Pasto
| San Juan de Pasto | |
|---|---|
| Bundesstaat: | Nariño |
| Fläche: | 1,181 km² |
| Einwohner: | 399723 (DANE) |
| Höhe: | 2594 m |
| Website: | http://www.pasto.gov.co |
| Geografische Lage: | |
San Juan de Pasto ist die Hauptstadt der Provinz Nariño im Südwesten Kolumbiens.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie und Geschichte [Bearbeiten]
Pasto liegt am Fuße des Vulkans Galeras, in der kalten, aber fruchtbaren Hochebene von Atriz. Im Norden grenzt die Provinz Nariño an die Provinz Cauca, im Osten an Putumayo, im Süden an Ecuador und im Westen an den Pazifischen Ozean.
Pasto wurde 1539 durch den spanischen Eroberer Lorenzo de Aldana gegründet und erhielt seinen Namen von den dort einheimischen Indianern los pastos. Von der ursprünglichen Gründungsstätte bei Guacanquer wurde es ein Jahr später durch Pedro de Puelles an seinen jetzigen Ort verlegt.
Das typische Gericht der Region ist der zubereitete Cuy.
Kunst und Kultur [Bearbeiten]
Karneval der Schwarzen und Weißen [Bearbeiten]
Die Stadt feiert jedes Jahr am 5. und 6. Januar den Karneval von Schwarzen und Weißen (Spanisch Carnaval de Blancos y Negros). Auf aufwendig dekorierten Wagen präsentieren die Einwohner Legenden und Traditionen und spielen oft auch auf politische Ereignisse an. Die Stadt ist in diesen Tagen im Ausnahmezustand, da an einem Tag sich die Teilnehmer die Gesichter schwarz färben und am nächsten sich mit Mehl oder weißem Puder beschmeißen.
Für seine Farbenvielfalt, seine Fröhlichkeit und seinen kulturellen Wert hat die UNESCO den Karneval von Pasto zum mündlichen und geistigen Kulturerbe der Menschheit erklärt. Der Karneval zieht viele Touristen aus allen Ecken des In- und Auslands an.
Sonstiges [Bearbeiten]
Pasto ist auch durch seine Gläubigkeit bekannt und bietet viele Kirchen zur Besichtigung, unter anderen die Kirche de Cristo Rey, San Felipe Neri, San Juan Bautista, Santiago, Kathedrale und Santuario Eucarístico Maridiaz.
Von spezieller Bedeutung ist eine alte traditionelle Technik der Lackierung, dem Barniz de Pasto, bekannt. Dieser Lack wird aus dem Mopa-Mopa-Baum gewonnen und wird gefärbt und verdünnt. Bei der Auftragung auf das Holz benutzt der Künstler ein Messer, um Verzierungen einzuarbeiten.
Bildung [Bearbeiten]
Die Stadt verfügt über folgende Hochschulen:
- Universidad de Nariño
- Universidad Mariana
- Universidad San Martín
- Universidad Cooperativa
- Universidad Antonio Nariño
Klimatabelle [Bearbeiten]
| Pasto | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Klimadiagramm | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Pasto
Quelle: wetterkontor.de
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Witze über die Pastusos [Bearbeiten]
Wie viele Länder hat auch Kolumbien eine bestimmte Gruppe von Menschen, von denen ein Großteil der Witze handelt, dies sind die Pastusos (Leute aus Pasto). Hintergrund ist, dass Pasto sich oft in der Geschichte des Landes anders entschied als die Mehrheit. Als die Unabhängigkeitskriege wüteten, war man in Pasto der Meinung, dass man sich nicht von der Krone Spaniens zu trennen habe. Die Witze über die angeblich etwas zurückgebliebene Art des Pastusos haben wohl darin ihre Wurzeln, dass dadurch zivile Unruhen in der Stadt entstanden, die dazu führten, dass der Anschluss an den Rest des Landes erst sehr spät stattfand. Kolumbiens Pastusos sind daher mit solchen Bevölkerungsgruppen wie den Walisern in England, den Ostfriesen oder Bayern in Deutschland oder den Tschuktschen in Russland zu vergleichen. Die Grundstruktur dieser Witze ähneln sich in den einzelnen Ländern oft. Die Pointe ist vielfach die gleiche, allein der Akteur/die Akteure wechseln. 1.2166666666667-77.283333333333Koordinaten: 1° 13′ N, 77° 17′ W