Jens Böhrnsen

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Jens Böhrnsen

Jens Böhrnsen (* 12. Juni 1949 in Bremen) ist ein deutscher Politiker (SPD). Seit 2005 ist er Präsident des Senats und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Jens Böhrnsen (rechts) und Bundespräsident Horst Köhler bei einem Besuch in Bremerhaven am 10. September 2007

Jens Böhrnsen wurde im Bremer Stadtteil Gröpelingen geboren. Vater Gustav Böhrnsen – von den Nazis verfolgtes KPD-Mitglied – war mehr als zwei Jahrzehnte Betriebsratsvorsitzender der Großwerft AG Weser sowie eine Legislaturperiode SPD-Fraktionschef in der Bürgerschaft.

1968 beteiligte Böhrnsen sich an den Demonstrationen gegen die Straßenbahnpreise. Er trat mit 18 in die SPD ein. Nach dem Abitur 1968 am Gymnasium am Waller Ring im Stadtteil Walle studierte Böhrnsen von 1968 bis 1973 Rechtswissenschaft an der Universität Kiel. 1973 legte er das erste juristische Staatsexamen in Schleswig-Holstein ab. Er verweigerte den Wehrdienst. Nach seinem Zivildienst von 1974 bis 1975 machte er 1977 sein zweites juristisches Staatsexamen in Hamburg und wurde dann Assessor in der bremischen Verwaltung. Er wurde 1978 Richter – ab 1980 Richter am Verwaltungsgericht Bremen und von 1991 bis 1995 Vorsitzender Richter.

Seit dem 8. Juni 1995 sitzt er für die SPD-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft und wurde 1999 Fraktionsvorsitzender.

Bei einer Mitgliederbasisbefragung der Bremer SPD wurde er am 15. Oktober 2005 zum Nachfolger Henning Scherfs als Präsident des Senats und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen nominiert (72 % bzw. 1.924 Stimmen für Böhrnsen, 27 % bzw. 721 Stimmen für Willi Lemke).

Am 8. November 2005 wurde Böhrnsen mit 62 Stimmen zum Präsidenten des Senats und Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen gewählt.

Im Wahlkampf 2007 beteiligte sich die SPD mit Böhrnsen und den weiteren SPD-Kandidaten nicht an dem nichtkommerziellen Projekt kandidatenwatch.de mit der Begründung, dass dort die Kandidaten der rechten Parteien nicht ausgeschlossen wurden. Die FDP kritisierte das als „peinlich“ und „unverständlich“.

Bei der Bürgerschaftswahl am 13. Mai 2007 konnte die SPD unter Jens Böhrnsen 36,8 % der Stimmen gewinnen. Die SPD verlor damit zwar deutlich gegenüber 2003, wurde jedoch aufgrund der auch starken Verluste der CDU deutlich stärkste Partei und ging eine Koalition mit den Grünen ein. Am 29. Juni 2007 wurde Böhrnsen mit 47 Stimmen als Präsident des Senats und Bürgermeister im Amt bestätigt.

[Bearbeiten] Mitgliedschaften

Böhrnsen ist seit 1967 Mitglied der SPD. Er ist Mitglied von ver.di, der Arbeiterwohlfahrt und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.

[Bearbeiten] Privates

Böhrnsen ist Vater von zwei Söhnen aus erster Ehe. Seine zweite Ehefrau Luise Morgenthal starb am 7. März 2007 im Alter von 58 Jahren an den Folgen einer Hirnblutung.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

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