DB Lounge

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Dieser Artikel erläutert spezielle Wartebereiche der Deutschen Bahn in ihren Bahnhöfen; für die gleichnamigen Abteile der Intercity-Express-Züge siehe Lounge (ICE).
Die DB Lounge München vor ihrer Renovierung (Neueröffnung: August 2007)

Als DB Lounge bezeichnet die Deutsche Bahn einen von der DB Vertrieb GmbH betriebenen Wartebereich (Lounge) für Reisende erster Klasse und Vielfahrer (bahn.comfort-Kunden). Diese treten geschichtlich die Nachfolge der komfortabel ausgestatteten Wartesäle erster Klasse an und sind vergleichbar mit den Lounges oder Salons Grand Voyageur genannten Wartebereichen bei diversen anderen europäischen Eisenbahngesellschaften.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Standorte

DB Lounges finden sich an folgenden 14 großen deutschen Bahnhöfen:

Standort Lage Öffnungszeiten montags bis freitags Öffnungszeiten (Samstage, Sonn- und Feiertage) Stand
Berlin Hbf Erstes Obergeschoss, am westlichen Aufgang zu Gleis 11/12 06:00–22:00 Uhr 06:00–22:00 Uhr 08.01.2009
Bremen Hbf Oberhalb des Reisezentrums, Nähe Haupteingang, Westflügel 06:30–21:00 Uhr 07:30–21:00 Uhr 08.01.2009
Dresden Hbf Oberhalb des Reisezentrums 07:00–21:00 Uhr 08:00–20:00 Uhr 08.01.2009
Düsseldorf Hbf Auf Straßenniveau unter den Gleisen 4/5 zwischen Haupt- und Nordtunnel 07:00–21:00 Uhr 08:00–20:00 Uhr 08.01.2009
Frankfurt (Main) Hbf Oberhalb des Reisezentrums hinter dem Bistro 06:00–22:00 Uhr 07:00–22:00 Uhr 08.01.2009
Frankfurt am Main Flughafen Fernbahnhof Zwischenebene zwischen Bahnsteig- und Verteilerebene 06:00–22:00 Uhr 06:00–22:00 Uhr 08.01.2009
Hamburg Hbf Aufgang in der Nähe des Reisezentrums, Nähe Gleis 5 06:00–22:00 Uhr 07:30–20:30 Uhr 08.01.2009
Hannover Hbf Oberhalb des Reisezentrums, am Haupteingang 06:00–21:30 Uhr 08:00–21:30 Uhr 08.01.2009
Köln Hbf Am Gleis 1, oberhalb des Reisezentrums 06:30–21:30 Uhr 07:00–21:00 Uhr 08.01.2009
Leipzig Hbf Am Querbahnsteig, gegenüber Gleis 1/2 (hinter allgemeinem Wartebereich) 07:00–21:00 Uhr 08:00–20:00 Uhr 08.01.2009
Mannheim Hbf In der Haupthalle im ersten Obergeschoss (Südflügel) 07:00–21:30 Uhr 07:00–21:00 Uhr (Samstag)
08:00–21:00 Uhr (Sonn-/Feiertag)
08.01.2009
München Hbf Auf Höhe der Gleise 25/26 im ersten Stock 06:30–21:00 Uhr 08:00–20:00 Uhr 08.01.2009
Nürnberg Hbf Oberhalb der Mittelhalle 06:30–21:00 Uhr 08:00–20:00 Uhr 08.01.2009
Stuttgart Hbf Beim Querbahnsteig auf Höhe von Gleis 15/16 06:00–22:00 Uhr 07:00–21:00 Uhr 08.01.2009

Noch 2009 soll eine DB Lounge am Hauptbahnhof in Karlsruhe eröffnet werden, 2010 soll eine Lounge in Essen folgen (Stand: April 2009).[1] Nach Planungen von Mitte 2007 sollte 2008 eine Lounge in Karlsruhe eröffnet werden, bis 2011 sollten Dortmund und Würzburg folgen.[2]

An einigen Feiertagen (zum Beispiel Weihnachtsfeiertage, Silvester) gelten eingeschränkte Öffnungszeiten. In der Lounge am Frankfurter Hauptbahnhof finden regelmäßig öffentliche Autorenlesungen statt.

Beide Lounges in Frankfurt, sowie in Dresden und Köln bieten den Gästen direkten Blick auf die Bahnsteige, ebenso der 1.-Klasse-Bereich in München. In Berlin, Hamburg, Hannover, Köln und Stuttgart ist die umliegende Stadt zu sehen. In Mannheim liegt die Lounge oberhalb der Haupthalle und erlaubt an zwei großen Fensterfronten, Reisende aus einigen Metern Höhe zu beobachten. Die DB Lounge Düsseldorf wird dagegen als einzige weder direkt noch indirekt von Tageslicht erreicht.

Die Standorte sind auch den in Fernzügen ausliegenden Faltblättern Ihr Reiseplan zu entnehmen. Der Weg zur Lounge ist im Wegeleitsystem (gelbe Tafeln) der Bahnhöfe ausgeschildert.

Mit Ausnahme von Dresden sind alle Lounges barrierefrei zugänglich (ebenerdig oder über Aufzüge zu erreichen). Dort führt nur eine Treppe zu der Lounge, nach Absprache kann die Lounge jedoch über einen nahe Gleis 3 angeordneten Nebeneingang betreten werden.

[Bearbeiten] Chronologie

Wesentliche Gründe für die Einrichtung der Lounges war, den Aufenthalt im Bahnhof qualitativ aufzuwerten sowie als Mittel zur Kundenbindung. Standorte wurden, nach Bahnangaben, „an großen ICE-Knotenbahnhöfen oder Bahnhöfen mit einer langfristigen Bedeutung für den Fernverkehr der Bahn“ eingerichtet.[2]

Die erste DB Lounge eröffnete am 23. Juli 1997 am Hauptbahnhof Frankfurt am Main. Entsprechend der alten Tradition der Wartesäle, stand der Bereich für Fernverkehrsreisende der ersten und zweiten Klasse offen. Im Bereich der zweiten Klasse stand unter anderem eine Bar und eine Spielecke zur Verfügung, im Bereich der ersten Klasse ein Ruhebereich und ein Arbeitsbereich mit Notebookanschlüssen, Telefonen und Konferenzräumen.[3] Ein Standort am Hauptbahnhof Leipzig folgte im gleichen Jahr. Bis März 2001 folgten Frankfurt Flughafen, Köln, Hannover und Mannheim. Anfang 2002 kamen Stuttgart, Ende April Nürnberg hinzu. Anfang 2003 auch Bremen und München, im Mai 2004 Berlin Zoo und Hamburg. Düsseldorf (27. Dezember 2005), Berlin Hauptbahnhof (28. Mai 2006) und Dresden (Anfang September 2006) sind die neuesten DB Lounges. Die Eröffnung einer Lounge am Hauptbahnhof Dortmund war, laut Angaben der Bahn in den Jahren 2002 und 2003 „bis 2004“ geplant, wurde aber nicht mehr weiter kommuniziert. Seit Anfang 2005 werden Kaltgetränke von Pepsi (vormals Coca-Cola) angeboten.

Die DB Lounge am Bahnhof Zoo in Berlin stellte am 10. Juli 2006 den Betrieb ein, nachdem am 28. Mai 2006 die Lounge am neuen Hauptbahnhof eröffnet worden war. Die neue, insgesamt 400 Quadratmeter umfassende und 700.000 Euro teure Lounge war die erste mit separatem Erste-Klasse-Bereich. Seit Ende Oktober 2006 steht nach einem Umbau in Hamburg sowie seit August 2007 in München ebenfalls ein Erste-Klasse-Bereich zur Verfügung.[2] 2009 und 2010 sollen auch die DB Lounges an den Hauptbahnhöfen Frankfurt, Hannover und Köln im Zuge von Umbauten mit einem Erste-Klasse-Bereich ausgestattet werden.[1]

Im Jahr 2002 besuchten etwa 400.000 Gäste die DB Lounges. Mit etwa 20.000 Besuchern pro Monat war die DB Lounge am Hauptbahnhof Frankfurt am Main Anfang 2004 die meistbesuchte DB Lounge. Laut Bahnangaben lag die Zahl der täglichen Besucher in der neuen Berliner Lounge im Sommer 2006 bei etwa 1000. 2006 besuchten 2,3 Millionen Fahrgäste die DB Lounges; für 2007 rechnet das Unternehmen mit 2,8 Millionen Gästen.[4] Die DB Lounges Berlin und Frankfurt am Main Hauptbahnhof sind die meistbesuchten DB Lounges, mit bis zu 2000 Reisenden an Werktagen.[2] Die meistbesuchten DB Lounges sind (Stand: April 2009) Frankfurt Hauptbahnhof (700.000 Gäste pro Jahr) und Berlin (500.000 Gäste pro Jahr). Die durchschnittliche Aufenthaltszeit liegt zwischen 35 und 45 Minuten.[1]

Die ursprüngliche DB Lounge Leipzig schloss am 26. November 2007[5] und eröffnete mit einem provisorischen Standort am 14. Februar 2008 wieder. Als Gründe für den ersten Auszug gab das Unternehmen die geringe Nutzung der Lounge am Originalort sowie den günstigeren Standort und die Barrierefreiheit der damals neuen Lounge im „Übergangs-Container“ an.[6] Am 24. Dezember 2008 wurde eine reguläre Lounge an neuem Standort eröffnet.

[Bearbeiten] Internetzugang

Der als „rail&mail“ bezeichnete Internetzugang in den Lounges startete Anfang 2003 als Pilotversuch in den Lounges in Frankfurt Flughafen und Hauptbahnhof sowie Köln. Für eine Stunde, minutengenau per Kabel nutzbaren Zugang wurden dabei 5,50 Euro berechnet. Im Sommer 2003 wurde das Angebot auf sieben DB Lounges ausgeweitet. Eine (durchlaufende) Stunde Zugang wurde dabei mit 3,95 Euro berechnet, zehn Stunden (mit sekundengenauer Abrechnung) mit 29,95 Euro. Bei diesem System wurden Karten mit freizurubbelnden Zugangsdaten in den Lounges verkauft.

Im Laufe des Jahres 2005 lösten Hot Spots für drahtlosen Zugang den Zugriff per Kabel ab. Im Rahmen des Projektes „railnet“ erfolgte im Sommer 2005 ein Anbieterwechsel zu T-Mobile. Dabei wurden neben den Lounges wenigstens 22 Bahnhöfe mit drahtlosem Internetzugang ebenso ausgestattet wie sieben ICE-3-Triebzüge.

[Bearbeiten] Nutzerstruktur

Etwa 40 Prozent der Gäste sind Reisende mit einem Fahrschein der ersten Klasse, etwa 60 Prozent bahn.comfort-Kunden; 80 Prozent der Gäste sind Geschäftsreisende.[2] Laut einer Untersuchung des Unternehmens sind drei Viertel der Besucher männlich.

[Bearbeiten] Größenvergleich

Gemessen an der Sitzplatzkapazität, ist die DB Lounge am Hauptbahnhof Frankfurt (92 Sitzplätze) die größte, gefolgt von der Lounge am Hauptbahnhof Berlin (61 Sitzplätze der zweiten und 25 der ersten Klasse); Bremen (20 Sitzplätze) und Nürnberg (23 Sitzplätze) hingegen sind die kleinsten.

[Bearbeiten] Servicemerkmale

Alle DB Lounges verfügen über einen Servicetresen und über eine Klimaanlage. Je nach Größe und Tageszeit stehen zwischen einem und fünf Service-Mitarbeiter der Bahn zur Verfügung. Insgesamt arbeiten rund 80 Mitarbeiter in den Lounges (Stand: November 2006). Alle Lounges sind reine Nichtraucherbereiche.

Zur Grundausstattung gehören darüber hinaus eine Garderobe (Kleiderhaken), Uhr und (zumeist) ein Fahrplan. Decken, Böden und andere Designelemente der Aufenthaltsbereiche sind einheitlich gestaltet. Die Böden in den Zweite-Klasse-Bereichen beispielsweise aus Ahornholz, in den Erste-Klasse-Bereiche aus Wengé-Holz.[2] Eine Ausnahme war die Ende 2007 geschlossene Lounge im ehemaligen Preußischen Wartesaal in Leipzig, deren Design von dem Standard deutlich abwich.

Einige Lounges führen auch ein Gästebuch, in das sich jeder Gast eintragen darf.

[Bearbeiten] Möblierung

In DB Lounges sind verschiedene Sitzlandschaften zu finden. Den Großteil der Einrichtung machen rote Ledersessel aus, die teilweise um Tische herum gruppiert sind. Zur Verfügung stehen auch zwischen zwei und acht aus je einem Schreibtisch mit Bürostuhl bestehende und mit Steckdosen versehene Arbeitsplätze; größtenteils sind auch Leselampen vorhanden.

In Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart gibt es auch Stühle mit einer in der Lehne integrierten, verschiebbaren Auflagefläche. In Frankfurt Flughafen und Leipzig wurden früher Liegesessel angeboten.

[Bearbeiten] Gastronomie

In den DB Lounges stehen den Gästen Heiß- und Kaltgetränke kostenlos zur Selbstbedienung zur Verfügung. Hierzu werden Tassen und Gläser (in Nürnberg Becher) zur Selbstbedienung bereitgestellt.

An Heißgetränken stehen dabei, an ein oder zwei Kaffeemaschinen, unter anderem verschiedene Variationen von Kaffee und Trinkschokolade zur Auswahl; vielerorts auch heiße Brühe. Darüber hinaus stehen Heißwasser und bis zu zehn Sorten von Teebeuteln bereit. Darüber hinaus liegen Zucker, Süßstoff, Milch (jeweils in Einwegverpackungen) sowie Papierservietten und Rührstäbchen (mancherorts Löffel) zur Selbstbedienung aus. In manchen Lounges wird auch Karamellgebäck oder Cantuccini am Tresen oder im Selbstbedienungsbereich angeboten. Eine Zapfanlage für Kaltgetränke bietet Pepsi Cola, Pepsi Cola Light, Mirinda (Orangenlimonade) und 7 Up (Zitronenlimonade) sowie Apfelschorle und Mineralwasser (verschiedene Marken).

In manchen Lounges konnten darüber hinaus alkoholische Getränke und Snacks erworben werden. In den Erste-Klasse-Bereichen in Berlin, Hamburg und München ist dies inklusive. Dort werden Getränke grundsätzlich nur an den Platz gebracht; eine Selbstbedienung ist nicht möglich. Darüber hinaus steht auch eine größere Auswahl an (auch alkoholischen) Getränken zur Verfügung.

Mancherorts werden darüber hinaus auch Artikel des „Bahnshop 1435“ verkauft.

[Bearbeiten] Auskünfte und Fahrkarten

In allen Lounges erteilen Servicemitarbeiter Auskünfte zu Zugverbindungen. Mittlerweile können alle DB Lounges über die RIS-Infoplattform und teilweise auch über das IRIS (Innerbetriebliches Reisendeninformationssystem) minutengenau über die Abfahrts- und Ankunftsinformationen von Zügen der Deutsche-Bahn-Töchter informieren. Einige Lounges verfügen auch über einen Fahrgastinformationssystem-Monitor, der über die in Kürze abfahrenden Züge und deren Fahrplanlage Auskunft gibt.

In den Lounges (außer Mannheim) können, zum sofortigen Fahrtantritt, Fahrscheine und Reservierungen gekauft werden. Bis 2007 konnte in den meisten Lounges auch darüber hinaus gehende Fahrscheine und Reservierungen erworben werden.

[Bearbeiten] Zeitungen

In den DB Lounges wird eine Auswahl von Zeitschriften sowie regionalen und überregionalen Tageszeitungen, teils auch Boulevard-Zeitschriften, zum Lesen in den Räumlichkeiten ausgelegt. Die Financial Times wird neben der deutschen auch in einer englischen Ausgabe bereitgehalten. Zum Mitnehmen liegt mancherorts die Welt kompakt aus, werktags nach 16 Uhr auch die Handelsblatt News am Abend aus. Auch die Kundenzeitschrift mobil liegt oftmals aus; mitunter werden auch Werbebroschüren angeboten.

[Bearbeiten] Fernsehgeräte

Alle DB Lounges sind mittlerweile mit Fernsehern ausgestattet. In Berlin gibt es im Zweite-Klasse-Bereich drei, in Frankfurt Hauptbahnhof, Hamburg und Köln jeweils zwei Fernseher. Alle weiteren Lounges sind mit einem Gerät ausgestattet. Die Geräte laufen dabei manchmal ohne Ton, manchmal mit gedämpfter Lautstärke. Jedoch wird durch das Personal auf Nachfrage auch die Lautstärke geändert. In den DB Lounges Frankfurt am Main Hbf, Hamburg Hbf und Köln können (gegen Pfand) drahtlose Kopfhörer entliehen werden.

[Bearbeiten] Hotspot

Alle DB Lounges sind mit einem kostenpflichtigen Hot Spot von T-Mobile ausgestattet. Einige Seiten der Bahn, darunter bahn.de, der Reiseauskunfts-Server, das Konzernportal db.de sowie die Bahnhofsdatenbank bahnhof.de sind allerdings kostenlos und ohne Anmeldung nutzbar.

Seit 1. November 2006 steht in den Erste-Klasse-Bereichen der Lounges Berlin und Hamburg ein kostenloser Internetzugang für Gäste zur Verfügung. Dabei wird dem Gast auf Wunsch ein Gutschein (Zugangsdaten) für nominell 15 Minuten Hotspotnutzung ausgehändigt. Die Gutscheine sind auch außerhalb der Lounges an T-Mobile-Hot-Spots nutzbar.

Hauptartikel: Mobility Net

[Bearbeiten] Toiletten und Waschräume

Elf der vierzehn Lounges sind mit Toiletten ausgestattet, die von Gästen kostenlos benutzt werden können. Ausnahmen sind die DB Lounges Bremen und Nürnberg. In Nürnberg werden Marken für benachbarte Toiletten ausgegeben, in Bremen erhalten Kunden einen Schlüssel, mit dem Toiletten in unmittelbarer Nähe der Lounge genutzt werden können.

Am Hauptbahnhof Berlin gibt es darüber hinaus erstmals auch einen separaten, sogenannten „Refresh-Raum“ mit Waschbecken, Fön und Handtüchern.

[Bearbeiten] Wechselnde Sonderaktionen

In den DB Lounges finden regelmäßig Aktionen statt. So wurde beispielsweise bereits ein (kostenpflichtiger) Massageservice angeboten und Gutscheine für den WLAN-Hot-Spot oder Schokolade verteilt. Seit 2006 wird im Sommer Eis in verschiedenen Sorten angeboten. Vor Weihnachten 2006 wurden Pralinen angeboten, vor Weihnachten 2007 lagen in einigen Lounges Lebkuchen aus. Zeitweise sind auch Produktproben von Sponsoren erhältlich. Ab September 2008 wurden zeitweise Kühlschränke aufgestellt, in denen verschiedene Sorten Biermischgetränke einer großen Brauerei angeboten wurden.

[Bearbeiten] Zugang

Den meisten Lounges sind blau-gelbe Informationsstelen vorgelagert, die Auskunft über Öffnungszeiten und Zugangsvoraussetzungen geben. Bei vielen Lounges ist eine Klingel zum Eintritt zu betätigen.

Beim Betreten der DB Lounge muss ein gültiges Dokument laut der Nutzungsbestimmungen vorgezeigt werden. Dies geschieht am Servicetresen, der sich in der Nähe des Eingangs befindet. In Berlin und Frankfurt Flughafen erfüllt diese Aufgabe zu Stoßzeiten ein kleiner, separater Schalter unmittelbar hinter der Eingangstür.

Gültige Zutrittsdokumente sind:

  • an diesem Tag gültige Fernverkehrsfahrscheine der ersten Klasse, unabhängig von deren Wert und der eingetragenen Strecke. Zumeist kann ein solcher Fahrschein auch direkt in der Lounge gekauft werden. Auch Bahnmitarbeiter mit Erste-Klasse-Fahrschein haben Zutritt. Einzige Ausnahme sind Reisende mit Eurail Pass oder German Rail Pass der ersten Klasse;
  • eine gültige BahnCard/JahresCard mit bahn.comfort-Status, auch ohne Fahrschein, mit Begleitperson;
    • bahn.comfort-Kunden können nötigenfalls auch ohne BahnCard die Lounge nutzen. Dazu kann alternativ ein Ausdruck des eigenen bahn.comfort-Punktestands von der Internetseite der Deutschen Bahn vorgelegt werden. Liegt ein solcher nicht vor, kann das Personal auch per Anruf bei der bahn.comfort-Hotline die Zutrittsberechtigung prüfen;
  • Kunden mit einem Vielfahrerstatus der am Verbund Railteam beteiligten Gesellschaften haben seit 1. Juli 2007 die Möglichkeit die DB Lounges zu benutzen. So etwa Mitglieder des ÖBB Club&Bonus, SBB Generalabonnement oder SNCF Grand Voyageur. Zwischen der ÖBB und DB bestand schon vor dem Zusammenschluss des Railteams im Rahmen der TEE Rail Alliance;
  • Zimmerausweis von Gästen der InterCity-Hotels;
  • Rail&Fly-Tickets der Buchungsklassen A, C, D, F, P und R oder mit Aufdruck „1“ haben Zugang;
  • am bahn.bonus-Programm teilnehmende BahnCard-Inhaber können für 750 Punkte drei Eintrittsgutscheine (inklusive einer Begleitperson) für die DB Lounges erwerben. Diese berechtigen am Tag der Entwertung zu beliebig vielen Eintritten.

Weitere Begleiter können jeweils für zehn Euro pro Person mitgenommen werden. Kinder von BahnCard-100-Kunden können, nach unterschiedlichen Angaben der Deutschen Bahn, bis zum Alter von sechs bzw. vierzehn Jahren kostenlos mitgenommen werden und zählen nicht als Begleitperson.[7]

Reisegruppen, die mit einem Fahrschein der ersten Klasse reisen, dürfen nur nach schriftlicher Voranmeldung die Lounge nutzen und dies frühestens eine Stunde vor Abfahrt des gebuchten Zuges.[7]

[Bearbeiten] Erste-Klasse-Bereiche

Zum Zutritt in die Erste-Klasse-Bereiche in Berlin, Hamburg und München ist ein gültiger Fernverkehrsfahrschein der ersten Klasse nach oder von einem außerhalb des Verkehrsverbundes gelegenen Ziel vorzuweisen. Als Fahrschein gilt hier auch eine Bahncard 100 First. Begleitpersonen können grundsätzlich nicht mitgenommen werden. Bahnmitarbeiter mit NetzCard bzw. Firmenreiseticket erster Klasse haben keinen Zutritt.

[Bearbeiten] Örtliche Besonderheiten

In Köln und Stuttgart haben auch Lufthansa-AirRail-Reisende der First Class oder mit Senator-Status im Miles-&-More-Programm mit Begleitperson Zugang, in Köln auch Fahrgäste der Kategorie Comfort 1 des Thalys (ohne Begleitperson).

[Bearbeiten] Vorherige Regelung

Bis 14. Dezember 2002 galt eine andere Zugangsregelung: Neben Erste-Klasse-Fahrkarten (Mindestwert: 15 DM/10 Euro) hatten auch Inhaber einer regulären BahnCard der ersten Klasse ohne Fahrschein Zugang. „Senatoren“ der Lufthansa konnten ab Aufnahme des Airrail-Verkehrs im Januar 2001 die Lounge in Stuttgart – mit gültigem Flugticket – nutzen.

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b c Modernisierung der DB Lounge Leipzig abgeschlossen. In: DB Welt, Ausgabe April 2009, S. 6
  2. a b c d e f Bahn TV: Talk täglich vom 13. Juni 2007, Interview mit Kirsten Denecke, Managerin DB Lounge, DB Fernverkehr AG
  3. Meldung: Erste DB Lounge in Frankfurt am Main. In: Eisenbahntechnische Rundschau. Jahrgang 46 (1997), Heft 9, S. 591
  4. Deutsche Bahn AG: Neuer, schöner, größer: die DB Lounge im Münchener Hauptbahnhof. Presseinformation vom 29. August 2007
  5. Deutsche Bahn AG: Neuer Warteraum für Reisende im Leipziger Hauptbahnhof. Presseinformation vom 22. November 2007
  6. Deutsche Bahn AG: Neuer Warteraum im Leipziger Hauptbahnhof eröffnet. Presseinformation vom 17. Oktober 2008
  7. a b Deutsche Bahn AG: DB Lounge Nutzungsbestimmungen. Fassung vom August 2008 (PDF, 2 Seiten)
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