Großmarkthalle München

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Halle 1 der Großmarkthalle München
Giebelhöhe 20 m, Breite 16,5 m, Länge 98 m

Die Großmarkthalle München im Münchner Stadtteil Sendling ist ein seit 1912 bestehender Großhandelsmarkt für Lebensmittel und Blumen nahe der Isar und in unmittelbarer Nähe des südlichen Mittleren Ringes. Neben dem Großmarkt von Rungis bei Paris und dem Unidad Agroalimentaria de Barcelona gehört der Großmarkt von München zu den größten europäischen kommunalen Märkten für Lebensmittel und Blumen.[1] Seit dem 1. Januar 2007 werden die Markthallen als ein kommunaler Betrieb der Landeshauptstadt München mit 102 Mitarbeitern (2011) geführt.[2] Der Kommunalbetrieb wurde aus den bis zu diesem Zeitpunkt selbständigen Betriebsteilen Großmarkthalle München und Schlachthof München gebildet.

Der Name Großmarkthalle München bezieht sich auf den Gesamtbetrieb, während der Name Großmarkthalle das gesamte Betriebsgelände meint. Als klassische Großmarkthallen werden nur die Hallen 1 bis 4 bezeichnet.

Daten und Fakten[Bearbeiten]

Die Großmarkthalle München ist Teil des Eigenbetriebs Markthallen München der Landeshauptstadt München. Hauptaufgabe des Betriebs ist es, die Großmarkthalle einschließlich des Umschlagplatzes und der Sortieranlage zur Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und Blumen zu betreiben. Die zur Verfügung stehenden Flächen werden durch Flächen- und Objektmanagement einer gewerblichen Nutzung zugeführt. Zu diesem Zweck beschäftigt die Großmarkthalle um die 70 eigene Mitarbeiter, hatte 2005 rund 2.900 ausgegebene Kundenausweise registriert und verbuchte als Eigenbetrieb einen Jahresumsatz von 12,2 Millionen Euro.

Neun Hektar des 310.000 Quadratmeter großen Areals sind überbauter Raum, der sich aufteilt in sechs voll unterkellerte Verkaufshallen, sieben weitere Umschlag- und Lager- beziehungsweise Kühlhallen, den Blumengroßmarkt, die Gärtnerhalle, zwei Kontorhäuser mit knapp 300 Büroräumen, Gleisanschluss, die Bananenreiferei, die frühere Sortieranlage, die Feinkosthalle und den Fruchthof, der Wohnen und Gewerbe verbindet.

Auf dem Großmarkt München schlagen 270 Import- und Großhandelsunternehmen jährlich ca. 600.000 Tonnen Waren in 140 Gattungen aus 83 Ländern im Wert von über ca. 750 Millionen Euro um. Hinzu kommen 65 Gartenbau-Erzeugerbetriebe, 45 Blumenhändler und 15 Großhandelsunternehmen sonstiger Branchen. Insgesamt generieren auf dem Großmarkt inklusive Blumengroßmarkt und Gärtnerhalle knapp 400 Unternehmen mit über 3000 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von geschätzten ca. 1,5 Milliarden Euro. Sie versorgen täglich eine Region mit etwa fünf Millionen Menschen und vermitteln Waren in das gesamte europäische Ausland.

Unternehmensziele[Bearbeiten]

Umgebungsplan der Großmarkthalle

„Eine Gewinnerzielungsabsicht besteht nicht“, heißt es in der Großmarkthallen- und in der Lebensmittelmarktsatzung der Landeshauptstadt München. Die Großmarkthalle wird als kostenrechnende Einrichtung betrieben und finanziert ihren Aufwand durch die von den Kunden erhobenen Gebühren und Entgelte.

Die Unternehmensleitlinien der Markthallen München[3] definieren die Aufgaben und die Unternehmensziele der Großmarkthalle München.

  • Aufgaben: Versorgungsauftrag, wirtschaftspolitischer Auftrag, Dienstleistungsauftrag, kultureller Auftrag, Wirtschaftlichkeit und Kostendeckung, Kostenverantwortung
  • Ziele mit Außenwirkung: optimierte Ablauforganisation, Qualität und Zuverlässigkeit, Kundenorientierung, Verantwortung für die Umwelt, Informationspolitik, internationales Frischezentrum
  • Ziele mit Innenwirkung: Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, klare Aufgabenzuweisung, Einhaltung von Dienstvorschriften, Führungskultur, praktizierter Arbeitsschutz

Kunden[Bearbeiten]

In der Großmarkthalle wird nur Großhandel betrieben, ein Verkauf an Privatkunden ist nicht vorgesehen.

Die Bezeichnung Kunde ist in der Großmarkthalle mehrdeutig:

Großhändler und Wiederverkäufer
  • Kunden des Eigenbetriebs Großmarkthalle sind dessen Mieter, also die Großhändler.
  • Kunden der Großhändler sind die bei ihnen kaufenden Wiederverkäufer, die sich wie folgt einteilen lassen:
    • Einzelhandelsgeschäfte im Lebensmittelbereich, vom kleinen Gemüsehändler bis zu Alois Dallmayr.
    • Gastronomie
    • Großküchen und Kantinen
    • Großhändler in kleineren Städten; dort gibt es meistens keine klassischen Großmärkte, sondern privat geführte Verteilzentren.
    • Handelsketten: Diese umgehen meistens die Großmärkte, sie kaufen aufgrund ihrer Größe und Logistik die Ware direkt in den Anbaugebieten in großen Mengen auf und besitzen eigene Güterverteilzentren in ganz Deutschland. Im Bereich der Exoten, die ein großes Fachwissen bezüglich Transport und Lagerung erfordern, wie beispielsweise Papayas, kaufen die Ketten jedoch immer noch gerne im Großmarkt ein. Auch bei Lieferengpässen nutzen sie die Großmarkthalle.
  • Kunden der Wiederverkäufer sind die Konsumenten oder Endverbraucher.

Betriebsablauf[Bearbeiten]

Am oberen Bildrand ist der LKW-Parkplatz zu sehen, unten die historischen Hallen 1 bis 4

Der Verkauf in den Hallen erfolgt von Montag bis Freitag (im Blumengroßmarkt auch am Samstag). Anliefer-Lastkraftwagen, die vor 3:00 Uhr früh am Gelände ankommen, warten auf dem vorgeschalteten Parkplatz mit einer Kapazität von 150 LKWs, der mit Einrichtungen für die Fahrer ausgestattet ist. Ab 3:00 Uhr dürfen die LKWs in das Gelände einfahren, bis 5:30 Uhr bestücken dann die Großhändler ihre Stände mit der frisch gelieferten Ware und füllen ihre Lager auf. Ab 5:30 Uhr ist die Großmarkthalle für die zugangsberechtigten Einkäufer geöffnet. Der Handel läuft offiziell bis 13:00 Uhr (Freitag bis 14:00 Uhr), allerdings sind die meisten Transaktionen bis 12:00 Uhr abgeschlossen.

Preisauszeichnungen sind nicht üblich, die für die Waren zu zahlenden Preise sind Verhandlungssache und hängen von verschiedenen Faktoren ab:

  • Einkaufspreise der Großhändler: Diese schwanken manchmal täglich, beispielsweise während der Spargelsaison
  • Menge: Die Mindestabnahme beträgt immer eine Steige oder Kiste; werden größere Mengen gekauft, sinkt der Preis pro Einheit
  • Uhrzeit: Früh am Morgen ist die Ware normalerweise teurer als mittags, wenn der Großhändler seine Restposten noch schnell loswerden will
  • Gute Kontakte und persönliches Geschick: Gute persönliche Beziehungen zum Großhändler und das eigene Verhandlungsgeschick können die Höhe des Preises natürlich auch beeinflussen.
  • Qualität: Auch bei Obst und Gemüse gibt es Qualitätsunterschiede (Ananas ist nicht gleich Ananas).

Herkunft und Transport der Waren[Bearbeiten]

Aufgrund der geografischen Lage kommen die meisten Waren aus dem Mittelmeerraum. Die Lieferungen aus Italien, Griechenland, Spanien und der Türkei machen zwei Drittel des Warenumschlags aus. Fast 99 Prozent der Lebensmittel werden mit dem LKW angeliefert. Nur noch ein kleiner Rest (hauptsächlich Bananen) wird mit der Bahn transportiert. Dieses Verhältnis war 1912, bei Gründung der Großmarkthalle, ziemlich genau umgekehrt. Die Gründe dafür liegen in der größeren Flexibilität und besseren Kostenstruktur der LKW-Transporte. Exotische Waren (wie z. B. Mangos und Papayas) und hochwertige Spezialitäten kommen als Flugobst nach München, da ein Transport per Schiff oder Bahn zu lange dauern würde.

Verwaltung[Bearbeiten]

Die Großmarkthalle München ist Teil des Eigenbetriebs Markthallen München und wird vom Kommunalreferat der Stadt München betreut. Der Kommunalreferent ist gleichzeitig „Erster Werkleiter“ und bestimmt die wirtschaftspolitische Richtung. Der zweite Werkleiter (früher Direktor) ist zuständig für das operative Geschäft.

Die Großmarkthalle München wird aus historischen und kommunalpolitischen Gründen als kommunaler Betrieb geführt. Andere Großmärkte in Deutschland werden als Regiebetriebe, Eigenbetriebe, GmbHs (rein städtisch oder mit Beteiligung), Genossenschaften (der Großhändler) oder als reine Privatunternehmen betrieben. Einen Großmarkt zu betreiben ist nicht gesetzliche Pflichtaufgabe einer Kommune, daher gibt es auch die oben genannten verschiedensten Rechtsformen.

Die Nutzung des Großmarkthallengeländes für Großhändler, Mieter und Einkäufer ist durch die Großmarkthallensatzung geregelt.[3]

Die verschiedenen Gebühren für Stände, Parkplätze, Büros und weiteres richten sich nach der Gebührensatzung.[3]

Generell erfolgt die Vergabe von Objekten durch eine Zuweisung (Verwaltungsakt). Die Nutzung von Groß- und Sonderobjekten wird meist durch Miet- oder Pachtverträge geregelt.

Die Sortieranlage, obwohl räumlich getrennt vom umschlossenen Betriebsgelände, gehört zum Satzungsgebiet. Der Fruchthof dagegen ist nicht mehr von den Großmarkthallensatzungen betroffen.

Abfallentsorgung[Bearbeiten]

In früheren Zeiten wurde in der Sortieranlage aus der Ausschussware das noch Verzehrbare zum Weiterverkauf aussortiert. So genannte „Klauberweiberl“ trennten damals in großen Wasserbottichen die gute von der schlechten Ware. Was noch essbar war, wurde dann von ambulanten Händlern sehr günstig verkauft. Da heutzutage niemand mehr für ein paar Pfennige Stundenlohn arbeitet, wurde dieses System aufgegeben. Inzwischen werden Lebensmittel, die nicht mehr verkäuflich, aber noch für den Verzehr geeignet sind, von der Münchner Tafel an Bedürftige verteilt. Ware, die nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet, aber noch nicht verdorben ist, bekommt der Tierpark Hellabrunn. Der Rest wird getrennt nach Fraktionen verwertet oder beseitigt.

Noch 1994 fielen auf dem Gelände der Großmarkthalle rund 10.000 Tonnen Restmüll an. Da zu dieser Zeit die Müllgebühren aufgrund des immer knapper werdenden Deponieraums extrem anstiegen, war die Müllentsorgung mittelfristig nicht mehr finanzierbar. Ein Umlegen dieser hohen Kosten auf die Händler hätte wahrscheinlich deren Auszug und damit das Ende der Großmarkthalle bedeutet.

Um das Problem in den Griff zu bekommen, wurde von den Händlern eine Entsorgungsgenossenschaft gegründet, die mit der Abfallentsorgung beauftragt wurde. Der Müll wird jetzt in der Entsorgungsstation „Hammermühle“ in wiederverwertbare Partien wie Holz, Kartonagen, Bioabfall, Kunststoffverpackungen und dergleichen einerseits und Restmüll andererseits getrennt. Gleichzeitig führten die Großhändler mit Pfand belegte Transportbehältnisse aus Kunststoff für die Einkäufer ein, wodurch der Verpackungsmüll reduziert werden konnte. Zusätzlich wurde von der Großmarkthallenverwaltung eine Videoanlage auf dem Gelände installiert, um die Ablagerung von illegal entsorgtem Müll besser kontrollieren zu können.

Alle diese Maßnahmen führten dazu, dass die Großmarkthalle 2004 insgesamt nur noch 3.000 Tonnen Müll produzierte, von denen lediglich um die 800 Tonnen nicht verwertbarer Restmüll waren.

Hallen und Gebäude[Bearbeiten]

Luftbild des Geländes der Großmarkthalle München, Blick nach Osten.
Für eine Legende siehe die Bildbeschreibung (Button rechts „vergrößern“).

(Die Jahreszahlen beziehen sich auf das Jahr der Inbetriebnahme, soweit bekannt; die Ziffern in eckigen Klammern entsprechen der Nummerierung auf dem Luftbild)

  • Blumengroßmarkt, 2000 [24]: betrieben durch die Neuer Blumengroßmarkt München Betriebsgesellschaft mbH.[4] In dem neuen Gebäude an der Schäftlarnstraße auf dem Großmarktgelände bieten knapp 45 Händler eine reiche Auswahl an Blumen und Pflanzen an. Das Sortiment umfasst Frühjahrs- und Sommerblüher, Topfpflanzen, Schnittblumen, Beet- und Balkonpflanzen, Stauden, Baumschulware, Dekorations- und Gartenbau-Bedarfsartikel sowie Tannengrün und Bindereibedarf und wird in dem großzügig geschnittenen und lichtdurchfluteten Hallenbau auf zwei Ebenen präsentiert. Neben den regelmäßigen Öffnungszeiten bietet der Blumengroßmarkt München dem Handel Sonderverkaufszeiten und Special Events. Auch öffentliche Veranstaltungen wie Kunstausstellungen finden gelegentlich im Blumengroßmarkt statt. Zum Einkauf berechtigt sind Blumengeschäfte, Dekorationsgeschäfte mit Verkaufsläden, Obst- und Gemüsehändler mit Blumen im Zusatzverkauf, die Hallenunternehmen des Großmarkts München, Gastronomiebetriebe sowie kirchliche und andere öffentliche Einrichtungen, die für Sonderveranstaltungen mit einem Tagesausweis im Blumengroßmarkt München einkaufen können.
  • Feinkosthalle, 1977 [7]: Betreiber ist die Medi-Food Handels GmbH. Diese Halle war früher die Blumenhalle.
  • Fruchthof, 1911[5] [15]: Dieses älteste zum Großmarkt gehörige Gebäude wird durch die Großmarkthalle München selbst betrieben, es beheimatet Gewerbeflächen, Wohnungen, Ateliers und Einzelhandelsgeschäfte und wurde Ende der 1930er Jahre vom Großmarkt übernommen. Im Zweiten Weltkrieg wurde es stark zerstört, nach dem Krieg wieder aufgebaut und von 1995 bis 2005 komplett saniert. Der Fruchthof liegt direkt neben dem Großmarkt, aber nicht mehr auf dem Gelände.
  • Gaststätte Großmarkthalle, 1912 [12]: Die Gaststätte ist ein „Geheimtipp“ für gute bayrische Küche und wird von Metzgermeister Ludwig Wallner zusammen mit seiner Schwester Gabi Walter in den historischen Räumen betrieben. Die berühmten Münchner Weißwürste kommen dort stets frisch und genau im rechten Augenblick auf den Teller, weitere Schmankerl sind beispielsweise die gefüllte Kalbsbrust mit Brat- oder Semmel-Füllung oder die kälberne Briesmilzwurst. Da in den großen Gasträumen außer Großmarktarbeitern und Lieferanten auch viele Wirtskollegen einkehren, die gerade vom Einkaufen kommen, ist einwandfreie Qualität bei den Wallners selbstverständlich.
Die Südostecke der Halle 1
  • Gärtnerhalle, 1970 [10]: In dieser von der Erzeugergemeinschaft Großmarkt München e.V. betriebenen Halle vermarkten Berufsgärtner aus München und Umgebung von Montag bis Freitag ihre Eigenerzeugnisse direkt. Die Münchner Gärtnerhalle ist eine der letzten Einrichtungen ihrer Art auf deutschen Großmärkten.
  • Halle 1 bis Halle 4, 1912 [1-4]: In den „Ur-Hallen“ des Großmarkts, betrieben von der Großmarkthalle München, findet bis heute der „klassische“ Verkauf von Obst und Gemüse an den Ständen der verschiedenen Händler statt.
  • Halle 5, [5]: wird ebenfalls durch die GMH selbst betrieben und ist an Großhändler vermietet.
  • Halle 6, 1961 [6]: Betreiber GMH. In diesem auch als Kartoffelhalle  bekannten Gebäude logieren hauptsächlich Kartoffel- und Zwiebelhändler.
  • Halle 10, 2005 [8]: Auch diese neue Halle betreibt die Großmarkthalle selbst, sie ist vermietet an Großhändler.
  • Halle 23, 2002 [9]: Betrieb durch GMH, vermietet an Großhändler.
  • Hausladen, 1985 (?) [22]: wird durch das gleichnamige Unternehmen betrieben (Großhändler mit Bananenreiferei).
  • Kontorhaus I, 1928 [16]: Das alte Kontorhaus wird durch die GMH betrieben und ist Sitz der meisten Fruchthandelsagenturen und verschiedener anderer Unternehmen.
  • Kontorhaus II, 1953 [17]: Das in der Nachkriegszeit erbaute Kontorhaus II (früher auch Zollhof genannt) ist Sitz der Amtsspedition Papp und beherbergt weitere Büros für den Fruchthandel und sonstige Unternehmen.
  • Ladenreihe, [11]: In der früheren Kartoffelhalle  betreibt die Großmarkthalle heute Ladengeschäfte für den Großhandel und Büros.
  • Postgebäude, 1912 [13]: In diesem mit der Gaststätte verbundenen Gebäude aus der Anfangszeit, das von der Großmarkthalle verwaltet wird, befindet sich ein Postamt, Büros und Dienstwohnungen.
  • Sortieranlage, 1926 [14]: In dieser Anlage, die ebenfalls durch die GMH verwaltet wird wurde früher aus der Ausschussware noch Verzehrbares zum Weiterverkauf aussortiert. Heute befinden sich dort Lagerräume von ambulanten Händlern und Geschäfte des Lebensmitteleinzelhandels sowie Gastronomie. Die Sortieranlage liegt räumlich getrennt neben dem Großmarkt, ist aber noch Teil des Satzungsgebiets.
  • Tiefkühllager (TGM), 1997 [18]: Das Tiefkühlhaus wird durch das Unternehmen Papp  betrieben, das darin Kühlraum an verschiedene Großhändler vermietet.
  • Umschlaghalle I (UGM I), 1987 [19]: Die Firma UGM GbR vermietet in den drei Umschlaghallen (I, II und III) Lager- , Kommissionier- und Kühlflächen für Frucht- und Gemüsehändler sowie Logistikunternehmen.
  • Umschlaghalle II (UGM II), 1990 [20]: siehe UGM I.
  • Umschlaghalle III (UGM III), 1979 [23]: siehe UGM I. Bei alten Marktgängern ist diese Halle auch noch als „Desumahalle“ (Deutscher Supermarkt) nach dem früheren Betreiber bekannt.

Geschichte[Bearbeiten]

Bis 1945[Bearbeiten]

Um 1869 wurde die Bahnverbindung von Italien über den Brenner nach Süddeutschland fertiggestellt. Infolge dieser Entwicklung kamen in immer größerem Umfang Waggonlieferungen mit Südfrüchten aus Italien in München an. Die Waren wurden am Südbahnhof entladen und mit Pferdefuhrwerken zur Schrannenhalle und zum Viktualienmarkt transportiert. Mit dem raschen Anstieg der Importe aus dem Süden zeigte sich bald, dass beide Einrichtungen mit dem Umschlag dieser Warenmenge überlastet waren, die logistischen Probleme wuchsen den Händlern und der Stadtverwaltung über den Kopf. Daher wurde bereits im Jahr 1893 beim Magistrat der königlichen Haupt- und Residenzstadt München die Errichtung einer „künftigen Großmarkthalle“ nach Berliner und Pariser Vorbild zur Sprache gebracht.

Bananenhändler in der Großmarkthalle, um 1915
Ensemble historischer Gebäude:
hinten Kontorhaus 1, davor
Gaststätte Großmarkthalle, rechts Halle 1

Obwohl sowohl die Fruchthändler, die lieber eine neue Halle an der Blumenstraße ohne Gleisanschluss gehabt hätten, als auch die Zollverwaltung, die keine zweite Außenstelle aufbauen wollte, gegen den neuen Standort waren, setzte sich die Stadtverwaltung durch. 1907 wurde der Bauplatz auf den ehemals städtischen Getreidelagerhallen festgelegt, im folgenden Jahr erteilte der Magistrat die Baugenehmigung, 1909 bewilligte er Baumittel in Höhe von 2,5 Millionen Goldmark.

1910 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, die Pläne dazu stammten von dem städtischen Architekten Richard Schachner, der für dieses seinerzeit größte Bauprojekt in Eisenbetonbauweise zuvor ausgedehnte Studienreisen unter anderem nach Berlin und Paris unternommen hatte.

Am 14. Februar 1912 fand die Eröffnung der Großmarkthalle mit vier Markthallen und einer Gebäudegruppe an der Thalkirchner Straße durch Oberbürgermeister Wilhelm Ritter von Borscht statt.

Die Baukosten betrugen für die Halle 2,8 Millionen Goldmark, für den Gebäudekomplex 4,2 Millionen. Ursprünglich war die Großmarkthalle als Umschlaganlage für Fleisch, Butter, Eier, Schmalz, Obst und Gemüse und andere Lebensmittel gedacht. Im Laufe der Zeit ist der Fleischbereich fast verschwunden. Das Großmarkthallengelände wurde damals im Norden von der Lagerhausstraße, im Westen von der Tumblingerstraße, im Süden von der Valleystraße (heute Kochelseestraße) und im Osten von der alten Thalkirchner Straße (heute Teil des Großmarkthallengeländes) begrenzt und umfasste 46.500 Quadratmeter.

In den zwanziger Jahren entstanden der Gärtnerfreimarkt, der Umschlagbahnhof, die Sortieranlage und das Kontorhaus 1 (Architekt: Karl Meitinger) mit Büros. 1927 betrug die Menge der Warenanlieferungen per Bahn bereits über 20.000 Tonnen.

Durch die Luftangriffe der Alliierten im Zweiten Weltkrieg kam es im Bereich der Großmarkthallen zu schweren Schäden durch Luftminen und Brandbomben. In den letzten Kriegsjahren wurden 80 Prozent der Marktanlagen zerstört. Der Angriff mit den schwersten Folgen für die Großmarkthalle erfolgte in der Nacht vom 6. zum 7. September 1943 durch die britische Royal Air Force, doch auch die 8. USAAF flog mehrere Angriffe, die auch den Großmarkt trafen. Im November 1944 wurde auch die Eisenbahnverbindung zum Großmarkt vorübergehend unterbrochen.

Wiederaufbau und Erweiterung nach 1945[Bearbeiten]

Nach der schwierigen Phase der unmittelbaren Nachkriegszeit war mit dem Wiederaufbau in den fünfziger und sechziger Jahren eine großzügige Erweiterung der gesamten Anlage verbunden. Gegenüber dem Vorkriegsstand wurde die Zahl der Verkaufsstände, Büros, Lager und Parkplätze erheblich vermehrt. Die Kosten für den Wiederaufbau der Hallen 1 bis 4 betrugen 6,5 Millionen DM.

Nachkriegszustand: Halle 1 in der ursprünglichen Form, die Hallen 2 bis 4 wurden beim Wiederaufbau mit Flachdächern ausgestattet

Zunächst wurde 1948 der Gärtnerfreimarkt instand gesetzt, 1949 begannen die weiteren Wiederaufbauarbeiten. Die Thalkirchner Straße wurde aus verkehrstechnischen Gründen verbreitert. Die gesamte Behelfsanlage östlich der Thalkirchner Straße wurde kanalisiert und mit einer Teer-Makadam-Decke versehen. In diese Zeit fällt auch die Errichtung eines 3.000 Quadratmeter großen Parkplatzes an der Kochelseestraße (angemietet von der Großmarkthalle), auf dem nun nach einem Stadtratsbeschluss von 2005 die geplante neue Moschee in Sendling errichtet werden soll.

1950 wurde in der Großmarkthalle eine Tankstelle eingerichtet, das Kontorhaus I um eine Etage aufgestockt, wodurch 36 neue Büros entstanden, die Halle 2 betriebsfertig hergestellt und die Halle 3 im Rohbau errichtet. Im Jahr darauf wurde Halle 3 fertiggestellt, die stark beschädigte Halle 1 renoviert und mit dem Rohbau der Halle 4 begonnen, die 1952 eröffnet werden konnte. 1953 wurde das Kontorhaus II errichtet, drei Jahre später der Umschlagbahnhof ausgebaut, das Lagervolumen und die Zahl der Parkplätze stark erweitert. In den Jahren 1958 und 59 wurde das neue Kontorhaus nochmals erweitert, wodurch noch einmal 32 neue Büros geschaffen wurden. 1959 war der zweite Bauabschnitt des Umschlagbahnhofes abgeschlossen.

Sechziger und siebziger Jahre[Bearbeiten]

Die Gärtnerhalle, im Hintergrund die Gotzinger Schule und die Türme von St. Korbinian.

1960 wurde eine vollautomatische Doppelgleiswaage in Betrieb genommen, 1961 ein Blumengroßmarkt in der ehemaligen Kartoffelhalle (jetzt Ladenreihe) eingerichtet und die neue Halle 6 bezogen. 1962 feierte die Großmarkthalle ihr 50-jähriges Bestehen, das aus diesem Anlass herausgegebene Buch ist nur noch antiquarisch erhältlich. In den Jahren 1963 bis 1966 wurde der Abfertigungsplatz an der Schäftlarnstraße errichtet.

1970 wurde die Gärtnerhalle der Erzeugergemeinschaft München e.V. an Stelle der im Freien befindlichen Verkaufsstände des alten Gärtnerfreimarktes errichtet. Im Jahr 1971 wurde die Thalkirchner Straße in das Terrain der Großmarkthalle einbezogen und damit ein zusammenhängendes Betriebsgelände hergestellt.

In der zweiten Hälfte der siebziger Jahre wurde die erste Blumenhalle des Blumengroßmarktes München gebaut, deren Betrieb 1977 begann (heute befindet sich darin die Feinkosthalle).

Die Behelfsanlagen östlich der alten Thalkirchner Straße wurden Ende der Siebziger abgerissen.

1980 bis 1999[Bearbeiten]

Am 28. Februar 1985 lehnte der Kommunalausschuss des Münchner Stadtrats eine geplante Verlagerung der Großmarkthalle ab und stimmte den geforderten Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in der Großmarkthalle ohne Gegenstimme zu. Diese Beschlüsse werden von der Stadtratsvollversammlung am 27. März 1986 bestätigt, worauf die Brücke über die Lagerhausstraße erneuert wurde. Ab 1986 wurden umfangreiche Bauarbeiten einschließlich Tunnelbaumaßnahmen zur Verkehrsverbesserung und zur Sanierung der Großmarkthalle durchgeführt. Unter der Bauträgerschaft der mit privater Beteiligung gegründeten UGM wurde mit dem Bau der Bahnrampenhalle (UGM I) begonnen, des Weiteren wurde die Hallenstraße in den Hallen 1 bis 4 auf das Niveau der Verkaufsstände angehoben. Mit diesen Maßnahmen war eine Erweiterung der Standflächen um etwa ein Drittel verbunden.

1987 feierte die Münchner Großmarkthalle ihr 75-jähriges Bestehen. Die neue Distributions- und Umschlaganlage der UGM wurde Anfang 1987 in Betrieb genommen, im Lauf des Jahres wurde eine Sanierung der Keller und der Heizungsanlagen durchgeführt. Vom LKW-Platz an der Schäftlarnstraße wurde ein Tunnel unter den Gleisanlagen des Umschlagbahnhofes zu den Verkaufsanlagen angelegt.

1990 wurde die zweite Distributions- und Umschlaghalle (UGM II) eingeweiht. 1995 nahm der Trailerport der Bayerischen Trailerzuggesellschaft als erste Einrichtung dieser Art in Europa den Betrieb auf, das Konzept bewährte sich allerdings nicht und das Unternehmen ging 2004 in Konkurs. 1997 wurde ein neues Kühl- und Tiefkühllager mit rund 6.000 Quadratmeter Fläche eröffnet. 1998 wurde die Rechtsform vom städtischen Regiebetrieb zum Eigenbetrieb der Landeshauptstadt München geändert.

1999 wurde der erste „Tag der offenen Tür“ auf dem Großmarktgelände durchgeführt. Im selben Jahr wurde der Betrieb als erster Großmarkt in Deutschland nach ISO 9001 in den Bereichen Qualitäts- und Hygienemanagement zertifiziert und nach EMAS im Bereich Umweltmanagement validiert.

Entwicklung seit 2000[Bearbeiten]

Die renovierte Fassade des Fruchthofs

Aufgrund des Erfolges wurde der Tag der offenen Tür im Jahr 2000 wiederholt. Im selben Jahr wurde am 11. November die neue Blumenhalle eingeweiht. 2002 gab es einen dritten Tag der offenen Tür und im sanierten Gebäude der alten Blumenhalle wurde die neue Feinkosthalle eröffnet. Die Sanierungsplanung stammt von den Architekten Guggenbichler + Netzer, München. Außerdem wurden Sämmer- und Dußmannhalle durch den Neubau der Halle 23 ersetzt. 2003 ging auf dem Dach dieser Halle eine Solaranlage der Gehrlicher GmbH & Co Solarpark 2000 KG in Betrieb. Derartige Solaranlagen sind auch für weitere Hallendächer in Planung. 2004 fand der vierte Tag der offenen Tür statt und die Sanierungsarbeiten für den Fruchthof konnten (nach über 10 Jahren) abgeschlossen werden.

Im Februar 2005 wurde die gelungene Fassadenrenovierung des Fruchthofs, geplant von den Münchener Architekten Guggenbichler + Netzer, mit dem Fassadenpreis der Landeshauptstadt München ausgezeichnet. Im selben Jahr wurde die neue Halle 10 als Ersatz für die alte Goldsteinhalle errichtet. Im Rahmen der Veranstaltungswoche Kunst in Sendling – Offene Ateliers in Sendling (20.–23.10.2005) stellten zwölf Künstler unter dem Titel „Zwischen Sellerie und Erdbeeren“ in der Halle 1 ihre Arbeiten aus: 5 Meter lange „Fahnen“ mit Motiven rund um die Großmarkthalle (Kuratorium: Rolf-Maria Krückels).

Am 14. Dezember 2005 beschloss der Stadtrat die Fusion der Großmarkthalle mit dem Schlachthof zu den Markthallen München, die am 1. Januar 2007 vollzogen wurde.

Ende 2008 legte die Betriebsleitung der Stadt München den Bedarf für eine Generalsanierung der Bauten vor. Bis Mitte 2009 wurden erste Pläne entworfen, wie durch moderne Bauten im Ostteil des Geländes Flächen in anderen Teilen frei würden, deren Verkauf zu den auf 125 Millionen Euro geschätzten Kosten einer Sanierung beitragen könnte.[6]

Der Stadtrat beschloss im Mai 2010 Neubaupläne,[7] die auf starken Widerstand der Händler stießen. Daraufhin wurde ein Gutachten der Verwaltung in Auftrag gegeben, das mit dem Fruchthandelsverband abgestimmt wurde. Im Oktober 2013 wurden völlig überarbeitete Pläne vorgelegt, nach denen ein in Nord-Süd-Richtung gestreckter Neubauriegel errichtet werden soll. Auf ca. 40.000 Quadratmetern sollen Verkaufs- und Lagerflächen, sowie Büroräume für die Lebensmittelbranche entstehen. Die denkmalgeschützten Bauten würden nicht mehr genutzt werden. Die Großmarkthalle würde dann ausschließlich auf Flächen östlich der ehemaligen Thalkirchner Straße liegen. Für die Flächen im Westen, mit den historischen Bauten, käme eine Nutzung in Frage, die zum einen den Neubau des Münchner Volkstheaters ermöglicht, andererseits könnten hier Wohnungen entstehen.[8]

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Der 1994 gegründete Verein Münchner Tafel e.V. (siehe Tafel) zur Verteilung von Lebensmitteln an Bedürftige hat seinen Sitz und zwei Verteilstationen in der Großmarkthalle München.
Gaststätte Großmarkthalle, im Hintergrund das Kontorhaus I
  • Die Gegend um Großmarkthalle und Schlachthof wird im Volksmund als der „Bauch von München“ bezeichnet.
  • Im Kontorhaus II befindet sich einer der letzten vier funktionierenden und befahrbaren Paternoster in München.
  • Auch Freunde von Ökologischer Landwirtschaft und Naturkost werden in der Großmarkthalle fündig: die Andechser Markthalle, das Unternehmen Ernst Weber Naturkost und die bayerischen Naturlandbetriebe bieten regionale und ökologische Lebensmittel an.
  • Weiterhin bietet die Großmarkthalle Interessierten Führungen an. 2005 nahmen in 75 Führungen etwa 1600 Teilnehmer dieses Angebot wahr.
  • Die Einfahrtstraße in das Gelände von der Zentraleinfahrt an der Schäftlarnstraße bis zur Kreuzung mit der ehemaligen Thalkirchner Straße ist wahrscheinlich der einzig existierende Linksverkehr in der Stadt München. Bei der Generalsanierung in den 80er Jahren wurde der Linksverkehr eingeführt, um den Verkehrsfluss durch den LKW-Parkplatz nicht komplett zu blockieren. Bei Rechtsverkehr würden die LKWs rechts einfahren und nach links in den LKW-Parkplatz abbiegen, damit wäre die Ausfahrt aus dem Gelände praktisch komplett gesperrt.

Unternehmen[Bearbeiten]

Die Großmarkthalle München handelt nicht selbstständig mit Lebensmitteln, sondern vermietet Flächen (Verkaufsstände, Hallen, Keller, Lagerräume, Parkplätze, usw.) an entsprechende Unternehmen.

Schema Fernstraßenanbindung der Großmarkthalle München

Eine Auswahl der wichtigsten Unternehmen in der Großmarkthalle:

  • Andreas Kupfer & Sohn GmbH (auf mehreren deutschen Großmärkten vertreten)
  • Balth. Papp Internationale Lebensmittellogistik KG (auch: Amtsspedition Papp, seit 1912 am Großmarkt)
  • Erzeugergemeinschaft Großmarkt München e.V. (Betreiber der Gärtnerhalle)
  • Früchte Feldbrach GmbH (Münchens größter Gastronomielieferant)
  • Fruitique Martin Sutor und Philipp Müller GbR (betreibt auch einen Stand auf dem Viktualienmarkt)
  • Hausladen Fruchthandelsgesellschaft mbH (Betreiber der Bananenreiferei)
  • Josef Goldstein Fruchtimport-Export GmbH (nach diesem Unternehmen war die alte Goldsteinhalle benannt)
  • Ludwig Blendinger GmbH & Co. KG
  • Luigi di Lenardo GmbH & Co. KG
  • Mario Andretta & Co. (seit 1912 auf dem Großmarkt, auf mehreren deutschen Großmärkten vertreten)
  • Neuer Blumengroßmarkt München Betriebsgesellschaft mbH (Betreiber des Blumengroßmarkts)
  • Medi-Food Handels GmbH (Mieter der Feinkosthalle)
  • Siegfried Zelger GmbH (Vorsitzender des Bayerischen Fruchthandelsverbandes)
  • Micro Frucht Handels GmbH (seit 1972 auf dem Großmarkt)
  • La Frutta Früchtehandelsges.m.b.H. (Handelsagentur Import-Export seit 1978)

Quellenangaben[Bearbeiten]

  1. Großhandel in München, aufgerufen am 5. Juni 2012
  2. Struktur und Aufbau des kommunalen betriebes Münchner Markthallen, aufgerufen am 5. Juni 2012
  3. a b c Leitlinien und Satzungen der Markthallen München
  4. Blumengroßmarkt München: Herzlich Willkommen
  5. Fruchthof, stadt-muenchen.net.
  6. Süddeutsche Zeitung: Großmarkthalle in München – eine teure Kur, 7. Juli 2009
  7. Süddeutsche Zeitung: Sanierung beschlossen: Die neue Großmarkthalle kommt, 6. Mai 2010
  8. Süddeutsche Zeitung: Neue Großmarkthalle Ein 500 Meter langer Obst-Riegel, 11. Oktober 2013

Literatur[Bearbeiten]

Allgemeines, Geschichte[Bearbeiten]

  • Magistrat der Königlichen Haupt- und Residenzstadt München (Hrsg.): Die neue Großmarkthalle in München. München 1912.
  • Direktorium der Großmarkthalle und der städtischen Lebensmittelmärkte (Hrsg.): Großmarkthalle und Umschlagplatz München. München 1927.
  • Peter Neunhäuser: Der Gemüsegroßmarkt München. Sein Einfluß auf den marktnahen Gemüsebau. Institut für Gemüsebau der TH München in Weihenstephan. Bayer. Landwirtschaftsverl, München 1967.
  • Marianne E. Haas: Die Großmarkthalle – Deutschlands größter Obstbahnhof. in: Rosel Termolen (Hrsg.): Sendling 1977 – 100 Jahre Eingemeindung. Eine Festschrift von Sendlingern für Sendlinger. Franz Fackler, München 1977.
  • Wolfgang Peschel: Der „Bauch Bayerns“ – Die Münchner Großmarkthalle. in: Sendling – 111 Gründe, warum ein Münchner Stadtteil der Nabel Bayerns ist. Frisinga Verlag, Freising 1992, S. 8 ff. ISBN 3-88841-048-7
  • Hans Widmann: Münchener Großmarkthalle – Gründung, Entwicklung und Perspektiven. eurotrans, Weiden 2003. (= Die Entwicklung der Münchner Großmarkthalle von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Diss. Universität Regensburg). ISBN 3-936400-03-2

Architektur[Bearbeiten]

Historische Bausubstanz: Halle 1,
Architekt: Richard Schachner
  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hrsg.): Die Großmarkthalle von Richard Schachner. in: Vom Glaspalast zum Gaskessel. Münchens Weg ins technische Zeitalter. Arbeitsheft. Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege. Bd 37. Lipp, München 1978, S.52-53.
  • H. Schmidt: Ein Moderner Eisenbetonbau. Die Grossmarkthalle am Südbahnhof in München. in: Bauwelt. Gütersloh 8.1912, S.31ff. ISSN 0931-6590
  •  Der Neubau einer Grossmarkthalle in München. In: Deutsche Bauzeitung. Nr. 78 und 80, Berlin September und Oktober 1910 (44. Jahrgang), S. 621–624 und 645–651 (Baubeschreibung mit Planunterlagen und Fotos, urn:nbn:de:kobv:co1-opus-23534 und urn:nbn:de:kobv:co1-opus-23540, abgerufen am 11. Februar 2012).
  • Bauakten. Nr. 13 und 18 im Bestand Grossmarkthalle d. Stadtarchiv München.
  • B. Rueb, A. Keller: Die Eisenbetonkonstruktionen der Grossmarkthalle in München. in: Beton und Eisen. Ernst, Berlin 1912,4, S.97. ISSN 0365-9674
  • O. Domke, K. W. Mautner: Dachbauten. in: Fritz von Emperger (Hrsg.): Handbuch für Eisenbetonbau. Verlag Wilhelm Ernst & Sohn, Berlin 1920 (2. Aufl.), S.330ff.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Großmarkthalle München – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

48.11805555555611.555555555556Koordinaten: 48° 7′ 5″ N, 11° 33′ 20″ O

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