Betis Sevilla

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Betis
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Voller Name Real Betis Balompié
Gegründet 12. September 1907
Stadion Estadio Benito Villamarín
Plätze 56.500
Präsident Miguel Guillén
Trainer Pepe Mel
Liga Primera División
2012/13 7. Platz
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Auswärts

Betis Sevilla (offiziell: Real Betis Balompié) – oder auch kurz Real Betis genannt – ist ein Fußballverein aus der südspanischen Stadt Sevilla. Betis Sevilla spielt in der Primera División. Die Vereinsfarben sind Grün-Weiß.

Die grün-weißen Klubfarben von Real Betis Balompié sind an die Provinzfarben der Region Andalusien angelehnt. Die Fans und Spieler von Betis nennt man „béticos“, diejenigen des FC Sevilla nennt man „sevillistas“. Die Einwohner Sevillas hingegen werden als „sevillanos“ bezeichnet. Das Estadio Benito Villamarín (55.000 Plätze, gehört Betis und liegt im Stadtteil Heliópolis) findet man im südlichen Teil der Stadt. Im Vereinswappen von Betis findet man zwei große „B“-Buchstaben – diese stehen für Betis Balompié. Der Begriff Balompié ist mit futbol, also Fußball, im Spanischen gleichzusetzen. Über den zwei „B“ thront eine Krone im Emblem, die den letzten Zusatz im Vereinsnamen (Real = königlich) erklärt. Als Erzfeind von Real Betis gilt der Stadtrivale FC Sevilla und ihr direktes Aufeinandertreffen wird als Derbi sevillano bezeichnet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte[Bearbeiten]

Der Verein wurde 1907 von Studenten der technischen Schule als Sevilla Balompié gegründet. 1914 fusionierte dieser Klub mit dem Real Betis FC, der als Abspaltung aus dem FC Sevilla hervorgegangen war. Der Name Betis (lateinisch: Baetis) ist ein Überbleibsel aus der Römerzeit. Der durch die Stadt Sevilla fließende Fluss Guadalquivir wurde früher „Betis“ genannt. Neben dem Fußballklub Real Betis Balompié wird dieser alte Name auch durch eine Straße, die Calle Betis, in Sevilla geehrt. Die Calle Betis liegt direkt am Guadalquivir und gehört vor allem abends zu den lebhaftesten Vergnügungsstraßen der 720.000 Einwohner-Stadt in Andalusien.

Nachdem Betis in der Saison 2005/06 bis zum vorletzten Spieltag im Abstiegskampf steckte und der Präsident Manuel Ruiz de Lopera sich ständig den Anfeindungen der eigenen Fans gegenüber sah, kündigte er seinen Rücktritt zum 30. Juni 2006 an. „Don Manuel“ wurde von den Fans, obwohl er den Verein 1992 vor dem Ruin bewahrte, nicht akzeptiert. Die Fans warfen ihm eine Reihe von Kritikpunkten vor. Ihnen missfiel seine „Alleinherrschaft“ und seine despotische Art. Vor allem die Tatsache, dass er nach der schlechten Saison 2005/06 den bei den Fans beliebten Trainer Llorenç Serra Ferrer entließ, brachte die Fans gegen Ruiz de Lopera auf. Serra Ferrer war der erfolgreichste Betis-Trainer der Geschichte. Zudem hatte man trotz der Verletzungen zahlreicher wichtiger Spieler in der Champions League (Dritter in der Vorrunde) und im UEFA-Cup (im Achtelfinale gescheitert) gespielt. Ein weiteres Problem war, dass der Präsident, der seinerzeit Denílson für ca. 31,5 Mio. Euro kaufte, in den letzten Spielzeiten auf günstige Transfers setzte, die den Anforderungen von Betis nicht gerecht wurden. Ab diesem Zeitpunkt ist eine deutliche Wende in der Clubpolitik festzustellen, obwohl etwa 55 Millionen Euro Schulden noch nicht abbezahlt werden konnten.[1] Im Jahre 2011 war Betis Sevilla mit der Zahlung von 22 Millionen Euro an Spielgergehältern im Verzug. Bereits ein Jahr zuvor meldete der Verein Konkurs an und befindet sich seit dem in einem Konkursverfahren.[2] Zeitungsberichten zufolge hatte Betis im Jahre 2012 noch zusätzlich Steuerschulden in Höhe von 34 Millionen Euro.[3]

Abstieg in die Segunda División 2009 und Wiederaufstieg 2011[Bearbeiten]

Nach dem 1:1-Unentschieden im Heimspiel des letzten Spieltags der Saison 2008/09 gegen Real Valladolid am 31. Mai 2009 musste das Team nach acht Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zur Primera División zum elften Mal den Weg in die Zweitklassigkeit antreten.[4][5]

In der Folge kam es zu einer Reihe von Demonstrationen gegen Club- und Fußballverbands-Verantwortliche, auch im Zusammenhang mit Manipulationsverdächtigungen gegenüber Hércules Alicante.[6]

Am Ende der Saison 2010/11 konnte nach Reorganisationen im Verein und Platz eins zusammen mit Rayo Vallecano (Platz 2) der Wiederaufstieg in die Primera División gefeiert werden.

Erfolge[Bearbeiten]

Bekannte ehemalige Spieler[Bearbeiten]

Präsidenten[Bearbeiten]

Sevilla Balompié
1907 Alfonso del Castillo Ochoa
1909 Juan del Castillo Ochoa
Betis F.C.
1909 Eladio García de la Borbolla
1912 Guillermo Comesaña Arahal
1913 Pedro Rodriguez de la Borbolla

Nach Fusion der beiden Vereine:

Real Betis Balompié
1914 Harry Jones
1916 Carlos Alarcón de la Lastra
1920 Jerónimo Dominguez
1921 Gil Gómez Bajuelo
1924 Juan del Castillo Ochoa
1924 Antonio Polo Roma
1925 Ramón Navarro Cáceres
1928 Antonio Laguardia
1929 Camilo Romero Sánchez
1929 Daniel Mezquita
1930 Ignacio Sánchez Mejías
1932 Jose Ignacio Mantecón Novasa
1933-36 Antonio Moreno Sevillano
1936-40 Valentín Pérez Martínez
1940-42 Ramón Poll Carbonell
1942-43 Alfonso Alarcón de Lastra
1943-44 Francisco Cantalapiedra
1944-45 Eduardo Benjumena Vázquez
1945-46 Manuel Romero Puerto
1946-47 Filomeno de Aspe Martínez
1947-50 Pascual Aparicio García
1950-52 Francisco de la Cerda Carmona
1952-55 Manuel Ruiz Rodríguez
1955-1965 Benito Villamarín Prieto
1965-66 Avelino Villamarín Prieto
1966 Andrés Gaviño
1966 José Mª Domenech (Provisional)
1967-68 Julio de la Puerta Castro
1969 José León Gómez
1969-78 José Núñez Naranjo
1979-83 Juan Manuel Mauduit
1983-89 Gerardo Martínez Retamero
1989-92 Hugo Galera Davidson
1992-96 José León Gómez
1996-2006 Manuel Ruiz de Lopera
2006-2010 Pepe León
2010-2011 Rafael Gordillo
2011- Miguel Guillén

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Real Betis Eintrag auf primera-division.com
  2. ftd.de:Spaniens politisch-sportlicher Komplex
  3. marca.com:Atlético y Deportivo son los clubes más deudores
  4. http://www.as.com/futbol/articulo/futbol-betis-segunda/20090601dasdaiftb_12/Tes
  5. http://www.telecinco.es/informativos/deportes/noticia/100004362/El+Betis+nuevo+equipo+de+Segunda+
  6. http://deinfussball.de/2010/08/12/hercules-alicante-unter-manipulationsverdacht-blod-fur-valdez-gut-fur-odonkor/