The Forest (Computerspiel)

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The Forest ist ein Survival-Horror-Spiel für Windows, das von Endnight Games entwickelt wurde. Die Alpha-Version wurde am 30. Mai 2014 als Early-Access-Spiel auf Steam veröffentlicht.

Spielmechanik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Forest wird aus der Egoperspektive gespielt. Ziel ist es, als einziger Überlebender eines Flugzeugabsturzes auf einer bewaldeten Insel durch Bauen von Hütten, Waffen und Werkzeugen zu überleben. Mittlerweile gibt es ein vollendetes Handlungsende; die Geschichte wird erzählt durch Cutscenes an Beginn (Flugzeugabsturz, eigener Sohn von einem fremden Mann entführt) und am Ende des Spiels sowie durch Bilder, Fotos und Technologie, die der Spieler finden kann.

Die primären Bewohner der Insel stellt ein Stamm kannibalistischer Eingeborener dar, die in Zelten aus Holz und in Höhlen leben. Sie bewegen sich beinahe ausschließlich in Patrouillen von vier bis sieben Mann über die Insel und kommen vereinzelt in Höhlen vor. Sie sind normalerweise aggressiv, vor allem nachts. Allerdings wirft das Verhalten dieser Gegner im Spieler gelegentlich Fragen auf: Bei der ersten Begegnung zwischen Spieler und Eingeborenem greift letzterer nicht von selbst direkt an; stattdessen beobachtet er ihn aus sicherer Entfernung, um sein weiteres Vorgehen entscheiden zu können. Später im Spiel stellen sie auf der Insel hier und dort eine Form Effigies auf (bestehend aus Holz, Stoff, Seilen, Knochen, Tennisbällen, diversen Technologien wie Taschenlampen oder Fotoapparaten und menschlichen Körperteilen), welche möglicherweise eine Art Kommunikation oder göttliche Anbetung darstellen. Im Kampf versuchen sie, andere Eingeborene vor Verletzungen zu schützen, entfernen Fackeln, umzingeln den Spieler, verstecken sich, ziehen verletzte Eingeborene in Sicherheit, behalten ihren Abstand, machen taktische Entscheidungen und verlassen zeitweise den Kampf. Sie haben auch bedingt Angst vor Feuer und halten sich deshalb oft vom Spieler fern, falls ein Lagerfeuer in seiner Nähe ist.[1]

Mit der fortschreitenden Entwicklungsphase wurden weitere Gegner in das Spiel hinzugefügt. So kann man in den Höhlen des Spiels sechs-beinige Spinnenmutanten und Mutanten mit Tentakeln vorfinden. In den ersten Trailern zum Spiel ist zu sehen, dass die Mutanten die Fähigkeiten besitzen Mauern niederzureissen und vom Spieler gebaute Strukturen mit geringem Zeitaufwand erheblich zu beschädigen.[2]

Mit der Version 0.03 wurde der peaceful mode (oder auch veganmode genannt) hinzugefügt. In diesem Modus wird der Spieler nicht auf feindliche Inselbewohner treffen. Somit erhält der Spieler die Möglichkeit die Spielewelt frei zu erkunden oder Gebäudestrukturen zu bauen, ohne dabei angegriffen zu werden.[3]

Mit Version 0.06 integrierten die Entwickler hungrige Kannibalen als neue Gruppierung in das Spiel. Diese greifen auch Ihre Artgenossen an und verspeisen ihre verletzten Kameraden.[4]

Durch das Update auf Version 0.08 wurde ein Schleichmodus in das Spiel integriert. Dieser erlaubt es, Büsche als Tarnung zu verwenden, sich an Gegnern vorbeizuschleichen und Gegner zu täuschen, indem man beispielsweise einen Stein wegwirft. Die Gegner reagieren auf Töne und suchen nach dem Spieler. Zusätzlich wurden weitere Tierarten hinzugefügt, beispielsweise Rehe, Waschbären oder Wildschweine.[5]

Die Entwickler legen großen Wert darauf, die Spielwelt dicht und realistisch wirken zu lassen. Die Jagd soll zu einem wichtigen Faktor in dem Spiel werden. Der Spieler soll die Möglichkeit haben, ein erlegtes Tier auch nutzen zu können. So kann man z. B. ein erlegtes Reh häuten und dessen Fell zu Kleidungsstücken weiterverarbeiten, um sich vor Kälte zu schützen. Des Weiteren können die Köpfe von erlegten Tieren als Trophäen genutzt werden, indem man sich diese aufhängt. Die Tierwelt soll mit einer äquivalent zu anderen, klassischen Nicht-Spieler-Charakteren umfangreichen künstlichen Intelligenz (KI) versehen werden. So ist eine Verhaltensanpassung der KI an das Spielerverhalten vorgesehen.[6] Obwohl bisher noch keine Missionen eingefügt wurden, wird bald ein optionales Ende verfügbar sein.[1]

Da sich die eingeborenen Kannibalen nicht rund um die Uhr blicken lassen, bleibt dem Spieler viel Zeit um auch die wunderschönen Landschaften mit ihrer Vielfalt zu durchstreifen, Höhlen zu erkunden und sich seine Festung zur Verteidigung aufzubauen. Die Höhlenerkundung ist zudem ein weiterer wichtiger Faktor bei diesem Spiel, da sich dort bessere Ausrüstungen und Geheimnisse finden lassen, die das Spiel um vieles bereichern. Vielseitige Landschaften mit Wäldern, Lichtungen, Küsten, Flüssen und Seen, sowie mit einer recht großen Artenvielfalt mit Vögeln, Hasen, Rehen, Waschbären, Krokodilen und weiteren Tieren tragen zur Atmosphäre des Spieles bei.

Das Spiel bietet einen Tag-Nacht-Zyklus: Der Spieler kann tagsüber eine Hütte und Fallen bauen, Tiere jagen und Vorräte sammeln; in der Nacht muss er sich gegen die Kannibalen bzw. Mutanten behaupten. Diese Unterscheidung ist allerdings nicht allgemeingültig: Am Tag kann der Spieler auch angegriffen werden und es gibt selten auch einmal ruhige Nächte.[7]

Spielen lässt sich das Survival-Game sowohl im Singleplayer- als auch im Koop-Modus.

Inventar und Crafting[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Forest verfügt über ein Inventar-System, in welchem der Spieler alles wiederfinden kann, was er während des Spiels aufsammelt. Dargestellt wird es – wenn geöffnet – als eine Art Decke oder Tuch, auf welchem kategorisch, aber rasterlos sortiert alle Gegenstände, die sich im Besitz des Spielers befinden, ausgebreitet werden. Stirbt man im Koop-Modus, so bleibt am selben Ort ein Rucksack liegen, welcher das Inventar symbolisiert. Dieser kann im Anschluss wieder aufgesammelt werden. Mithilfe des Inventars lässt sich die aktive Waffe / das aktive Werkzeug / etc. wechseln.

In der Mitte der Inventar-Ansicht befindet sich das Crafting-Interface. Dieses nutzt man, um Gegenstände aus dem Inventar miteinander zu kombinieren und so Werkzeuge, Waffen oder Kleidung zu bauen. Wählt man ein Objekt in das Crafting-Menü, erscheinen darunter Beschreibungen für mögliche Kombinationen. Fügt man weitere passende Teile hinzu, erscheint über den Rohstoffen ein Zahnrad. klickt man auf dieses, erhält man das gecraftete Produkt. Ein paar Crafting-Rezepte sind im Survival Guide niedergeschrieben.

Survival Guide[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Survival Guide ist ein Buch, welches

  1. ein paar Basisinformationen zum Spiel bereithält.
  2. eine ToDo-Liste enthält.
  3. die Möglichkeit bietet, eine außerhalb des Craftings herstellbare Struktur zu planen (z. B. Hütte, Mauer, Wassersammler, Log Sled, etc.). Platziert man die Struktur, kann man sie nun bauen, indem man die nötigen Rohstoffe dort platziert.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

The Forest wurde durch Filme wie The Descent – Abgrund des Grauens und Nackt und zerfleischt und Videospiele wie Minecraft und Don’t Starve inspiriert.[7][8] Es ist seit 2013 auf Steam erhältlich.[9] Endnight Games sagte, Disney sei insofern eine Inspiration für das Spiel gewesen, als dass es nicht nur "dunkel und bedrückend" sei.[7] Die Entwickler sind dabei, das Spiel mit Oculus Rift kompatibel zu machen.[10] Ebenso wollen sie einen Mehrspielermodus und einen Koop-Modus ins Spiel einfügen, jedoch sei kein Mehrspieler-Gefühl wie bei DayZ oder Rust geplant.[1][7] Der Koop-Modus wurde in der Version Alpha 0.09 hinzugefügt.[11]

Endnight Games begann die Entwicklung mit einer vierköpfigen Belegschaft, mittlerweile sind in dem Indie-Studio mehr als zehn Personen beschäftigt.[12] Das Entwicklerteam arbeitete zuvor an visuellen Effekten für Filme wie The Amazing Spider-Man 2 und Tron: Legacy. The Forest nutzt ab der Version 0.16 die Unity 5 Engine anstelle ihrer Vorgängerversion.[13]

Auf der PlayStation Experience wurde von Sony und den Entwicklern Endnight Games eine Version für die PlayStation 4 angekündigt. Der Release dieser Early-Access-Version ist trotz Erwartungen bisher nicht erfolgt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Jeffrey Matulef: Ambitious open-world horror game The Forest detailed. In: Eurogamer. 13. Januar 2014. Abgerufen am 24. August 2014.
  2. The Forest – Gegner Guide & Nahaufnahmen der Gegner. The Forest – Gegner Guide & Nahaufnahmen der Gegner. Veröffentlicht am 22. Juni 2014.
  3. The Forest - Homepage, Page 15. In: The Forest. Abgerufen am 3. Mai 2017 (amerikanisches Englisch).
  4. Deutscher Changelog zu Version 0.06. Deutscher Changelog zu Version 0.06. Veröffentlicht am 27. August 2014.
  5. Deutscher Changelog zu Version 0.08. Deutscher Changelog zu Version 0.08. Veröffentlicht am 8. Oktober 2014.
  6. Wöchentliche Fragen&Antworten / 24. Oktober 2014. Wöchentliche Fragen&Antworten / 24. Oktober 2014. Veröffentlicht am 24. Oktober 2014.
  7. a b c d John Robertson: The Forest: survival, horror and the guilt of killing – interview. In: VG247. 29. Januar 2014. Abgerufen am 24. August 2014.
  8. Jeffrey Matulef: First-person open-world survival horror game The Forest looks brilliant. In: Eurogamer. 8. Mai 2013. Abgerufen am 24. August 2014.
  9. Eintrag auf steamcommunity.com. Veröffentlicht am 14. Juni 2013.
  10. David Hinkle: Explore virtual reality horror game The Forest in new screens. In: Joystiq. 24. Januar 2014. Abgerufen am 24. August 2014.
  11. The Forest – Interview mit Endnight Games. The Forest – Interview mit Endnight Games. Veröffentlicht am 4. Oktober 2014.
  12. The Forest – Interview mit Endnight Games. The Forest – Interview mit Endnight Games. Veröffentlicht am 4. Oktober 2014.
  13. v0.16 – The Forest Unity 5 update!. In: The Forest. 16. April 2015. Abgerufen am 17. April 2015.