Großgmain
| Großgmain | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Salzburg | |
| Politischer Bezirk: | Salzburg-Umgebung | |
| Kfz-Kennzeichen: | SL | |
| Fläche: | 22,82 km² | |
| Koordinaten: | 47° 44′ N, 12° 55′ O47.72512.908611111111520Koordinaten: 47° 43′ 30″ N, 12° 54′ 31″ O | |
| Höhe: | 520 m ü. A. | |
| Einwohner: | 2.495 (1. Jän. 2012) | |
| Bevölkerungsdichte: | 109 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 5084 | |
| Vorwahl: | 06247 | |
| Gemeindekennziffer: | 5 03 15 | |
| NUTS-Region | AT323 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Salzburger Straße 220 5084 Großgmain |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Sebastian Schönbuchner (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (2009) (19 Mitglieder) |
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| Lage der Gemeinde Großgmain im Bezirk Salzburg-Umgebung | ||
Blick über die Gmain |
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| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Großgmain ist eine Gemeinde im Bundesland Salzburg im Bezirk Salzburg-Umgebung in Österreich mit 2495 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2012).
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Die Gemeinde liegt im Flachgau im Bundesland Salzburg auf den Ausläufern des Untersbergs direkt an der Grenze zu Bayern (Deutschland). Die Staatsgrenze stellt der Weißbach im Westen der Ortschaft dar, auf der anderen Uferseite findet sich Bayerisch Gmain.
Ortsteile sind Großgmain (das Kirchenviertel), Schwaig, Tannenwinkl, Hinterreit.[1]
Nachbargemeinden
| Bad Reichenhall∗ (Lkr. Berchtesgd.Ld., BY, DE) | Wals-Siezenheim | |
| Bayerisch Gmain (Lkr. Berchtesgd.Ld., BY, DE) | Grödig | |
| Bischofswiesen (Lkr. Berchtesgd.Ld., BY, DE) |
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∗ Bad Reichenhall selbst liegt westlich, hinter Bayerisch Gmain
Geschichte [Bearbeiten]
Auf der Gmain ist eine jahrhundertelang gebrauchte Bezeichnung für den Siedlungsraum zwischen Untersberg und Lattengebirge, Hallthurm und Kirchholz. Bereits die Menschen der Bronzezeit wussten den Reichtum des Bodens und die günstige Lage der Umgebung zu schätzen und ließen sich hier fest nieder, ebenso wie Jahrtausende später die Grafen von Plain, welche die Gegend der Gmain mit der Erbauung der Plainburg zum Mittelpunkt ihrer oberen Grafschaft machten. Ungeachtet der landesherrschaftlichen Grenze, welche die weitverstreuten Höfe nach dem Niedergang der plainischen Herrschaft schon vor 1300 in eine bayerische und eine salzburgische Hälfte teilte, wurde die dörfliche Gemeinschaft von der Bevölkerung immer als eine Einheit verstanden.
Im Vollzug des religiösen Lebens bildete die kirchenrechtliche Einheit eine Gemeinschaft stiftende Grundlage für alle Gmainer. Was das wirtschaftliche Gefüge, das kulturelle Leben im Allgemeinen und die Schulausbildung im Besonderen betrifft, spielte die Landesgrenze entlang des Weißbaches kaum eine Rolle. Auch die vielfältigen verwandtschaftlichen Verflechtungen über die Grenze hinweg bildeten natürlicherweise ein starkes Bindeglied. Trennend wirkte lediglich die jeweils am Weißbach endende salzburgische und bayerische Gerichtsbarkeit, welche die unterschiedliche Landeshoheit begründete.
Wirkliche Bedeutung erlangte die staatliche Trennung aber erst ab 1816, als nach einer kurzen Zeit der Vereinigung der beiden Ortsteile unter bayerischer Verwaltung die politischen Unterschiede im 19. Jahrhundert immer stärkere Geltung erlangten. Trotz der Ausformung zweier eigenständiger Gemeinden blieb das Zusammengehörigkeitsgefühl erhalten. Gleiche wirtschaftliche Interessen, vor allem im Fremdenverkehr, trugen ebenso dazu bei wie die Zweckmäßigkeit gemeinsamer technischer Einrichtungen.
Seit Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Großgmain 1889 feiert man gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Bayerisch Gmain zusammen das Traditionelle Florianifest. 2005 wurde das 100. gemeinsame Florianifest der Feuerwehren gefeiert. Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs gab es immer wieder Unterbrechungen, aber die Feuerwehren der beiden Gemeinden ließen sich nicht von ihrer Tradition abbringen.
Politik [Bearbeiten]
Gemeindevertretung [Bearbeiten]
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Im Gemeinderat besteht nach der Gemeindevertretungswahl 2009 bei 19 Sitzen folgende Mandatsverteilung:[1]
Bürgermeister ist Sebastian Schönbuchner (ÖVP).[1] Er wurde am 1. März 2009 mit einer Mehrheit von 84,66 % wiedergewählt.[1] |
Wappen [Bearbeiten]
Das Wappen der Gemeinde ist beschrieben:
- Gespalten; rechts in Rot ein einwärts gekehrter silberner Flügel; links in Gold ein rotbewehrter schwarzer Löwe.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
- Josef Meinrad-Park
- Marienheilgarten: gestaltet von Heinrich Bunzel
- Marienwallfahrtskirche: mit aus dem Jahre 1395 stammenden Schönen Madonna und den gotischen Tafelbildern des Meisters von Großgmain aus dem Jahre 1499
- Plainburg: eine der ältesten Burgruinen Österreichs
- Salzburger Freilichtmuseum: mit zahlreichen historischen Bauernhöfen aus dem ganzen Salzburgerland, auf einem weiten Areal in Gehöften mit Regionalbezug zusammengestellt, der Museumsfeldbahn Großgmain
Natur
- Untersberg: Bis auf den Siedlungsraum gehört das gesamte Gemeindegebiet zum Landschafts- und Pflanzenschutzgebiet Untersberg (LSG 51[2], PSG 1[3]),
der Naturpark Untersberg (NPK 1)[4] entlang des Zwinkbachs (zum Kohlgraben nach Marzoll) darin eingebettet, sowie dem Europa- und Landschaftsschutzgebiet Untersberg-Vorland (FFH AT3227000/ESG 17, LSG 63),[5] an der Saalach, die über den bayerischen Biosphärenreservat Berchtesgadener Land (angrenzend Entwicklungszone) einem Schutzverbund angehören, das sich bis in Pongau und Pinzgau und nach Nordwesten, und in der Stadt Salzburg mit dem Landschaftsschutzgebiet Leopoldskroner Moos (LSG 47) fortsetzt.
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
- Cäciliakonzert der Trachtenmusikkapelle Großgmain: jährlich am ersten Samstag im November
- Erntedankfest: jährlich
- Grenzenloses Großgmain
- Grillfest der Trachtenmusikkapelle Großgmain: jährlich am zweiten vollen Wochenende (Samstag und Sonntag) im Juli
- Kinder- & Vereins-Skirennen: veranstaltet vom Skiclub
- Krampuslauf: jährlich um den 5. Dezember (Krampustag)
- Muttertags-Wunschkonzert der Trachtenmusikkapelle Großgmain: jährlich am Freitag vor dem Muttertag
Bildung [Bearbeiten]
- Kindergarten Großgmain
- Volksschule Großgmain
- Musikum Flachgau
- Bildungszentrum der Sicherheitsexekutive (BZS) der SIAK
Freizeit und Sport [Bearbeiten]
- Schwimmbad Großgmain
- Naturpark Untersberg
- Erlebnisspielplatz
- Wildpark Wolfschwang
- Nordic Walkingpark
- Sportplatz mit Beachvolleyplatz
- JUZ – Jugendzentrum
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Personen mit Beziehung zu Großgmain
- Oscar Fritz Schuh (1904–1984), Theaterintendant und Opernregisseur, in Großgmain verstorben
- Cesar Bresgen (1913–1988), Komponist, lebte ab 1956 in Großgmain
- Josef Meinrad (1913–1996), Kammerschauspieler, in Großgmain verstorben
- Lolita (1931–2010), Sängerin, lebte zuletzt in Großgmain
- Clemens Eich (1954–1998), Schauspieler und Schriftsteller, in Großgmain aufgewachsen
Literatur [Bearbeiten]
- Johannes Lang/Max Schneider: Auf der Gmain - Chronik der Gemeinden Bayerisch Gmain und Großgmain. Eigenverlag Gemeinden Bayerisch Gmain und Großgmain 1995, Auflage 5000
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- Großgmain. In Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
- ↑ a b c d Großgmain in Zahlen
- ↑ Landschaftsschutzgebiet 00051 Untersberg, Salzburger Naturschutzbuch, service.salzburg.gv.at/natur
- ↑ Pflanzenschutzgebiet 00001, Salzburger Naturschutzbuch, service.salzburg.gv.at/natur
- ↑ Naturpark 00001 Untersberg, Salzburger Naturschutzbuch, service.salzburg.gv.at/natur
- ↑ Landschaftsschutzgebiet 00063 Untersberg-Vorland, Salzburger Naturschutzbuch, service.salzburg.gv.at/natur;
Untersberg-Vorland – Europaschutzgebietsverordnung, Untersberg. Landschaftsschutzverordnung 1981, Pflanzenartenschutzverordnung. Sbg LGBl 2007/59 (ris.bka, pdf)
Weblinks [Bearbeiten]
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Katastralgemeinde und Ortschaft: Großgmain
Ortsteile: Großgmain (Kirchenviertel) | Hinterreit | Schwaig | Tannenwinkl
Dörfer: Großgmain | Siedlungen: Hinterreit | Häusergruppen: Salzburger Freilichtmuseum | Sonstige Ortslagen: Rehabilitationszentrum-Großgmain • Ruine Plain • Veitlbruch
Zählsprengel: Großgmain-Zentrum | Großgmain-Umgebung
