Ammerndorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Ammerndorf
Ammerndorf
Deutschlandkarte, Position des Marktes Ammerndorf hervorgehoben
49.42083333333310.851388888889316Koordinaten: 49° 25′ N, 10° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Fürth
Höhe: 316 m ü. NHN
Fläche: 5,06 km²
Einwohner: 2082 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 411 Einwohner je km²
Postleitzahl: 90614
Vorwahl: 09127
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 5 73 111
Marktgliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Cadolzburger Str. 3
90614 Ammerndorf
Webpräsenz: www.ammerndorf.de
Bürgermeister: Franz Schmuck (SPD)
Lage des Marktes Ammerndorf im Landkreis Fürth
Landkreis Fürth Bayern Landkreis Ansbach Landkreis Roth Schwabach Erlangen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Erlangen-Höchstadt Fürth Nürnberg Obermichelbach Tuchenbach Puschendorf Veitsbronn Seukendorf Wilhermsdorf Langenzenn Cadolzburg Großhabersdorf Ammerndorf Roßtal Zirndorf Oberasbach Stein (Mittelfranken)Karte
Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Lage

Ammerndorf ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Fürth. Ammerndorf besitzt die letzte Privatbrauerei im Landkreis Fürth.

Geographie[Bearbeiten]

Ammerndorf liegt im Rangau etwa 16 km westlich von Nürnberg, 24 km nordöstlich von Ansbach und 49 km östlich von Rothenburg ob der Tauber. Durch den Ort fließt die Bibert, die bei Zirndorf in die Rednitz mündet.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Die Nachbargemeinden sind:

(Aufzählung: im Norden beginnend im Uhrzeigersinn)

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Ammerndorf besteht aus dem Hauptort und dem Ortsteil Bubenmühle.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals 1246 urkundlich erwähnt. Der Burggraf von Nürnberg, Konrad I., verzichtete nach längerem Streit mit dem Kloster Heilsbronn auf die Güter und Personen. Papst Innozenz IV. bestätigte 1249 den Klosterbesitz. Ammerndorf gehörte zum 1791 von Preußen erworbenen hohenzollernschen Fürstentum Ansbach, das ab 1500 im Fränkischen Reichskreis lag, und besaß das Marktrecht mit weitgehenden Eigenrechten. Als Teil des preußischen Fürstentums Ansbach fiel Ammerndorf im Vertrag von Paris (Februar 1806) durch Tausch an das Königreich Bayern. Bis zur Auflösung im Jahr 1998 bildete Ammerndorf zusammen mit Großhabersdorf die Verwaltungsgemeinschaft Großhabersdorf.

Im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden konnte der Markt im Jahr 2001 auf Bundesebene die Silbermedaille gewinnen.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 912, 1987 dann 1286 und im Jahr 2000 2042 Einwohner gezählt. Am 31. Dezember 2009 waren 2118 Einwohner registriert.

Politik[Bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten]

Der Marktgemeinderat von Ammerndorf hat 14 Mitglieder.

CSU SPD FW Gesamt
2008 4 6 4 14 Sitze
2014 6 4 4 14 Sitze

(Stand: Kommunalwahl März 2014)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Von 1990 bis 2014 war Franz Schmuck (SPD) der 1. Bürgermeister war. Danach wurde in einer Stichwahl Alexander Fritz (FW) zum Bürgermeister gewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Gespalten von Gold und Rot; vorne ein in zwei Reihen von Rot und Silber geschachter Schrägbalken, hinten ein goldenes Mühlrad.

Der Schrägbalken ist der sogenannte Zisterzienserbalken. Ammerndorf war lange mit dem Kloster Heilsbronn verbunden. Das Mühlrad weist auf die historische Mühle an der Bibert hin.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1996 besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Dulliken in der Schweiz.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft keine, im produzierenden Gewerbe 66 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In den sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 113 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 770. Im Bauhauptgewerbe gab es vier Betriebe. Im Jahre 1999 bestanden neun landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 199 Hektar. Davon waren 166 Hektar Ackerfläche und 33 Hektar Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Ammerndorf liegt an der Kreuzung der Staatsstraße 2245 und der Staatsstraße 2409 sowie der Kreisstraße FÜ15. Diese Straßen verbinden Ammerndorf direkt mit Cadolzburg, Wintersdorf, Rosstal, Buttendorf und Vincenzenbronn. Der Markt Ammerndorf liegt im Verkehrsverbund des VGN. Als Nahverkehr pendeln regelmäßig Busse der Linie 113 über Fürth Süd bis zur Endhaltestelle Rothenburger Straße Nürnberg mit Anschluss zur U-Bahn. Des Weiteren verkehrt die Linie 114 bis nach Rosstal Bahnhof mit Anschluss zur S-Bahn Nürnberg - Ansbach. Zusätzlich halten Busse der Linie 112 nach Fürth und der Linie 136 nach Langenzenn in Ammerndorf. Bis 1986 verfügte Ammerndorf mit der Bibertbahn über eine Gleisstrecke bis zum Bahnhof Nürnberg-Stein. 1986 wurde der Schienenverkehr jedoch eingestellt und durch Busverbindungen ersetzt. Die ehemalige Streckentrasse dient heute als Fuß- und Radweg. Unterirdisch der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Wintersdorf und Ammerndorf wurden Gasversorgungsleitungen verlegt. Einige Brückenbauwerke entlang der alten Strecke und der heute noch als Bahnhofsplatz bezeichnete Platz im Ortskern erinnern an die Schienenverbindung. Im Gegensatz zu vielen anderen Gebäuden am Bahnhofsplatz wurde das Bahnhofsgebäude nicht abgerissen; es dient heute als Ärztehaus.

Sport[Bearbeiten]

Fußball[Bearbeiten]

Die Fußballabteilung ist die größte Abteilung des TSV Ammerndorf. Die 1. Mannschaft des ehemaligen Bezirksligisten spielte in der Saison 2009/2010 in der Kreisklasse 3 Nürnberg/Frankenhöhe. Dort gewann der TSV Ammerndorf die Meisterschaft und spielt seit der Saison 2010/2011 in der Kreisliga Frankenhöhe. Auch die 2.Mannschaft konnte 2009/2010 den Meistertitel in der Reserve-Runde gewinnen und spielt in der Saison 2010/2011 in der neu gegründeten B-Klasse. In dieser Spielklasse wurde die 2.Mannschaft in einem packenden Saisonfinale 2010/2011 Meister. Seit 2011 spielt die 2.Mannschaft in der A-Klasse 9. 2009 wurde die Senioren A Mannschaft (Alt-Herren) Meister in der Kreisgruppe Nürnberg/Fürth und spielte in der abgelaufenen Saison 2010 in der Kreisklasse Nürnberg/Fürth. Auch dort konnte mit großem Vorsprung wieder die Meisterschaft errungen werden. Damit ist der Aufstieg in die höchste Seniorenklasse perfekt. 2011 spielte die Senioren A Mannschaft eine perfekte Rückrunde und wurde auch in der höchsten Spielklasse, der Kreisliga, Meister. Mit drei Meisterschaften in Folge ist die Senioren A Mannschaft des TSV Ammerndorf eine der erfolgreichsten Mannschaften ihrer Altersklasse im Bezirk Mittelfranken. Gleich zu Jahresbeginn 2012 konnte die Landkreismeisterschaft Fürth in der Halle gewonnen werden. Für 2012 ist die Mannschaft nun für die Bezirksmeisterschaft qualifiziert. Seit 2008 finden beim TSV Ammerndorf Ferien-Fußballcamps in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Fußball-Verband (BFV) statt. Der TSV Ammerndorf verfügt über zwei Rasenplätze und einen Trainingsplatz. Seit Juli 2011 verfügt der TSV Ammerndorf auch über eine Mädchenmannschaft (U17-Juniorinnen). Diese ist 2011 Herbstmeister und in derselben Saison (2012) Meister der Gruppe 1 im Kreis Nürnberg/Frankenhöhe geworden. In der darauf folgenden Saison (2013) errangen die B-Juniorinnen mit großem Erfolg den Pokalsieg.

Tischtennis[Bearbeiten]

Die Tischtennisabteilung des TSV Ammerndorf nimmt in der Saison 2012/2013 mit zwei Herrenmannschaften auf Kreisebene am Spielbetrieb teil.

Ammerndorfer Landschaftsmarathon[Bearbeiten]

Einmal jährlich findet der Ammerndorfer Landschaftsmarathon (bis 2006 Biberttal-Marathon) statt. Der Kurs besteht seit 2007 aus vier verschiedenen Runden, die erste und die vierte nordöstlich von Ammerndorf, die zweite im Westen, die dritte im Südosten. Die Strecke ist leicht wellig und verläuft vorwiegend auf ausgebauten Wald- und Forstwegen. Als weitere Wettbewerbe werden ein Halbmarathon, ein Zehnkilometerlauf und Kinderläufe angeboten. Letztere werden am Ammerndorfer Weiher ausgetragen, wobei Kinder bis sechs Jahre 750 m und ältere Kinder 2250 m laufen. Der Marathon fand früher im Juni, seit 2007 findet er im September statt.

weitere Vereine ohne Sport[Bearbeiten]

Die Ammerndorfer Bürger engagieren sich zudem in zahlreichen Vereinen.

  • Modellbahnfreunde Ammerndorf
  • Heimat- und Gartenbauverein Ammerndorf
  • Imkerverein Ammerndorf
  • Freiwillige Feuerwehr Ammerndorf

Ammerndorfer Bier[Bearbeiten]

Die Brauerei Ammerndorfer Bier Dorn-Bräu stellt seit über 280 Jahren Bier her. Sie ist heute die einzige Privatbrauerei im Landkreis Fürth.[3]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen:

  • zwei Kindergärten:
    • evangelischer Kindergarten Pusteblume
    • Montessori-Kindergarten Spatzennest

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Klaus Rösch (* 1945), ehemaliger deutscher Politiker, Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg, Bundestagsabgeordneter


Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ammerndorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Bundeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden – Unser Dorf hat Zukunft“ – Ergebnisse 1961–2004
  3. Internetpräsenz der Ammerndorfer Dorn-Bräu Brauerei