Peter Hacks

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Peter Hacks (1976)

Peter Hacks (* 21. März 1928 in Breslau; † 28. August 2003 bei Groß Machnow) war ein deutscher Dramatiker, Lyriker, Erzähler und Essayist. Er begründete in den sechziger Jahren die „sozialistische Klassik“ und gilt als einer der bedeutendsten Dramatiker der DDR. Lange Zeit war er der einzige Gegenwartsdichter, der sowohl auf den Bühnen der DDR als auch auf denen der Bundesrepublik Deutschland stark präsent war. Der Erfolg seines Stückes Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe ist auf den deutschen Bühnen des 20. Jahrhunderts beispiellos.

Leben[Bearbeiten]

Lebenslauf[Bearbeiten]

Peter Hacks (1956)

Als Sohn eines sozialistisch-antifaschistischen Elternhauses verbrachte Hacks seine Kindheit und Jugend bis 1944 in Breslau, wo sein Vater als Rechtsanwalt tätig war. Nach dem Reichsarbeitsdienst versuchte er in der Endphase des Zweiten Weltkriegs, sich dem Wehrdienst zu entziehen, und geriet dabei in die Gefangenschaft der Waffen-SS und danach kurzzeitig in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Im März 1946 legte er in einem Sonderlehrgang am Carl-Duisberg-Gymnasium in Wuppertal sein Abitur ab. Die schriftliche Abiturprüfung im Fach Deutsch erfolgte mit einem Besinnungsaufsatz zu Goethes Torquato Tasso V,5 „Ist alles denn verloren? …“ – Kennzeichnen diese Worte die augenblickliche Lage ihres Leben?[1]. Im Anschluss studierte er, in Dachau bei seiner Familie wohnend, an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität Neuere Deutsche Literatur, Theaterwissenschaft, Philosophie und Soziologie. 1951 wurde er mit einer Arbeit über das Theaterstück des Biedermeier zum Dr. phil. promoviert. Von 1951 bis 1955 lebte er als Schriftsteller in München, arbeitete dort zusammen mit James Krüss für den Rundfunk und trat im Kabarett mit eigenen Texten auf. Er knüpfte Kontakt mit Erich Kästner, Bertolt Brecht und Thomas Mann. Er fragte Brecht, ob es ratsam sei, in die DDR zu ziehen. Brecht riet ihm weder zu noch ab. 1954 erhielt er für sein erstes aufgeführtes Drama Eröffnung des indischen Zeitalters den damals angesehenen Dramatiker-Preis der Stadt München.

1955 übersiedelte Hacks, inzwischen mit der Schriftstellerin Anna Elisabeth Wiede verheiratet, in die DDR und ließ sich mit Hilfe Brechts in Berlin nieder, wo er zunächst für dessen Berliner Ensemble arbeitete. Eine ständige Zusammenarbeit zwischen ihm und Brecht ergab sich allerdings nicht. Ab 1960 arbeitete Hacks als Dramaturg am Deutschen Theater Berlin, an dem mehrere seiner Stücke aufgeführt wurden. Im Intendanten Wolfgang Langhoff hatte er dort einen großen Fürsprecher. Als die Inszenierung seines Stücks Die Sorgen und die Macht 1962 die Kritik einiger Funktionäre der SED auslöste, gab Hacks 1963 seine Stellung als Dramaturg am DT auf und lebte wieder als freischaffender Schriftsteller.

Peter Hacks (1965)

Zur gleichen Zeit, als sich der Skandal um Die Sorgen und die Macht ereignete, feierte Hacks mit Der Frieden (nach Aristophanes) seinen ersten großen Theatererfolg. Es folgten mit Die schöne Helena (1964, nach Henri Meilhac und Ludovic Halévy, Musik: Jacques Offenbach), Amphitryon (1967), Adam und Eva (1972) und das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern (1973, nach Johann Wolfgang von Goethe) große Theatererfolge auf den Bühnen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland. Sein Stück Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe (1974) wurde ein Welterfolg: Es wurde bislang ca. 190-mal auf über 170 deutschsprachigen sowie auf fremdsprachigen Bühnen von insgesamt 21 Ländern aufgeführt.

Das Verhältnis der DDR zu Hacks blieb indes widersprüchlich. Hacks wurde von vielen Funktionären und Dichterkollegen auch weiterhin als „bürgerlicher“ bzw. „aristokratischer“ Dichter wahrgenommen, aber ihm wurde durch seine Erfolge mehr und mehr Anerkennung zuteil: 1964 wurde er in das P.E.N.-Zentrum der DDR gewählt, 1972 in die Akademie der Künste der DDR, 1974 erhielt er den Nationalpreis der DDR zweiter Klasse und drei Jahre später den erster Klasse. 1976 begrüßte Hacks in einem Artikel in der Weltbühne die Ausbürgerung Wolf Biermanns und wurde infolgedessen von vielen Vertretern des westlichen wie des östlichen Kunstbetriebs scharf angegriffen und boykottiert.

Grab von Peter Hacks auf dem II. Französischen Friedhof in Berlin-Mitte, nahe am Grab von Theodor Fontane

Das Ende der DDR nahm Hacks nicht zum Anlass, von seiner kommunistischen Überzeugung Abstand zu nehmen. 1991 trat er aus der Akademie der Künste aus und weigerte sich, wenngleich er nicht aufhörte zu schreiben, am Kulturbetrieb des vereinigten Deutschland teilzunehmen. Gegen Ende der 1990er Jahre trat er vor allem in der „linken Szene“ wieder verstärkt in Erscheinung. Die Ausgaben seiner Essays, seiner Gedichte und der späten Dramen fanden breitere Aufmerksamkeit, allgemein beachtet wurde die vielgelobte Werkausgabe von 2003, die zur Ausgabe letzter Hand wurde. Hacks starb im selben Jahr in seinem Landhaus in Groß Machnow.

Zeitgenossen[Bearbeiten]

Die Meinungen von Hacks’ Zeitgenossen über ihn gehen stark auseinander. Von Anbeginn seiner öffentlichen Wirkung prallten immer wieder starke Fürsprache und große Begeisterung auf heftige Kritik und erbitterte Feindschaft. Die Gründe für diese Extreme sind vielfältig. Hacks’ Erfolg beim Publikum, die Qualität seiner Kunst, das Selbstbewusstsein, mit dem er als Künstler seinen Platz in der Welt einforderte, die Konsequenz, mit der er an einmal gefällten Entscheidungen festhielt, erregten bei vielen Zeitgenossen Widerwillen. Hinzu kam mit der Zeit seine immer deutlichere und systematischere Ablehnung der Moderne und der Romantik, gegen die er eine an der Klassik orientierte Ästhetik setzte. Auch die politische Entwicklung der DDR, insbesondere seit dem VIII. Parteitag der SED, trug hierzu bei, denn worin viele Zeitgenossen eine positive Entwicklung in der Kultur- und Wirtschaftspolitik sahen, sah Hacks den Anfang vom Ende. Dabei neigte er zu pointierten, auch überpointierten Urteilen über seine Zeitgenossen. Er hielt sich weder im öffentlichen noch im brieflichen oder persönlichen Kontakt zurück. Die Intensität, mit der er Lob und Tadel betrieb, war für viele irritierend. Er nahm jedoch so intensiv und umfassend wie kaum ein anderer Schriftsteller die literarische Produktion seiner Zeit wahr, setzte sich hierbei oft und energisch für Kollegen und junge Talente ein, war aber auch streng in seinen ästhetischen und politischen Urteilen.

Obwohl Hacks sich zu Beginn der sechziger Jahre einerseits durch den Skandal um sein Stück Die Sorgen und die Macht, andererseits durch seine Befürwortung des Baus der Berliner Mauer gegen einen starken Druck vieler politischer Vertreter sowohl der Bundesrepublik Deutschland als auch DDR behaupten musste, war er unter den Dramatikern der DDR der erste, der den großen Durchbruch beim Theaterpublikum beider deutschen Länder schaffte. Die damit verbundenen Möglichkeiten nutzte er, um andere Dramatiker zu fördern. So unterstützte er Heiner Müller finanziell und nahm ihn gegen Kritik in Schutz. Die zunehmend sichtbaren Differenzen in politischen und ästhetischen Fragen, insbesondere der Umstand, dass Heiner Müller ein Orientierungspunkt der DDR-Opposition wurde, sorgten allerdings noch in den sechziger Jahren für eine Entfremdung der beiden Dramatiker voneinander, die zu Beginn der siebziger Jahre in offene Feindschaft umschlug. Auch der Schriftsteller Hartmut Lange wurde von Hacks intensiv gefördert, und auch mit Lange kam es zum Bruch: 1965, während eines gemeinsamen Ferienaufenthalts in Jugoslawien, setzte sich Lange, ohne Hacks davor davon in Kenntnis zu setzen und obwohl der bei den staatlichen Organen der DDR für ihn gebürgt hatte, in Richtung Bundesrepublik Deutschland ab. Nach Müller und Lange, die Hacks für die größten Begabungen unter den DDR-Dramatikern hielt, schätzte er Helmut Baierl und vor allem Rudi Strahl.

In der Akademie der Künste gehörte Hacks zu den aktivsten Mitgliedern. So gründete er 1972 die „Arbeitsgruppe Dramatik“, die später in „Arbeitsgruppe Ästhetik“ umbenannt wurde und als solche mit insgesamt 21 Sitzungen bis 1979 Bestand hatte. Er leitete alle Sitzungen, forderte Disziplin sowie eine gute und genaue Vorbereitung von den Teilnehmern. In erster Linie war er an kompetenten Diskussionspartnern interessiert, seine politischen und ästhetischen Auffassungen mussten sie nicht teilen. Teilnehmer waren u. a. Helmut Baierl, Wolfgang Kohlhaase, Werner Mittenzwei, Robert Weimann, Anna Elisabeth Wiede, Günther Rücker, Rainer Kerndl, Wolfgang Harich, Benito Wogatzki, Alexander Abusch und Wieland Herzfelde. Von 1988 bis 1990 fand dann in neun Sitzungen eine zweite Arbeitsgruppe unter der Leitung Hacks statt: „Technik des Dramas“, in dem Hacks junge Dichter versammelte und mit ihnen Fragen des dramatischen Handwerks besprach. Teilnehmer waren u. a. Christoph Hein, Lothar Trolle, Jens Sparschuh, Jörg-Michael Koerbl und Ronald M. Schernikau.

Hacks war in den sechziger und siebziger Jahren im Literatur- und Theaterbetrieb eine Persönlichkeit, an der sich viele orientierten und deren Nähe oft gesucht wurde. Das änderte sich vor allem mit seiner pointierten Befürwortung der Ausbürgerung Wolf Biermanns im Jahr 1976, aber sukzessive auch dadurch, dass Hacks einen Kampf gegen die Theater, die er seit Ende der sechziger Jahre im Verfall begriffen sah, sowie gegen die von ihm als „revisionistisch“ eingeschätzten Tendenzen in Kunst und Politik führte. Hierdurch wurde er vor allem für viele Regisseure zur persona non grata. In den 1980er Jahren und stärker noch nach dem Ende der DDR wurde Hacks in seiner Teilnahme am öffentlichen Leben zunehmend wählerisch. Zu seinen engsten Freunden zählten André Müller sen., Eberhard Esche, Karin Gregorek, Hans-Joachim Pavel, Gotthold Gloger und Heidi Urbahn de Jauregui, ferner auch Wolfgang Kohlhaase, Walter Beltz, Gerhard Piens und Dieter Noll.

Denken[Bearbeiten]

Ästhetik[Bearbeiten]

Hacks hat von Beginn an sein Dichten durch theoretische Reflexionen begleitet und ein umfangreiches essayistisches Werk hinterlassen. Wie in politischer und weltanschaulicher, so sind auch in ästhetischer Hinsicht seine Äußerungen, obwohl sie originell und eigenständig sind, überkommenen Traditionen stark verpflichtet.

Vom Einfluss der Ästhetik Brechts, in dem er seit 1954 stand, vermochte Hacks sich am Anfang der sechziger Jahre durch eine Hinwendung zur Klassik zu lösen. Eine implizite Tendenz der Brecht’schen Ästhetik, die die Form eines Kunstwerks als etwas rein Äußerliches, den Inhalt also bloß Verschleierndes begreift, ist eine Kunstpraxis, die, damit der Inhalt des Kunstwerks besser befördert und gefördert werde, im Einzelnen oft auf Zerschlagung überkommener Formen abzielt. Die überlieferten Mittel des künstlerischen Handwerks werden in dieser Sicht als Ausdruck älterer Gesellschaftszustände verstanden, die neuere Kunstproduktion gilt somit zumeist als die bessere, weil weiter fortgeschrittene. Hacks entwickelte dagegen – zunächst in einer Orientierung an den Kunstwerken Shakespeares und des griechischen Dramas, später auch in einem theoretischen Rückgriff vor allem auf Aristoteles, Hegel, Goethe, Schiller und Lukács – die Vorstellung, dass die Form das eigentümliche Dasein des Inhalts ausmache und sich beides nicht ausschließe, sondern ohneeinander nicht existieren könne. Mit dieser Auffassung verbunden war die Ablehnung von Vorstellungen, die die Kunst in einen unmittelbaren Dienst der Politik oder Wissenschaft gestellt sehen wollten. In seiner Schrift Kunst und Revolution (1971) schreibt Hacks:

„Eingestandenermaßen ist die Kunst eine Waffe. Eingestandenermaßen ist ein Holzhammer eine Waffe. Nach Aristoteles folgt hieraus nicht, daß die Kunst ein Holzhammer sein müsse. Es folgt eher, daß die Kunst eine um so bessere Waffe sei, je bessere Kunst sie ist.“[2]

Von Beginn an in dieser Konzeption angelegt, jedoch erst durch ein zunehmendes Krisenbewusstsein zum Ausdruck gebracht, ist Hacks’ Ablehnung der Romantik, deren Wurzeln er in politischem Dünkel, irrationalem Denken und ästhetischem Unvermögen bzw. Unwillen sah, und der Moderne, die für ihn die Fortsetzung der romantischen Traditionslinien im 20. Jahrhundert war. Der Verfall des dichterischen Handwerks, die Negation des Gattungs- und des Werksbegriffs, der Verlust des Anspruchs, das Publikum zu unterhalten, waren für Hacks Erscheinungen eines Zeitgeistes, den er als barbarisch empfand.

Eine Konstante in seinem ästhetischen Denken bilden Reflexionen zu Gattungsfragen. Gattungen sind für ihn „die Werkzeuge der Kunst“ und „wer das Werkzeug kapiert, kapiert so ziemlich das Erzeugnis“.[3] Das Verstehen der Gattung steht im Interesse der bestmöglichen Erzeugung von Kunst. Zu den Gattungen, die Hacks – mal ausführlicher, mal kürzer – untersucht hat, gehören u. a. Drama, Libretto, Gedicht, Lied, Ballade, Märchendrama und Pornographie.

Weltanschauung und Politik[Bearbeiten]

Konstitutiv für Hacks’ Weltbild ist eine unbedingte Neigung zur Vernunft, worunter nicht nur eine allgemeine Freude am Denken sowie eine Abneigung gegen das Irrationale zu verstehen ist, sondern auch ein starkes Interesse daran, mit dem Denken zu Resultaten zu kommen. Theoretische Reflexionen waren für Hacks, der den Positivismus entschieden ablehnte, nicht Zweck ihrer selbst, sondern hatten immer das Ziel, eine Theorie zu bilden, die die Erkenntnis über den Gegenstand weiter vorantreibt und nur so zurück auf die Welt zu wirken vermag.

Hacks gewann zu Beginn der 1950er Jahre eine marxistische Einstellung. Spätestens mit seinem Gang in die DDR war hiermit auch ein deutliches und lebenslanges Bekenntnis zu den politischen und staatlichen Organisationen der sozialistischen Arbeiterbewegung verbunden. Er blieb jedoch zeit seines Lebens ein eigenständiger Kopf. Sich einerseits vehement an den Klassikern orientierend, entwickelte er andererseits kontinuierlich eigene Vorstellungen über Kunst, Philosophie, Politik und Geschichte. So wendet er zum Beispiel in seiner Schrift Schöne Wirtschaft die Kategorien der ökonomischen Theorie von Marx auf die Bedingungen der Erzeugung und des Verkaufs von Kunstwerken an, wodurch er zugleich auch die Grenzen dieser Theorie für diesen Bereich aufzeigt. Beispielhaft für seine Stellung in der marxistischen Tradition ist Hacks’ Urteil über den Absolutismus, in dem er, anders als das in der marxistischen Tradition üblich ist, eine eigenständige, vom Feudalismus und Kapitalismus zu unterscheidende Gesellschaftsformation sah, die historisch ein Daseinsrecht besaß. Zugleich machte er auch – oft durch die Perspektive Goethes, immer aber mit marxistischen Mitteln – die Grenzen der kapitalistischen Gesellschaft deutlich. Seinen Staatsbegriff nahm er, obgleich darin von Marx und Lenin nicht weit entfernt, eher von Hegel als von Marx: Allein im und durch den Staat hätten die Menschen eine Chance, ihre allgemeinen und ihre besonderen Interessen zu verwirklichen. Die marxistische These vom „Absterben des Staates“ war für Hacks nur im Sinne einer Aufhebung des Staates durch den Weg seiner Vervollkommnung akzeptabel. In diesem Sinne aber hat er sie akzeptiert, wodurch es ihm gelang, die Auffassungen von Marx und Lenin mit denen Hegels zu vermitteln.

In seiner politischen Orientierung war Hacks, der sich stets als Marxist-Leninist verstand, ein Anhänger Walter Ulbrichts, insbesondere von dessen Politik seit dem VI. Parteitag und der damit verbundenen Konzeption des Neuen Ökonomischen Systems, das Hacks als Beginn der vollen Entfaltung der sozialistischen Gesellschaft ansah. Folgerichtig lehnte er den Sturz Walter Ulbrichts im Jahr 1971 durch Erich Honecker und die damit verbundene Änderung in der Politik ab. Es gehört zu den zahlreichen Widersprüchen im Leben Hacks’, dass er in der Ulbricht-Ära wesentlich stärker der Kritik von Seiten der SED ausgesetzt und wesentlich weniger als Dichter der DDR anerkannt war als in der Honecker-Ära. Mit dem unter Honecker beginnenden wirtschaftliche Stagnation der DDR setzte bei Hacks ein stärkeres Krisenbewusstsein ein. In den sechziger Jahren war er noch – durch die wirtschaftlich positive Entwicklung der DDR bestärkt – im Wesentlichen der Überzeugung, dass der Sozialismus im Systemkampf allein durch seine überlegene Produktivkraft siegen werde. In den siebziger Jahren beschäftigte ihn die Frage, auf welche Weise ein Qualitätssturz wie der von Ulbricht zu Honecker verhindert bzw. umgekehrt werden könne.

Schaffen[Bearbeiten]

Dramatik[Bearbeiten]

Den Kern seiner Tätigkeit als Dichter bildet die Dramatik. Hacks selbst hat immer wieder betont, dass das Dramenschreiben das einzige Handwerk sei, das er wirklich vollkommen beherrsche. Er schrieb zumeist Komödien, gelegentlich Schauspiele, nie Tragödien. Merkmale seiner Stücke sind im Allgemeinen eine große Leichtigkeit, Humor, gedanklicher Reichtum, sprachliche Eleganz und eine geschickte, jedoch nicht zu verzweigte Führung der Fabel. Mit zunehmendem Alter ist eine deutliche Neigung zu kleinerer Personage erkennbar. Seine Figuren sprechen durchgängig Autorensprache, d.h. keine Figurensprachen, die durch spezielle Wendungen, Dialekte oder überhaupt sprachliches Unvermögen die persönliche oder gesellschaftliche Begrenztheit gewisser Figuren auszudrücken hätten. Die meisten der Figuren sind Träger einer höchst eigenen Philosophie und als charakterlich-geistige Einheiten entsprechend herausgearbeitet, während sich die Handlung hieraus zu ergeben scheint. Im Gegensatz zu Brecht kommt es Hacks nicht so sehr darauf an, auf seiner Bühne das Walten gesellschaftlicher Notwendigkeiten zu zeigen, in denen die Figuren hin- und hergetrieben werden und ihnen dabei im Grunde nur die Einsicht in diese Notwendigkeiten bleibt, sondern er lässt, ohne jedoch auf seiner Bühne eine Welt ohne Gesetze und Zwänge zu konstruieren, seinen Figuren Raum für Entscheidungen. Dramaturgisch knüpfte er vor allem an zwei Traditionslinien an: der euripideischen und der Shakespeares, welche beiden er für die bedeutendsten der dramatischen Weltliteratur hielt. Hacks schreibt hierzu:

„Ich habe Drama an den besten Schulen gelernt. Als ich klein war, mochte ich Pocci, der mich einerseits zur Wiener Posse und andererseits zu Shaw leitete. Ich hatte bald heraus, dass ich mit der Wiener Posse den Shakespeare und mit Shaw die Griechen meinte. Wer über den Shakespeare und die Griechen verfügt, wird eines Tages die deutsche Klassik kapieren, und von Goethe und Shaw her findet sich – unter der Krafteinwirkung eines sozialistischen Erfahrungsfeldes – wohl auch der Rückverweis zu den Franzosen. Ich denke, die Gesamtheit dieser bleibenden und unüberwundenen Zustände des Dramas ergibt eine hinlänglich gegründete Standfläche für neue Erkundungen und weiterführende Versuche.“[4]

Lyrik[Bearbeiten]

Als Lyriker mit hohem Anspruch trat Hacks erst spät hervor. Zu Beginn seiner Laufbahn beschränkte er sich, neben Fingerübungen und politischen Gelegenheitsarbeiten, auf das Verfassen von Liedern zu seinen Stücken. Seine Lust, Gedichte zu schreiben, stieg in dem Maße, in dem er mit der gesellschaftlichen Realität in der DDR unzufrieden wurde. Wie auch in der Dramatik orientierte er sich auch in der Lyrik vor allem an Shakespeare und an den Griechen, wobei auch hier mit der Zeit ein immer intensiverer Rückgriff auf Goethe hinzukommt. Eine Besonderheit seiner Lyrik ist ihre enge Verwandtschaft zu der Heinrich Heines. Die Gedichte Hacks sind fast durchgängig metrisch und meistens gereimt. Moderne Lyrik mit ihrer Eigenart, Prosa in den Zeilen zu brechen, lehnte er ab.

Epik[Bearbeiten]

Hacks’ Epik ist mehrheitlich Kinderliteratur, dabei durchgängig märchenhaft. Seine Neigung zur heiteren Seelenlage, seine erzählerische Phantasie, sein dramatisches Temperament und seine Fähigkeit, das Schwierige einfach auszudrücken, kamen ihm in dieser Gattung zugute. Zugleich verstand er es, die Geschichten so zu schreiben, dass sie auch für Erwachsene mit Gewinn zu lesen sind. Auch seine Kinderliteratur behandelt bedeutende Themen und unterscheidet sich hierin nur durch die Art der Behandlung von Hacks’ Dramatik oder seiner Epik für Erwachsene.

Essayistik[Bearbeiten]

Das Bedürfnis nach politischer, philosophischer und vor allem ästhetischer Selbstverständigung ließ Hacks als Autor von Essays hervortreten. Was die Gestaltung angeht, steht er hierbei stark in der französischen Tradition: Die Essays sind mit Anspruch auf Lesbarkeit geschrieben. Die Sprache ist reizvoll, flüssig und anschaulich. Was hingegen den Aufbau der Essays und ihren Gehalt angeht, steht Hacks stärker in der deutschen Tradition: Sein Anspruch, schwierige Themen systematisch zu durchdenken, und seine Gabe, auch Theorien dramatisch zu entwickeln, gaben seinen Essays eine Finesse im Aufbau und ein theoretisches Niveau, wie es unter den Autoren der Gegenwart nur selten zu finden ist.

Edition und Forschung[Bearbeiten]

Noch zu Lebzeiten von Peter Hacks war eine Ausgabe letzter Hand im Eulenspiegel-Verlag erschienen. Mit der sukzessiven Auswertung des Nachlasses nahm seit 2003 die Dichte der Editionen zu. Philologische Projekte entstanden dennoch hauptsächlich außerhalb akademischer Strukturen. André Müller sen. veröffentlichte im März 2008 seine Gespräche mit Hacks; sein Briefwechsel mit dem Dichter ist für Ende 2014 geplant. Beide Vorhaben geschehen unter dem Dach des Eulenspiegel-Verlags, wo zur Herbstbuchmesse 2013 auch eine fünfbändige Ausgabe der Werke und Schriften des jungen Hacks erschienen ist. Im August 2009 gründete Eulenspiegel das Imprint Aurora Verlag, das die wissenschaftlichen Projekte zu Peter Hacks bündeln soll. Dort erscheinen neben Fachbüchern auch kommentierte Einzelausgaben. Im Herbst 2010 legten Jens Mehrle und Thomas Keck unter dem Titel Berlinische Dramaturgie eine Edition aller Gesprächsprotokolle der Arbeitskreise in der Akademie der Künste vor. Der VAT Verlag André Thiele betreibt mit der Edition Neue Klassik eine Buchreihe, die wissenschaftliche Publikationen zu Peter Hacks versammelt. So erschien im Sommer 2008 als Nummer eins der Reihe die von Ronald Weber besorgte Peter-Hacks-Bibliographie; ihr folgten Annette Loses Verzeichnis der Hacks-Vertonungen und mit Leistung und Demokratie die erste Monographie seit dem Tod des Dramatikers. Weitere Projekte des Verlags sind ein Hacks-Lexikon (vorbereitet von Felix Bartels) und eine Biographie des jungen Hacks (vorbereitet von André Thiele). Seit September 2007 erscheint beim VAT halbjährlich das Journal „ARGOS. Mitteilungen zu Leben Werk und Nachwelt von Peter Hacks“.[5] Ende 2007 wurde die Peter-Hacks-Gesellschaft e. V. gegründet, deren Vorsitzender der Verleger Philipp Dyck ist. Der Verein soll die wissenschaftliche und kulturelle Auseinandersetzung mit Peter Hacks fördern. Ein Ergebnis dieser Tätigkeit ist die seit 2008 jährlich stattfindende wissenschaftliche Peter-Hacks-Tagung. Die im Sommer 2009 gegründete Stiftung Neue Klassik verfolgt ähnliche Ziele, ist in ihrer Förderung jedoch nicht auf Hacks-Projekte beschränkt.

Preise[Bearbeiten]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten]

Frühwerk[Bearbeiten]

  • Der junge Hacks, hg. von Gunther Nickel, in Zusammenarbeit mit Meike Bohn, 5 Bände (Gedichte; Stücke; Hörspiele; Prosa; Briefe und Lebensdokumente); Berlin: Eulenspiegel 2013; ISBN 978-3-359-02376-0

Lyrik[Bearbeiten]

Sammlungen
Auswahlausgaben
  • Tamerlan in Berlin. Gedichte aus der DDR; Berlin: Eulenspiegel – Das Neue Berlin, 2002
  • 100 Gedichte; Berlin: Eulenspiegel, 2004
  • Liebesgedichte; Leipzig: Reclam, 2006
  • Heile Welt. Liebesgedichte; ausgewählt von Heike Friauf, mit dreizehn Grafiken von Thomas J. Richter; Berlin: Eulenspiegel, 2007
  • Diesem Vaterland nicht meine Knochen; Berlin: Eulenspiegel, 2008

Dramatische Werke[Bearbeiten]

Die frühen Stücke[Bearbeiten]

  • Das Volksbuch vom Herzog Ernst (1953, UA 1967, Nationaltheater Mannheim)
  • Eröffnung des indischen Zeitalters (1954, UA 1955, Münchner Kammerspiele; 1970 2. Fassung unter dem Titel Columbus oder: Die Weltidee zu Schiffe)
  • Die Schlacht bei Lobositz (1955, UA 1956, Deutsches Theater Berlin)
  • Der Müller von Sanssouci (1957, UA 1958, Deutsches Theater Berlin/Kammerspiele)
  • Die Kindermörderin (1957, EA 1959, Wuppertaler Bühnen)

Die Dramen[Bearbeiten]

  • Drama (1969). UA 1970 Frankfurt am Main (Städtische Bühnen)
  • Oper (1974). Musik: Siegfried Matthus. UA 1976 Weimar
  • Numa (1971, 2. Fassung 2002)
  • Adam und Eva (1972, UA 1973, Staatsschauspiel Dresden)Regie: Klaus Dieter Kirst
  • Die Vögel (Libretto nach Aristophanes, 1973, UA 1980, Staatsschauspiel Dresden)
  • Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern (nach Johann Wolfgang von Goethe 1973, UA 1975, Deutsches Theater Berlin / Kammerspiele)
  • Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe (1974, UA 1976, Staatsschauspiel Dresden) Regie: Klaus Dieter Kirst
  • Rosie träumt (1974, UA 1975, Maxim-Gorki-Theater Berlin)
  • Die Fische (1975, UA 1978, Deutsches Theater Göttingen)
  • Senecas Tod (1977, UA 1980, Deutsches Theater Berlin/Staatsschauspiel Dresden)
  • Pandora (nach Johann Wolfgang von Goethe, 1979, UA 1982, Deutsches Theater Göttingen)
  • Musen (Vier Szenen, 1979, UA 1983, Bühnen der Stadt Magdeburg)
  • Die Binsen (1981, UA 1985, Theater im Palast Berlin, Regie Eberhard Esche)
  • Barby (1982, nach Er ist wieder da von Rudi Strahl, UA Halle 1983, Regie Peter Sodann)
  • Fredegunde (1984, UA 1989, Staatstheater Braunschweig)
  • Jona (1986, UA 2009, Schauspiel Wuppertal, Regie Marc Pommerening)

Die späten Stücke[Bearbeiten]

  • Fafner, die Bisam-Maus (1991, UA 1992, Vereinigte Städt. Bühnen Krefeld-Mönchengladbach)
  • Der Geldgott (nach Aristophanes, 1991; UA 1993, Theater Greifswald, Regie: Manfred Dietrich)
  • Der Maler des Königs (1991)
  • Die Höflichkeit des Genies (Dramolett, 1992, UA 1994, Piccolotheater Hamburg)
  • Genovefa (1993, UA 1995 Städt. Theater Chemnitz)
  • Orpheus in der Unterwelt nach Jacques Offenbach (Libretto und Operette für Schauspieler, 1995, UA 1998, Theater Provinz Kosmos im Kulturpalast Bitterfeld, Regie: Jens Mehrle/Stefan Nolte)
  • Bojarenschlacht (nach Jakob Knaschnin, 1996)
  • Tatarenschlacht (nach Ladislaus Oserow, 1996, UA 2005, Theater Erlangen)
  • Der falsche Zar (nach Alexander Sumarokow, 1996)
  • Der Bischof von China (1998, UA 2004, Theater Waidspeicher Erfurt)
  • Der Parteitag (Dramolett, 2003)
  • Phraates (Dramolett, 2003)
  • Berliner Novelle (Dramolett, 2003)

Märchendramen[Bearbeiten]

  • Die Kinder (1981); Uraufführung am 12. Februar 1984 im Theater Greifswald, Regie: Manfred Dietrich, Ausstattung Eckehard König, Musik: Ottmar-Wolfram Vogel
  • Maries Baby (1982)

Boulevard[Bearbeiten]

Epische Werke[Bearbeiten]

Die Erzählungen[Bearbeiten]

  • Ekbal, oder Eine Theaterreise nach Babylon (1961)
  • Der Schuhu und die fliegende Prinzessin (1963)
  • Geschichte meiner Oper (1972)
  • Magister Knauerhase (1982)
  • Die Gräfin Pappel (1992)
  • Der Walfisch (1987)

Kindermärchen[Bearbeiten]

  • Das Windloch (1956)
  • Das Turmverlies (1961)
  • Armer Ritter (1977)
  • Onkel Mo (1981)
  • Kinderkurzweil (Sammlung aller Märchen, 1981 und (erweitert) 2003)

Bilderbücher[Bearbeiten]

  • Leberecht am schiefen Fenster (mit Illustrationen von Ruth Mossner, 1994)[6]

Kinderromane[Bearbeiten]

Essays[Bearbeiten]

Sammlungen[Bearbeiten]

  • Die Maßgaben der Kunst. Gesammelte Aufsätze (1977, erweitert 1996 und 2003)
  • Am Ende verstehen sie es. Politische Schriften 1988–2003; hg. von André Thiele; Berlin: Eulenspiegel, 2005

Kleinere Aufsätze[Bearbeiten]

  • Das Theaterstück des Biedermeier (Dissertation, 1951)
  • Einige Gemeinplätze über das Stückeschreiben (1956)
  • Versuch über das Theaterstück von morgen (1960)
  • Über den Vers in Müllers Umsiedlerin-Fragment (1961)
  • Faust-Notizen (1962)
  • Iphigenie oder Über die Wiederverwendung von Mythen (1963)
  • Das Poetische (1966)
  • Utopie und Realität (1966, Vorwort zu Das Poetische)
  • Kunst und Revolution (1971)
  • Die Entstehung des „Herzogs Ernst“ (1972)
  • Über „Adam und Eva“ (1972)
  • Über das Revidieren von Klassikern (1975)
  • Das Arboretum (1975)
  • Drei Blicke auf Tasso und ein schielender (1975)
  • Über das Gegenwartsdrama, abschließend. Zu „Moritz Tassow“ (1976)
  • Der Fortschritt in der Kunst (1976)
  • Der Meineiddichter (1976)
  • Numa oder die Mitte (1977)
  • Klassik und Romantik in der DDR (1977, Vorwort zu Lyrik bis Mitterwurzer)
  • Saure Feste. Zu „Pandora“ (1980)
  • Eine Goethesche Auskunft zu Fragen der Theaterarchitektur (1982)
  • An Träger (1983)
  • Die lustigen Weiber von Paris. Zu „Fredegunde“ (1984)
  • „Jona“. Beiwerk und Hintersinn (1987)
  • Die wissenschaftliche Gesellschaft und ihr Herr Nachbar (1989)
  • Die freudlose Wissenschaft (Vorwort zur gleichnamigen Sammlung, 1990)
  • Ein Motto von Shakespeare über einem Lustspiel von Büchner (1990)
  • Unter den Medien schweigen die Musen (1990)
  • Die Schwärze der Welt im Eingang des Tunnels (1990)
  • Mehrerlei Langweile (1994)

Große Aufsätze[Bearbeiten]

  • Schöne Wirtschaft. Ästhetisch-Ökonomische Fragmente (1987)
  • Ascher gegen Jahn (1988/89)
  • Ödipus Königsmörder. Über Voltaires Dramen (1991)
  • Zur Romantik (2000)

Bestimmungen[Bearbeiten]

  • Versuch über das Libretto (1973)
  • Wie Gedichte zu machen, oder: Rechtfertigung gegenüber Belinden (1974)
  • Was ist ein Drama, was ist ein Kind? (1978)
  • Urpoesie, oder: Das scheintote Kind (1984)
  • Linke Arbeiter (1988)

Briefe[Bearbeiten]

  • Sammlungen
- Peter Hacks schreibt an "Mamama". Der Familienbriefwechsel. Hg. v. Gunther Nickel. Berlin: Eulenspiegel, 2013; ISBN 978-3-359-02340-1.
- Verehrter Kollege. Briefe an Schriftsteller, Hg. v. Rainer Kirsch. Berlin: Eulenspiegel, 2006; ISBN 978-3-359-01639-7
  • Briefwechsel
- mit Albert Ebert, in: Adam und Eva; Leipzig: Reclam; Düsseldorf: Claassen, 1976; ISBN 3-546-43726-8;
- mit Hans Magnus Enzensberger Hans Magnus Enzensberger – Peter Hacks. Ein Briefwechsel 1957 bis 1962. Hg. v. Alexander Karasek und Roland Berbig. In: Berliner Hefte zur Geschichte des literarischen Lebens 8 (2008), S. 34–64.
- mit Gottfried Fischborn, in: Gottfried Fischborn/ Peter Hacks: Fröhliche Resignation. Interview, Briefe, Aufsätze, Texte. Eulenspiegel: Berlin 2007; ISBN 978-3-359-01684-7
- mit Kurt Gossweiler, in: Am Ende verstehen sie es. Politische Schriften 1988–2003. Hg. v. André Thiele und Johannes Oehme. Berlin: Eulenspiegel, 2005; ISBN 978-3-359-01626-7;
- mit Elly Hacks: Briefe an die Mutter. In: Sinn und Form 3/2012, S. 298-310. Dazu: Gunther Nickel, "Seite Ende, Brief Schluß, Herzlichst Peter". Peter Hacks schreibt an "Mamama". A.a.O., S. 293-297;
- mit Hans Heinz Holz, in: Nun habe ich Ihnen doch zu einem Ärger verholfen – Briefe. Texte. Erinnerungen. Hg. v. Arnold Schölzel. Berlin: Eulenspiegel, 2007; ISBN 978-3-359-01673-1;
- mit Heinar Kipphardt, in: Du tust mir wirklich fehlen. Berlin: Eulenspiegel, 2004; ISBN 978-3-359-01606-9;
- mit André Müller sen., in: Nur daß wir ein bißchen klärer sind. Der Briefwechsel 1989 und 1990; Berlin: Eulenspiegel, 2002;
- mit Ronald M. Schernikau, in: Dann hätten wir noch eine Chance; Hamburg: konkret, 1992;
- mit André Thiele: Der Briefwechsel zwischen Peter Hacks und André Thiele 1997-2003. Hg. v. Felix Bartels. Berlin: Eulenspiegel, 2012; ISBN 978-3-359-02377-7.
- mit Eva-Maria Hagen: Liaison amoureuse. Berlin: Eulenspiegel, 2013; ISBN 978-3359024033.

Gespräche[Bearbeiten]

  • Interview [Peter Hacks im Gespräch mit Rolf Rohmer, Gerda Baumbach und Gottfried Fischborn], in: Gottfried Fischborn / Peter Hacks: Fröhliche Resignation. Interview Briefe Aufsätze Texte, Berlin 2007, S. 15-100.
  • Berlinische Dramaturgie. Gesprächsprotokolle der von Peter Hacks geleiteten Akademiearbeitsgruppen, hrsg. v. Thomas Keck und Jens Mehrle, 5 Bde., Berlin 2010.

CDs[Bearbeiten]

Zitate[Bearbeiten]

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„Hacks gehört zu der Partei der Unbestechlichen. Bekanntlich ist das eine sehr kleine Partei.“

Eberhard Esche: 2003[7]

„Der Mann ist mir anstrengend vollkommen vorgekommen. Zu wissen schien er alles. Und zu können, selbst wenn das nicht logisch klingt, noch mehr.“

Hermann Kant: 2003

„Hacks gehört nicht zu den Schriftstellern, die Gruppen bilden. Er steht zu seinen Freunden und Ansichten. Wenn beide sich sehr voneinander entfernen, bleibt er bei seinen Ansichten.“

Wolfgang Kohlhaase: 2003

„Ein klarer Kopf wie Hacks arbeitet unabhängig davon, ob seine Klugheit Konjunktur hat oder nicht.“

Wiglaf Droste: 2004

„Peter Hacks ist eine ungeheuer erfrischende Quelle, die man im Westen noch gar nicht begonnen hat anzuzapfen.“

Martin Mosebach: 2007[8]

„Es haben jetzt, höre ich, viele Theater in den deutschsprachigen Ländern enorme Repertoire-Schwierigkeiten. Ich empfehle, natürlich ganz leise und schüchtern, auf Peter Hacks zurückzugreifen.“

Marcel Reich-Ranicki: 2004[9]

„Für mich ist die Sprache das zuverlässigste Kriterium bei der Beurteilung der Literatur. Da müssen alle Deutschen, die Hacks verurteilt haben, zugeben (ich will um jede Summe wetten), dass es in Deutschland keinen Literaten gibt, dessen Sprache vollkommener [sic] als bei Hacks wäre. Es gibt einfach keinen Schriftsteller, der die Sprache und alle bekannten Dichtungsgattungen, alle Stile wie Hacks beherrschen würde. Es gibt keinen zweiten zeitgenössischen Schriftsteller wie ihn.“

Ella Wengerowa: 2008[10]

„Die Weltgeschichte hat seinem so schnurrig laufenden Triebwerk den Garaus gemacht. Er sieht aber keinen Grund, seinen Motor zu überholen. Er rast weiter mit ihm durch die völlig veränderte Landschaft. Wer störrische alte Esel mag, der wird sich für Hacks erwärmen. Wer allerdings Spaß an einem Verstand hat, der die Wirklichkeit analysiert und verspottet, statt ihr fünfzig Jahre lang nur sein monotones Iah entgegenzuschmettern, den wird Hacks nicht lange langweilen können. [...] Hacks ist ein Schlaukopf für Besserwisser, also für Dumme.“

Arno Widmann: 2007[11]

„Böll, man kennt ihn, ist drüben der Herbergsvater für dissidierende Wandergesellen. Biermann hat in seinem Bett übernachtet, und ich hoffe, er hat nicht noch Solschenizyns Läuse darin gefunden.“

Peter Hacks: 1976[12]

Literatur[Bearbeiten]

zur Person

Periodika

  • Argos. Mitteilungen zu Leben, Werk und Nachwelt des Dichters Peter Hacks, bis 2010 hrsg. von André Thiele, bis 2012 hrsg. von Gunther Nickel, Mainz 2007- [erscheint halbjährlich]
  • Tagungsbände der Wissenschaftlichen Tagung der Peter-Hacks-Gesellschaft, hrsg. von Kai Köhler, Berlin 2009- [erscheint jährlich]

Monographien

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Peter Hacks – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Artikel und Aufsätze

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 150 Jahre – CDG in Bewegung, Kap. Peter Hacks
  2. Peter Hacks: Werke, Band 13; Berlin: Eulenspiegel-Verlag, 2003; S. 139 [im folgenden immer: HW]
  3. HW XIV, 9
  4. HW XV, 288
  5. Argos-Archiv; ISSN 1865-049X
  6. zeit online: Fundstück(1983) (abgerufen am 8. April 2014)
  7. Stimmen über Hacks, MDR, 29. August 2003
  8. Mosebach am 29. Oktober 2007 in einem SZ-Interview; zitiert in: Peter Hacks Forum
  9. Reich-Ranicki in Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Ausgabe vom 24. Oktober 2004, Artikel nicht online „Fragen Sie Reich-Ranicki: Wie stehen Sie zu Peter Hacks, dessen Schauspiel Ein Gespräch im Hause Stein über den abwesenden Herrn von Goethe Sie immerhin in den jetzt …“(879 Wörter)
  10. Ella Wengerowa in einem Interview mit Die Stimme Russlands, erschienen am 8. November 2008.
  11. http://www.perlentaucher.de/artikel/3564.html
  12. "Die Weltbühne" Ausgabe 49 vom 1. Dezember 1976, S. 1541ff "Neues von Biermann", Artikel nicht online