebenen Stimmen.

Der Gemeindesitz bedfindet sich im Ortsteil Straßlach.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der jetzige Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter kandidierte 2008 in Straßlach-Dingharting für den Gemeinderat; trotz des zweiten Listenplatzes errang er kein Mandat, da die SPD nur ein Mandat insgesamt für sich verzeichnen konnte. Bis April 2011 wohnte er weiterhin in Straßlach-Dingharting, bis er sich am 25. Oktober 2011 vom Münchner SPD-Vorstand als einziger Bewerber der örtlichen Nominierungsversammlung vorschlagen ließ.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: Über von Gold und Grün im Wellenschnitt geteiltem Schildfuß in Blau ein schwebendes silbernes Kreuz.

Einrichtungen/Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da auf der Isar Floßfahrt betrieben wird, gibt es im Straßlacher Teil des Flusses neben dem Kraftwerk eine betonierte Floßrutsche, über die ein Floß die Staustufe überwinden kann. Sie gilt als längste Floßrutsche der Welt.

Am Mühltalkanal befinden sich das Wasserkraftwerk Mühltal und ein Ausflugsgasthof.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptstraße der Gemeinde ist die in Nord-Süd-Richtung verlaufende Staatsstraße 2072. Einige Kilometer weiter westlich liegt die Bundesstraße 11 von München nach Wolfratshausen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joseph Peruschitz (1871–1912), Benediktinerpater, geboren in Straßlach. Er erlangte Berühmtheit durch sein Verhalten beim Untergang der Titanic.
  • Karl Heinz Beckurts (1930–1986), Siemens-Vorstand, wohnhaft in Straßlach. Am 9. Juli 1986 wurden Beckurts und sein Chauffeur Eckhard Groppler auf der Staatsstraße Straßlach–Grünwald kurz nach dem Ortsausgang von Straßlach Opfer eines Bombenattentats der RAF.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek Online
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 584.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Straßlach-Dingharting – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien