Gremsdorf

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Dieser Artikel befasst sich mit Gremsdorf in Franken. Für die gleichnamige Ortschaft in Niederschlesien, siehe: Gromadka.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Gremsdorf
Gremsdorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Gremsdorf hervorgehoben
49.69638888888910.834444444444270Koordinaten: 49° 42′ N, 10° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Erlangen-Höchstadt
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Höchstadt an der Aisch
Höhe: 270 m ü. NHN
Fläche: 12,96 km²
Einwohner: 1575 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 122 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91350
Vorwahlen: 09193, 09195 (Buch)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: ERH
Gemeindeschlüssel: 09 5 72 126
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 12
91350 Gremsdorf
Webpräsenz: www.gremsdorf.de
Bürgermeister: Waldemar Kleetz (BGB/WGB)
Lage der Gemeinde Gremsdorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt
Birkach (gemeindefreies Gebiet) Neunhofer Forst Mark (gemeindefreies Gebiet) Kraftshofer Forst Kalchreuther Forst Geschaidt Forst Tennenlohe Erlenstegener Forst Buckenhofer Forst Nürnberg Nürnberg Landkreis Nürnberger Land Fürth Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Landkreis Fürth Erlangen Landkreis Ansbach Landkreis Bamberg Landkreis Bamberg Landkreis Forchheim Buckenhof Aurachtal Eckental Heroldsberg Kalchreuth Lonnerstadt Möhrendorf Mühlhausen (Mittelfranken) Oberreichenbach (Mittelfranken) Spardorf Uttenreuth Vestenbergsgreuth Weisendorf Wachenroth Röttenbach (bei Erlangen) Marloffstein Höchstadt an der Aisch Heßdorf Herzogenaurach Hemhofen Großenseebach Gremsdorf Bubenreuth Baiersdorf Adelsdorf Dormitzer ForstKarte
Über dieses Bild

Gremsdorf ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Höchstadt an der Aisch.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Gremsdorf liegt im Aischtal, circa einen Kilometer westlich der Autobahnausfahrt Höchstadt-Ost der BAB 3 Würzburg–Nürnberg. Die Gemeinde hat ungefähr 1500 Einwohner und erstreckt sich auf einer Fläche von ca. 13 Quadratkilometern.

Nachbargemeinde[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn):

Höchstadt an der Aisch, Adelsdorf, Heßdorf

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Gremsdorf gliedert sich in vier Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Gremsdorf ist eine ländliche Wohngemeinde. Der Ortsname geht zurück auf das Dorf eines Gremi und ist noch heute als Haufenwegedorf aus karolingischer Zeit zu erkennen. Die Mühle zu Gremsdorf wurde schon 1326 erwähnt, als sie von Wolfram Truchseß von Aurach und den Brüdern Heinrich und Hermann Truchsessen zu Nainsdorf erworben wurde.

Gremsdorf im heutigen Regierungsbezirk Mittelfranken gehörte zum Kloster Michelsberg, das ein Mediat des Hochstiftes Bamberg war. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern.

Das Gremsdorfer Amtshaus, in dem bis 1826 das Landgericht Höchstadt untergebracht war, wurde vom Staat für 1500 Gulden an den Sohn des letzten Michelsberger Amtsschreibers, Johann Leonhard Rinecker, verkauft, von dessen Nachfahren es der Orden der Barmherzigen Brüder 1895 für die Errichtung einer Heil- und Pflegeanstalt erwarb. In dem Wohn- und Pflegeheim sind zurzeit etwa 280 Bewohner untergebracht.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Buch eingegliedert.[3]

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister und Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat von Gremsdorf hat 12 Mitglieder, dazu kommt noch der nebenamtliche Bürgermeister.

Bürgerblock WG Buch FWG Gesamt
2002 5 5 2 12 Sitze
2008 6 4 2 12 Sitze
2014 5 4 3 12 Sitze

(Letzter Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

Bürgermeister ist Norbert Walter (BGB/CSU).

Überregionale Veranstaltungen[Bearbeiten]

Überregionale Bekanntheit erlangte Gremsdorf durch Veranstaltungen im Gasthof Göb, die regelmäßig im bayerischen Verfassungsschutzbericht aufgeführt werden. Es fanden neben Landesparteitagen der NPD und Rechtsrockkonzerten auch National Socialist Black Metal Konzerte statt. Dank des Engagements des Bündnisses Gremsdorf ist bunt und dem Einsatz von Bürgermeister Waldemar Kleetz finden seit 2008 in Gremsdorf keine rechtsradikalen Veranstaltungen mehr statt[4].

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten von Silber und Blau, vorne ein linksgewendeter roter Flügel mit daraus wachsendem Arm, der ein rotes Balkenkreuz emporhält, hinten ein halbes silbernes Mühlrad am Spalt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 506.000 Euro, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 81.000 Euro.

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 76 und im Bereich Handel und Verkehr 8 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 297 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 462. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 2 Betriebe, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 35 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 465 Hektar, davon waren 302 Hektar Ackerfläche und 162 Hektar Dauergrünfläche.

Freizeit[Bearbeiten]

Erwähnenswert sind Wandermöglichkeiten in Weiher- und Waldgebieten sowie im Landschaftsschutzgebiet Mohrhof. Spezialitäten in den fünf Gasthöfen und Gasthäusern sind von September bis April die Aischgründer Karpfen. Übernachtungsmöglichkeiten mit ca. 140 Betten sind vorhanden.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2010):

  • Kindergärten: 50 Kindergartenplätze mit 48 Kindern
  • Augustinus-Schule, staatlich anerkannte Fachschule für Heilerziehungspflege und für Heilerziehungspflegehilfe mit 90 Ausbildungsplätzen in der praxisbegleitenden, dreijährigen Ausbildungsform der Heilerziehungspflege und 30 Ausbildungsplätzen in der einjährigen praxisbegleitenden Ausbildung in der Heilerziehungspflegehilfe.

Soziales[Bearbeiten]

In Gremsdorf befindet sich eine Einrichtung des Ordens der Barmherzigen Brüder mit einem Wohnheim, einer Werkstatt und einer Förderstätte für Menschen mit Behinderungen sowie einer Seniorentagesstätte. Die Augustinus-Schule befindet sich ebenfalls in Trägerschaft der Barmherzigen Brüder Gremsdorf.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111027/174143&attr=OBJ&val=1384
  3.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 484
  4. Nürnberger Nachrichten zur Beendigung der NPD-Veranstaltungen im Gasthof

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Gremsdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien