Nennslingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Nennslingen
Nennslingen
Deutschlandkarte, Position des Marktes Nennslingen hervorgehoben
49.04722222222211.131944444444523Koordinaten: 49° 3′ N, 11° 8′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Weißenburg-Gunzenhausen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Nennslingen
Höhe: 523 m ü. NHN
Fläche: 21,97 km²
Einwohner: 1371 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 62 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91790
Vorwahl: 09147
Kfz-Kennzeichen: WUG, GUN
Gemeindeschlüssel: 09 5 77 151
Marktgliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Schmiedgasse 1
91790 Nennslingen
Webpräsenz: www.nennslingen.de
Bürgermeister: Günter Obermeyer (Wählergruppe A)
Lage des Marktes Nennslingen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Gunzenhausen Absberg Alesheim Muhr am See Bergen (Mittelfranken) Burgsalach Dittenheim Ettenstatt Haundorf Heidenheim (Mittelfranken) Höttingen Langenaltheim Markt Berolzheim Meinheim Nennslingen Pappenheim Pfofeld Polsingen Solnhofen Theilenhofen Treuchtlingen Weißenburg in Bayern Westheim (Mittelfranken) Raitenbuch Pleinfeld Gnotzheim Ellingen Landkreis Donau-Ries Landkreis Roth Landkreis Ansbach Landkreis EichstättKarte
Über dieses Bild

Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Nennslingen ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Nennslingen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Nennslingen liegt auf der Hochfläche des fränkischen Jura, 13 km östlich der Kreisstadt Weißenburg in Bayern.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Nennslingen hat acht Ortsteile[2]:

Geschichte[Bearbeiten]

Die Herrschaft über den Ort teilten sich das Fürstentum Ansbach und die Schenk von Geyern. Die Rechte des preußischen Fürstentums Ansbach fielen vor der Rheinbundakte 1806 durch Tausch an das Königreich Bayern. Die Herrschaftsrechte der Schenk von Geyern im Markt Nennslingen wurden ebenfalls 1806 mediatisiert. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die damalige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Seit dem 1. Mai 1978 sind die früher selbstständigen Gemeinden Markt Nennslingen, Biburg, Gersdorf und Wengen im Zuge der Gemeindegebietsreform im Markt Nennslingen vereinigt.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1.410 Einwohner[3]
  • 1970: 1.467 Einwohner[3]
  • 1987: 1.294 Einwohner
  • 2000: 1.483 Einwohner
  • 2011: 1.350 Einwohner

Ortsteile[Bearbeiten]

Nennslingen[Bearbeiten]

Die Gründung als Ort erfolgte etwa zwischen 400 und 450 durch die Juthungen. Die erste urkundliche Erwähnung erfolgte im Jahr 914. Unter dem Eichstätter Bischof Gundekar II. wurde im 11. Jahrhundert eine Kirche geweiht. Der Nachfolgebau, eine Marienkirche, war im Mittelalter und auch nach der Reformation noch eine beliebte Wallfahrtsstätte; Gnadenbild war das "Maria hilf"-Bild, das seit der Reformation in einem verschlossenen Kasten auf einem Seitanaltar untergebracht war und in bayerischer Zeit 1811 nach einer öffentlichen Versteigerung in die Pfarrkirche von Raitenbuch kam.[4]

Im 13. Jahrhundert versuchten die Schenken von Geyern, sich ein eigenes Herrschaftsgebiet mit Nennslingen als Mittelpunkt aufzubauen.

1539 erfolgte die Erhebung zum Markt. Am 27. August 1582 wurde dem Markt von Kaiser Rudolf II. ein Wappen verliehen. Die Verleihungsurkunde ist heute noch im Besitz der Gemeinde. 1562 führte auf Verlangen der Gemeinde der Ortsherr Konrad von Ehenheim die Reformation ein. Im Dreißigjährigen Krieg wurde der Ort fast völlig entvölkert. 1640 wanderten Protestanten aus Österreich ein. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verarmte der Ort infolge der Kriegslasten aus den Jahren 1805 bis 1815.

Weitere Daten: 1954 Bau der Wasserleitung, 1957/58 Bau der katholischen Kirche "Mariä Namen" für die als Flüchtlinge oder Heimatvertriebene Hinzugezogenen (seit 1960 Filialkirche von Pfraunfeld), von 1960 bis 1966 Flurbereinigung. 1978 wurde der Markt Nennslingen Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Nennslingen, die 14 Ortschaften mit 17 Gemeindeteilen umfasst.

Biburg[Bearbeiten]

Hauptartikel: Biburg (Nennslingen)

Das Dorf gehörte einst zum fränkischen Königsgut um Weißenburg in Bayern. Die Kirche aus dem 12. Jahrhundert wurde 1756 von Domenico Barbieri umgestaltet.

Gersdorf[Bearbeiten]

Hauptartikel: Gersdorf (Nennslingen)

Der Ort liegt im Tal der Anlauter. Vermutet wird eine erste Besiedelung im 6. Jahrhundert. Die Kirche erhielt 1736 ihr Aussehen nach Plänen des Eichstätter Hofbaumeisters Gabriel de Gabrieli.

Wengen[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wengen (Nennslingen)

Namenforscher deuten den Begriff "Weng" als waldfreies Grasland. Der landwirtschaftlich orientierte Ort gehörte im Mittelalter den Grafen von Hirschberg und wurde 1239 erstmals urkundlich erwähnt. Seit 1336 gehörte das Dorf zur Pfarrei Bechthal und unterstand damit dem Heilig-Geist-Spital in Nürnberg. Bereits 1528 wurde in Wengen die Reformation durchgeführt, doch im Zuge der Gegenreformation kam es 1628 zur Wiedereinführung der katholischen Lehre. Im Staatsvertrag von 1649 wurde Wengen der nürnberg-evangelischen Pfarrei zugeschlagen. Seit 1810 gehört die Kirchengemeinde Wengen zur evangelischen Pfarrei Nennslingen. Der Kirchenbau gehört zu den wenigen klassizistischen Gebäuden im Landkreis.

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Günter Obermeyer (Wählergruppe A). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Karl Michael Gloßner (Wählergruppe A).

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Ein Schild, darin von Grund bis auf die Hälfte des Schildes eine von Quaderstücken erbaute erdfarbene Mauer mit fünf Zinnen und nach unten gerichtetem Tor. Daraus entspringen ein quellender Wasserstrom. Der obere Teil des Schildes nach der Länge ist in zwei Teile gleich abgeteilt, der vordere schwarz mit einer in der Mitte durchgehenden weißen Straße, unten weiß oder silberfarben und oben schwarz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Seit 2003 findet in Nennslingen jedes Jahr im August das Playground Open Air Festival mit bekannten Bands statt.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 571.000 Euro, davon waren 81.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 73 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 119 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 482. Im verarbeitenden Gewerbe gab es 1 Betrieb, im Bauhauptgewerbe 2 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 77 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1828 ha, davon waren 1232 ha Ackerfläche und 595 ha Dauergrünfläche.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 2011):

  • Einen Kindergarten mit 50 Plätzen und 54 Kindern
  • Eine Volksschule mit 29 Lehrern und 301 Schülern

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111025/213517&attr=OBJ&val=1514
  3. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 731.
  4. Pastoralblatt des Bistums Eichstätt, 5 (1858), S. 191
  5. Playground Open Air Nennslingen. Abgerufen am 23. August 2012.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nennslingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien