Sankt Aegidi

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Dieser Artikel erläutert die Gemeinde in Österreich, zu anderen Bedeutungen siehe St. Aegidi.
St. Aegidi
Wappen von St. Aegidi
Sankt Aegidi (Österreich)
Sankt Aegidi
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Oberösterreich
Politischer Bezirk: Schärding
Kfz-Kennzeichen: SD
Fläche: 28,64 km²
Koordinaten: 48° 29′ N, 13° 44′ OKoordinaten: 48° 29′ 0″ N, 13° 44′ 0″ O
Höhe: 599 m ü. A.
Einwohner: 1.571 (1. Jän. 2016)
Bevölkerungsdichte: 55 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4725
Vorwahl: 07717
Gemeindekennziffer: 4 14 17
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
St. Aegidi 10
4725 St. Aegidi
Website: www.st-aegidi.at
Politik
Bürgermeister: Eduard Paminger (ÖVP)
Gemeinderat: (2015)
(19 Mitglieder)
10
6
3
10 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Gemeinde St. Aegidi im Bezirk Schärding
Altschwendt Andorf Brunnenthal (Oberösterreich) Diersbach Dorf an der Pram Eggerding Engelhartszell Enzenkirchen Esternberg Freinberg Kopfing im Innkreis Mayrhof Münzkirchen Raab Rainbach im Innkreis Riedau Sankt Aegidi St. Florian am Inn St. Marienkirchen bei Schärding St. Roman St. Willibald Schardenberg Schärding Sigharting Suben Taufkirchen an der Pram Vichtenstein Waldkirchen am Wesen Wernstein am Inn Zell an der Pram OberösterreichLage der Gemeinde Sankt Aegidi im Bezirk Schärding (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

St. Aegidi ist eine Gemeinde im westlichen Oberösterreich mit 1571 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2016). Sie gehört zum Bezirk Schärding im Innviertel und liegt im Gerichtsbezirk Schärding.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Aegidi liegt auf 599 m Höhe am Ostrand des Sauwaldes. Der Ort auf einer welligen Hochfläche ist nur 1 km Luftlinie von der Donau entfernt, aber 320 Höhenmeter über dem Strom. Die Ausdehnung des Gemeindegebiets beträgt von Nord nach Süd 7,1 km, von West nach Ost 7,9 km. Die Gesamtfläche beträgt 28,6 km², 36,7 % der Fläche sind bewaldet, 58,4 % der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 37 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Adelsgrub (11)
  • Au (40)
  • Breitenau (20)
  • Dorf (45)
  • Dornedt (8)
  • Eben (23)
  • Edern (71)
  • Flenkental (49)
  • Fraunhof (12)
  • Grafendorf (20)
  • Grübl (14)
  • Gschwendt (58)
  • Hackendorf (79)
  • Henndorf (20)
  • Höllau (67)
  • Innerleiten (17)
  • Kößlau (58)
  • Lehen (78)
  • Maierhof (33)
  • Mittelbach (11)
  • Mühlbach (18)
  • Oberleiten (39)
  • Panholz (24)
  • Prünst (19)
  • Reisedt (52)
  • Reiting (42)
  • Sagedt (16)
  • Schauern (53)
  • St. Aegidi (266)
  • Steinedt (52)
  • Straß (7)
  • Tullern (59)
  • Voglgrub (24)
  • Walleiten (59)
  • Wallern (48)
  • Witzenedt (53)
  • Zimmerleiten (39)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Hackendorf, St. Aegidi und Schauern.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: Von Rot und Silber im Kurvenschnitt schräglinks geteilt; oben ein silberner, wachsender Abtstab, unten ein roter Wolfsrumpf. Die Gemeindefarben sind Grün-Weiß-Rot.

Das Gemeindewappen wurde 1994 von der oberösterreichischen Landesregierung verliehen. Der Abtstab steht für den heiligen Ägidius, den Pfarrpatron und Namensgeber des Ortes, er erinnert aber auch an die bis 1788 bestehende kirchliche Zugehörigkeit zum Stift Engelszell. Der Passauer Wolf symbolisiert die ehemalige Grundherrschaft des Hochstiftes Passau, an die heute noch Grenzsteine mit dessen Wappen erinnern.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1294 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung von St. Aegidi. St. Aegidi war im Mittelalter Teil Österreichs ob der Enns. Im Gemeindegebiet befindet sich auch die Burgruine Harchheim, die Mitte des 16. Jahrhunderts zugunsten der St. Pankratiuskirche abgetragen wurde.

1810 bis 1816 gab es eine kurze Zugehörigkeit zum Königreich Bayern. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. Zum 700-Jahre-Jubiläum 1994 wurde von der oö. Landesregierung mit Beschluss vom 18. April 1994 das Recht zur Führung eines Gemeindewappens verliehen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1991 hatte die Gemeinde laut Volkszählung 1592 Einwohner, 2001 dann 1644 Einwohner.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Sankt Aegidi

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sankt Aegidi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Herbert Erich Baumert: Die Wappen der Städte, Märkte und Gemeinden Oberösterreichs, 9. (letzter) Nachtrag 1992-1996. In: Oberösterreichische Heimatblätter, Heft 3, 1996, S. 248 (PDF; 2,7 MB)