The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro

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Filmdaten
Deutscher Titel The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro
Originaltitel The Amazing Spider-Man 2
The Amazing Spider-Man 2- Rise of Electro 2014-04-06 14-20.png
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2014
Länge 142 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 12[2]
Stab
Regie Marc Webb
Drehbuch Alex Kurtzman
Roberto Orci
Jeff Pinkner
Produktion Avi Arad
Matthew Tolmach
Musik Hans Zimmer &
The Magnificent Six:
Michael Enzinger
Junkie XL
Andrew Kawczynski
Johnny Marr
Steve Mazzaro
Pharrell Williams
Kamera Dan Mindel
Schnitt Pietro Scalia
Elliot Graham
Besetzung

The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro (Originaltitel: The Amazing Spider-Man 2) ist eine US-amerikanische Comicverfilmung des Regisseurs Marc Webb. Der Film stellt die Fortsetzung des im Jahre 2012 erschienenen Filmes The Amazing Spider-Man dar. Weltpremiere hatte der Film am 10. April 2014 in London. Am 17. April kam der Film in die deutschen Kinos. Kinostart in den Vereinigten Staaten war erst am 2. Mai 2014.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem Flashback befinden sich Mary und Richard Parker, die Eltern von Peter Parker, in einem Flugzeug und sind auf der Flucht vor einem unbestimmten Feind. Auf dem Flug werden sie erschossen, Richard gelingt es jedoch noch, wichtige Informationen unter dem Codewort „Roosevelt“ an einen unbekannten Ort hochzuladen.

Peter Parker alias Spider-Man ist als New Yorks beliebter Held viel beschäftigt. Er stoppt einen Plutoniumdiebstahl des Kriminellen Alexei Sytschewitsch und verpasst dadurch beinahe seine eigene High-School-Abschlussfeier, wo seine Freundin Gwen Stacy die Abschlussrede hält. Beide kämpfen darum, Peters Doppelleben und ihre Liebe zueinander in Einklang zu bringen, die von Peters Schuldgefühlen überschattet wird, da er Gwens im 1. Teil getöteten Vater versprach, sie nicht in Gefahr zu bringen. Während Gwen ein Praktikum beim Industriegiganten Oscorp absolviert, rettet Peter dem labilen Oscorp-Elektriker Max Dillon das Leben, der fortan von Spider-Man besessen ist. Bei einem Arbeitsunfall fällt Dillon in einen Tank mit mutierten Zitteraalen, verwandelt sich in den lebenden Blitz Electro und legt unfreiwillig den Times Square in Schutt und Asche, sodass Spider-Man ihn überwältigen muss. Electro wird verhaftet, und seine Verehrung für Spider-Man verwandelt sich in Hass. Electro wird im privaten Ravencroft Institute gefangen gehalten und vom sadistischen Dr. Kafka untersucht. Gleichzeitig stirbt der Oscorp-Patriarch Norman Osborn an einer unheilbaren Krankheit. Kurz vor dem Tod eröffnet er seinem Sohn Harry, dass er bald an derselben Krankheit sterben werde, und vermacht ihm seine ganze Forschung. Peter sucht seinen alten Schulfreund Harry auf und tröstet ihn.

Peters Untersuchungen über seine verschollenen Eltern führen ihn in eine verlassene U-Bahn-Station namens „Roosevelt“, auf der Richard Parker seinem Sohn sein Vermächtnis hinterlassen hat. Peter erfährt, dass Oscorp illegale Mensch-Tier-Chimären erschafft: Norman Osborn wollte so seine Krankheit heilen. Zu diesen Mischwesen gehören u. a. Dillons Zitteraale und jene Spinne, die Peter seine Spider-Man-Superkräfte gegeben hat. Peter erfährt, dass seine Eltern ihn verließen, um ihn zu schützen; Richard Parker wurde klar, dass Oscorp biologische Waffen herstellte, was er mit seinem Gewissen nicht vereinbaren konnte, und wusste, dass Norman Osborn ihn lieber töten als gehen lassen würde. Zudem erfährt Peter, dass die Spinnenchimäre auf dem Erbgut von Richard Parker basiert und somit nur bei seinen Blutsverwandten fehlerfrei wirkt.

Harry erfährt in der Zwischenzeit, dass Spider-Man von einer Oscorp-Spinne gebissen wurde, und hält sie für seine letzte Überlebenschance. Allerdings sind nach den Ereignissen des 1. Teils alle diese Spinnen getötet worden, um die Aktivitäten zu vertuschen. Daher bittet er Spider-Man um eine Blutspende, die dieser aber wegen der ungewissen Folgen ablehnt, sehr zu Harrys Zorn. Daraufhin befreit Harry Electro; im Gegenzug verschafft Electro Harry Zugang zu einem geheimen Labor im Oscorpgebäude. Dort findet Harry das Spinnengift und injiziert es sich. Bei der Einnahme kommt es zu schweren Komplikationen, da Harrys Körper das Parker-basierte Serum nicht verträgt. Er verliert den Verstand und wird zum wahnsinnigen Green Goblin.

Electro entzieht währenddessen ganz New York den Strom und greift Spider-Man an. Dieser kann mit Gwens Hilfe Electro besiegen. Dann taucht Green Goblin auf, der folgert, dass Peter und Spider-Man dieselbe Person sind, und entführt Gwen. In einem Kampf in einem Glockenturm besiegt Spider-Man Green Goblin, aber Gwen stürzt in die Tiefe. Es gelingt Spider-Man noch, sie unmittelbar vor dem Aufschlag auf dem Boden mit seinem Netzstrahl abzufangen, durch den plötzlichen Ruck bricht allerdings ihr Genick und sie stirbt. Nach Gwens Beerdigung versinkt Peter in Trauer und gibt Spider-Man für fünf Monate auf, worauf die Stadt in Kriminalität versinkt. Als sich Peter Gwens Abschlussrede anschaut, erkennt er schließlich, dass Spider-Man ganz New York Hoffnung gibt.

Harry ist unterdessen im Ravencroft Institute gefangen, initiiert aber von der Gefängniszelle aus mithilfe eines Mittelmanns den Aufbau einer Armee. Der erste Freiwillige ist Alexei Sytschewitsch, der, von Harry aus dem Gefängnis befreit, mit einem Exoskelett ausgerüstet wird und als der Superschurke Rhino New York bedroht. Spider-Man kehrt zurück und attackiert Rhino. Der Film endet mit dem Kampf zwischen den beiden.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andrew Garfield und Jamie Foxx bei der Comic-Con 2013

Die Dreharbeiten begannen am 4. Februar und endeten am 25. Juni 2013.[3] Der Film wurde vollständig in New York City gedreht und war zudem die bis dato größte Filmproduktion, die in der Stadt stattfand.[4] Kritisiert wurden die Drehtermine in Brooklyn während des Pessach, welche später jedoch mit Absprache der Stadt verlegt wurden.[5] Spider-Man-Erfinder Stan Lee hat einen Cameo-Auftritt als Besucher von Gwens und Peters Highschool-Abschlussfeier.

Die Schauspielerin Shailene Woodley sollte in dem Film die Rolle der Mary Jane spielen. Nachdem die Dreharbeiten abgeschlossen waren, wurden alle ihre Aufnahmen allerdings aus dem Film geschnitten. Regisseur Marc Webb begründete dies als kreative Entscheidung, um den Film zu straffen und den Fokus auf Gwen zu legen.[6]

Der Film spielte weltweit an den Kinokassen über 709 Million USD ein,[7][8] bei einem Budget von 255 Million USD.[9][10]

Film und Comic[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bei der Figur Electro orientierte man sich am Aussehen der Comics von Der ultimative Spider-Man, wovon unter anderem die, durch elektrische Spannung durchzuckte, blaue Haut stammt. Der klassische Electro, der seinen ersten Auftritt im Comicheft Amazing Spider-Man #9 aus dem Jahr 1964 hatte, ist kein Afroamerikaner und behält immer sein normales Aussehen. Außerdem trägt er ein gelbgrünes Kostüm mit einer Blitzmaske.
  • Die Figur des Green Goblin ist bereits bei der Verfilmung aus dem Jahre 2002 verwendet worden, diesmal nimmt nicht Norman Osborn, sondern sein Sohn Harry diese Identität an: In der ersten Comic-Reihe wird Norman Osborn 1964 zum Green Goblin, Harry Osborn wird im Jahre 1974 sein Nachfolger. Auch in den meisten anderen Comic-Reihen fängt alles normalerweise mit Norman an und wird von Harry fortgesetzt.
  • In der Szene, in der Gwen Stacy zu Tode stürzt, ist auf dem Uhrenturm die Uhrzeit 1:21 zu sehen. Dies ist ein Hinweis auf die The-Amazing-Spider-Man-Ausgabe #121, die von Gwens Tod handelt. [11] Außerdem ist Gwens Schicksal als Hommage an die beiden Ausgaben #121-122 (Juni und Juli 1973) von Gerry Conway gedacht.[12]
  • Dillons Vorgesetzter heißt Alistair Smythe, der in den Comics der Superschurke Spider-Slayer ist.
  • Der Name von Harry Osborns Sekretärin lautet Felicia. In den Comics, egal ob eigentliches Marvel-Universum oder Neuinterpretationen, gibt es eine Figur namens Felicia Hardy, die zur Meisterdiebin Black Cat wird.
  • Die Superschurken-Psychiatrie Ravencroft Institute wird auch im Film von einer Person namens Dr. Kafka geleitet. Allerdings ist die ursprüngliche Figur weiblich und integer, die Filmversion dagegen männlich und kriminell.
  • Rhino trägt wie in Der ultimative Spider-Man eine Hightech-Rüstung, die allerdings im Gegensatz zu diesen Comics mehr an einen Roboter, als an einen Kampfanzug erinnert. Die ursprüngliche Figur aus der hauptsächlichen Comicreihe ist kein kleiner Wicht, sondern ein muskelbepackter Hüne und trägt bloß ein einfaches Nashornkostüm, kann aber eine Menge Schaden anrichten.
  • Im Oscorp-Geheimlabor sind die Arme des Dr. Octopus und die Flügel des Geiers zu sehen, zwei weiteren Feinden Spider-Mans.
  • Der Klingelton auf Peter Parkers Mobiltelefon ist die Titelmelodie zur Cartoonserie Spider-Man, die von 1967 bis 1970 lief.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für einen Blockbuster erhielt The Amazing Spider-Man 2 eher positives Feedback, war jedoch nicht frei von Kritik. Cinema lobte Regisseur Marc Webb, dass dieser die Freiheiten einer Fortsetzung in diesem Film genüsslich ausnutze. Man resümierte eine „visuell und tricktechnisch rundum gelungene Comicverfilmung“ welche „viele Überraschungen, aber leider auch einige Längen“ mit sich bringt.[13]

Der filmdienst fand, dass die Fortsetzung „mit guten Darstellern und spektakulärer 3D-Action“ unterhält. Jedoch „überfrachtet der Film die Handlung so sehr, dass sich die Erzählstränge gegenseitig abzuwürgen drohen“.[14]

Fortsetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 17. Juni 2013 erwähnte Sony zwei weitere geplante Fortsetzungen, die diesem Film folgen sollten, mit dem Veröffentlichungstermin des dritten Films der Reihe am 10. Juni 2016 und dem vierten Film am 4. Mai 2018. Nach mehreren Änderungen dieser Pläne wurde im Februar 2015 eine Übereinkunft zwischen Marvel Studios und Sony Entertainment bekanntgegeben, dass ein erneuter Reboot der Spider-Man-Filme in Zusammenarbeit der beiden Studios geplant ist. So sollte der „neue“ Spider-Man zuerst in einem Film des Marvel Cinematic Universe auftauchen, bevor er einen eigenen Film bekommt.[15] Eine direkte Fortsetzung von The Amazing Spider-Man 2 war damit vom Tisch. Am 12. April 2016 erschien schließlich der Marvel-Film The First Avenger: Civil War, in dem der von Tom Holland gespielte „neue“ Spider-Man gezeigt wurde und der diese Rolle auch im 2017 erschienenen Film Spider-Man: Homecoming verkörperte.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, April 2014 (PDF; Prüf­nummer: 144 404 K).
  2. Alterskennzeichnung für The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro. Jugendmedien­kommission.
  3. The Amazing Spider-Man 2 Has Started Production in Cinemablend.com
  4. The Amazing Spider-Man 2 Officially New York’s Biggest Production in Superherohype.com
  5. Wissenswertes bei filmstarts.de
  6. The Amazing Spider-Man 2: Rise of Electro. Moviepilot, abgerufen am 2. Juni 2014.
  7. The Amazing Spider-Man 2 (2014). Box Office Mojo. Abgerufen am 18. August 2014.
  8. 'Amazing Spider-Man 2' Crosses $700 Million at Worldwide Box Office. In: Todd Cunningham. TheWrap. 14. Juni 2014.
  9. Alexandra Cheney: Analysts: Sony Needs More Bigscreen Franchises. In: Variety. 25. Februar 2014. Archiviert vom Original am 28. April 2014. Abgerufen am 25. Februar 2014.
  10. Anita Busch: 'Amazing Spider-Man 2' Swinging Strong In International Debut As It Casts Global Web. Deadline.com. 17. April 2014. Archiviert vom Original am 21. April 2014. Abgerufen am 18. April 2014.
  11. Youtube: 10 Hidden Details in Superhero Movies
  12. ‘Amazing Spider-Man 2′: Gerry Conway campaigns for premiere invite, Los Angeles Times.
  13. The Amazing Spider-Man 2. Cinema, abgerufen am 18. Mai 2015.
  14. The Amazing Spider-Man 2 Kurzkritik. Filmdienst, abgerufen am 18. Mai 2015.
  15. http://marvel.com/news/movies/24062/sony_pictures_entertainment_brings_marvel_studios_into_the_amazing_world_of_spider-man