Kəlbəcər (Rayon)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Şəki Abşeron Sumqayıt Baku Xızı Siyəzən Quba Quba Şabran Xaçmaz Qusar Qobustan Şirvan Hacıqabul Salyan Neftçala Lənkəran Lənkəran Astara (Rayon) Lerik (Rayon) Yardımlı (Rayon) Cəlilabad (Rayon) Masallı (Rayon) Biləsuvar (Rayon) Sabirabad (Rayon) Saatlı İmişli (Rayon) Kürdəmir (Rayon) Şamaxı (Rayon) Ağsu (Rayon) Göyçay (Rayon) Ucar (Rayon) Beyləqan (Rayon) Ağcabədi (Rayon) Bərdə (Rayon) Zərdab (Rayon) İsmayıllı (Rayon) Qəbələ (Rayon) Ağdaş Yevlax (Stadt) Mingəçevir Yevlax (Rayon) Naftalan Göygöl (Rayon) Gədəbəy (Rayon) Samux (Rayon) Gəncə Şəmkir (Rayon) Tovuz (Rayon) Ağstafa (Rayon) Qazax (Rayon) Oğuz (Rayon) Şəki (Rayon) Qax (Rayon) Zaqatala (Rayon) Balakən (Rayon) Şəmkir (Rayon) Goranboy (Teile de-facto Republik Bergkarabach) Daskesan (Teile de-facto Republik Bergkarabach) Terter (Teile de-facto Republik Bergkarabach) Agdam (Teile de-facto Republik Bergkarabach) Xocavend (Teile de-facto Republik Bergkarabach) Füzuli (Teile de-facto Republik Bergkarabach) Kelbecer (fast vollständig de-facto Republik Bergkarabach) Xankəndi (unter der Bezeichnung „Stepanakert“ de-facto Teil der Republik Bergkarabach) Cabrayil (de-facto Republik Bergkarabach) Xocali (de-facto Republik Bergkarabach) Susa (de-facto Republik Bergkarabach) Lacin (de-facto Republik Bergkarabach) Qubadli (de-facto Republik Bergkarabach) Zengilan (de-facto Republik Bergkarabach) Ordubad (Teil der Autonomen Republik Nachitschewan) Culfa (Teil der Autonomen Republik Nachitschewan) Naxcivan (Teil der Autonomen Republik Nachitschewan) Babek (Teil der Autonomen Republik Nachitschewan) Sahbuz (Teil der Autonomen Republik Nachitschewan) Kangarli (Teil der Autonomen Republik Nachitschewan) Serur (Teil der Autonomen Republik Nachitschewan) Saderak (Teil der Autonomen Republik Nachitschewan)
Lage Kəlbəcərs in Aserbaidschan

Kəlbəcər (kyrillischschriftliches aserbaidschanisch und russisch Кельбаджар, auch Kalbajar) ist ein Rayon (Bezirk) im westlichen Aserbaidschan. Hauptstadt des Bezirks ist die Stadt Kəlbəcər. Nach aserbaidschanischen Angaben hatte der Rayon 2009 77.600 Einwohner.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Der an Armenien grenzende Bezirk wurde 1930 geschaffen, nachdem das Gebiet bis 1929 Teil der Kurdischen Autonomen Provinz war.[2]

Mit der Aufhebung der Autonomie des vormaligen Autonomen Gebiets Bergkarabach am 26. November 1991 beschloss die aserbaidschanische Regierung die Eingliederung der dortigen Gegend westlich von Mardakert (Ağdərə, Martakert) in den Rayon Kəlbəcər, während der östlich gelegene Bereich mit Mardakert dem Rayon Tərtər zugeordnet wurde. Nach Beginn der Kampfhandlungen um Bergkarabach nahm die aserbaidschanische Armee die Region Mardakert am 4. Juli 1992 im Rahmen ihrer Sommeroffensive ein und gliederte so die Gegend kurzzeitig auch de facto in die Rayons Kəlbəcər und Tərtər ein.

Im Juli 1993 wurde der Rayon von der bergkarabachische Truppen besetzt. Seitdem bildet sein westlicher Teil (außerhalb des ehemaligen autonomen Gebiets gelegen) die Provinz Schahumjan und die vormals zum autonomen Gebiet gehörenden östlichen Gegenden sowie ein kleiner westlich davon gelegener Streifen einen Teil der Provinz Martakert.

Bis zu diesem Zeitpunkt gab es im Bezirk 32 Siedlungen mit etwa 53.900 Einwohner. Viele Bewohner des Bezirkes leben zurzeit als Flüchtlinge in anderen Teilen Aserbaidschans.

Geographie[Bearbeiten]

Der Bezirk umfasst 1.936 Quadratkilometer, er ist als Teil des Kleinen Kaukasus einer der höchstgelegenen Aserbaidschans. Der Berg Kamiş (3724 m) ist der höchste Punkt. Das Territorium ist reich an Bodenschätzen wie Gold, Chrom und Quecksilber, weiters verfügt Kəlbəcər über viele Mineralquellen, wie beispielsweise in Yuxarı, Aşağı İstisu, Bağırsaq und Keşdəkvə. Das Gebiet ist zudem dicht bewaldet.[3]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Rayon wird Getreide angebaut und Viehzucht betrieben.[3] In den 1980er-Jahren wurde über der İstisu-Quelle ein Kurort gebaut. In der Siedlung gab es 2 Sanatorien, die jedes Jahr von 50.000 Gästen frequentiert wurden.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Im Gebiet befindet sich der Tərtər-Canyon und in der Nähe dessen die Klöster von Dadiwank (auch Chotawank/Khotavank genannt), Gandsassar und Jeritz Mankanz (Yerits Mankants).[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aserbaidschanische Statistikbehörde
  2. a b azerb.com über den Rayon
  3. a b Azerbaijan Developement Gateway über den Rayon