Emilio Butragueño

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Emilio Butragueño
Spielerinformationen
Voller Name Emilio Butragueño Santos
Geburtstag 22. Juli 1963
Geburtsort MadridSpanien
Größe 168 cm
Position Stürmer
Vereine in der Jugend
bis 1982 Real Madrid
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1982–1984
1984–1995
1995–1998
Real Madrid Castilla
Real Madrid
Atlético Celaya
65 0(36)
341 (123)
91 0(29)
Nationalmannschaft
1984–1992 Spanien 69 (26)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Emilio Butragueño Santos (* 22. Juli 1963 in Madrid, Spanien) ist ein ehemaliger spanischer Fußballspieler.

Der Stürmer spielte fast seine gesamte Karriere für Real Madrid. Mit den „Königlichen“ gewann er in den 1980er und 1990er-Jahren u.a. sechsmal die spanische Meisterschaft und zweimal den UEFA-Pokal.

Später arbeitete er im Management des Vereins und war einige Zeit Vize-Präsident Real Madrids.

Von Pelé wurde Butragueño 2004 auf die Liste der 125 besten noch lebenden Fußballer, die FIFA 100, gesetzt.

Vereinskarriere[Bearbeiten]

Der begeisterte Fußballer wurde mit 17 Jahren in die Jugendabteilung des spanischen Rekordmeisters Real Madrid aufgenommen. Der kleingewachsene und wendige Stürmer stieg alsbald in die Reservemannschaft Real Madrid Castilla auf, wo er sich zwei Jahre lang in der Segunda División beweisen konnte.

Am 5. Februar 1984 war es endlich soweit und Butragueño spielte zum ersten Mal bei den Profis mit. Trainer Alfredo Di Stéfano brachte ihn in der Partie gegen den FC Cádiz und wurde von dem Talent nicht enttäuscht: Beim 3:2-Sieg schoss er zwei Tore und bereitete den dritten Treffer vor. Von da an gehörte Butragueño zur Stammformation der „Königlichen“ und wurde von den Anhängern alsbald El Buitre (Der Geier) gerufen. Zusammen mit den Spielern Michel, Martin Vázquez, Manuel Sanchís und Miguel Pardeza bildete er die Quinta del Buitre – die neue Generation spanischer Real-Spieler, die den Sprung vom FC Castilla in die Profimannschaft geschafft hatten. Ab 1985 fand Real zu alter Stärke zurück und um die Quinte del Buitre wurde eine neue Spitzenmannschaft aufgebaut. Gemeinsam mit dem Mexikaner Hugo Sánchez und dem Argentinier Jorge Valdano bildete Butragueno den torgefährlichsten Angriff Spaniens. Von 1986 bis 1990 errang Real fünfmal in Folge die Meisterschaft, sowie 1985 und 1986 den UEFA-Pokal. Die „Königlichen“ waren wieder Spaniens Nummer eins, auch wenn ihnen ein Sieg im Europapokal der Landesmeister versagt blieb. 1991 wurde Butragueño mit 19 Toren Pichichi (spanischer Torschützenkönig) und löste Mannschaftskamerad Sánchez ab.

In der Meistersaison 1994/95 begann Butragueños Stern bei Real zu sinken. Nach elf Jahren als unangefochtener Stammspieler und Führungsfigur kam er nur noch auf acht Einsätze. Trainer Jorge Valdano zog ihm das 17-jährige Supertalent Raúl vor und leitete so einen Generationenwechsel im Kader ein, weshalb Butragueño im Sommer 1995 beschloss, den Verein zu verlassen.

Während seiner Zeit mit Real absolvierte Butragueño 459 Pflichtspiele und erzielte 168 Tore: Primera Division: 341 (123); Nationale Pokalwettbewerbe: 43 (18); Europapokal: 75 (27).

Er ging nach Mexiko und ließ seine Laufbahn beim kleinen Erstligaklub Atlético Celaya ausklingen. Als 35-Jähriger beendete er im April 1998 seine aktive Karriere.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Schon im Sommer 1984 wurde Butragueño in das spanische Aufgebot für die Europameisterschaft in Frankreich nominiert. Die Mannschaft erreichte das Endspiel und wurde Vize-Europameister, doch der junge Madrilene war während des Turniers nicht zum Einsatz gekommen. Erst am 17. Oktober 1984 debütierte er für die „Selección“ in der Partie gegen Wales und steuerte ein Tor zum 3:0-Sieg bei.

Zwei Jahre später gehörte El Buitre zu den Stammspielern für die WM in Mexiko. In der Gruppenphase gelang ihm ein Treffer gegen Nordirland, doch im Achtelfinale machte er wohl das Spiel seines Lebens, als er beim 5:1-Sieg über Dänemark vier Tore schoss. Beide für Spanien gegebene Elfmeter erfolgten nach Fouls an ihm. Spanien galt nun als Geheimfavorit, doch nach dem verlorenen Elfmeterschiessen im Viertelfinale gegen Belgien mussten die Iberer ihre Titelträume begraben und die Heimreise antreten. Mit fünf Treffern bei dem Turnier lag er zusammen mit Careca und Diego Maradona auf dem zweiten Platz der erfolgreichsten Torschützen hinter Gary Lineker (6 Treffer). Bei der Wahl zu „Europas Fußballer des Jahres“ belegte Butragueño den dritten Platz.

Als neuer Mannschaftskapitän führte Butragueño sein Land in die WM-Endrunde 1990 nach Italien. Wieder einmal waren die Erwartungen an die Mannschaft hoch und wieder einmal enttäuschte diese auf der ganzen Linie. Spanien wurde zwar souveräner Gruppensieger, scheiterte aber schon im Achtelfinale an Jugoslawien. Butragueño konnte dem Team seinen Stempel nicht aufdrücken, spielte ein unauffälliges Turnier und blieb ohne Torerfolg.

Nach der verpassten Qualifikation zur EURO 1992 trat Butragueño aus der Nationalmannschaft zurück. In 69 Länderspielen waren ihm 26 Treffer gelungen, womit er bis 2001 bester Torschütze seines Landes war. Heute liegt er hinter David Villa, Raúl, Fernando Hierro und Fernando Morientes auf dem fünften Platz.

Erfolge[Bearbeiten]

Persönliche Auszeichnungen[Bearbeiten]

Nach der Karriere[Bearbeiten]

Nach seiner aktiven Laufbahn arbeitete er im Management von Real Madrid und war bis 2006 Vize-Präsident des Vereins.