Callaway Cars

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Logo

Callaway Cars ist ein US-amerikanischer Automobilhersteller und -tuner. Das Unternehmen wurde 1977 in Connecticut gegründet. Die Callaway-Modelle basieren meist auf Serienfahrzeugen verschiedener Hersteller, jedoch entwickelte und baute man auch komplett eigenständige Sportwagen.

Modelle[Bearbeiten]

Projekt C1 Diese Turboaggregate waren für Fahrzeuge der Marken BMW, Volkswagen, Porsche und Mercedes-Benz lieferbar. Mit den Aggregaten konnte Callaway die Leistung der Autos um bis zu knapp 35 % steigern. 1984 wurde die Herstellung der Aggregate für Serienautos vollständig eingestellt.

Projekt C2 Als Prototyp präsentierte Callaway 1980 den Callaway HH Indy Car V8. Damit präsentierte das Unternehmen seinen Einstieg in die High-Performance-Konzeptionsliga.

Projekt C3 Ein Joint-Venture mit Alfa Romeo sorgte für einen neuen Motor, den Alfa Romeo Callaway Twin Turbo GTV-6. Er wurde für die Modelle Alfa Romeo Alfetta sowie im Alfa Romeo Alfasud angeboten. Überdies war an der Konstruktion des Motors auch der damalige Corvette-Chefingenieur Dave McLellan beteiligt. So kam es unter anderem auch zum Zusammenschluss von Callaway und Chevrolet. Das Joint-Venture mit Alfa Romeo wurde 1986 wieder beendet. Mit der Ausgliederung der neuen Marke Corvette im Jahre 2005 wird die Zusammenarbeit mit der neuentstandenen Marke weitergeführt. Kontakte zu Chevrolet bestehen seither nicht mehr.

Projekt C4 Das Projekt C4 war für Callaway 1987 der Einstieg in die Serienfertigung von Automobilen. In der Zeit bis 1991 entstanden 2.500 Fahrzeuge der Modelle:

  • Callaway Twin Turbo Corvette Speedster
  • Callaway Twin Turbo Corvette SuperSpeedster
  • Callaway Twin Turbo Corvette SledgeHammer

Projekt C5 1988 entwickelte Callaway einen V-8-Motor für Aston Martin. Er sollte sowohl für einen Gruppe-C-Rennwagen als auch für ein straßentaugliches Kraftfahrzeug geeignet sein. So entstand schließlich ein Motor für den Aston Martin AMR1 und den Aston Martin Virage V-8. Auch die Zeichnung des neues Virage-Modells wurde Callaway überlassen. Er wurde einer der beliebtesten Aston-Martin-Fahrzeuge überhaupt.

Projekt C6 Im Anschluss auf das C4-Projekt ging es 1992 mit dem Projekt C6 weiter. Zwei Modelle bildeten die Modellpalette von Callaway:

  • Callaway SuperNatural Corvette Le Mans Road Car
  • Callaway SuperNatural Corvette Le Mans GT Car

Projekt C7 & C8 1993 folgte der Callaway C7 mit 508 PS und der Callaway SuperNatural Camaro mit 404 PS. Das Design beider Fahrzeuge orientierte sich an japanischen Vorbildern wie dem Datsun Fairlady Z und Toyota-Modellen. Die Produktion des C7 stellte man 1996 ein. Der Camaro konnte sich noch bis April 2002 im Programm halten.

Projekt C9 Auf Basis des damaligen Chevrolet Impala wurde 1994 der Callaway SS vorgestellt. Er wurde von einem SuperNatural-V8-Motor angetrieben und hatte eine Leistung von über 460 PS. Aufgrund der Einstellung des Impala wurde das Projekt C9 ein Jahr später ebenfalls auf Eis gelegt.

Projekt C10 Das C 10 Limited Edition Corvette Ski Boat wurde von einem Chevrolet Vortec V8 angetrieben. Es wurden lediglich 125 Stück gebaut bei einem Preis zu je 1,5 Millionen US-Dollar.

Projekt C11 Mit der Beendigung der Bootproduktion konzentrierte man sich 1998 auf die Herstellung eines limitierten Land Rovers. Der Range Rover 4,6 HSE wurde in der begrenzten Stückzahl von 220 Fahrzeugen gebaut. Der 4,6-Liter-Motor hatte eine Leistung von 240 PS.

Projekt C12 Einige Monate, nachdem IVM die Lizenz für den neuen C 12 erwarb und das Fahrzeug herstellte, konnte auch bei Callaway die Produktion anlaufen. Die C 12 wurde in zwei Versionen angeboten:

  • Callaway C 12 Road Car
  • Callaway C 12 LM Race Car

Der IVM C 12 konnte sich bis 2003; das Modell wurde in den USA im Frühjahr 2001 erneuert. Es hat eine Leistung von 410 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 320 km/h.

Projekt C13 Spät im Jahr 1999 bekam Callaway den Auftrag, neue Motoren sowie neue Modelle für die australische GM-Tochter Holden zu konzipieren. In den folgenden Monate entwickelte man daraufhin den C4B-Motor für die exklusiven GTS-Modelle der Holden Special Vehicles (HSV). Mit einem neuen Design und 400-PS-Motoren konnte Holden so seinen seit zwei Dekaden bestehenden Zweikampf mit Mitsubishi Motors fortsetzen.

Aktuelle Projekte[Bearbeiten]

Projekt C14 Im Sommer 1999 hatte Callaway den Auftrag bekommen, den aktuellen Mazda Protege zur Serienreife zu tunen. Nach wenigen Wochen war die Serienproduktion des neuen Modells unter dem neuen Markennamen Mazdaspeed Protege angelaufen.

Der 4-Zylinder-Motor konnte mit größeren Hubraum auf eine Leistung zu 170 PS aufgestockt werden. Die Markteinführung fand in Taiwan statt; anschließend folgten auch China, Japan und anschließend erst die USA. Obwohl das Modell heute schon wieder leicht antiquiert ist, ist mit der Einstellung nicht zu rechnen.

Projekt C15 Das zweite aktuelle Projekt ist der Marke Corvette zu verdanken. Seit 2006 bietet Callaway Competition aus der Nähe von Heilbronn in Süddeutschland als deutsche Niederlassung die Callaway Corvette Z06 GT3-R für die FIA GT3-Europameisterschaft, ADAC GT-Masters und in abgeänderter Version für VLN-Läufe auf der Nürburgring-Nordschleife an. Der Preis beginnt bei ca. 210.000 Euro für ein rennfertiges Fahrzeug. Callaway Competition betreibt 2007 in der FIA GT3-Europameisterschaft ein eigenes Team unter dem Namen "Martini Callaway Racing", das in dieser Saison auch Team-Europameister wurde. Der Fahrertitel wurde beim letzten Lauf in Dubai sehr knapp verpasst.

Projekt C16 Das dritte und letzte aktuelle Projekt ist seit Sommer 2006 die Callaway C16. Der Preis liegt bei 71.000 US-Dollar.

Andere Projekte von Callaway[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  • Autokatalog 1977 bis 2007 (Vereinigte-Motor Verlage GmbH & Co. KG, Stuttgart)
  • Webseite der Callaway Cars

Weblinks[Bearbeiten]