Vadim Milov

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Vadim Milov, 2008

Vadim Milov (russisch Вадим Милов; * 1. August 1972 in Ufa, UdSSR) ist ein Schweizer[1] Schach-Grossmeister.

Leben[Bearbeiten]

Bis 1992 hat Milov für die Sowjetunion und Russland gespielt, ohne große Erfolge zu erzielen. Das änderte sich im darauf folgenden Jahr, als er Auswahlspieler für Israel und Internationaler Meister wurde. Im Jahr 1993 wurde er Großmeister.

Dreimal hat er im K.-o.-System um die FIDE-Weltmeisterschaft gespielt:

In vielen internationalen Turnieren war Milov Sieger oder teilte sich den ersten Platz: Bratto (2001), Moskau (2002, Aeroflot Open), Benasque (2002), Ashdod (2003), Lausanne (2003), Genua (2003), Santo Domingo (2003), Merida, Mexiko (2003, 2005 und 2006), Genf (2004), Sevilla (2004), San Marino (2006), Philadelphia (2006, World Open) und Morelia (2007).

Milov war im Schnellschach beim Corsica Masters in Bastia 2005 sehr erfolgreich. Er siegte gegen Arkadij Naiditsch, Judit Polgár und Zoltán Almási. Im Finale besiegte er Viswanathan Anand.[5] Am Schach-Weltpokal nahm er 2005 und 2009 teil. 2005 scheiterte er in der ersten Runde an Lewan Panzulaia, während er sich 2009 zunächst gegen Parimarjan Negi durchsetzte, ehe er in der zweiten Runde an Şəhriyar Məmmədyarov scheiterte. Milovs Elo-Zahl beträgt 2622 (Stand: Oktober 2014), damit führt er die Schweizer Rangliste an. Seine bisher höchste Elo-Zahl von 2705 erreichte Milov im Juli 2008.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Milov nahm an zwei Schacholympiaden teil, 1994 in Moskau mit Israel, 2000 in Istanbul für die Schweiz.[6] Er vertrat die Schweiz außerdem bei den Mannschaftseuropameisterschaften 1999 und 2001.[7]

Vereine[Bearbeiten]

In der Schweizer Nationalliga A spielte er bis 2006 für die SG Biel, mit der er 2000, 2001 und 2004 Schweizer Mannschaftsmeister wurde. 2007 spielte er für Sorab Basel, 2008 für SW Bern, 2011 für den Meister SC Réti Zürich, seit 2012 spielt er für die SG Riehen. In der Schweizer Bundesliga spielte Milov 1999 für den ASK Winterthur, von der Saison 2006/07 bis zur Saison 2008/09 für den SV Birsfelden/Beider Basel, mit dem 2007 und 2008 Schweizer Gruppenmeister wurde, und in den Saisons 2010/11 und 2011/12 für den SC Réti Zürich. In der österreichischen Bundesliga spielte Milov in der Saison 2004/05 für Styria Graz, in der niederländischen Meesterklasse in der Saison 2004/05 für den Meister ZZICT/De Variant Breda und in der französischen Mannschaftsmeisterschaft bis 2003 für Philidor Mulhouse, 2005 für Echiquier des Papes Avignon, 2006 für Echiquier Nanceien und 2007 für den Club de Chess 15 Paris.

Werke[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vadim Milov - ein bisschen Schweizer
  2. 1997 FIDE Knockout Matches
  3. 1999 FIDE Knockout Matches
  4. 2001-02 FIDE Knockout Matches
  5. Corsica Masters 2005
  6. Vadim Milovs Ergebnisse bei Schacholympiaden auf olimpbase.org (englisch)
  7. Vadim Milovs Ergebnisse bei Mannschaftseuropameisterschaften auf olimpbase.org (englisch)