Kurashiki

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Kurashiki-shi
倉敷市
Kurashiki
Geographische Lage in Japan
Kurashiki (Japan)
Red pog.svg
Region: Chūgoku
Präfektur: Okayama
Koordinaten: 34° 35′ N, 133° 46′ O34.585133.77194444444Koordinaten: 34° 35′ 6″ N, 133° 46′ 19″ O
Basisdaten
Fläche: 354,32 km²
Einwohner: 478.591
(1. August 2014)
Bevölkerungsdichte: 1351 Einwohner je km²
Gemeindeschlüssel: 33202-0
Symbole
Flagge/Wappen:
Flagge/Wappen von Kurashiki
Baum: Campherbaum
Blume: Japanische Wisteria
Vogel: Eisvogel
Rathaus
Adresse: Kurashiki City Hall
640 Nishinakashinden
Kurashiki-shi
Okayama 710-0833
Webadresse: http://www.city.kurashiki.okayama.jp
Lage Kurashikis in der Präfektur Okayama
Lage Kurashikis in der Präfektur

Kurashiki (jap. 倉敷市, -shi) ist eine Stadt in der Präfektur Okayama und der ehemaligen Provinz Bitchū auf Honshū, der Hauptinsel von Japan.

Kurashiki ist eine Händlerstadt aus der Edo-Zeit. Kurashiki bedeutet so viel wie „Dorf aus Lagerhäusern“. Es sind noch Dutzende von Bauten (Kura) erhalten, die aufgrund ihrer typischen Fassaden ein Wahrzeichen der Stadt darstellen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Straße mit Speichern
Ivy Square

Wichtig für die Entwicklung der Stadt wurde das Unternehmen Kurabo, das 1888 als Spinnerei unter dem Namen „Kurashiki Bosekisho“ (倉敷紡績所) gegründet wurde. Erster Präsident war Ohara Kōshirō (1833-1910), der 1889 eine der modernsten Spinnereien der Zeit errichtete, und zwar an dem Platz, an dem vorher die Shogunats-Verwaltung von Kurashiki ihren Sitz hatte.

Die Kurabo Memorial Hall wurde 1969 als eins der Projekte zur 80sten Jahr der Gründung eingerichtet. Dazu wurde das Fabrikgelände umgewandelt in das, was heute als „Ivory Square“ bekannt ist. Dabei wurde das Bauwoll-Lagerhaus zur Gedächtnishalle umgebaut. Dort wird in verschiedenen Räumen Objekte und Schautafeln die Entwicklung der Firma bis zum heutigen Tage gezeigt.

Noch bedeutender ist das Ōhara-Kunstmuseum, das Oharas Sohn Magosaburō (1880–1943) gründete. Dort werden Werke der westlichen klassischen Moderne (Matisse, Renoir, Degas, Gauguin, Picasso u.a.), aber auch die japanische Moderne (Fujishima Takeji, Munakata Shikō u.a.) gezeigt.

Im Kurashiki Folk Art Museum sind Ausstellungsstücke der Volkskunst zu sehen, während das Japan Rural Toy Museum altes Spielzeug aus Japan, aber auch aus anderen Teilen der Welt zeigt. Das Kurashiki Ninagawa Museum zeigte bis zu seiner Schließung 2.000 Werke der antiken europäisch-mediterranen Kunst. 2003 eröffnete in dessen Gebäude das Kake-Museum für japanische und europäische Malerei.

Verkehr[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kurashiki unterhält Städtepartnerschaften mit dem österreichischen Sankt Pölten (seit 1957), seit 1972 mit dem US-amerikanischen Kansas City und seit 1973 mit dem neuseeländischen Christchurch.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Heute sind wirtschaftlich bedeutsam Spinnereien, Baustoffindustrie, chemische Industrie, sowie die Verhüttung von Eisenerz.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Angrenzende Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]