Sunclass Airlines

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Sunclass Airlines
Airbus A321-200 der Thomas Cook Airlines Scandinavia
IATA-Code: DK
ICAO-Code: VKG
Rufzeichen: VIKING
Gründung: 1994 Premiair
2019 Sunclass Airlines[1]
Sitz: Dragør, DanemarkDänemark Dänemark[1]
Operative Basen:

siehe Basen

Heimatflughafen:

Kopenhagen-Kastrup

Unternehmensform: ApS
IATA-Prefixcode: 630
Flottenstärke: 13 (+ 1 Bestellung)
Ziele: international
Website: sunclassairlines.dk

Sunclass Airlines ist eine dänische Charterfluggesellschaft mit Sitz in Dragør und Basis auf dem Flughafen Kopenhagen-Kastrup. Sie wurde im Oktober 2019 von einer Investorengruppe in Rechtsform einer Anpartsselskab (ApS) als Nachfolgerin der zuvor in Kopenhagen ansässigen Fluggesellschaft und Aktiengesellschaft Thomas Cook Airlines Scandinavia A/S gegründet. Letztere wurde vollständig in die neue Gesellschaft überführt. Die Betriebsaufnahme unter dem Namen Sunclass Airlines erfolgte am 31. Oktober 2019 mit einem neuen Air Operator Certificate.[2][3][4]

Die Wurzeln des Unternehmens liegen in der 1994 gegründeten Premiair, ab 2002 MyTravel Airways A/S. Aus dem Unternehmen entstand 2008 die Thomas Cook Airlines Scandinavia, die Ende Oktober 2019 in Sunclass Airlines aufging.[5]

Geschichte[edit | edit source]

Premiair[edit | edit source]

Airbus A320-200 der Premiair im Jahr 1994

Am 15. September 1993 gingen die dänische Simon Spies Holding (als Eigentümer der Fluggesellschaft Conair of Scandinavia) und die SAS Leisure Group (als Eigentümer der Fluggesellschaft Scanair) eine Kooperation ein, die zur Gründung der Charterfluggesellschaft Premiair führte. Anfänglich waren beide Unternehmen je zur Hälfte an Premiair beteiligt. Die Betriebsaufnahme erfolgte am 1. Januar 1994 mit zwei Flügen von Malmö und Oslo nach Las Palmas. Parallel dazu stellten Conair und Scanair den Flugbetrieb unter eigenen Namen ein und traten ihre Flugzeuge an die neue Gesellschaft ab. Premiair setzte anfänglich sechs Airbus A320, drei A300 und vier McDonnell Douglas DC-10 ein. Im ersten Geschäftsjahr beförderte das Unternehmen 1,2 Millionen Passagiere.

Bereits im Juli 1994 veräußerte SAS Scandinavian Airlines ihre von der SAS Leisure Group gehaltenen Unternehmensanteile an den britischen Touristikkonzern Airtours. Im Februar 1996 erwarb Airtours auch die Geschäftsanteile der Simon Spies Holding und übernahm die Premiair gänzlich. Die Fluggesellschaft blieb als eigenständiges Tochterunternehmen des britischen Konzerns bestehen und setzte ihren Betrieb bis ins Jahr 2002 unter dem bisherigen Markennamen fort.[6]

MyTravel Airways[edit | edit source]

Airbus A321-200 der MyTravel Airways im Jahr 2007

Im Februar 2002 wurde der britische Touristikkonzern Airtours umstrukturiert und in MyTravel Group umbenannt. Die zwei Fluggesellschaften des Konzerns, die britische Airtours International und die dänische Premiair, traten danach ab Mai 2002 unter dem einheitlichen Markennamen MyTravel Airways auf, blieben aber rechtlich zwei eigenständige Unternehmen.

Thomas Cook Airlines Scandinavia[edit | edit source]

Am 12. Februar 2007 kündigte die Karstadt Quelle AG den Zusammenschluss mit der britischen MyTravel Group an. Aus der Fusion der zwei Unternehmen entstand im Juni 2007 die Thomas Cook Group. Ihre dänische Tochtergesellschaft MyTravel Airways wurde am 30. März 2008 zur Thomas Cook Airlines Scandinavia umfirmiert.

Anfang Februar 2019 kündigte Thomas Cook an, die Holding Thomas Cook Group Airline inklusive der Thomas Cook Airlines Scandinavia zum Verkauf zu stellen; der Flugbetrieb lief danach normal weiter.[7] In der Nacht vom 22. auf den 23. September 2019 meldete die britische Thomas Cook Group nach gescheiterten Verhandlungen zur Rekapitalisierung Insolvenz an. Infolgedessen musste auch der Flugbetrieb der Thomas Cook Airlines Scandinavia eingestellt werden.[8] Am Abend des 23. September wurde bekannt, dass man sich mit Gläubigern und Banken einigen konnte, sodass der Flugbetrieb am 24. September wieder aufgenommen werden konnte.[9][10]

Sunclass Airlines[edit | edit source]

Am 30. Oktober 2019 wurde bekanntgegeben, dass eine Investorengruppe um den norwegischen Investor Petter Stordalen die Ving-Gruppe, zu der neben der Fluggesellschaft auch verschiedene Reiseveranstalter-Marken wie Globetrotter und Spies gehören, übernommen hat und alle Arbeitsplätze erhalten bleiben.[11] Einen Tag später wurde Thomas Cook Airlines Scandinavia in Sunclass Airlines umbenannt.[12][13]

Basen[edit | edit source]

Sunclass Airlines unterhält 8 Basen, auf denen jeweils Mitarbeiter und Flugzeuge stationiert sind:

Flugziele[edit | edit source]

Sunclass Airlines fliegt von ihren Basen Ziele im Mittelmeerraum, auf den Kanaren, in Zentralamerika und Thailand an.[14]

Zudem betrieb sie Ad-hoc-Charter zu Sportereignissen sowie Sonderflüge für Unternehmen und Vereinigungen.

Flotte[edit | edit source]

Airbus A330-300 der Thomas Cook Airlines Scandinavia im Jahr 2016

Mit Stand Dezember 2019 besteht die Flotte der Sunclass Airlines aus 13 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 11,8 Jahren:[15]

Flugzeugtyp Anzahl bestellt Anmerkungen Sitzplätze[16]
(Economy+/Economy)
Airbus A321-200 8 sechs mit Sharklets ausgestattet 212 (–/212)
Airbus A330-200 2 1 wird aus Thomas Cook Airlines Beständen übernommen 322 (49/273)
Airbus A330-300 3 408 (–/408)
Gesamt 13 1

Siehe auch[edit | edit source]

Weblinks[edit | edit source]

Commons: Sunclass Airlines – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[edit | edit source]

  1. a b Ch-Aviation, Sunclass Airlines, abgerufen am 4. November 2019
  2. Check-In: SunClass Airlines er i luften, 31. Oktober 2019 (in Dänisch), abgerufen am 5. November 2019
  3. Forbes, Norwegian Billionaire Invests In Thomas Cook Scandinavia, Airline To Rebrand, 2. November 2019, abgerufen am 5. November 2019
  4. Sunclass Airlines, Spies’ eget flyselskab får nyt AOC og nyt navn: Sunclass Airlines (Pressemitteilung in Dänisch), abgerufen am 5. November 2019
  5. Thomas Cook's Nordic airline renamed after investors swoop. Flight Global, 30. Oktober 2019.
  6. Leisure Airlines of Europe, K. Vomhof, 2001
  7. „Ein Verkauf als Ganzes hat Vorteile“. In: airliners.de. 8. Februar 2019, abgerufen am 20. Februar 2019.
  8. Thomas Cook-fly i Skandinavien er aflyst efter kollaps. Abgerufen am 23. September 2019 (dänisch).
  9. Spies fortsætter, Pressemitteilung, 23. September 2019 (dänisch), abgerufen am 26. September 2019
  10. Airliners.de: Thomas Cook Airlines Scandinavia nimmt Flugbetrieb wieder auf, 24. September 2019, abgerufen am 26. September 2019
  11. Petter Stordalen: Norwegischer Investor übernimmt skandinavische Töchter von Thomas Cook. Abgerufen am 1. November 2019.
  12. Thomas Cook Airlines Scandinavia. Abgerufen am 1. November 2019.
  13. David Kaminski-Morrow: Thomas Cook's Nordic airline renamed after investors swoop. 30. Oktober 2019, abgerufen am 1. November 2019 (britisches Englisch).
  14. sunclassairlines.dk – Destinationer (dänisch), abgerufen am 19. Januar 2020
  15. Sunclass Airlines Fleet Details and History. Abgerufen am 16. Dezember 2019.
  16. sunclassairlines.dk – Flyflåde (dänisch), abgerufen am 19. Januar 2020