Şəki

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Şəki. Für den Bezirk, der die Stadt umgibt, siehe Şəki (Rayon).
Şəki
Wappen
Wappen
Staat: Aserbaidschan Aserbaidschan
Koordinaten: 41° 12′ N, 47° 10′ O41.247.166666666667Koordinaten: 41° 12′ 0″ N, 47° 10′ 0″ O
Zeitzone: AZT (UTC+4)
Şəki (Aserbaidschan)
Şəki
Şəki

Şəki (russisch Шеки/Scheki; bis 1968 Nuxa) ist eine Stadt in Nord-West-Aserbaidschan mit dem Status eines Rayon. Sie liegt 325 km entfernt von Baku am Fluss Kiş und hat 63.000 Einwohner.

Namensursprung[Bearbeiten]

Der Name der Stadt geht auf den skythischen Stamm der Saka zurück, die in diesem Gebiet seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. lange gelebt haben. Im Mittelalter hatte die Stadt viele Namen, wie Sheke, Sheki, Shaka, Shakki, Shakne, Shaken, Shakkan und Shekin.

Nach einer Schlammflut 1772 wurde die Stadt an den heutigen Ort verlegt. In der Folgezeit, besonders nach der Auflösung des Khanats 1819, wurde die Stadt nach dem nahen Dorf Nuxa genannt. 1968 wurde die Umbenennung rückgängig gemacht.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ältesten Siedlungsspuren in Şəki sind mehr als 2700 Jahre alt. Die Erstbesiedlung geschah in der Späten Bronzezeit. Im 7. Jahrhundert v. Chr. wanderten die Saka von Norden her in das Gebiet ein. Die Region wurde nach ihnen Sakasena genannt.

Im 1. Jahrhundert war Şəki eine der größten Städte Albanias. Der Haupttempel der Albani war in der Stadt. Infolge der arabischen Invasion wurde Şəki ein Teil des Kalifats der Abbassiden. Später gehörte es zum Gebiet der Schirwanschah und war ab etwa 1500 unabhängig. 1551 wurde es von den Safawiden annektiert. Nach 1747 war es die Hauptstadt eines unabhängigen Khanats, dem Khanat Scheki.

1805 wurde dieses Khanat Teil des russischen Reiches, was 1813 durch den Frieden von Gulistan bestätigt wurde. 1819 wurde Şəki als Nuxa die Hauptstadt des Kreises Nuxa im Gouvernement Şamaxı.[1]

Die Stadt wurde in ihrer Geschichte häufig verlassen und zerstört, weswegen die ältesten historischen Bauten aus dem 16. Jahrhundert stammen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Karawanserei in Scheki

Şəki ist bekannt für den Khanspalast aus dem 18. Jahrhundert und Karawansereien.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Şəki gibt es Seidenproduktion und Lebensmittelindustrie und Landwirtschaft. Produziert wird vor allem Tabak, Weintrauben, Nüsse, Getreide und Milch. Auch wird Halfa nach traditionellen Rezepten hergestellt. Ebenso gibt es zahlreiche Heilquellen.

Früher gab es in der Stadt auch Gold- und Silbertressenfabriken und Gerbereien.[1]

Partnerstädte[Bearbeiten]

Berühmte Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Dschewanschir, der Regent von Arran (VII. Jh.)
  • Babek, der Anführer des Khurremiden-Aufstands (817-838)
  • Behmenyar El-Azerbaidcshani, Philosoph (XI. Jh.)
  • Nizami Gendschewi, Dichter (XII. Jh.)
  • Mehseti Gendschewi, Dichterin (XII. Jh.)
  • Adschemi Nachitschewani, Architekt (XII. Jh.)
  • Imadeddin Nesimi, Dichter (XIV. Jh.)
  • Mohammed Füzuli, Dichter (XVI. Jh.)
  • Mirza Fatali Akhundov (1812-1878)
  • Calil Mamedguluzadeh, Schriftsteller
  • Mammad Amin Rasulzadeh (1884-1955), das Oberhaupt der Aserbaidschanischen Demokratischen Republik (1918-1920)
  • Fətəli Xan Xoyski (1875–1920), aserbaidschanischer Politiker, Premier- und Außenminister
  • Uzeyir Hacibeyov, Komponist
  • Gara Garayev, Komponist
  • Fikret Emirov, Komponist
  • Niyazi, Dirigent und Komponist
  • Arif Melikov, Komponist
  • Raschid Behbudov, Sänger
  • Muslim Magomayev, Sänger
  • Lutfi-Zadeh, Wissenschaftler
  • Schahriyar, Dichter
  • Googoosh, Sängerin
  • Rustam Ibrahimbeyov, Schriftsteller
  • Vougar Aslanov, Schriftsteller
  • Aziza Mustafazadeh, Sängerin
  • Ifsar Sarabski, Pianist

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Nucha. In:  Heinrich August Pierer, Julius Löbe (Hrsg.): Universal-Lexikon der Gegenwart und Vergangenheit. 4. Auflage. Bd. 12, Altenburg 1861, S. 151 (online bei zeno.org).

Weblinks[Bearbeiten]