Danny Nelissen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Daniel Wilhelmus Maria „Danny“ Nelissen (* 10. November 1970 in Sittard) ist ein ehemaliger niederländischer Radrennfahrer, Straßen-Weltmeister und heutiger Sportkommentator.

Im Alter von zwölf Jahren begann Danny Nelissen in Geleen mit dem Radsport. In der Jugendklasse, wo Mädchen und Jungen noch gegeneinander fahren, war Leontien Zijlaard-van Moorsel seine größte Konkurrentin.

Von 1990 bis 1994 fuhr Danny Nelissen als Profi. 1997 gewann er den Grand Prix de Wallonie. Dann wurde ein Herzfehler bei ihm festgestellt, und er ließ sich reamateurisieren. 1995 gewann Danny Nelissen den Titel des Straßenweltmeisters der Amateure in Kolumbien (dieser Wettbewerb wurde 1995 zum letzten Mal ausgetragen). Im selben Jahr gewann er die Olympia’s Tour; 1996 nahm er am Straßenrennen bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta teil. Anschließend wurde er erneut als Profi unter Vertrag genommen, beim Rabobankteam unter Jan Raas. Er nahm dreimal – 1993, 1996 und 1997 – an der Tour de France teil. 1996 trug er drei Etappen lang das Gepunktetes Trikot; 1997 gab er auf. Wegen seiner Herzprobleme musste er Anfang 1999 endgültig das Rad an den Nagel hängen.

Danny Nelissen gab im Januar 2013 an, zur Tour de France 1996 und 1997 sei ihm durch Rabobank-Teamarzt das Dopingmittel EPO verabreicht worden.[1]

Heute ist Danny Nelissen Production Manager bei Eurosport und war bis zu seinem Dopinggeständnis für diesen Sender als Kommentator tätig. Er machte einen Abschluss am „Johan Cruyff Institute for Sport Studies“ in Amsterdam.

Im Jahr seines WM-Sieges wurde Danny Nelissen „Sportler des Jahres“ in den Niederlanden. Er ist der Neffe des bekannten Sportjournalisten Jean Nelissen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. radsport-news.com vom 21. Januar 2013: Rabobank: Auch Nelissen und Lotz geben Doping zu

Weblinks[Bearbeiten]