Jan Schmid

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Jan Schmid Nordische Kombination
Jan Schmid Lahti 2014.jpg
Nation NorwegenNorwegen Norwegen
Geburtstag 24. November 1983
Geburtsort Trondheim
Karriere
Verein Sjetne IL
Status aktiv
Medaillenspiegel
WM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 3 × Bronze
Universiade 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
Silber 2009 Liberec Gundersen Normalschanze
Bronze 2009 Liberec Team Großschanze
Bronze 2011 Oslo Team Normalschanze
Bronze 2011 Oslo Team Großschanze
Logo der FISU Winter-Universiade
Bronze 2005 Innsbruck Sprint
Platzierungen im Weltcup
 Debüt im Weltcup 29. Dezember 2001
in Oberwiesenthal
 Weltcupsiege 2
 Gesamtweltcup 7. (2008/09)
 Sprintweltcup 16. (2003/04)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Einzel 2 2 5
 Team 4 1 1
letzte Änderung: 20. Dezember 2014

Jan Schmid (* 24. November 1983 in Trondheim) ist ein norwegisch-schweizerischer Nordischer Kombinierer.

Werdegang[Bearbeiten]

Jan Schmid beim Skisprung von der Holmenkollen-Schanze im Rahmen des Cup Nordic 2005.

Jan Schmid besitzt die norwegische Staatsbürgerschaft, seine Eltern waren jedoch Schweizer. Sein jüngerer Bruder Tommy Schmid ist ebenfalls Nordischer Kombinierer, der jedoch für die Schweiz antritt. Schmid ist Mitglied des norwegischen Vereins Sjetne IL, zudem gehört er dem Trainingsteam Granaasen Ski Team an. Bis 2006 trat er für den Schweizer Verein TV Unterstrass an. Schmid lebt in Trondheim im Stadtteil Tiller und studiert an der Universität Trondheim. Schon im Alter von 16 Jahren gehörte Schmid zum Nationalkader der Schweiz.

Sein internationales Debüt gab Schmid für die Schweiz Anfang Dezember 2001 in Vuokatti in B-Weltcup, wo er 24. in einem Gundersen-Wettbewerb wurde. Sein zweites Rennen war ein Massenstart, bei dem er Zweiter wurde. Mehrere Top-Ten-Ergebnisse folgten. Schon Ende desselben Monats stieg er in den A-Weltcup auf und debütierte hier als 32. bei einem Sprint in Oberwiesenthal. Anfang Januar 2002 gewann er als 18. eines Gundersen-Wettbewerbs in Schonach erste Weltcuppunkte. Anschließend gewann er in Baiersbronn einen B-Weltcup im Massenstart, wenig später einen Sprint. Herausragende Ergebnisse folgten danach jedoch noch nicht. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2002 in Schonach verpasste Schmid als Vierter nur knapp eine Medaille. Ein Jahr später wurde er in Sollefteå Siebter im Gundersen-Wettbewerb und Zehnter in der Verfolgung. Anschließend wurde er erstmals für die Nordische Skiweltmeisterschaft 2003 in Val di Fiemme nominiert und in zwei Rennen eingesetzt. Im Gundersen wurde Schmid dort 27., im Sprint 30. Im November konnte der Schweizer, der immer wieder mal in den B-Weltcup absteigen musste, als Zehnter in einem Einzel erstmals unter die Top-Ten laufen.

Anfang Januar 2004 wurde Schmid in Reit im Winkl Sechster in einem Sprint. Am Ende wurde er 18. der Weltcup-Gesamtwertung, sein bis heute bestes Resultat in dieser Wertung. Ein nächster Höhepunkt wurde die Winter-Universiade 2005 in Seefeld, wo Schmid hinter Bernhard Gruber und Sergei Maslennikow Bronze gewann. Bei den Spezialspringern kam er auf den zehnten Platz beim Springen von der Großschanze. Keine nennenswerten Ergebnisse brachte die WM 2005 in Oberstdorf. Bei den Olympischen Winterspien 2006 in Turin wurde Schmid in der Schweizer Staffel eingesetzt und erreichte zusammen mit Ronny Heer, Andreas Hurschler und Ivan Rieder den vierten Rang. Nachdem die Leistungsentwicklung des jungen Schweizers stagnierte und ein sechster Rang in Harrachov im Januar 2006 in einem Sprint nach längerer Zeit das beste Resultat war, entschloss sich Schmid in den norwegischen Nationalkader zu wechseln.[1]

Der Wechsel Schmids ging nicht problemlos vonstatten, der Schweizerische Verband forderte eine Ablöse, die der norwegische Verband nicht zahlen konnte. Letztlich brachte Schmid das Geld mit Hilfe von norwegischen Sponsoren selbst auf. Eine mögliche Sperre bekam er von der Fédération Internationale de Ski wegen des Wechsels allerdings nicht. So konnte Schmid nun ab der Saison 2006/07 für Norwegen an den Start gehen und wurde bei diesem Debüt im November 14. im Gundersen-Wettbewerb in Kuusamo. Im Schnitt wurden die Ergebnisse nun besser, wenngleich immer noch nicht herausragend. Häufig schaffte er es unter die besten 20, ab und zu kam er unter die besten Zehn. Erstmals auf das Podium schaffte es Schmid als Dritter im Gundersen-Wettbewerb im Dezember 2008 in Ramsau am Dachstein.

Bislang kam Schmid in 69 Weltcup-Rennen auf Ränge in den Weltcup-Punkten. Achtmal lief er unter die besten Zehn. Dreimal gewann er Rennen im B-Weltcup und kam dort weitere viermal auf Podiumsplatzierungen ein.

Weltcupsiege[Bearbeiten]

Einzel
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 10. Dezember 2011 OsterreichÖsterreich Ramsau Gundersen
2. 03. März 2012 FinnlandFinnland Lahti Gundersen
Team
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 13. März 2010 NorwegenNorwegen Oslo Staffel1
2. 14. Januar 2011 OsterreichÖsterreich Seefeld Staffel2
3. 07. Januar 2012 DeutschlandDeutschland Oberstdorf Staffel3
4. 20. Dezember 2014 OsterreichÖsterreich Ramsau Staffel4
2 Mit Magnus Moan, Håvard Klemetsen und Mikko Kokslien.
3 Mit Magnus Moan, Mikko Kokslien und Jørgen Gråbak.
4 Mit Mikko Kokslien, Håvard Klemetsen und Jørgen Gråbak.

Erfolge[Bearbeiten]

Norwegische Meisterschaften
Gold NorwegenNorwegen 2007 in Bardu Gold im Massenstart
Silber NorwegenNorwegen 2007 in Bardu Silber im Sprint

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.live-wintersport.com/details_2963/Hin_und_Her_um_Jan_Schmid_vor_dem_Ende.html?PHPSESSID=f44d1b3c447dcfaa340fe055fbdce890