Oberwiesenthal
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Direktionsbezirk: | Chemnitz | |
| Landkreis: | Erzgebirgskreis | |
| Höhe: | 914 m ü. NN | |
| Fläche: | 39,98 km² | |
| Einwohner: |
2.461 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 62 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 09484 | |
| Vorwahl: | 037348 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ERZ | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 5 21 440 | |
| Stadtgliederung: | 5 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Markt 8 09484 Oberwiesenthal |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Mirko Ernst (FDP) | |
| Lage der Stadt Oberwiesenthal im Erzgebirgskreis | ||
Oberwiesenthal (seit 29. Mai 1935 Kurort Oberwiesenthal)[2] am Fuß des Fichtelbergs ist mit 914 m ü. NN die höchstgelegene Stadt Deutschlands und der Wintersportort im Erzgebirge, der die meisten Übernachtungen aufzuweisen hat. Die Stadt trägt den Titel staatlich anerkannter Erholungsort.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Oberwiesenthal liegt im Erzgebirgskreis, an der Grenze zu Tschechien, die bis Bärenstein (10 km nordöstlich) dem Lauf des Pöhlbaches folgt. Höchste Erhebung des Ortes ist der Fichtelberg mit 1.215 m ü. NN, der höchste Berg Sachsens.
Bedeutende Berge in der Umgebung von Oberwiesenthal sind:
- Keilberg (Klínovec) (1.244 m ü. NN; höchster Berg des Erzgebirges)
- Kleiner oder Hinterer Fichtelberg (1.206 m ü. NN)
- Eisenberg (1.029 m ü. NN)
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Auf tschechischer Seite befindet sich die Gemeinde Loučná pod Klínovcem (Böhmisch Wiesenthal) und weiter westlich Boží Dar (Gottesgab). Angrenzende Gemeinden in Deutschland sind Bärenstein, Crottendorf, Sehmatal, Breitenbrunn/Erzgeb. und Raschau-Markersbach.
[Bearbeiten] Stadtgliederung
- Oberwiesenthal
- Unterwiesenthal
- Hammerunterwiesenthal
- Rotes Vorwerk
- Neues Haus
[Bearbeiten] Geschichte
Die Neustadt am Wiesenthal wurde 1527 von den Herren von Schönburg als Bergstadt gegründet, da ein Jahr zuvor in der Region Silbererz gefunden wurde. Bereits 1530 erhielt der neue Ort das Stadtrecht, 1559 wurde er wettinisch.
Der Bergbaubetrieb kam im 19. Jahrhundert endgültig zum Erliegen, an dessen Stelle trat nach dem Übergang ins 20. Jahrhundert zunehmend der Tourismus. Allerdings gab es nach dem Zweiten Weltkrieg Versuche der Russen, im Zechengrund, heute Naturschutzgebiet, nach Uran für die Atomrüstung zu graben (Spuren bis heute sichtbar). Am 1. September 1921 wurde Oberwiesenthal mit dem talwärts gelegenen Unterwiesenthal[3], das 1406 erstmals erwähnt wurde und bereits seit 1510 Stadtrechte besaß, vereinigt.
[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung
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Datenquelle bis 1990: Oberwiesenthal im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bürgermeister
Im Januar 2002 wurde Heinz-Michael Kirsten (CDU) zum Bürgermeister gewählt. Bereits im Februar 2002 erklärte das Landratsamt Annaberg diese Wahl wegen unzulässiger Wahlwerbung für ungültig. Daraus entwickelte sich ein fünfjähriger Rechtsstreit durch alle Instanzen, der erst 2007 mit einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts Leipzig endete, das das im Februar 2007 vom Oberverwaltungsgericht Bautzen gefällte Urteil, wonach die Bürgermeisterwahl von 2002 ungültig war, bestätigte und für rechtens erklärte. Heinz-Michael Kirsten wurde daraufhin vom Regierungspräsidium beurlaubt. Am 4. November 2007 fand eine Neuwahl statt, bei der kein Bewerber die absolute Mehrheit erreichte. Im zweiten Wahlgang am 18. November wurde der parteilose Mirko Ernst (jetzt FDP) zum Bürgermeister gewählt.
[Bearbeiten] Städtepartnerschaften
Fichtelberg, Städtefreundschaft seit 3. Oktober 1990
Lauf an der Pegnitz, Städtefreundschaft seit 3. Oktober 1990
Schonach im Schwarzwald, Städtefreundschaft seit 3. Oktober 1990
Hakuba, Partnerstadt seit 18. August 2002
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Fichtelbergbahn
- Fichtelberg-Seilbahn (älteste Seilschwebebahn Deutschlands)
- Oberwiesenthaler Postkutsche im Stil der Deutschen Reichspost von 1939
[Bearbeiten] Museum
- Ski- und Heimatmuseum, Karlsbader Straße 3
[Bearbeiten] Bauwerke
- Martin-Luther-Kirche mit Hertelt-Krippe
- Kursächsische Postdistanzsäule auf dem Marktplatz, kursächsische Ganzmeilensäule am Wanderweg zum Neuen Haus im Zechengrund sowie Reststück einer kursächsischen Halbmeilensäule aus dem Ortsteil Hammerunterwiesenthal
- Königlich-sächsischer Stationsstein vom Markt, jetzt am Grenzübergang Neues Haus
- Grenzüberschreitender Anton-Günther-Weg
[Bearbeiten] Sport
- Derzeit bedeutendster Sportverein in der Stadt: WSC Erzgebirge Oberwiesenthal
- Leistungszentrum in der DDR-Zeit: SC Traktor Oberwiesenthal
- Sportfördergruppe der Bundeswehr
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
[Bearbeiten] Ehrenbürger
Den folgenden Personen wurde die Ehrenbürgerschaft von Oberwiesenthal verliehen[4]:
- 1994: Jens Weißflog (* 1964), Skispringer, dreifacher Olympiasieger
- 1995: Joachim Kunze (* 1925), Studienrat a. D. und Ortschronist
- 2002: Ulrich Wehling (* 1952), Nordisch Kombinierer, dreifacher Olympiasieger
- 2006: Sylke Otto (* 1969), Rennrodlerin, zweimal Olympiasiegerin
[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt
- David Faßmann (1685–1744), Schriftsteller, Historiograf und Publizist
- Friedrich Wilhelm Prüfer (1818–1888), Politiker, sächsischer Landtagsabgeordneter
- Guido Breitfeld (1831–1894), Unternehmer und sächsischer Landtagsabgeordneter
- Paul Otto Apian-Bennewitz (1847–1892), Organist und Lehrer, Begründer des Musikinstrumenten-Museums Markneukirchen
- Carl Hertelt (1837–1921), Maler und Kunstschnitzmeister
- William Wauer (1866–1962), Künstler
- Hans Siegert (1868–1941), Volkskundler und Heimatdichter
- Joachim Müller (1906–1986), Germanist
- Irmgard Uhlig (1910–2011), Bergsteigerin und Malerin
- Thomas Köhler (* 1940), Rennrodler
- Ulrich Gressieker (1945–1990), Synchronsprecher und Schauspieler
- Klaus Bartl (* 1950), Politiker – Die Linke
- Dietrich Kampf (* 1953), Skispringer
- Albrecht Böttcher (* 1954), Mathematiker
- Barbara Petzold (* 1955), Skilangläuferin
[Bearbeiten] Personen, die mit dem Ort in Zusammenhang stehen
- Johann Georg Gottschald (* 1691 oder 1692; † 1749), Hammerherr in Wittigsthal, Breitenbach und Schlössel
- August Ferdinand Axt (1796–1855), evangelischer Geistlicher und Mitglied des Sächsischen Landtags
- Martin Hammitzsch (1878–1945), Architekt, wurde tot im Staatsforst aufgefunden
- Hans Knospe (1899–1999), Fotograf aus Sellin, betrieb ein Photohaus im Ort
- Eberhard Riedel (* 1938), Skirennläufer
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen – Bevölkerung des Freistaates Sachsen jeweils am Monatsende ausgewählter Berichtsmonate nach Gemeinden (Hilfe dazu)
- ↑ Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943, Seite 239
- ↑ Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943, Seite 241
- ↑ Ehrenbürger der Stadt Kurort Oberwiesenthal
[Bearbeiten] Literatur
- Oberwiesenthal. In: August Schumann: Vollständiges Staats-, Post- und Zeitungslexikon von Sachsen. 7. Band, Zwickau 1820, S. 693–712.
- Joachim Kunze: Geschichten aus der Historie des Wiesenthals – Eine populärwissenschaftliche Chronik Kurort Oberwiesenthals. Stadtverwaltung Kurort Oberwiesenthal, 2002.
- Kurt Richter: Historische Betrachtungen zu Hammerunterwiesenthal von der Ortsgründung bis zur Gegenwart 1657–2007. Stadtverwaltung Kurort Oberwiesenthal, 2007.
- Jens Hahn: Elterlein-Scheibenberg-Oberwiesenthal: Drei Bergstädte im Erzgebirge – Erzbergbau und Knappschaftswesen bis Mitte des 20. Jahrhunderts. Obererzgebirgischer Silberspiegel, 2010, ISBN 978-3-00-029673-4.
- Richard Steche: Oberwiesenthal. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen, 4. Heft: Amtshauptmannschaft Annaberg. C. C. Meinhold, Dresden 1885, S. 83.
[Bearbeiten] Weblinks
- Offizielle Internetpräsenz der Stadt Oberwiesenthal
- Oberwiesenthal im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen
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