Schäftlarn

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Schäftlarn
Schäftlarn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Schäftlarn hervorgehoben
Koordinaten: 47° 59′ N, 11° 27′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: München
Höhe: 692 m ü. NHN
Fläche: 16,71 km2
Einwohner: 5735 (31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 343 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 82069, 82067
Vorwahl: 08178
Kfz-Kennzeichen: M, AIB, WOR Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit in Deutschland/Wartung/Kfz enthält Kleinbuchstaben
Gemeindeschlüssel: 09 1 84 142
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Starnberger Straße 50
82069 Hohenschäftlarn
Webpräsenz: www.schaeftlarn.de
Bürgermeister: Matthias Ruhdorfer (CSU)
Lage der Gemeinde Schäftlarn im Landkreis München
Starnberger SeeLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis EbersbergLandkreis ErdingLandkreis FreisingLandkreis FürstenfeldbruckLandkreis MiesbachLandkreis RosenheimLandkreis StarnbergLandkreis Weilheim-SchongauLandkreis DachauMünchenForstenrieder ParkGrünwalder ForstBrunnthalHöhenkirchen-SiegertsbrunnPerlacher ForstAschheimAyingBaierbrunnBrunnthalFeldkirchen (Landkreis München)Garching bei MünchenGräfelfingGrasbrunnGrünwaldHaar (bei München)Höhenkirchen-SiegertsbrunnHohenbrunnIsmaningKirchheim bei MünchenNeubibergNeuried (bei München)OberschleißheimOttobrunnPlaneggPullach im IsartalPutzbrunnSauerlachSchäftlarnStraßlach-DinghartingTaufkirchen (bei München)UnterföhringUnterhachingUnterschleißheimOberhachingKarte
Über dieses Bild
Hohenschäftlarn

Schäftlarn ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis München an der Isar gelegen mit den Ortsteilen Ebenhausen, Hohenschäftlarn, Kloster Schäftlarn, Neufahrn und Zell.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 762 wurde das Benediktiner-Kloster Schäftlarn durch Waltrich, einen Freisinger Domkleriker, gegründet. Ab 1140 gehörte das Kloster dem Orden der Prämonstratenser. Der Ort Hohenschäftlarn wurde erstmals 778 erwähnt, er gehörte als geschlossene Hofmark zum Kloster. Die Anlage spielte eine geschichtliche Rolle bei der bayerischen Volkserhebung von 1705[2], als sich dort die Rebellen zum Marsch auf München trafen, als dessen Folge es zur Sendlinger Mordsweihnacht kam.[3] Der Klosterkomplex wurde 1702 bis 1760, die Kirche St. Georg zu Hohenschäftlarn 1729/30 letztmals neu erbaut. Wie alle bayerischen Klöster wurde Schäftlarn durch die Säkularisation aufgelöst. Die Gebäude wurden verkauft, u. a. wurden hier eine Steingutfabrik, eine Brauerei und ein Mineralbad betrieben. Schäftlarn wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde. 1866 stiftete der ehemalige König Ludwig I. von Bayern das Kloster als Benediktinerkloster neu und förderte die Errichtung einer Schule. Das bekannte Klostergymnasium mit Internat gründeten die Schäftlarner Benediktiner 1884. Im Jahr 1873 wurde der Gemeindename Hohenschäftlarn amtlich in Schäftlarn geändert.[4] 1910 wurde Schäftlarn wieder zur Abtei erhoben. Zell ist um 1160 bezeugt, aber mit Sicherheit weit älter. Ebenhausen erscheint urkundlich frühestens 1130 unter dem Namen Emmenhusen. Neufahrn wird erstmals 1140 erwähnt (frühere Daten sind unsicher).

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der amtierende Erste Bürgermeister ist Matthias Ruhdorfer (CSU). Er wurde im Jahr 2014 zum dritten Mal für dieses Amt gewählt. Zweite Bürgermeisterin ist Maria Reitinger (UWG), Dritte Bürgermeisterin ist Susanne Dichtl (CSU).[5]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2014 [6]
(Wahlbeteiligung 64,8 %)
 %
40
30
20
10
0
38,4 %
7,9 %
23,7 %
20,6 %
9,4 %

Der Gemeinderat von Schäftlarn besteht aus 21 Mitgliedern (mit dem 1. Bürgermeister) und setzt sich nach der Kommunalwahlwahl 2014 wie folgt zusammen:

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beschreibung: In Blau ein silbernes Schiff mit zwei geschrägten silbernen Rudern, darüber schwebend ein sechsstrahliger silberner Stern.

Geschichte: Das ursprüngliche Klosterwappen mit Kahn, zwei Rudern und Stern geht auf eine Mitte des 15. Jahrhunderts aufgekommene, falsche Deutung des Namens Schäftlarn zurück, nämlich auf eine Ableitung von dem griechischen Wort scapha („Boot“). Man knüpfte dabei an die alte Übersetzstelle an der Isar nächst dem Kloster an.

Erstmals erscheint das Wappen im Jahr 1462 ohne Stern, der wohl eine spätere dekorative Zutat darstellt. Das hohe Alter wird gegenüber dem Prunk jüngerer Zeiten durch die Schlichtheit des Motivs bestätigt. Das Gemeindewappen ist somit eines der ältesten in Bayern.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • TSV Schäftlarn e. V. 1921
    • Fußballplätze
    • Tennishalle
    • Beachvolleyball-Anlage
    • Skaterplatz

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heimathaus der Gemeinde Schäftlarn

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schäftlarn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 4. Januar 2018 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Michael Morosow Unterhaching: Figuren aus dem Reich der Fantasie. In: sueddeutsche.de. 2016, ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 9. Juli 2018]).
  3. Sendlinger Bauernaufstand. In: Academic dictionaries and encyclopedias. (deacademic.com [abgerufen am 9. Juli 2018]).
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 595.
  5. Übersicht Gemeinderat auf www.schaeftlarn.de
  6. Ergebnis der Gemeinderatswahl 2014