Ramsau am Dachstein

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Ramsau am Dachstein
Wappen von Ramsau am Dachstein
Ramsau am Dachstein (Österreich)
Ramsau am Dachstein
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Liezen
Kfz-Kennzeichen: GB
Fläche: 75,33 km²
Koordinaten: 47° 25′ N, 13° 39′ O47.42138888888913.6547222222221135Koordinaten: 47° 25′ 17″ N, 13° 39′ 17″ O
Höhe: 1135 m ü. A.
Einwohner: 2.766 (1. Jän. 2014)
Bevölkerungsdichte: 37 Einw. pro km²
Postleitzahl: 8972
Vorwahl: 03687
Gemeindekennziffer: 6 12 36
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ramsau 136
8972 Ramsau am Dachstein
Website: www.ramsau.at
Politik
Bürgermeister: Dir. Rainer Angerer (ÖVP)
Gemeinderat: (2010)
(15 Mitglieder)
9 ÖVP, 1 Liste Ernst Fischbacher (2 Sitze nicht besetzt), 2 FPÖ, 1 SPÖ
Lage der Gemeinde Ramsau am Dachstein im Bezirk Liezen
Aich Gössenberg Gröbming Großsölk Haus Kleinsölk Michaelerberg Mitterberg Niederöblarn Öblarn Pichl-Preunegg Pruggern Ramsau am Dachstein Rohrmoos-Untertal Sankt Martin am Grimming Sankt Nikolai im Sölktal Schladming Steiermark Bezirk LiezenLage der Gemeinde Ramsau am Dachstein in der Expositur Gröbing (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Ramsau
Ramsau
(Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria)

Ramsau am Dachstein ist eine Gemeinde mit 2766 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2014) in der Expositur Gröbming im Bezirk Liezen (Gerichtsbezirk Schladming), im österreichischen Bundesland Steiermark. Mit etwa 6.500 Gästebetten ist sie die größte Tourismusgemeinde der Steiermark.

Geografie[Bearbeiten]

Ramsau liegt im Nordwesten des Bundeslandes Steiermark, am Dreiländereck mit Oberösterreich und dem Land Salzburg. Das die Ramsau umgebende Hochplateau liegt auf einer Seehöhe von 1.100 bis 1.700 m, unmittelbar an die Südwände des Dachsteinmassives anschließend. Das Gemeindegebiet umfasst die Ortschaft Ramsau am Dachstein, die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Leiten und Ramsau. Der nördlich gelegene Dachsteingletscher mit seinem Ganzjahresskigebiet (Skigebiet Dachsteingletscher) ist der östlichste Gletscher der Alpen. Nachbargemeinden sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Süden): Schladming, Pichl-Preunegg (beide Steiermark), Radstadt, Filzmoos (beide Land Salzburg), Gosau, Hallstatt, Obertraun (alle Oberösterreich), Haus im Ennstal (Steiermark).

Naturschutzgebiet[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte mit Wirkung vom 1. November 1977.[1]

Grünes Schild mit einem Schildfuß von drei silbernen Spitzen. Ein auffliegender silberner Adler, daneben eine silberne Lutherrose.

Partnergemeinde[Bearbeiten]

  • Bad Blumau, Gemeinde im politischem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld in der Oststeiermark

Geschichte[Bearbeiten]

Archäologische Funde belegen eine spätrömische, befestigte Siedlung auf der sogenannten Knallwand (Burgstaller).

Erste urkundliche Erwähnung um 1120 als Ramsowe. Größte Grundbesitzer waren das Stift Admont (im Osten) und das Stift St. Peter in Salzburg (im Westen – Schildlehen). 1286 wird im Zuge eines Streits die Burg Satteneck (heute: Katzenburg) erstmals erwähnt, welche 1288 wieder zerstört wurde und keine militärische Bedeutung mehr erlangte.

Anfang des 15. Jahrhunderts erfolgte die Gründung der noch heute bestehenden Lodenwalke in Ramsau-Rössing.

1599 bis 1781 war die Zeit des Geheimprotestantismus. Nach Erlass des Toleranzpatents erklärten sich die meisten Ramsauer Bauern im Jänner 1782 als „lutherisch-evangelisch“. Zu den ersten Pastoren zählte Johann Georg Overbeck. Die Ramsauer Bauern gelten als Pioniere des Lutherglaubens in Österreich, bis heute sind 78 % der Bevölkerung evangelisch geblieben. 18 % der Einwohner sind Katholiken, 3 % ohne religiöses Bekenntnis.

Ramsau am Dachstein, S. Kölbl, um 1830
Evangelische Kirche (erbaut 1887-1895)

Mit der Eröffnung der Austriahütte am Fuß der Dachstein-Südwand im Jahre 1880 begann die touristische Erschließung. Einen Meilenstein in der alpinen Erschließungsgeschichte stellt die Erstbesteigung der Dachstein-Südwand durch Georg und Franz Steiner im Jahre 1909 dar. Unterbrochen durch die beiden Weltkriege, entwickelte sich der Tourismus zum größten Wirtschaftsfaktor der Ramsau. 1969 wurde die seit den späten Zwanzigerjahren geplante Dachstein-Südwandbahn[2] eröffnet und damit der Gletscher auf dem Dachsteinplateau erschlossen.

1999 fand in der Ramsau die Nordische Skiweltmeisterschaft 1999 statt.

Seit 2004 ist die Ramsau offiziell Luftkurort.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Ortsteil Rössing ist die Firma Lodenwalker ansässig, nach eigenen Angaben der älteste Gewerbebetrieb der Steiermark.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Ramsau am Dachstein

Neben der großen evangelischen Pfarrkirche im Ortsteil Ort ist auch die kleinere katholische Kirche St. Rupert am Kulm im Ortsteil Kulm mit ihrer schönen Holzvertäfelung sehenswert.

Mehrere alte Bauernhöfe machen Ramsau für Kulturinteressierte recht sehenswert. Eine aus dem 18. Jahrhundert stammende Wassermühle (Rössing) kann besichtigt werden.

Die Austriahütte (1.638 m) beherbergt das höchstgelegene (Alpin-)Museum der Steiermark.

Von der Ramsau aus sieht man das Panorama des Dachsteinmassivs. Weit im Westen beginnt das Massiv mit dem Torstein, weiter geht es über den Mitterspitz, den Hohen Dachstein, die Dirndln, Hunerkogel (Bergstation), Koppenkarstein, dann über die Scheichenspitze, den Sinnabell, die Luserwand, den Kufstein bis hin zum Stoderzinken, der sich bereits im Gebiet der Gemeinde Gröbming erstreckt.

Überregionale Bekanntheit erreicht die Gemeinde durch die ZDF/ORF-Familienserie „Die Bergretter“, welche in Ramsau und Umgebung spielt.

Wintersport[Bearbeiten]

Ski alpin[Bearbeiten]

Die Skiregion Ramsau am Dachstein gehört zur Skiregion Schladming–Dachstein des Wintersportareals Ski amadé. Neben dem Skigebiet Dachsteingletscher, das ein eigenes Skiareal darstellt, ist der Rittisberg Mittelpunkt des alpinen Skisports in der Gemeinde. Eine Vierersesselbahn und ein Schlepplift erschließen dort fünf Pistenkilometer in allen Schwierigkeitsgraden, außerdem befindet sich dort ein Übungslift. Zudem gibt es vereinzelt oder paarweise im ganzen Gemeindegebiet verstreut insgesamt sieben Schlepplifte mit einfachen Pisten. Von der Talstation der Dachstein-Südwandbahn ist die Talfahrt nach Ramsau-Ort auf Skiern über einen Ziehweg möglich.[3]

Langlauf[Bearbeiten]

In Ramsau stehen Langlaufloipen mit einer Gesamtlänge von 220 Kilometern zur Verfügung.[4]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 28, 1978, S. 32
  2. Touristisches. Eine Dachstein-Seilbahn mitten durch die Südabstürze. Badener Zeitung, 7. November 1928, S. 4, unten rechts [1]
  3. Homepage der Skiregion Ramsau am Dachstein[2]
  4. Skilanglauf in Ramsau am Dachstein[3]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ramsau am Dachstein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien