Martfeld

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Dieser Artikel behandelt den Ort in Niedersachsen. Siehe auch: Haus Martfeld, Rittergut in Schwelm.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Martfeld
Martfeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Martfeld hervorgehoben
52.8760194444449.063122222222212Koordinaten: 52° 53′ N, 9° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Diepholz
Samtgemeinde: Bruchhausen-Vilsen
Höhe: 12 m ü. NHN
Fläche: 35,06 km²
Einwohner: 2634 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 75 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27327
Vorwahl: 04255
Kfz-Kennzeichen: DH
Gemeindeschlüssel: 03 2 51 026
Adresse der Verbandsverwaltung: Lange Str. 11
27305 Bruchhausen-Vilsen
Webpräsenz: www.martfeld.de
Bürgermeister: Marlies Plate (Bündnis 90/Die Grünen)
Lage der Gemeinde Martfeld im Landkreis Diepholz
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Über dieses Bild

Die Gemeinde Martfeld (Plattdeutsch: Mattfeld) gehört zur Samtgemeinde Bruchhausen-Vilsen im niedersächsischen Landkreis Diepholz. Die Einwohnerzahl beläuft sich auf ca. 2.800.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Martfeld liegt etwa 30 km südlich von Bremen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind Schwarme, Bruchhausen-Vilsen, Blender, Hilgermissen und Hoya

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zu Martfeld gehören unter Anderem folgende Ortsteile:

  • Martfeld
  • Hustedt, ein kleiner Ortsteil, hat ein Dorfgemeinschaftshaus, einen Schießstand sowie einen Modellflugzeugplatz.
  • Kleinenborstel
  • Loge
  • Tuschendorf

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahre 1179 erstmals in einer päpstlichen Urkunde erwähnt, die Papst Alexander III. persönlich unterschrieben hat.

Die im Schriftstück erwähnte Hofstelle „... CURTIS in MERDVELDE cum CAPELLA et PERTINENTIIS SUIS ...“ (übersetzt: „Hof in Martfeld mit Kapelle und Zubehör“) mit ihrem angrenzenden Weideland und Wald (dem „Echterkamp“) bestimmt noch heute das Bild des Ortskerns. Außerdem gab es einen lange andauernden „Krieg“ gegen die Nachbargemeinde Schwarme, an den ein Denkmal, das genau zwischen den beiden Ortsschildern steht, erinnert. Damals ging es um die Heide, die heute zu Martfeld gehört.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Hustedt und Kleinenborstel eingegliedert.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat Martfeld setzt sich aus 13 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: Schräg geteilt von gold und rot; oben eine schwarze Windmühle, unten eine eintürmige goldene Kirche mit schwarzen Dächern, unten links aufgelegt ein goldener Schild, darin eine schwebende schwarze Hausmarke, dieses bestehend aus zwei schräg gekreuzten Winkelmaßen mit abgewendeten gekürzten Schenkeln, die mit einem beiderseits schräg angeschnittenen Balken zu einem Triangel verbunden sind.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Feldmühle
Fehsenfeldsche Mühle

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Die Feldmühle Martfeld wurde erstmals im Jahre 1583 urkundlich erwähnt. Die Bockwindmühle wurde 1827 an einen Vorfahren des heutigen Besitzers verkauft. 1840 wurde sie zu einem dreistöckigen Galerie-Holländer umgebaut. Dieser brannte nach einem Blitzeinschlag im Jahre 1851 vollständig nieder und wurde im selben Jahr neu aufgebaut. 1957 wurden die Flügel, die Windrose und der Drehkranz entfernt. 1992 wurde die Sanierung der Mühle begonnen, 1997 war sie außen vollständig restauriert und 1999 wurden die Innenarbeiten abgeschlossen. Die Mühle ist die älteste Windmühle in der Samtgemeinde.
  • 1871 wurde die Fehsenfeldsche Mühle als ein dreistöckiger Galerie-Holländer erbaut. Die Mühle wurde 1904 aufgrund von Kundenmangel verkauft. Bis zum Jahr 1971 wurde der Mahlbetrieb aufrechterhalten. Restauriert wurde die Mühle im Jahr 1991, die vier Mahlgänge sind erhalten geblieben. Die Mühle wird für „Mühlenhochzeiten“ genutzt.

Theater[Bearbeiten]

  • Jährlich findet ein Plattdeutsches Theater im Gasthaus Soller statt.

Kunst im öffentlichen Raum[Bearbeiten]

  • Im Martfelder Ortsbild gibt es nur ein einziges Kunst-Objekt, das unter die Rubrik „Kunst im öffentlichen Raum“ fällt: Auf dem Dorfplatz findet sich die aus Edelstahl gestaltete Skulptur Entfaltung der Syker Künstler Elsa Töbelmann und Henning Greve. Die Skulptur wurde 1999 im Rahmen des Wettbewerbs „Unser Dorf soll schöner werden“ aufgestellt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

In Martfeld befindet sich ein Pflegeheim. Nächstgelegene Krankenhäuser sind die Aller-Weser-Klinik in Verden (Aller) und das Klinikum Bassum (zum St. Ansgar-Klinikverbund).

Bildung[Bearbeiten]

  • Es existiert eine Grundschule mit den Klassen 1–4.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Martfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 191.