Martín Palermo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Martín Palermo
Martín Palermo
Spielerinformationen
Geburtstag 7. November 1973
Geburtsort La PlataArgentinien
Größe 187 cm
Position Stürmer
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1992–1997
1997–2000
2001–2003
2003
2004
2004–2011
Estudiantes de La Plata
Boca Juniors
FC Villarreal
Betis Sevilla
Deportivo Alavés
Boca Juniors
93 (32)
108 (91)
70 (18)
11 0(2)
14 0(3)
108 (58)
Nationalmannschaft
1999–2010 Argentinien 15 0(9)
Stationen als Trainer
2012– CD Godoy Cruz
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.

Martín Palermo (* 7. November 1973 in La Plata) ist ein ehemaliger argentinischer Fußballspieler, der zuletzt für die Boca Juniors spielte.

Spielerkarriere[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

Palermo startete seine Profikarriere bei Estudiantes de La Plata. Hier gab er am 5. Juli 1992 beim 0:0 gegen San Lorenzo sein Profidebüt und spielte für den Verein bis 1997, ehe er zum Ligakonkurrenten Boca Juniors wechselte. Hier schaffte er durch seine Torgefahr und eine hohe Trefferquote endgültig den Durchbruch. 1998 wurde er in der Apertura Torschützenkönig mit 20 Treffern in 19 Spielen und im selben Jahr Südamerikas Fußballer des Jahres. Ein im November 1999 erlittener Kreuzbandriss verhinderte einen fast schon perfekten Wechsel nach Italien zu Lazio Rom. Am 24. Mai 2000 gab er sein Comeback im Viertelfinalspiel der Copa Libertadores. Dabei gelang ihm das vorentscheidende Tor zum 3:0 gegen CA River Plate, nachdem das Hinspiel mit 1:2 verloren worden war.

Am 28. November 2000 erlangte Palermo die Aufmerksamkeit der spanischen Fußballklubs: Im Finale des Weltpokals gelangen ihm zwei Tore, die Boca Juniors zum 2:1-Erfolg gegen Real Madrid und damit dem Titelgewinn führten. Anschließend wurde er zum Spieler des Spiels gewählt.

In der Winterpause begann Palermos Aufenthalt in Europa, der jedoch nicht vom Glück verfolgt war. Zunächst wurde er vom FC Villarreal verpflichtet. Am 20. November 2001 stieg er nach einem Torerfolg auf eine Mauer, die jedoch unter dem Druck der Villarreal-Fans umkippte. Dabei brach er sich sowohl Schien- als auch Wadenbein und fiel zwei Monate aus. Im August 2003 wurde er zu Betis Sevilla abgeschoben, da er in den Planungen des Trainers Benito Floro keine Rolle mehr spielte. Aber hier konnte er nicht überzeugen und wurde in der Winterpause an Deportivo Alavés abgegeben.

Im Sommer 2004 beendete Palermo seinen erfolglosen Europaaufenthalt und kehrte nach Argentinien zu Boca zurück. Hier fand er wieder zu seiner Torgefährlichkeit zurück und ist mittlerweile mit 222 Toren der beste Torschütze der gesamten Vereinsgeschichte.[1]. Nach der Saison 2010/2011 beendete er seine Karriere.

Nationalmannschaft[Bearbeiten]

Palermo bestritt zudem "nur" 15 Länderspiele für Argentinien. Dabei gelangen ihm neun Tore. Nach zehnjähriger Abstinenz aus der argentinischen Nationalelf wurde er vom neuen Nationaltrainer Diego Maradona wieder berufen und erzielte im Länderspiel gegen Ghana (am 30. September 2009) zwei Tore zum 2:0-Sieg für Argentinien. Am 10. Oktober 2009 erzielte Palermo beim WM-Qualifikationsspiel gegen Peru in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer zum 2:1-Endstand und wahrte somit die Chance auf eine Qualifikation der Argentinier. Trainer Maradona sprach nach dem Spiel vom "heiligen Palermo", der den Argentiniern ein zweites Leben geschenkt hätte.

Im letzten Gruppenspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 erzielte er gegen Griechenland nach seiner Einwechslung den 2:0-Endstand.

Trainerkarriere[Bearbeiten]

Seit 2012 trainiert er den einzigen Profiklub Mendozas, CD Godoy Cruz.

Wissenswertes[Bearbeiten]

  • In einem Länderspiel der Copa América gegen Kolumbien am 4. Juli 1999 konnte er drei Elfmeter nicht verwerten. Diese „Leistung“ brachte ihn ins Guinness-Buch der Rekorde.
  • Am 4. Oktober 2009 gelang Palermo gegen Velez Sarsfield ein Kopfballtor aus 38 Metern Entfernung.[2] Dies war ein neuer Rekord in der argentinischen Liga.
  • Neben dem argentinischen Ausweis besitzt Palermo auch die italienische Staatsbürgerschaft.
  • Mit aktuell 222 Pflichtspieltoren in 366 Pflichtspielen für Boca Juniors steht der Angreifer auf Platz eins der ewigen Vereinstorjägerliste, gefolgt von Roberto Cherro (218 Tore).[1][3][4]
  • Seine einzigartige Spielweise und die Tore aus allen Positionen des Spielfeldes brachten ihm den Spitznamen „El Loco“ ein. Dies heißt soviel wie „Der Verrückte“.[5]
  • Er spielte sogar mit seinem ehemaligen Nationaltrainer Maradona in einer Mannschaft.
  • Nach seinem Tor in einem Spiel der Copa del Rey stürmt er zu den jubelnden Fans von Villareal, unter deren Last eine Betonwand einstürzt. Palermo brach sich dabei Schien- und Wadenbein und verpasste somit die WM 2002. [6]

Erfolge[Bearbeiten]

Verein[Bearbeiten]

  • Argentinischer Meister: 1998 (Apertura), 1999 (Clausura), 2000 (Apertura), 2005 (Apertura), 2006 (Clausura), 2008 (Apertura)
  • Copa Libertadores: 2000, 2007
  • Weltpokal: 2000
  • Copa Sudamericana: 2004, 2005
  • Recopa Sudamericana: 2005, 2006, 2008

Individuell[Bearbeiten]

  • Goldener Schuh Amerikas: 2008 (Zusammen mit Giancarlo Maldonado)
  • Torschützenkönig: 1998 (Apertura) (20 Tore in 19 Spielen), 2007 (Clausura)
  • „Rey del futbol de América“ - Südamerikas Spieler des Jahres: 1998
  • Bester Spieler des Weltpokalfinales: 2000

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Martín Palermo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Historia de Boca Juniors
  2. Martin Palermo, gol di testa da 38 metri non è record
  3. Martín Palermo – Ficha del Jugador
  4. Stars und geplatzte Knoten
  5. Vom Wunder des heiligen Palermo
  6. [1]