HMS Nubian (F36)

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Royal Navy
HMS Nubian
Geschichte
Schiffstyp: Zerstörer
Klasse: Tribal-Klasse
Werft: John I. Thornycroft & Co., Woolston
Kiellegung: 10. August 1936
Stapellauf: 21. Dezember 1937
Indienststellung: 6. Dezember 1938
Außerdienststellung: verschrottet am 25. Juni 1949
Technische Daten
Verdrängung: 1854 ts Standard
2519 ts maximal
Länge: 108,40 m
Breite: 11,1 m
Tiefgang: 2,75 m
Antrieb: Drei Admiralty-Dreitrommel-Dampfkessel
Zwei Parsons-Dampfturbinen mit zusammen 44.000 PS (32.340 kW) über Einfachgetriebe auf 2 Propeller
Treibstoffvorrat: 524 t Heizöl
Geschwindigkeit: 36 kn (66,7 km/h)
Reichweite: 5700 sm bei 15 kn
Besatzung: 219
Bewaffnung: 8 × 4,7-inch-Geschütze (4×2)
4 × 40-mm-Flugabwehr-MK (1×4)
8 × 0,5-inch-Flugabwehr-MGs (2×4)
4 × 21-inch-Torpedorohre (1×4)
60 Wasserbomben

HMS Nubian (F36/L36/G36) war ein Zerstörer der Tribal-Klasse der britischen Royal Navy. Es war das zweite Schiff, das den Namen HMS Nubian erhielt.

Das Schiff wurde am 10. August 1936 bei John I. Thornycroft & Co. (Woolston, Hampshire) auf Kiel gelegt und am 21. Dezember 1937 vom Stapel gelassen. Die ursprünglich für Oktober 1938 vorgesehene Übernahme durch die Navy verzögerte sich wegen geplanter Belastungstests, die aber letztlich abgesagt wurden und so wurde sie am 6. Dezember 1938 in Dienst gestellt.

Danach wurde die Nubian der 1. Zerstörerflottille der Mittelmeerflotte zugeteilt und nach Gibraltar verlegt, wo sie am 29. Januar 1939 eintraf. In der Folgezeit absolvierte sie Übungsfahrten und Hafenbesuche, bis sie im August nach Alexandria verlegt wurde. Von dort aus überwachte sie Handelsrouten im östlichen Mittelmeer auf der Suche nach für Deutschland bestimmter Konterbande.

Im Oktober kehrte sie zu Reparaturen der Maschinenanlage nach Portsmouth zurück, von wo aus sie am 20. des Monats zur Herstellerwerft in Southampton geschleppt wurde, um die Turbinenschaufeln zu ersetzen. Nach Abschluss der Reparaturarbeiten wurde sie Anfang Dezember der Home Fleet unterstellt und übernahm diverse Schutz- und Überwachungsaufgaben in der Nordsee und im Nordatlantik. Den Januar 1940 verbrachte sie überwiegend in der Reparaturwerft, nachdem sie am 7. Januar bei Greenock mit einem Handelsschiff kollidiert war. Am 24. nahm sie ihren Dienst wieder auf und wurde, zusammen mit den Tribal-Zerstörern Cossack, Sikh und Zulu, zur Suche nach dem deutschen Tanker Altmark eingesetzt, welcher britische Kriegsgefangene an Bord hatte. Der im Verlauf dieser Aktion ausgelöste Altmark-Zwischenfall war ursächlich der Auslöser für die deutsche Besetzung Norwegens.

Am 16. Mai 1940 verließ die Nubian Devonport mit Kurs auf Alexandria, um als Teil der 14. Zerstörerflottille Überwachungsaufgaben im östlichen Mittelmeer zu übernehmen. Am 21. Juni übernahm sie mit anderen Schiffen die Rückendeckung der britischen und französischen Kräfte bei der Beschiessung der Küstenbefestigungen bei Bardia.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Die Nubian erhielt dreizehn Auszeichnungen für die Teilnahme an Gefechten und ist damit eines der am höchsten dekorierten Schiffe der Royal Navy. Sie wurde darin nur von der HMS Warspite übertroffen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Colledge, J. J. and Warlow, Ben (2006) [1969]. Ships of the Royal Navy: the complete record of all fighting ships of the Royal Navy (Rev. ed.). London: Chatham. ISBN 978-1-86176-281-8. OCLC 67375475.
  • Connell, G. G. : Mediterranean Maelstrom: HMS Jervis and the 14th Flotilla (1987) ISBN 0-7183-0643-0
  • Conways: All the Worlds Fighting Ships 1922-1946 (1980) ISBN 0-85177-146-7

Weblinks[Bearbeiten]