Flucht oder Sieg

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Filmdaten
Deutscher Titel Flucht oder Sieg
Originaltitel Victory
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1981
Länge 116 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie John Huston
Drehbuch Evan Jones
Yabo Yablonsky
Produktion Freddie Fields
Musik Bill Conti
Kamera Gerry Fisher
Schnitt Roberto Silvi
Besetzung

Flucht oder Sieg ist ein in den USA produzierter Film aus dem Jahr 1981 unter der Regie von John Huston.

Handlung[Bearbeiten]

Major Karl von Steiner, der Kommandant eines deutschen Kriegsgefangenenlagers für Briten und US-Amerikaner, schlägt dem britischen Captain John Colby, der einst Profifußballer bei West Ham United war, ein Spiel zwischen deutschen Soldaten und Kriegsgefangenen vor. Als Steiners Vorgesetzte davon erfahren, wollen sie das Spiel zu Propagandazwecken nutzen und setzen in einem Pariser Stadion eine Partie zwischen einer Wehrmachtself und einer Auswahl der Kriegsgefangenen an.

Colby beginnt mit dem Training seiner zusammengewürfelten Mannschaft. Zu dieser gehört auch der US-Captain Robert Hatch, der die Vorbereitungen allerdings zur Flucht nutzen will. Colonel Waldron überredet Hatch, in Paris Kontakt zur Résistance aufzunehmen, die alles für eine Flucht der gesamten alliierten Mannschaft vorbereiten soll. Hatch flieht und trifft, wie geplant, Vertreter der Résistance. Er lässt sich dann wieder gefangennehmen, um seine Kameraden über den Fluchtplan zu unterrichten: Die Mannschaft soll in der Halbzeitpause durch einen Tunnel entkommen.

Bei dem Spiel sitzen Offiziere der SS und der Wehrmacht, darunter ein General, auf der Tribüne, während schwerbewaffnete Feldgendarmen und Waffen-SS mit Schäferhunden das französische Publikum auf den Stehplätzen in Schach halten. Die überaus hart und unfair spielenden Deutschen liegen zur Halbzeit Dank eines parteiischen Schiedsrichters mit 4:1 in Führung. Obwohl alles für eine Flucht der britisch-amerikanischen Mannschaft vorbereitet ist, entscheiden sich die Spieler zu bleiben, weil sie das Spiel noch gewinnen wollen. In der zweiten Hälfte dominieren sie, sie erzielen drei Treffer, von denen einer allerdings vom Schiedsrichter nicht anerkannt wird. Dem afroamerikanischen Spieler Luis Fernandez, der offenkundig wegen seiner Hautfarbe von den Deutschen zuvor wiederholt gefoult worden war, gelingt schließlich per Fallrückzieher der 4:4-Ausgleich. Auch der als korrekter Deutscher gezeichnete Major von Steiner applaudiert, was ihm Kritik durch andere deutsche Offiziere auf der Tribüne einbringt. In der Schlussminute hält Robert Hatch einen Elfmeter der Deutschen.

Die französischen Zuschauer stimmen daraufhin die Marseillaise an und stürmen das Spielfeld. In dem so entstandenen Chaos gelingt den alliierten Spielern die Flucht.

Kritik[Bearbeiten]

„Actionfilm, der die Zeitgeschichte nur als Staffage benutzt. Ohne rechte Spannung und nur in einigen Sequenzen interessant.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

Victory, like John Sturges' The Great Escape and a number of jolly, post-World War II English films, is not meant to be taken too seriously. It sees P.O.W. life as not much different from life in a rather severe boarding school for adult males.”

Flucht oder Sieg soll, wie John Sturges Gesprengte Ketten und eine Reihe fröhlicher englischer Nachkriegsfilme nicht zu ernst genommen werden. Er sieht das Leben der Kriegsgefangenen als nicht so verschieden vom Leben in einem strengen Internat für erwachsene Männer an.“

The New York Times[2]

Hintergrund[Bearbeiten]

Eine Reihe von Fußballprofis waren in diesem Film auch auf dem Platz zu sehen, u. a. Pelé, Bobby Moore, Osvaldo Ardiles, John Wark, Kazimierz Deyna, Hallvar Thoresen, Co Prins und Paul van Himst. Zu den Darstellern der Wehrmachtself gehörten Profispieler des britischen Vereins Ipswich Town. Der englische Nationalspieler Kevin Beattie vom selben Verein war in den Spielszenen das Double von Michael Caine.[3]

Huston nutzte als Vorlage den Film Zwei Halbzeiten in der Hölle des ungarischen Regisseurs Zoltán Fábri[4], der 1962 auf dem Boston Cinema Festival ausgezeichnet worden war[5].

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Flucht oder Sieg im Lexikon des Internationalen Films
  2. The New York Times 31. Juli 1981.
  3. [1] teammovies.com
  4. [2] NationMaster.com
  5. The Guardian 23. März 2010.