Komitat Szabolcs

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Komitat Szabolcs
(Saboltsch)

(1910)
Wappen von Szabolcs(Saboltsch)
Verwaltungssitz: Nyíregyháza
Fläche: 4.637 km²
Bevölkerung: 319.818[1]
Volksgruppen: 99 % Magyaren
1 % andere (Slowaken, Deutsche)[2]
Komitat Szabolcs

Das Komitat Szabolcs (deutsch selten auch Komitat Saboltsch; ungarisch Szabolcs vármegye, lateinisch comitatus Szabolcsensis) war eine historische Verwaltungseinheit (Gespanschaft/Komitat) im Königreich Ungarn.

Lage[Bearbeiten]

Karte des Komitats Szabolcs um 1890

Es lag zum größtenteils südlich der Theiß rund um dessen Hauptstadt Nyíregyháza und befand sich fast gänzlich im heutigen Ungarn, nur ein winziger Teil nördlich der Theiß bei den Orten Malé Trakany und Veľké Trakany gehörte zur heutigen Slowakei.

Das Komitat grenzte im Norden und Nordwesten an das Komitat Semplin (Zemplén), auf einem kurzen Stück im Nordosten an das Komitat Ung, im Osten an das Komitat Bereg und südlicher an das Komitat Sathmar (Szatmár), auf einem kurzen Stück im Südosten an das Komitat Bihar, im Süden an das Komitat Hajdú und im Westen an das Komitat Borsod.

1910 hatte es 319.818 Einwohner, die auf einer Fläche von 4.637 km² lebten.

Verwaltungssitz[Bearbeiten]

Der Komitatssitz war Nyíregyháza.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Komitat ist eines der ältesten Komitate im Königreich Ungarn. Es ist nach einem der sieben Heerführer der Landnahmezeit benannt.

1918 wurde es zusammen mit einem Teil des ehemaligen Komitates Ung zum Komitat Szabolcs-Ung mit der Hauptstadt Nyíregyháza vereinigt, ein winziger Teil des Gebiets nördlich der Theiß bei den Orten Malé Trakany und Veľké Trakany kam im Zuge von Grenzkorrekturen zur neu entstandenen Tschechoslowakei (durch den Vertrag von Trianon 1920 völkerrechtlich bestätigt).

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Komitat mit den ungarischen Teilen der Komitate Sathmar und Bereg zum Komitat Szabolcs-Szatmár-Bereg vereinigt, dabei kamen einige Teile bei den Orten Polgár und nordöstlich von Debrecen zum ebenfalls neu entstandenen Komitat Hajdú-Bihar.

Bezirksunterteilung[Bearbeiten]

Im frühen 20. Jahrhundert bestanden folgende Stuhlbezirke (meist nach dem Namen des Verwaltungssitzes benannt):

Stuhlbezirke (járások)
Stuhlbezirk Verwaltungssitz
Dada alsó („Unter-Dada“) Tiszalök
Dada felső („Ober-Dada“) Gáva
Kisvárda Kisvárda
Ligetalja Nyíracsád
Nagykálló Nagykálló
Nyírbakta Nyírbakta
Nyírbátor Nyírbátor
Nyírbogdány Kemecse
Tisza Mándok
Stadtbezirk (rendezett tanácsú város)
Nyíregyháza

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. A magyar szent korona országainak 1910. évi népszámlálása; Budapest 1912, Seite 12 ff.
  2. A magyar szent korona országainak 1910. évi népszámlálása; Budapest 1912, Seite 22 ff. – Volkszählung von 1910