Pleinfeld
| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Mittelfranken | |
| Landkreis: | Weißenburg-Gunzenhausen | |
| Höhe: | 382 m ü. NN | |
| Fläche: | 72,22 km² | |
| Einwohner: |
7283 (31. Dez. 2011)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 101 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 91785 | |
| Vorwahlen: | 09144, 09141 (Birklein, Engelreuth, Mannholz, Regelsberg, Roxfeld) | |
| Kfz-Kennzeichen: | WUG | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 5 77 161 | |
| Marktgliederung: | 35 Ortsteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Marktplatz 11 91785 Pleinfeld |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Josef Miehling (FW) | |
| Lage des Marktes Pleinfeld im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen | ||
Pleinfeld ist ein Markt im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.
Pleinfeld liegt am Großen Brombachsee und ist neben Gunzenhausen der wichtigste touristische Ort im Fränkischen Seenland sowie der größte Ort am Großen Brombachsee. Von Norden her betrachtet gilt Pleinfeld als das Tor zum Naturpark Altmühltal.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie [Bearbeiten]
Geografische Lage [Bearbeiten]
Pleinfeld liegt in der Region Westmittelfranken, 50 km südlich von Nürnberg.
Flüsse [Bearbeiten]
Pleinfeld wird von der Schwäbischen Rezat durchflossen. Im Gemeindegebiet wird diese von Arbach, Brombach, Rotem Graben, Iglseebach und Banzerbach gespeist.
Ortsteile [Bearbeiten]
Die politische Gemeinde Pleinfeld hat 35 amtlich benannte Ortsteile[2]:
Geschichte [Bearbeiten]
Zwischen 770 und 780 wurde Pleinfeld erstmals urkundlich erwähnt. Die Sankt-Nikolaus-Kirche wurde im 12. Jahrhundert erbaut. Pleinfeld, das Schloss Sandsee und Umgebung kamen im 13. Jahrhundert zum Hochstift Eichstätt. Im Jahre 1483 erhielt Pleinfeld vom Bischof von Reichenau das Marktrecht, 1486 das Wappen-, Siegel-, und Befestigungsrecht. Man konnte aber erst 100 Jahre später mit dem Bau der Stadtmauer beginnen, obwohl das Schloss Sandsee seit langem eine Mauer mit Burggraben hatte. Ursache dieser Verzögerung waren ältere Rechte der Stadt Weißenburg und Streitigkeiten mit dem Markgrafen zu Ansbach. Der Dreißigjährige Krieg traf Pleinfeld schwer. Die Einwohnerzahl ging erheblich zurück. Nach dem Krieg blühten der Handel und die Architektur wieder auf, so wurden das Rathaus und das Kästner-Haus gebaut und die St.-Nikolaus-Kirche renoviert.
1802 wurde Pleinfeld bayrisch. Die Marktgemeinde gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg zur amerikanischen Besatzungszone. Viele ausgebombte Städter zogen nach Pleinfeld, wodurch die Einwohnerzahl stieg. Durch Modernisierungen, Bau von Schulen und Freizeiteinrichtungen und das Brombachspeicherprojekt machte Pleinfeld von sich reden.
Eingemeindungen [Bearbeiten]
Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurde am 1. April 1971 die bis dahin selbständige Gemeinde Allmannsdorf eingegliedert. Am 1. Januar 1972 kamen Mannholz, St. Veit und Teile der aufgelösten Gemeinde Dorsbrunn hinzu. Mischelbach, Stirn und Walting folgten am 1. Juli 1972.[3] Mit der Eingliederung von Ramsberg und Teilen der aufgelösten Gemeinde Thannhausen wurde am 1. Mai 1978 die Reihe der Eingemeindungen abgeschlossen.[4]
Politik [Bearbeiten]
Von 1972 bis 2002 war Otto Feil (CSU) der 1. Bürgermeister. Während seiner Amtszeit entwickelte sich Pleinfeld zu einem aufstrebenden Fremdenverkehrsort. Seit den Kommunalwahlen 2002 ist Josef Miehling (FW) 1. Bürgermeister des Marktes.
Der Gemeinderat setzt sich aus 9 Vertretern der CSU, 7 Vertretern der Freien Wähler und 3 Vertretern der SPD und einem fraktionslosen Mitglied zusammen:
- CSU: Dr. Peter Herzner, Rainer Braun (seit 3. Mai 2012), Johann Koller, Konrad Schmauser, Thomas Hueber, Karl Papp, Max Kummerer, Stefan Ritzer, Hannelore Wechsler
- SPD: Ingeborg Dorschner, Bernhard Endres, Olaf Weidner
- FW: Alfred Forster, Ulrike Alt, Norbert Schuster, Stefan Schuster, Josef Riedl, Cornelia Hörl, Gabriele Neugebauer
- Fraktionslos: Wally Schmidt
Wappen [Bearbeiten]
Die Wappenbeschreibung lautet: Unter rotem Schildhaupt, darin ein waagrechter silberner Bischofsstab, geviert; 1 und 4: silbern, 2: schwarz, 3: rot.
Wirtschaft [Bearbeiten]
Mittelständische Bauunternehmer, traditionsreiche Handwerksbetriebe und diverse Einzelhändler prägen den gewerblichen Teil Pleinfelds. In mehreren Ortsteilen sowie den Mühlen findet sich eine ausgeprägte Landwirtschaft. Der Ort verfügt über mehrere Gewerbegebiete mit ausreichend Erweiterungsflächen für bestehende wie auch neue Unternehmen. Im Zuge der touristischen Erschließung des Fränkischen Seenlandes entstanden in Pleinfeld neue Arbeitsplätze in der Gastronomie.
Bereits seit über 25 Jahren betreibt W. L. Gore & Associates ein Werk für die Fertigung von Spezialkabeln in Pleinfeld. Gore ist der bedeutendste Arbeitgeber in Pleinfeld.
Seit 2007 produziert der Textilhersteller Camano in Pleinfeld.
Pleinfeld verfügt über mehrere Unternehmen, die im Sandabbau tätig sind. Der in Pleinfeld abgebaute Quarzsand ist weltberühmt, sowohl wegen seiner roten Farbe als auch wegen der Zusammensetzung. Unter anderem wird der Bayerische Volleyballverband mit Sand für Beachvolleyballfelder beliefert. Für Transportzwecke gab es früher eine mehrere Kilometer lange Feldbahn von den Sandgruben zum Bahnhof, wo der Sand schließlich über eine Abfüllanlage in Eisenbahnwaggons verladen wurde. Von der Feldbahn zeugen heute nur noch einige Denkmäler in der Nähe des Bahnhofes bzw. bei den Sandgruben.
siehe dazu Sandbahn Pleinfeld
Verkehr [Bearbeiten]
Straßen [Bearbeiten]
siehe Liste der Straßennamen von Pleinfeld
Verkehrsanbindung [Bearbeiten]
Die Bundesstraße 2 (Nürnberg-Augsburg) schließt Pleinfeld in nördlicher Richtung an den Großraum Nürnberg und in südlicher Richtung an die Große Kreisstadt Weißenburg i.Bay. an. Fünf Kilometer entfernt mündet die Bundesstraße 13 in die Bundesstraße 2.
In westlicher Richtung führt die Staatsstraße 2222 nach Gunzenhausen, durch Pleinfeld führt die St 2224, mit Anbindung an die Bundesstraße 466 (Nördlingen - Nürnberg) und die Bundesstraße 13 (München - Würzburg).
Pleinfeld gehört zum Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) und hat einen Bahnhof an der Eisenbahnstrecke Nürnberg-Treuchtlingen, mit stündlichem (in der Hauptverkehrszeit halbstündlichem) Halt. Darüber hinaus ist der Ort östliche Endhaltestelle der Nebenstrecke nach Gunzenhausen ("Seenlandbahn") mit stündlichem Halt und bildet so eine wichtige Verbindung zwischen der Städteachse Nürnberg / Fürth und dem Naherholungsgebiet "Fränkisches Seenland".
Partnerschaft [Bearbeiten]
Seit 2007 besteht eine Städtepartnerschaft mit dem irischen Killarney im County Kerry.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Museen [Bearbeiten]
- Dokumentationszentrum Fränkisches Seenland in Allmannsdorf
- Heimat- und Brauereimuseum
- Privates Spielzeugmuseum in Ramsberg
- Heimatmuseum Ramsberg
- Technikmuseum Mackenmühle
Bauwerke [Bearbeiten]
- Alte Felsenkeller
- Fachwerkhaus "Zur Krone"
- Historische Stadtmauer
- Nepomukbrücke
- Schloss Sandsee
- Spalter Tor
- Altes Vogteischloss mit Schlossgarten
- kath. Sankt Nikolaus-Kirche
- evang. Petruskirche
- Höbachviadukt
- Drei-Müller-Brunnen
- Alter Friedhof
- Das Pleinfelder Rathaus
Baudenkmäler [Bearbeiten]
Liste der Baudenkmäler in Pleinfeld
Archäologische Stätten [Bearbeiten]
- Burgstall (Fliehburg) und Keltische Viereckschanze mit Grabhügeln bei Kleinweingarten
- Sechs Kilometer Überreste des Raetischen Limes bei Dorsbrunn
- Kleinkastell Gündersbach
Bildung & Kindergärten [Bearbeiten]
Hochschulen [Bearbeiten]
Am Süd-Ostufer des Großen Brombachsees, direkt am Pleinfelder Hafen, befindet sich das 2003 eingeweihte Wassersportzentrum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.
Schulen [Bearbeiten]
Volksschule Pleinfeld mit:
- Grundschule Pleinfeld
- Brombachsee-Hauptschule
Kindergärten [Bearbeiten]
Erwachsenenbildung [Bearbeiten]
Die „Pleinfelder Bürgerwerkstatt“ bietet Hobbykurse für Erwachsene an.
Mehrgenerationenhaus [Bearbeiten]
Im Alten Vogteischloss ist das Mehrgenerationenhaus von Pleinfeld untergebracht mit verschiedenen Kursen und Bürgertreff, außerdem das Heimat- und Brauereimuseum, das Haus des Gastes und die Bücherei.
Freizeitangebote [Bearbeiten]
- Sommerrodelbahn Pleinfeld
- Freibad mit Spielplatz und Wasserrutsche
- Hallenbad (bis auf Weiteres geschlossen)
- 2 Minigolfplätze (1 bei Sommerrodelbahn, am Waldcampingplatz geschlossen)
- Radwanderwege
- Ruderbootverleih am Brombachsee (Ramsberg)
- Sportvereine mit vielen Spartenangeboten
- Fitnessclub Brombachsee
- Segeln, Kitesurfen, Tauchen am Brombachsee
- seit 2012 Soccer-Golf
- seit 2013 ein Bowling-Center
In Pleinfeld gibt es über 80 Vereine.
Feste [Bearbeiten]
Pleinfeld hat folgende Feste zu bieten:
Das Pleinfelder Volksfest, das Hummel-Remmidemmi, den Mischelbacher Faschingszug, den Sankt-Veits-Markt, das Bürgerfest, den Weihnachtsmarkt Pleinfeld, mehrere Feuerwehrfeste und Kirchweihen in Pleinfeld und in den Ortsteilen und die Folk- & Bluesnight Pleinfeld.
Kirchen und andere Gotteshäuser [Bearbeiten]
- Nikolaus-Kirche aus dem 12. Jahrhundert
- evangelische Petruskirche
- Laurentiuskirche, Allmannsdorf
- Sankt-Otto-Kirche, Mischelbach
- Nikolauskirche, Dorsbrunn
- Deutschordenskirche St. Vitus, St. Veit
- Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
- Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt
- Ortskapelle Hohenweiler
- Jakobskapelle mit altem Rokoko-Altar
- Johann-Baptist-Kirche, Walkerszell
- Königreichssaal der Zeugen Jehovas
Rekorde [Bearbeiten]
In Pleinfeld befindet sich die kleinste funktionierende Brauerei der Welt.[5] Ramsberg am Großen Brombachsee besitzt den größten Binnensegelhafen Deutschlands.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
- Stephan Wild (1495–1550), Mediziner
- Euchar Adam (1748–1830), Kirchenpolitiker
- Anton Schwaiger (1879–1954), Elektrotechniker
- Maurus Xaverius Herbst (1701–1757), Abt vom Kloster Plankstetten
- Wolfram von Eschenbach (* um 1160/80; † um/nach 1220), Parzivaldichter (wurde "Bleinfelder" genannt, weshalb er Pleinfelder gewesen wäre)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung – Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Quartale (hier viertes Quartal, Stichtag zum Quartalsende) (Hilfe dazu)
- ↑ http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111025/221443&attr=OBJ&val=1517
- ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 592.
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 730.
- ↑ http://www.landhotel-sonnenhof.de/brauhaus.aspx
Weblinks [Bearbeiten]
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