Mario Kempes
| Mario Kempes | ||
Mario Kempes bei Rosario Central |
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| Spielerinformationen | ||
|---|---|---|
| Voller Name | Mario Alberto Kempes | |
| Geburtstag | 15. Juli 1954 | |
| Geburtsort | Bell Ville, Argentinien | |
| Größe | 182 cm | |
| Position | Stürmer | |
| Vereine in der Jugend | ||
| 1963–1969 1969–1971 1971–1973 |
Tallares Bell Ville Atlético Bibliteca Instituto Atlético Central Córdoba |
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| Vereine als Aktiver | ||
| Jahre | Verein | Spiele (Tore)1 |
| 1973–1974 1974–1976 1976–1981 1981–1982 1982–1984 1984–1986 1986–1987 1987–1990 1990–1992 1995 1996 |
Instituto Atlético Central Córdoba Rosario Central FC Valencia CA River Plate FC Valencia Hércules Alicante First Vienna FC 1894 VSE St. Pölten Kremser SC Fernandez Vial Pelita Jaya |
13 (11) 107 (86) 143 (95) 29 (15) 42 (21) 38 (10) 20 (7) 96 (34) 39 (7) 11 (5) |
| Nationalmannschaft | ||
| 1973–1982 | Argentinien | 43 (20) |
| Stationen als Trainer | ||
| 1996 1996 1997–1998 1999 2000 2000–2001 |
Pelita Jaya KS Lushnja Mineros de Guayana The Strongest Club Blooming Independiente Petrolero |
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| 1 Angegeben sind nur Liga-Spiele. | ||
Mario Alberto Kempes (* 15. Juli 1954 in Bell Ville, Provinz Córdoba, Argentinien) ist ein ehemaliger argentinischer Fußballspieler und heutiger -trainer.
Zu seinen größten Erfolgen zählt der Gewinn der Weltmeisterschaft 1978 im eigenen Land, wobei er als Torschützenkönig mit sechs Treffern erheblichen Anteil hatte.
Während seiner aktiven Karriere nannte man Kempes „El Matador“ (Der Vollstrecker).
Inhaltsverzeichnis |
Spielerkarriere [Bearbeiten]
Im Verein [Bearbeiten]
Kempes’ Vater, in jungen Jahren selbst ein guter Amateurfußballer, brachte seinen Sohn mit neun Jahren zum Fußball und meldete ihn bei der Kindermannschaft Tallares Bell Ville an. Später wechselte er zu Atlético Bibliteca, wo sich schnell das außerordentliche Talent zeigte. Als 16-Jähriger führte er seine Mannschaft als bester Stürmer zur regionalen Meisterschaft. Mit seinen Leistungen machte der Jugendstürmer zahlreiche argentinische Erstligisten auf sich aufmerksam. 1971 bekam Instituto Atlético Central Córdoba den Zuschlag, die den „Rohdiamanten“ in ihrer Jugendabteilung weiter „formten“. Am 5. Oktober 1973 debütierte er mit 19 Jahren im Ligaspiel gegen die Newell's Old Boys in der Profimannschaft (0:1). Kurz nach diesem Debüt unterbreitete der französische Erstligist OGC Nizza ein Angebot und wollte Kempes verpflichten, der das Angebot jedoch ausschlug und sich für 50.000 DM Ablöse im Januar 1974 dem amtierenden Meister Rosario Central anschloss.
Bei Rosario explodierte Kempes Leistungskurve förmlich und er entwickelte sich hier zu einem der besten Angreifer des Landes. Zu den Stärken des kraftvollen Linksfuß zählten Tordrang und Durchsetzungsvermögen, wobei ihm seine außerordentliche Athletik zugutekam. Allerdings wartete er nicht nur stur auf verwertbare Vorlagen, sondern wich auch ins Mittelfeld oder auf die Flügelpositionen aus, um sich Chancen zu suchen. Zu seinem Markenzeichen entwickelten sich seine langen schwarzen Haare. Als Sturmführer von Rosario Central sicherte er sich 1976 mit 40 Treffern die Torjägerkanone der Primera Division (Argentinien), ein entscheidender Schritt in seiner Karriere. 1976 wollte Kempes Argentinien in Richtung Spanien verlassen. Ein attraktives Angebot des FC Valencia, der ihm ein Jahresgehalt von 100.000 DM bot, und die politischen Wirren in seinem Heimatland bewegten ihn dazu, den Wechsel auch gegen den Willen der Vereinsspitze durchzusetzen. Nach der Drohung, notfalls seine Karriere zu beenden und einer Mitgliederabstimmung, bei der 40.000 Vereinsmitglieder dem Transfer zustimmten, ließ man ihn schließlich ziehen. Valencia musste rund eine Million DM Ablöse auf das Konto von Rosario überweisen. Er verließ Central als bester Torschütze aller Zeiten – in zwei Spielzeiten waren ihm 100 Pflichtspiel-Tore gelungen.
In Valencia führte sich Kempes blendend ein und gleich in seiner ersten Saison sicherte er sich mit 24 Toren die Torjägerkanone. Im folgenden Jahr verteidigte er den Titel mit 28 Toren und erzielte damit die beste Trefferzahl in der Primera División seit über zwanzig Jahren. So dauerte es nicht lange, bis er von den Fans im Estadio Mestalla als Publikumsliebling gefeiert wurde. Es sollte seine erfolgreichste Zeit im Vereinsfußball sein: 1978 und 1979 wurde er Pokalsieger („Copa del Rey“). 1980 folgten weitere Titel, diesmal international mit dem Gewinn des Europapokals der Pokalsieger (Sieg über den FC Arsenal), wobei Kempes mit neun Treffern bester Torschütze des gesamten Wettbewerbs war. Gekrönt wurde das Jahr mit dem Sieg im europäischen Supercup. Bei Valencia spielte er gemeinsam mit dem deutschen Nationalspieler Rainer Bonhof.
1981 ließen Kempes' Leistungen bei Valencia nach und so wurde er für ein Jahr an CA River Plate aus Buenos Aires ausgeliehen, um seine Chancen für die WM-Teilnahme 1982 zu wahren. Mit River Plate gewann er 1981 seine erste argentinische Meisterschaft, bevor wieder nach Spanien zurückkehrte. Nach zwei weiteren Saisons mit Valencia verließ er den Verein endgültig und wechselte zum kleinen Erstligisten Hércules Alicante. Anfang 1986 nahm er ein lukratives Angebot des Wiener Traditionsclubs First Vienna FC 1894 an. In Österreich spielte er für eine Reihe kleinerer Vereine, verließ 1992 die Alpenrepublik und beendete seine Karriere mit 38 Jahren.[1]
In der Nationalmannschaft [Bearbeiten]
Schon 1973 debütierte der 19-jährige Kempes in der Nationalmannschaft beim Qualifikationsspiel für die WM 1974 in Bolivien (1:0-Sieg) Die Presse gab diesem argentinischen Nationalteam den Namen „Geistermannschaft“, da der damalige Trainer Omar Sívorii eine große Zahl unbekannter Spieler nominiert hatte, um seinem Kader mehr Zeit zu geben, sich an die Höhenluft von La Paz zu gewöhnen.
1974 wurde er für den argentinischen Kader für die WM 1974 in Deutschland nominiert und war damit der jüngste Kicker im Kader. Die WM verlief für Argentinien durchwachsen. Zwar ließ man in der Vorrunde Italien hinter sich, doch in der Zwischenrunde war Endstation, wobei man unter anderem gegen die von Johan Cruyff angetriebene niederländische Mannschaft mit 0:4 unterging. Kempes gelang es nicht, seine Qualitäten unter Beweis zu stellen – er stand zwar bei fünf von sechs Partien in der Anfangsformation, blieb aber ohne Torerfolg.
Vier Jahre später war Argentinien Austragungsland der Weltmeisterschaft, weshalb die Erwartungen der Bevölkerung in die „Albiceleste“ enorm hoch waren. In einer Zeit, in der sein Land von einer Militärdiktatur regiert wurde, war Kempes einer von zwei Spielern aus ausländischen Clubs, die Nationaltrainer César Luis Menotti in den Kader berief und aufgrund seiner Leistungen beim FC Valencia der große Hoffnungsträger. Argentiniens Vorrundensiege über Ungarn und Frankreich sicherten dem Team einen Platz in der Zwischenrunde (obwohl man gegen Italien mit 0:1 verlor). Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Kempes die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllt – ihm war nicht ein einziges Tor gelungen. Doch in der Zwischenrunde sollte Kempes zur absoluten Topform auflaufen und sich neben Kapitän Daniel Passarella zum Führungsspieler aufschwingen. Gegen Polen und Peru traf er jeweils doppelt und stürzte sein Land in Freudentaumel. Nach einem Unentschieden gegen Brasilien stand die Mannschaft im Finale und traf dort auf die Niederlande. Kempes erzielte zwei Tore für seine Mannschaft, das erste in der 38. Minute und das zweite nach einem seiner typischen kraftvollen, mutigen Sololäufe in der 105. Minute (Verlängerung) – der entscheidende Treffer zum 2:1. Argentinien war zum ersten Mal Weltmeister und Kempes mit sechs Toren Torschützenkönig des Turniers (erster Argentinier seit Guillermo Stábile, 1930) und er wurde zum besten Spieler des Turniers gewählt. Er war während der Endrunde als „Spieler mit dem meisten Sex-Appeal“ gewählt worden, aber er hatte auch mit seinen fußballerischen Fähigkeiten überzeugt. 1978 erhielt er die Ehrung als Südamerikas Fußballer des Jahres.
1982 nahm er an seiner dritten und letzten Weltmeisterschaft in Spanien teil, in dem Land, wo er mit Valencia zahlreiche Erfolge gefeiert hatte. Argentinien fuhr mit vielen Weltmeistern von 1978 nach Spanien und zählte mit dem neuen Superstar Diego Maradona (dem Kempes das Trikot mit der Rückennummer 10 überlassen hatte) wieder zu den Titelfavoriten. Aber der Mannschaft gelang es nicht, ihren Erfolg zu wiederholen und Argentinien schied aus dem Turnier aus, bevor Kempes sein erstes Tor erzielen konnte. Im Zwischenrunden-Spiel gegen Brasilien wurde Kempes in der Halbzeit ausgewechselt – ein unrühmlicher Abgang aus der „Albiceleste“. Es sollte das letzte seiner 43 Länderspiele (20 Tore) sein.
Neben seinen Toren wird Kempes vor allem für seine faire Spielweise im Gedächtnis bleiben: in seiner gesamten internationalen Laufbahn erhielt er nie eine gelbe oder rote Karte.
Trainerkarriere [Bearbeiten]
Nach seinem Rücktritt vom aktiven Fußball wurde er von der Regierung der Provinz Mendoza für seine Verdienste um den Sport geehrt, ehe er 1993 nach Valencia zurückkehrte und als Assistent von Trainer Héctor Nunez arbeitete. 1995 hatte er ein kurzes Comeback im chilenischen Vereinsfußball, bevor er einen Posten als Spielertrainer beim indonesischen Fußballmeister Pelita Jaya annahm. In der Folgezeit arbeitete Kempes als Trainer für verschiedene Vereine auf der ganzen Welt. 1999 gewann Kempes mit dem bolivianischen Club The Strongest seinen ersten Meistertitel als Trainer; danach wechselte er zu einem anderen bolivianischen Verein, Independiente Petrolero.
Erfolge [Bearbeiten]
Verein [Bearbeiten]
- 1977 Spanischer Torschützenkönig „Pichichi“
- 1978 Spanischer Torschützenkönig
- 1978 Südamerikas Fußballer des Jahres
- 1978 Spanischer Pokalsieger
- 1979 Spanischer Pokalsieger
- 1980 Europapokalsieger der Pokalsieger
- 1980 Europäischer Super-Cup
- 1981 Argentinischer Meister
Nationalmannschaft [Bearbeiten]
- 1978 Weltmeister
Trainer [Bearbeiten]
- 1999 Bolivianischer Meister (The Strongest)
Auszeichnungen [Bearbeiten]
- 1990 Sportehrenzeichen der Stadt St. Pölten
Verweise [Bearbeiten]
- ↑ Drehmoment, Florian Mittermayr, ballesterer.at, 1. September 2004
Weblinks [Bearbeiten]
- Mario Kempes in der Datenbank von Weltfussball.de
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
Grzegorz Lato |
Toptorschütze WM 1978 1978–1982 |
Paolo Rossi |
Alessandro Altobelli |
Torschützenkönig des Europapokals der Pokalsieger Saison 1979/80 |
David Cross |
Quini |
Torschützenkönig der Primera División 1976/77, 1977/78 |
Hans Krankl |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kempes, Mario |
| ALTERNATIVNAMEN | Kempes, Mario Alberto (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | argentinischer Fußballspieler und Fußballtrainer |
| GEBURTSDATUM | 15. Juli 1954 |
| GEBURTSORT | Córdoba, Argentinien |