Autoroute A6

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/FR-A

Autoroute A6 in Frankreich
Autoroute A6
 Route européenne 15.svg Route européenne 21.svg Route européenne 60.svg
Karte
Verlauf der A6
Basisdaten
Betreiber: APRR
Straßenbeginn: Wissous
(48° 44′ N, 2° 19′ O48.735892.31673)
Straßenende: Lyon
(45° 45′ N, 4° 50′ O45.7496264.82678)
Gesamtlänge: 447 km

Regionen:

Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing

Die Autoroute A6 ist eine französische Autobahn, welche Paris mit Lyon durch das Tal der Saône verbindet. Die Fortsetzung ab Lyon in Richtung Süden nach Marseille erfolgt durch die Autoroute A7. Die A6 ist Teil der Europastraßen 1521 und 60. Für den Betrieb der Strecke ist die Gesellschaft Autoroutes Paris-Rhin-Rhône zuständig.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Autobahn bei Villabé.
Mautstelle bei Fleury-en-Bière.
Mautstelle bei Villefranche-Limas.

Die Autobahn A6 wurde in den Jahren 1953 bis 1971 erbaut. 1953 war der Baubeginn des ersten, 34 km langen Abschnittes zwischen Paris und Le Coudray-Montceaux, der sieben Jahre später 1960 eröffnet wurde. 1961 wurde die SAPL (Abk. für Société de l'Autoroute Paris-Lyon; dt. Gesellschaft der Autobahn Paris-Lyon) gegründet. Die Bauarbeiten auf dem 25 km langen Abschnitt zwischen Auxerre-Sud und Nitry starteten im Sommer 1961 begonnen und dauerten bis zur Eröffnung des Abschnittes 1963 an. Die Benutzung der Autobahn war zunächst kostenlos.

Im Jahr 1964 wurde das Teilstück von Nitry bis Avallon dem Verkehr übergeben. Zusätzlich wurde die Maut auf dem Abschnitt zwischen Auxerre und Avallon für alle Kraftfahrzeuge eingeführt. Der Rest der Strecke zwischen Fleury-en-Biere und Limas wurde auch mautpflichtig. Ein kostenloser Abschnitt wurde zwischen Le Coudray-Montceaux und Ury eröffnet.

1965 wurden die Abschnitte zwischen den Anschlussstellen Auxerre-Nord und Auxerre-Sud sowie zwischen Ury und Nemours eröffnet. In den folgenden Jahren wurden weitere Abschnitte von Arnas-Nord bis Arnas-Sud (12 km) und von Nemours bis Auxerre-Nord fertiggestellt. Ab 1967 verband die Autobahn Paris mit Avallon auf 210 km ohne Unterbrechung.

1969 wurden die Abschnitte zwischen Avallon und Pouilly-en-Auxois, zwischen Villefranche-sur-Saône und Mâcon-Nord sowie zwischen Anse und Limonest eröffnet. Mit der Verkehrsübergabe des letzten Abschnittes zwischen Pouilly-en-Auxois und Mâcon-Nord (1970) und der Eröffnung des Tunnels Fourviere wurde der Bau der A6 beendet.

1972 wurde ein Autobahnzubringer zwischen Cachan und Paris-Porte d'Italie als Autoroute A6b eröffnet. 1975 wurde die SAPL in die SAPRR (Abk. für Société des Autoroutes Paris-Rhin-Rhône; dt. Gesellschaft der Autobahnen Paris-Rhin-Rhône) umbenannt. In den darauffolgenden Jahren wurden Investitionen getätigt, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. 1982 erfolgte der Ausbau des Abschnittes bei Beaune auf 2×3 Fahrstreifen. 1997 begannen Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit im Tunnel Fourvière. 2006 wurde die Geschwindigkeitsbegrenzung im Tunnel Fourvière von 90 km/h auf 70 km/h gesenkt. Im Jahr 2007 wurde die automatisierte Mautabgabe eingeführt.

Planungen[Bearbeiten]

Zu den Planungen gehören die Erweiterung des Teilstückes nach der Autobahn 77 in Richtung Lyon auf 2×3 Fahrstreifen. Nördlich von Lyon soll zudem die Autobahn A466 als Verbindung zwischen der A 6 und Autobahn 46 entstehen. Diese vier Kilometer lange Strecke kostet 76 Mio. Euro. Die Eröffnung ist Ende 2015 geplant.[1]

Autoroute A6a[Bearbeiten]

Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/FR-A

Autoroute A6a in Frankreich
Autoroute A6
 Route européenne 15.svg
Basisdaten
Betreiber:
Straßenbeginn: Paris
(48° 49′ N, 2° 20′ O48.8165682.336714)
Straßenende: Wissous
(48° 44′ N, 2° 19′ O48.735892.31673)

Regionen:

A6a (in der Mitte) und A6b (an den Seiten) bei Fresnes mit Blick in Richtung Paris.

Die Autoroute A6a führt vom Autobahndreieck Porte d’Orléans am Boulevard périphérique aus Richtung Süden. Sie erreicht schnell die Autobahn A6b, die vom Porte d’Italie aus verläuft. Die beiden Autobahnen führen dann auf den weiteren Kilometern parallel zueinander, sind aber durch einen Mittelstreifen und Leitplanken getrennt. Die A6a endet schließlich an einem Autobahnkreuz mit der A6b, der A10 und der A6.

Autoroute A6b[Bearbeiten]

Vorlage:Infobox hochrangige Straße/Wartung/FR-A

Autoroute A6b in Frankreich
Autoroute A6
Basisdaten
Betreiber:
Straßenbeginn: Paris
(48° 49′ N, 2° 21′ O48.8161262.356551)
Straßenende: Wissous
(48° 44′ N, 2° 19′ O48.735892.31673)

Regionen:

Die Autoroute A6b führt vom Autobahndreieck Porte d’Italie am Boulevard périphérique aus Richtung Süden. Sie erreicht schnell die Autobahn A6a, die vom Porte d’Orléans aus verläuft. Die beiden Autobahnen führen dann auf den weiteren Kilometern parallel zueinander, sind aber durch einen Mittelstreifen und Leitplanken getrennt. Die A6b endet schließlich an einem Autobahnkreuz mit der A6a, der A10 und der A6.

Der Autobahnzubringer wurde in den späten 1960er Jahren erbaut, um Paris mit dem Vorort Rungis besser zu verbinden. Bereits nach einigen Jahren in den 1970ern wurde er von ca. 100.000 Fahrzeugen täglich genutzt. Die Folge war, dass die Strecke auf vier Abschnitten auf insgesamt 825 Metern mit Lärmschutzwänden ausgestattet wurde. 2001 wurden diese alten Lärmschutzwände entfernt. Bis 2012 wurde die gesamte Strecke mit neuen Lärmschutzwänden im Wert von 120 Mio. Euro ausgestattet.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Autoroute A6 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Principaux investissements en cours ou programmés entre 2013 et 2015 (französisch; PDF; 37 kB)
  2. Website des Projektes "Travaux de couverture − A6b (französisch)