Ōsaka
| Ōsaka-shi 大阪市 |
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| Geographische Lage in Japan | ||
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| Region: | Kinki | |
| Präfektur: | Ōsaka | |
| Koordinaten: | 34° 42′ N, 135° 30′ O34.693830555556135.50215Koordinaten: 34° 41′ 38″ N, 135° 30′ 8″ O | |
| Basisdaten | ||
| Fläche: | 222,11 km² | |
| Einwohner: | 2.682.221 (1. Mai 2013) |
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| Bevölkerungsdichte: | 12.076 Einwohner je km² | |
| Gemeindeschlüssel: | 27100-4 | |
| Symbole | ||
| Flagge/Wappen: | ||
| Baum: | Kirsche | |
| Blume: | Stiefmütterchen | |
| Rathaus | ||
| Adresse: | Ōsaka City Hall 1-3-20, Nakanoshima Kita-ku, Ōsaka-shi Ōsaka 530-8201 |
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| Webadresse: | http://www.city.osaka.lg.jp | |
| Lage Ōsakas in der Präfektur Ōsaka | ||
Ōsaka (jap. 大阪市, -shi, [oˌosaka]
Audio?/i) – deutsch wie englisch heute meist Osaka, früher auch häufiger Ohsaka, Oosaka oder Ôsaka – ist eine Stadt in Japan.
Mit 2,6 Millionen Einwohnern ist Osaka nach Tokio und Yokohama die drittgrößte Stadt Japans. Mit den ca. 17,5 Mio. Einwohnern im Ballungsgebiet Kansai (um Ōsaka, Kyōto und Kōbe) bildet Ōsaka eine der größten Metropolregionen der Welt und innerhalb Japans den Gegenpol zum Kantō-Gebiet um Tokio.
Die Stadt ist das traditionelle Handelszentrum Japans und heute eines der wichtigsten Industriezentren und einer der bedeutendsten Häfen Japans sowie Verwaltungssitz der Präfektur Ōsaka. Das alte Stadtzentrum von Ōsaka um Shinsaibashi liegt im Süden, das nördliche Zentrum hat mehr Geschäftscharakter.
Laut der Forbes-Liste der World's Most Expensive Cities To Live von 2009 ist das Leben in Ōsaka das zweitteuerste der Welt nach Tokio.[1]
Die Einwohner Ōsakas sprechen einen japanischen Dialekt, der Ōsaka-ben genannt wird. Ōsaka ist zudem als „Küche Japans“ und für seine komödiantische Unterhaltungskunst (Manzai) bekannt.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie[Bearbeiten]
Osaka liegt im Westen der japanischen Hauptinsel Honshū an der Mündung des Flusses Yodo, an der Bucht von Ōsaka. Das Stadtgebiet Ōsakas entspricht knapp 12 % der Fläche der Präfektur.
Stadtgliederung[Bearbeiten]
Ōsaka ist in 24 Stadtbezirke (区, -ku) eingeteilt:
Geschichte[Bearbeiten]
Die Stadt Ōsaka hieß ursprünglich Naniwa. Die Stadt war als Naniwa no miyako bzw. Naniwa-kyō (難波京, dt. „Kaiserliche Residenzstadt Naniwa“) von 645 bis 655 unter dem Kōtoku-tennō und zuletzt 744 unter Shōmu-tennō die Hauptstadt Japans. Allerdings hatten in Naniwa vermutlich auch schon frühere Tennō ihren Sitz, z. B. erwähnt das Nihon Shoki, dass der Ōjin-tennō (reg. 270–310) den Ōsumi-Palast (大隅宮, Ōsumi no miya) in Naniwa bezog.
Es bestanden schon immer wichtige Land- und Seeverbindungen zwischen Yamato (heute Präfektur Nara), Korea und China. Die ehemalige Provinz Settsu bildet heute den nördlichen Teil der Präfektur Ōsaka mit einem Teil der heutigen Präfektur Hyōgo.
Die buddhistische Jōdo-Shinshū-Religionsgemeinschaft gründete 1496 in Ishiyama (heute Teil von Ōsaka) ihr Hauptquartier im stark befestigten Tempel Ishiyama Hongan-ji. Oda Nobunaga begann 1576 die Belagerung des Tempels, die vier Jahre andauerte. Die Mönche ergaben sich 1580, der Tempel wurde vollkommen zerstört und Toyotomi Hideyoshi baute auf dem Platz seine eigene Burg, die Burg Ōsaka.
Ōsaka wurde vom Mittelalter bis in die vormoderne Zeit Ōzaka (大坂) genannt. Zu Beginn der Meiji-Zeit wurde die Stadt von der Regierung in ihren heutigen Namen Ōsaka umbenannt. Heutzutage ist Ōsaka nach Tokio und Yokohama die drittgrößte japanische Stadt und wirtschaftlich am bedeutendsten, da sich die wichtigsten Märkte für den Warenaustausch dort befinden.
Politik und Verwaltung[Bearbeiten]
Der Stadtrat (Ōsaka-shikai) besteht aus regulär 86 Abgeordneten. Diese werden durch nicht übertragbare Einzelstimmgebung in den 24 Stadtbezirken Ōsakas als Mehrmandatswahlkreise gewählt. Wie viele Abgeordnete jeder Stadtbezirk in den Stadtrat entsendet, richtet sich nach der Bevölkerungszahl des Bezirks. Alle vier Jahre wird der Stadtrat gewählt, zuletzt bei den Regionalwahlen im April 2011. Dabei wurde das Ōsaka Ishin no Kai, das die Städte Ōsaka und Sakai auflösen und wie Tokio in „Sonderbezirke“ gliedern will, mit 33 Mandaten stärkste Partei, die Kōmeitō gewann 19 Sitze, die Liberaldemokratische Partei 17, die Demokratische Partei stürzte auf acht Mandate ab und ist damit ebenso stark wie die Kommunistische Partei Japans.
Der Bürgermeister wird wie in allen japanischen Gemeinden alle vier Jahre direkt vom Volk gewählt. Seit Dezember 2011 ist Tōru Hashimoto Bürgermeister der Stadt Ōsaka, vorher Gouverneur der Präfektur Ōsaka und Vorsitzender des Ōsaka Ishin no Kai. Er konnte bei der Bürgermeisterwahl im November 2011 den Amtsinhaber Kunio Hiramatsu schlagen, der 2007 mit Unterstützung der Demokratischen Partei gewählt worden war, und 2011 von beiden großen Parteien unterstützt wurde[2]; er hatte sich gegen Hashimotos Pläne zur Auflösung der Stadt gestellt, die das Hauptthema des Wahlkampfes waren. Offizieller Wahlkampfbeginn war der 13. November 2011. Ein weiterer erklärter Kandidat war Chōzō Nakagawa, bis 2011 Bürgermeister der Stadt Kasai in der Nachbarpräfektur Hyōgo, der seine Kandidatur aber am 31. Oktober zurückzog. Außerdem hatte Stadtrat Kōichi Watashi mit Unterstützung der Kommunistischen Partei Japans zunächst seine Kandidatur erklärt, zog diese aber knapp eine Woche vor Wahlkampfauftakt zurück, um eine Mehrheit für Hashimoto und damit eine „Zustimmung zu faschistischer, diktatorischer Politik“ zu verhindern; die KPJ unterstützt nun die Wiederwahl Hiramatsus und stellte damit erstmals seit 1963 keinen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl.[3] Trotz der Unterstützung beider großen Parteien unterlag Hiramatsu mit über 200.000 Stimmen Rückstand Hashimoto; gleichzeitig gewann auch Hashimotos favorisierter Nachfolger Ichirō Matsui die Gouverneurswahl in der Präfektur Ōsaka.[4][5][6]
Im August 2012 verabschiedete das nationale Parlament ein Gesetz, das den Weg für Hashimotos geplante Verwaltungsreformen frei macht. Voraussetzung für die Auflösung in „Sonderbezirke“ ist die Zustimmung aller betroffenen Gemeinden (Kommunalparlamente und Volksabstimmung) und der Präfektur. Lediglich die Namensänderung der Präfektur von fu in to bleibt verwehrt, die einzige to bleibt die Präfektur Tokio.[7]
Verkehr[Bearbeiten]
Mit dem Internationalen Flughafen Kansai verfügt Ōsaka seit 1994 über einen modernen internationalen Flughafen auf einer künstlichen Insel vor der Küste der Bucht etwa 60 km südlich der Stadt. Zu seinem Einzugsgebiet zählen auch die Städte Nara, Kōbe und Kyōto. Verbindungen zwischen Stadt und Flughafen bestehen mit Bus und Bahn (Rapīto, Haruka).
Für Inlandsflüge dient hauptsächlich der Internationale Flughafen Ōsaka in Itami (nördlich von Ōsaka) und Toyonaka. Aufgrund seiner Lage mitten im Wohngebiet nahe Ōsaka, Kōbe und Kyōto gilt zur Eingrenzung der Lärmbelastung ein Flugverbot von 21 bis 7 Uhr. Ursprünglich sollte Itami mit dem Bau des Kansai-Flughafens geschlossen werden.
Neben der U-Bahn existiert ein Netzwerk von ehemaligen staatlichen (JR Nishi-Nihon) und privatgeführten Bahnen, die das Stadtzentrum mit seinen Nachbarorten verbinden. Die Keihan- und Hankyū-Linien verbinden mit Kyōto, die Hanshin- und Hankyū-Linien mit Kōbe, die Kintetsu-Linien mit Nara und Nagoya und die Nankai-Hauptlinie mit Wakayama.
Shinkansen-Hochgeschwindigkeitszüge der Tōkaidō- und San’yō-Shinkansen halten am Bahnhof Shin-Ōsaka im Stadtbezirk Yodogawa.
Wirtschaft[Bearbeiten]
In der Vergangenheit war Ōsaka das Zentrum des japanischen Handels, besonders im Mittelalter und in der vormodernen Zeit. Heutzutage haben die meisten Großunternehmen ihre Hauptbüros in Tokio, die sie am Ende der 1990er Jahre aus Ōsaka verlegt haben. Einige Konzerne haben allerdings den Standort in Ōsaka, z. B. Keyence, Daiwa House Industry, Sekisui House. Die Wirtschaftsflaute im Anschluss an das Ende der „Seifenblasenwirtschaft“ (Bubble Economy) traf Osaka und Kansai mit Insolvenzen, Arbeitslosigkeit und Kapitalabzug besonders hart, der Immobilienmarkt stagnierte, in- und ausländische Investoren zogen sich zurück, bzw. verlagerten nach Kanto.
Im Jahr 1970 fand außerhalb von Ōsaka die erste Weltausstellung im asiatischen Raum, die Expo '70, statt. Mit dieser Weltausstellung unter dem Motto „Fortschritt und Harmonie für die Menschheit“ rückte sich Japan nach den Olympischen Spielen von 1964 in Tokio als Industriemacht ins Bewusstsein der Weltöffentlichkeit. Am 14. März 1970 eröffnete Kaiser Hirohito vor 7.000 geladenen Gästen die Expo. Bis zum 13. September präsentierten sich in Osaka 77 Staaten. Wahrzeichen der Ausstellung wurde der 102 m hohe Turm des sowjetischen Pavillons.
Kultur und Sport[Bearbeiten]
Ōsaka besitzt einige bedeutende Spielstätten für das klassische japanische Theater, wie das Kabuki-Theater Shin Kabuki-za, das Kyōgen-Theater Ōsaka Nōgaku Kaikan sowie das Nationale Bunraku-Theater. Außerdem ist die Stadt für seine komödiantische Unterhaltungskunst (Manzai) bekannt. Größere Feste sind die Midosuji-Parade und das Tenjin-Matsuri.
Die Stadt Ōsaka beheimatet die Orix Buffaloes, eine Baseballmannschaft der Pacific League, die ihre Heimspiele im Osaka Dome austrägt, sowie eine Mannschaft der japanischen Profi-Fußballliga, nämlich Cerezo Osaka. Damit ist die Stadt das einzige größere Fußballzentrum außerhalb des Großraums Tokio. Cerezos Rivalen Gamba Ōsaka sind in der Stadt Suita in der Präfektur Ōsaka beheimatet.
In Ōsaka fanden die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2007 statt. 203 Verbände schickten knapp 2.000 Athleten in die Metropole.
Bildung[Bearbeiten]
In Ōsaka befinden sich u. a. ein Campus der Kansai-Universität, ein Campus der Kansei-Gakuin-Universität, die Städtische Universität Ōsaka, die Sōai-Universität, der Hauptcampus der Technischen Universität Ōsaka und die Wirtschaftsuniversität Ōsaka.
Sehenswürdigkeiten und Sonstiges[Bearbeiten]
- Der Aussichtsturm Tsūtenkaku im Süden der Stadt
- Die Shintō-Schreine Sumiyoshi-Taisha und Ōsaka Tenman-gū
- Die Burg Ōsaka
- Das Kaiyūkan, ein in der Bucht von Ōsaka gelegenes Großaquarium
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Tsūtenkaku bei Nacht
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Sky Building in Umeda
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Pagode am Shitennō-ji
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]
- Tadao Andō (* 1941), Architekt
- Gen Getsu (* 1965), Schriftsteller
- Eiji Gō (1937–1992), Schauspieler
- Kōsuke Gomi (1921–1980), Schriftsteller
- Keigo Higashino (* 1958), Schriftsteller
- Noriko Ibaragi (1926–2006), Schriftstellerin
- Yamada Isuzu (1917–2012), Schauspielerin
- Mieko Kawakami (* 1976), Schriftstellerin
- Sakyō Komatsu (1931–2011), Schriftsteller
- Fumiko Kometani (* 1930), Schriftstellerin
- Machiko Kyō (* 1924), Schauspielerin
- Lee Myung-bak (* 1941), Präsident der Republik Korea
- Akiko Morigami (* 1980), Tennisspielerin
- Yasumasa Morimura (* 1951), Künstler der Appropriation Art
- Eiji Morioka (1946–2004), Boxer, Bronzemedaille 1968
- Makoto Oda (1932-2007), Schriftsteller
- Oda Sakunosuke (1913-1947), Schriftsteller
- Hiroshi Ōguri (1918–1982), Komponist und Hornist
- Ozawa Roan (1723–1801), Dichter
- Shigenobu Nakamura (* 1950), Komponist und Professor
- Namiki Gohei I. (1747–1808), Kabukischauspieler und -autor
- Namiki Shōzō I. (1730–1773), Kabuki- und Bunrakuautor
- Daichi Sawano (* 1980), Stabhochspringer
- Sanjūgo Naoki (1891–1934), Schriftsteller
- Kin Sekihan (* 1925), Schriftsteller
- Daisuke Sekimoto (* 1981), Wrestler
- Osamu Shimizu (1911–1986), Komponist
- Inagaki Taruho (1900–1977), Schriftsteller
- Ueda Akinari (1734–1809), Schriftsteller
- Hiroki/Daiki Yoshimoto (* 1980), Autorennfahrer und Sänger
Städtepartnerschaften[Bearbeiten]
Osaka hat acht offizielle Partnerstädte:
San Francisco, Vereinigte Staaten
São Paulo, Brasilien
Chicago, Vereinigte Staaten
Shanghai, Volksrepublik China
Melbourne, Australien
Sankt Petersburg, Russland
Mailand, Italien
Hamburg, Deutschland
Klimatabelle[Bearbeiten]
| Ōsaka | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Ōsaka
Quelle: wetterkontor.de
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Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Homepage (engl., jap., frz., chin., kor.)
- Osaka Guide
Einzelnachweise[Bearbeiten]
- ↑ Forbes-Liste: Teuerste Städte der Welt zum Leben
- ↑ Ikeda Mayor Kurata jumps into race for Osaka governorship. In: The Japan Times. 28. Oktober 2011, abgerufen am 28. Oktober 2011 (englisch).
- ↑ Eric Johnston: Stunner: JCP skips Osaka mayor race. In: The Japan Times. 7. November 2011, abgerufen am 7. November 2011 (englisch).
- ↑ Wahlaufsichtskommission der Stadt Ōsaka: Ergebnis der Bürgermeisterwahl 2011
- ↑ Japan 'gangster son' Toru Hashimoto wins Osaka ballot. In: BBC News. 28. November 2011, abgerufen am 28. November 2011 (englisch).
- ↑ Maverick pair claim mandate to unify city, prefecture. Hashimoto, Matsui win twin Osaka polls. In: The Japan Times. 28. November 2011, abgerufen am 28. November 2011 (englisch).
- ↑ 都構想法が成立=大阪など8地域、特別区可能に. In: Jiji Tsūshin. 28. August 2012, abgerufen am 28. August 2012 (japanisch).
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