Theilenhofen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Theilenhofen
Theilenhofen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Theilenhofen hervorgehoben
49.08333333333310.85494Koordinaten: 49° 5′ N, 10° 51′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Weißenburg-Gunzenhausen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Gunzenhausen
Höhe: 494 m ü. NHN
Fläche: 20,32 km²
Einwohner: 1128 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km²
Postleitzahl: 91741
Vorwahl: 09834
Kfz-Kennzeichen: WUG, GUN
Gemeindeschlüssel: 09 5 77 172
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: VG Gunzenhausen
Reutbergstr. 34
91710 Gunzenhausen
Webpräsenz: www.theilenhofen.de
Bürgermeister: Erwin Reinwald
Lage der Gemeinde Theilenhofen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen
Gunzenhausen Absberg Alesheim Muhr am See Bergen (Mittelfranken) Burgsalach Dittenheim Ettenstatt Haundorf Heidenheim (Mittelfranken) Höttingen Langenaltheim Markt Berolzheim Meinheim Nennslingen Pappenheim Pfofeld Polsingen Solnhofen Theilenhofen Treuchtlingen Weißenburg in Bayern Westheim (Mittelfranken) Raitenbuch Pleinfeld Gnotzheim Ellingen Landkreis Donau-Ries Landkreis Roth Landkreis Ansbach Landkreis EichstättKarte
Über dieses Bild

Theilenhofen ist eine Gemeinde mit 1.128 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2013) im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Gunzenhausen.

Geografie[Bearbeiten]

Theilenhofen liegt in der Region Westmittelfranken, rund 44 Kilometer (Luftlinie) von Nürnberg[2] und rund zehn Kilometer (Luftlinie) von Weißenburg in Bayern entfernt. Südwestlich des Ortes befindet sich die Quelle des Wachsteiner Baches.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Theilenhofen hat 5 amtliche Ortsteile (in Klammern steht die Einwohnerzahl)[3]:

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals erwähnt wurde Theilenhofen im 13. Jahrhundert.[4] Der Ort lag in der Deutschordensballei Franken, die ab 1500 ein Teil des Fränkischen Reichskreises war. 1796 sequestrierte Preußen die Rechte des Deutschen Ordens (Dorf- und Gemeindeherrschaft durch die Landkommende Ellingen). Im Vertrag von Paris (Februar 1806) fiel Theilenhofen mit dem preußischen Fürstentum Ansbach durch Tausch an das Königreich Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Dornhausen, Gundelsheim an der Altmühl und Wachstein eingegliedert.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 0962 Einwohner[5]
  • 1970: 0932 Einwohner[5]
  • 1987: 1008 Einwohner
  • 2000: 1181 Einwohner

Politik[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 392.000 Euro, davon waren 13.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Wappen[Bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: In Schwarz auf goldenem Boden ein silberner Ziehbrunnen mit Trog und Eimer.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Theilenhofen von Westen
Rekonstruierter Grundriss des Römerbades bei Theilenhofen

In Theilenhofen sind Spuren des Limes zu finden. Der Grundriss des ehemaligen römischen Kastells Iciniacum ist in der Flur „Die Weil“ durch Wege und Baumpflanzungen angedeutet. 250 Meter westlich davon werden Besucher durch eine Informationstafel nahe der Grundmauern des dazugehörigen Militärbades in die Geschichte der antiken Stätte eingeführt.

Im Ort befindet sich die barocke St. Agatha-Kirche.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Theilenhofen

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 106 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 377. Im verarbeitenden Gewerbe gab es ein Betrieb, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 68 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1751 Hektar, davon waren 1165 Hektar Ackerfläche und 586 Hektar Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Durch Theilenhofen verläuft die Bundesstraße 13 sowie die Kreisstraße WUG2. Der nächste Autobahnanschlusses ist die Anschlussstelle Lichtenau der Bundesautobahn 6 in einer Entfernung von circa 32 Kilometer. Der nächste Bahnanschluss besteht in rund 10 Kilometer Entfernung mit dem Bahnhof Gunzenhausen an den Bahnstrecken Treuchtlingen–Würzburg. Der Öffentliche Personennahverkehr wird durch den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg sichergestellt.

Radfernwege[Bearbeiten]

Durch die Gemeinde führt der Deutsche Limes-Radweg. Er folgt dem Obergermanisch-Raetischen Limes über 818 km von Bad Hönningen am Rhein nach Regensburg an der Donau.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand 1999):

  • Kindergärten: 75 Kindergartenplätze mit 62 Kindern
  • Volksschulen: mit 14 Lehrern und 206 Schülern

Theilenhofen ist Mitglied des Schulverbandes Pfofeld-Theilenhofen im Grundschulbereich und des Schulverbandes Grund- und Mittelschule Absberg-Haundorf im Mittelschulbereich.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Im BayernViewer ermessen; Bezugspunkt: Südliches Stadtzentrum Nürnbergs
  3. Bayerische Landesbibliothek
  4. Geschichte Theilenhofens
  5. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 730.
  6. Schulen und Bildung

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Theilenhofen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien