Pikes Peak International Hill Climb

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Logo des Pikes Peak Hill Climb 2013
Pikes Peak Hill Climb Course Map

Das Pikes Peak International Hill Climb (PPIHC), auch „Race To The Clouds“ genannt, ist ein Bergrennen für Rennwagen und Motorräder auf dem Pikes Peak, einem Berg der Front Range der Rocky Mountains im US-amerikanischen Bundesstaat Colorado.

Allgemeines[Bearbeiten]

Während die Rennstrecke früher hauptsächlich über Schotter führte, wurde in jüngerer Vergangenheit immer mehr davon mit Asphalt abgedeckt
2007: Rod Millens Pikes Peak Toyota Tacoma in Goodwood

Das Rennen wurde bereits 1916 zum ersten Mal organisiert, um die als Touristenattraktion erbaute Straße zum Gipfel des Pikes Peak landesweit bekannt zu machen. Ursprünglich fand das Rennen jeweils am 4. Juli (Independence Day) statt, 2009 wurde die 87. Auflage des Klassikers erst am 19. Juli ausgetragen. 2010 und 2011 fanden die Rennen bereits am letzten Juni-Wochenende statt. 2012 war der 8. Juli als Renntag vorgesehen, aber der Waldbrand Waldo Canyon Fire erzwang eine Verschiebung, so dass es am 12. August stattfand.

Die Renndistanz beträgt 19,99 Kilometer (12,42 Meilen), die Strecke umfasst 156 Kurven. Der Start liegt auf 2.862 Metern Höhe, und es werden 1.439 Meter Höhenunterschied bei durchschnittlich 7% Steigung der Straße bewältigt. Auf dem Weg zum Ziel, das sich auf dem Gipfel (The Summit) in 4.301 Metern (14.110 Fuß) Höhe über dem Meeresspiegel befindet, verlieren die Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren durch die dünne Höhenluft rund ein Drittel ihrer Leistung. In den ersten Jahren war die Piste zum größten Teil geschottert und verfügte über einzelne Pflasterstein-Passagen, die später jedoch asphaltiert wurden. 2001 wurde auf Initiative von Umweltschützern damit begonnen, auch die bisher unbefestigten Streckenabschnitte mit Asphalt zu belegen, seit August 2011 ist die gesamte Rennstrecke asphaltiert. Somit wurde das PPIHC bei seiner 90. Auflage 2012 erstmals über eine vollständig befestigte Strecke ausgetragen.

Das Pikes Peak International Hill Climb gilt als anspruchsvolles Rennen, da sich für die Teilnehmer nur begrenzte Trainingsmöglichkeiten bieten. So werden die Qualifikationsläufe nur auf einem Teilstück ausgetragen, während das Rennen auf dem Pikes Peak aus einem einzigen Wertungslauf besteht. Dabei besteht zudem die Gefahr, dass die Fahrer von unvermittelten Wetterumschwüngen überrascht werden können, deren Ursache in den verschiedenen Höhenlagen der Strecke liegen. In einzelnen Fällen führten die vorherrschenden Witterungsbedingungen am Pikes Peak zu einer Verkürzung der Renndistanz, da im oberen Streckenteil noch Schnee lag oder zu starker Nebel herrschte.

Rekordsieger beim Pikes Peak International Hill Climb ist der US-Amerikaner Bobby Unser. Er konnte das Rennen insgesamt 13-mal gewinnen. Überhaupt gilt die Rennfahrerdynastie der Unsers als die „Royal Family“ des Pikes Peak. So konnte bereits der Onkel von Bobby, Louis Unser jr., das Rennen neunmal gewinnen, sein Bruder Al Unser konnte zweimal siegen, und auch der Sohn von Bobby, Robby Unser, war bereits achtmal erfolgreich. Louis Unser hielt auch viele Jahre lang den Rekord für die meisten Zielankünfte mit 36. Dieser Rekord wurde 2011 von Randy Schranz gebrochen, als dieser sein 37. Rennen seit 1972 beenden konnte. Weitere berühmte Fahrer, die am Pikes Peak gewinnen konnten, sind die Indycar-Fahrer Mario Andretti und Rick Mears sowie die Rallyefahrerin Michèle Mouton und ihre Kollegen Walter Röhrl und Ari Vatanen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die ersten Jahre[Bearbeiten]

Die erste Austragung des Pikes Peak International Hill Climb fand 1916 statt. Begründer dieses Events war mit Spencer Penrose ein Bürger und Investor der Stadt Colorado Springs, der sich damit einen Image-Gewinn für die Region versprach. Penrose stiftete auch eine Trophäe, die bis zur nächsten Austragung des Rennens im Besitz des jeweiligen aktuellen Gesamtsiegers verbleiben sollte. Der Berg wurde sowohl mit Autos als auch mit Motorrädern in Angriff genommen. Die Zweiräder stammten größtenteils aus der Motorradschmiede Excelsior Motorcycle Company, die Autos waren offene Rennwagen mit Big-Block-Frontmotoren (Open Wheel). Bedingt durch viele auftretende Pannen bestritt jeder Fahrer mit einem Mechaniker an seiner Seite das Rennen, später gingen die Fahrer in Einsitzern auf die Strecke. Der erste Pikes-Peak-Champion hieß Rea Lentz, der mit einem Romano Dämon Special die Strecke mit einer Zeit von 20:56 Minuten absolvierte. Zum Teilnehmerfeld gehörten auch Rennsport-Pioniere wie Eddie Rickenbacker und Barney Oldfield.

Aufgrund des Ersten Weltkriegs erfuhr das Bergrennen eine dreijährige Pause und wurde erst wieder 1920 – mittlerweile durch den damaligen Motorsportverband AAA sanktioniert – wiederaufgenommen. Die folgenden Jahre standen im Zeichen von Glen Schultz, der mit insgesamt acht Titeln zwischen 1923 und 1933 die erste Ära im Pikes-Peak-Rennen begründete.

1929 wurde mit der „Super Stock Category“ eine zweite Fahrzeugklasse eingeführt. Obwohl nach sechs Jahren vorerst wieder eingestellt, ist sie seit 1956 fester Bestandteil des Bergrennens.

Im Zeichen der Unser-Dynastie[Bearbeiten]

1926 debütierte mit Joe Unser der erste Vertreter einer Rennfahrerfamilie, die seitdem den Wettbewerb prägte und 1934 durch Joes Bruder Louis Unser den ersten Sieg zu verzeichnen hatte. Die nächsten 20 Jahre bildete dessen anhaltender Zweikampf mit Landsmann Al Rogers den sportlichen Höhepunkt bei den Rennen. Während Rogers dabei fünf Siege erreichte, stand Louis Unser insgesamt neun Mal auf dem Podium ganz oben. 1953 stellte er dabei mit 15:15,40 Minuten die bis dahin schnellste Zeit auf.

Mitte der 1950er Jahre feierte die nächste Generation ihr Debüt beim Pikes Peak International Hill Climb. Die Karriere von Jerry Unser, der in der „Super Stock Category“ startete, fand jedoch 1959 ein jähes Ende, als er beim Training zur Indy 500 tödlich verunglückte. Seine jüngeren Brüder Bobby Unser und Al Unser konnten sich dagegen mehrmals in die Siegerliste eintragen, wobei Bobby mit insgesamt 13 Titeln – acht davon in der Open Wheel Category – zum Rekordsieger avancierte. 1968 gelang es ihm als erstem Fahrer, unter 12 Minuten zu bleiben.

Die dritte Generation debütierte 1976 mit Bobby Unser Jr., dem kurz darauf sein Cousin Al Unser Jr. und 1987 sein Bruder Robby Unser folgten. Letzterer konnte mit acht Triumphen auf die beeindruckendste Erfolgsbilanz der Drei verweisen. In den 1990er Jahren gehörten Johnny Unser, der Sohn von Jerry Unser, und Jeri Unser, die Schwester von Bobby Jr. und Robby Unser dem Teilnehmerfeld an. Insgesamt nahmen bis heute 12 Mitglieder dieser Rennfahrerdynastie am Pikes Peak International Hill Climb teil. (Stand 2011)

Aufstieg und Erfolg der sogenannten Rallye-Fahrzeuge[Bearbeiten]

In den frühen 1970er Jahren erfuhr die Open Wheel Category eine technische Neuerung, als die bis dahin mit Frontmotor ausgestatteten „Sprint Cars“ zunehmend von tiefergelegten Rennwagen mit Heckmotor verdrängt wurden. Knapp zehn Jahre später erlebte die schnellste Fahrzeugklasse erneut eine technische Weiterentwicklung. Fortan bestimmten speziell für das Bergrennen ausgelegte Fahrzeuge das Tempo. Der erfolgreichste Vertreter dieser Wagengattung war der Wells Coyote Chevy, der von den Pikes-Peak-Gesamtsiegern der Jahre 1981 bis 1984 gefahren wurde.

1981 wurde mit der Open Rally Category eine Klasse in das Programm aufgenommen, deren Fahrzeuge zumeist aus der vorrangig in Europa ausgetragenen Rallye-Weltmeisterschaft stammten. In den ersten Jahren dominierte Audi auf dieser neuen Bühne, auch deswegen, weil die Fahrzeuge des deutschen Herstellers über Allradantrieb verfügten, mit dem sie auf der noch gänzlich mit Schotter belegten Strecke eindeutig im Vorteil waren. Blieb der erste Favorit dieser Kategorie, der US-amerikanische Rallyefahrer John Buffum, 1982 und 1983 mit seinem Audi quattro noch rund eine halbe Minute über den Zeiten der Rekordfahrer, so etablierten sich die Ingolstädter schon bald darauf zu einem ebenbürtigen Gegner um den Gesamtsieg. 1985 holte sich schließlich mit Michèle Mouton nicht nur die erste Frau überhaupt, sondern auch der erste Vertreter der Open Rally Category den Gesamtsieg. Im Jahr zuvor waren die Französin (zusammen mit ihrer italienischen Beifahrerin Fabrizia Pons als Streckenaufschrieb-Vorleserin) und der Norweger Martin Schanche die ersten Europäer, die sich am Pikes Peak versuchten. Nachdem Schanche in Führung liegend nach etwa einem Drittel der Distanz einen Reifenschaden vorne rechts an seinem 560 PS starken Ford Escort Mk3 4×4 erlitten hatte, konnte Mouton den Rallye-Kategorie-Sieg erringen, mit 12:10,38 Minuten jedoch noch nicht die absolute Bestzeit erzielen. Den Gesamtsieg holte sich mit Bill Brister erneut ein Open-Wheel-Pilot und legte dabei eine Zeit von 11:42,82 vor. Doch die 1985er 11:25,30 Minuten von Mouton auf einem Audi Sport quattro bedeuteten endlich einen neuen Streckenrekord. Im Jahr darauf gab Audi dem zwölffachen Pikes-Peak-Sieger Bobby Unser die Chance, mit einem Werks-Quattro sein Glück zu versuchen. In 11:09,22 Minuten fuhr der US-Amerikaner zu seinem dreizehnten Sieg und zu einem weiteren neuen Streckenrekord.

Audi S1 Pikes Peak gefahren von Walter Röhrl beim 1. Rossfeldbergrennen im Jahr 2013
Peugeot 405 Turbo 16 Pikes Peak

Im Jahr 1987 kam es zum Aufeinandertreffen der Werksmannschaften von Audi und Peugeot. Audi brachte eine nach den Erfahrungen der Vorjahre entstandene Weiterentwicklung des Audi quattro S1 aus der Gruppe B der Rallye-Weltmeisterschaft, den 440 kW (598 PS) starken Audi Sport quattro E2 Pikes Peak, an den Start. Gefahren wurde das Auto vom zweifachen Rallye-Weltmeister Walter Röhrl. An der Spitze des Peugeot-Teams stand der ehemalige Rallye-Weltmeister Ari Vatanen mit dem Peugeot 205 T16 E2 Pikes Peak, sein Landsmann Juha Kankkunen fuhr ein identisches Auto. Am Ende des Rennens blieb Röhrl mit 10:47 Minuten als erster Fahrer unter der 11-Minuten-Marke und bescherte Audi den dritten Gesamtsieg in Folge. Konkurrent Vatanen kämpfte kurz vor dem Ziel mit technischen Problemen und benötigte für die Strecke sieben Sekunden mehr.

1988 kehrte Peugeot mit einem neuen Auto, dem Peugeot 405 Turbo 16 Pikes Peak, zurück. In Abwesenheit von Audi konnte Vatanen diesmal das Rennen für sich entscheiden, wobei er den Rekord von Walter Röhrl aus dem Vorjahr trotz schlechten Wetters um 63 Hundertstelsekunden verbesserte. Im Jahr darauf gewann mit Robby Unser wiederum ein Peugeot-Pilot, der allerdings mit 10:48 Minuten einen weiteren Rekord knapp verfehlte.

Nachdem Peugeot fünf Jahre lang im Besitz der absoluten Streckenrekordes war, wechselte die Bestmarke 1993 noch einmal in die traditionelle Pikes-Peak-Kategorie. Der US-Amerikaner Paul Dallenbach gewann dabei mit einem Davis-Chevrolet in einer Zeit von 10:43 Minuten.

Austragung 1994 unter optimalen Streckenbedingungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1994 kam es zu einer Anzahl neuer Rekorde. Verantwortlich dafür waren besonders günstige Streckenverhältnisse. Der lose Schotterbelag der Strecke war nach der Verwendung von Staubblockern in diesem Jahr sehr fest, so dass Bedingungen fast wie auf Asphalt herrschten und in den Kurven teilweise sogar schwarze Reifenspuren auf dem Schotterbelag sichtbar wurden. Mit dem Neuseeländer Rod Millen konnte diesmal wieder ein Pilot aus der Rallye-Klasse gewinnen, die mittlerweile in „Unlimited Category“ umbenannt worden war. Auf einem allradgetriebenen Toyota-Celica-Mittelmotor-Spezialfahrzeug mit 625 kW (850 PS) bewältigte Millen den Pikes Peak in überragenden 10:04 Minuten und blieb damit fast 40 Sekunden unter der alten Bestzeit. Und auch der Sieger der Open-Wheel-Kategorie, Robby Unser, war mit knapp 10:06 Minuten nur unwesentlich langsamer.

Obwohl Rod Millen – jeweils in der Unlimited Category – bis 1999 noch vier weitere Gesamtsiege feiern konnte, blieb seine Rekordmarke aus dem Jahre 1994 unangetastet und sollte erst 13 Jahre später unterboten werden. Auch andere Rekorde aus diesem Rennen hielten für längere Zeit. So wurde der Stock-Car-Rekord von Bobby Regester erst im Jahr 2010 gebrochen, während der Open-Wheel-Rekord von Robby Unser noch bis heute (Stand: 2011) Bestand hat.

Jagd auf die 10-Minuten-Marke[Bearbeiten]

2010: Der Monster Sport SX4 Hill Climb Special von Suzuki

Ab 2001 wurden immer mehr Teile der zuvor unbefestigten Strecke asphaltiert, wodurch die Fahrzeuge jetzt in bestimmten Abschnitten höhere Geschwindigkeiten erreichen. Jedoch wird der somit entstandene Zeitvorteil teilweise dadurch kompensiert, dass die asphaltierten Streckenteile deutlich schmaler sind als die zuvor weit ausladende Schotterpiste. Somit ist die Wahl der Linienführung eingeschränkt und die Strecke insbesondere im Bereich von Haarnadelkurven weniger flüssig zu durchfahren.

Race To The Clouds 2006: Der Suzuki Grand Vitara des Japaners Nobuhiro „Monster“ Tajima am Berg

Am 21. Juli 2007 gelang es schließlich dem Japaner Nobuhiro „Monster“ Tajima, den 1994er-Rekord von Rod Millen zu unterbieten. Tajima benötigte mit dem auf Meereshöhe 740 kW (1007 PS) starken Suzuki XL7 Hill Climb Special (V6-TwinTurbo-Motor mit 3,6 l Hubraum) 10:01 Minuten. Die 10-Minuten-Grenze jedoch blieb bestehen und wurde durch das denkbar knappe Scheitern von Tajima noch werbewirksamer, so dass im Jahr 2008 vom Veranstalter sogar eine Extra-Prämie von 25.000 Dollar für ihr Unterschreiten ausgelobt wurde. Obwohl Tajima diesmal über seiner Rekordmarke blieb, gewann er mit 10:18 Minuten erneut das Rennen überlegen. Auch 2009 und 2010 konnte der Japaner mit einem neu aufgebauten Suzuki-SX4-Prototypen das Rennen für sich entscheiden, aber keinen neuen Rekord aufstellen.

2011 – Die 10-Minuten-Marke wurde unterboten[Bearbeiten]

2011: Tajima unterbietet erstmals die 10 Minuten.

Am 27. Juni 2011 erreichte Nobuhiro Tajima als erster Fahrer eine Zeit unter 10 Minuten. Auf der mittlerweile zu rund 75 % asphaltierten Strecke gewann der Suzuki-Pilot in 9:51 Minuten. Den zweiten Platz holte sich der Sohn des früheren Rekordhalters Rod Millen, Rhys Millen, mit einem Hyundai-Prototypen in 10:09 Minuten. Dritter wurde der Franzose und dreifache Trophée-Andros-Sieger Jean-Philippe Dayraut auf einem Dacia-Duster-Prototypen in 10:17 Minuten.

2012 – Die Rekorde fallen[Bearbeiten]

Im Jahr 2012 fand das Rennen dann auf einer komplett asphaltierten Strecke statt, so dass in vielen Klassen neue Rekorde aufgestellt werden konnten. Erstmals konnten auch zwei Fahrer auf Motorrädern unter 10 Minuten bleiben, Carlin Dunne in 9:52,819 Minuten und Greg Tracy in 9:58,262 Minuten, beide auf einer Ducati Multistrada. Die favorisierten Fahrer der Unlimited- und Elektro-Klasse hatten einiges an Pech. So kamen in der Unlimited-Klasse nur zwei Fahrzeuge ins Ziel. Paul Dallenbach überstand einen schweren Unfall nahezu unverletzt. Der Vorjahresdritte Jean-Philippe Dayraut kam auf seinem Dacia Duster ebenso wenig ins Ziel wie die beiden Ford RS200 von Pat Doran und Mark Rennison, so dass der Sieg in der Unlimited-Klasse an David Donner auf einem Palatov D4PPS in 10:04,652 Minuten ging. In der Electric-Vehicle-Klasse wurde das neue Projekt von Streckenrekordhalter Nobuhiro Tajima, der E-Runner Pikes Peak Special, ein Raub der Flammen. Der Sieg ging an den Japaner Fumio Nutahara auf einem Werks-Toyota TMG EVP002, der in 10:15,380 Minuten einen neuen Rekord für Elektrofahrzeuge aufstellte. Die Pikes-Open-Klasse gewann Romain Dumas in einem Porsche 911 GT3 R, der in 9:46,181 Minuten einen neuen Streckenrekord aufstellte. Das Wetter verschlechterte sich währenddessen kontinuierlich. Rhys Millen konnte in seinem Hyundai Genesis Coupé den Streckenrekord noch auf 9:46,164 Minuten senken, obwohl es zu diesem Zeitpunkt auf dem Berg bereits zu schneien begann. Diese Zeit genügte für den Sieg in der Time-Attack-Klasse und den Gesamtsieg. Alle verbleibenden Klassen, darunter die traditionelle Open-Wheel-Klasse, konnten aufgrund des Schneefalls nur noch auf einer verkürzten Strecke gefahren werden.

2013[Bearbeiten]

Nach Sébastien Loebs Rekordfahrt auf einem Peugeot 208 T16 Pikes Peak, welcher die alte Bestzeit um 1:32,285 min deklassierte, denken die Veranstalter aus Sicherheitsgründen darüber nach, die Klasse der Unlimited-Autos ab dem Jahr 2014 mit Regeln zu begrenzen.[1]

Entwicklung der absoluten Bestzeiten (seit 1968)[Bearbeiten]

Motorrad-Teilnehmer auf einer BMW kurz vor dem Gipfel

Alle Sieger[Bearbeiten]

Unlimited Class (seit 1981)[Bearbeiten]

Jahr Sieger Fahrzeug Zeit
1981 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bud Hoffpauir Wells Coyote Special Roadster 13:10.100
1982 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Buffum Audi Quattro 12:20.520
1983 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten John Buffum Audi Quattro 12:27.910
1984 FrankreichFrankreich Michèle Mouton Audi Sport Quattro 12:27.910
1985 FrankreichFrankreich Michèle Mouton Audi Sport Quattro 11:25.390
1986 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Bobby Unser Audi Sport Quattro S1 E2 11:09.220
1987 DeutschlandDeutschland Walter Röhrl Audi Sport Quattro S1 E2 10:47.850
1988 FinnlandFinnland Ari Vatanen Peugeot 405 Turbo 16 10:47.220
1989 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Robby Unser Peugeot 405 Turbo 16 10:48.340
1992 JapanJapan Nobuhiro Tajima Suzuki Swift 12:51.630
1993 JapanJapan Nobuhiro Tajima Suzuki Swift 10:44.220
1994 NeuseelandNeuseeland Rod Millen Toyota Celica AWD Turbo 10:04.060
1995 JapanJapan Nobuhiro Tajima Suzuki Escudo 7:53.000*
1996 NeuseelandNeuseeland Rod Millen Toyota Celica 10:13.640
1997 NeuseelandNeuseeland Rod Millen Toyota Celica 10:04.540
1998 NeuseelandNeuseeland Rod Millen Toyota Tacoma 10:07.700
1999 NeuseelandNeuseeland Rod Millen Toyota Tacoma 10:11.150
2000 SchwedenSchweden Per Eklund Saab 9-3 11:21.580
2001 JapanJapan Yutaka Awazuhara Suzuki Vitara 11:01.770
2002 SchwedenSchweden Per Eklund Saab 9-3 11:13.200
2004 SchwedenSchweden Stig Blomqvist Ford RS200E 5:16.800*
2005 JapanJapan Koichi Horiuchi Mitsubishi FTO 11:34.570
2006 JapanJapan Nobuhiro Tajima Suzuki XL7 Hill Climb Special 7:38.900*
2007 JapanJapan Nobuhiro Tajima Suzuki XL7 Hill Climb Special 10:01.408
2008 JapanJapan Nobuhiro Tajima Suzuki XL7 Hill Climb Special 10:18.250
2009 JapanJapan Nobuhiro Tajima Suzuki SX4 10:15.368
2010 JapanJapan Nobuhiro Tajima Suzuki SX4 10:11.490
2011 JapanJapan Nobuhiro Tajima Suzuki SX4 9:51.278
2012 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten David Donner Palatov D4PPS 10:04.652
2013 FrankreichFrankreich Sébastien Loeb Peugeot 208 T16 Pikes Peak 8:13.878

*Gekürzte Strecke

Aktuelle Pikes-Peak-Rekorde[Bearbeiten]

Jahr Kategorie Zeit Fahrer Nationalität Fahrzeug
2013 Unlimited 08:13,878 Loeb, SébastienSébastien Loeb FrankreichFrankreich FRA Peugeot 208 T16
2013 Time Attack 09:46,001 Dallenbach, PaulPaul Dallenbach Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Hyundai Genesis Coupé
2012 Pikes Peak Open 09:46,181 Dumas, RomainRomain Dumas FrankreichFrankreich FRA Porsche 911 GT3 R
2013 Electric Vehicle 09:46,530 Tajima, NobuhiroNobuhiro Tajima JapanJapan JPN E-Runner Pikes Peak Special
2012 1205cc 09:52,819 Dunne, CarlinCarlin Dunne Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Ducati Multistrada
2013 Exhibition Powersport 10:00,694 Dunne, CarlinCarlin Dunne Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Lightning Electric Superbike
1994 Open Wheel 10:05,85 Unser, RobbyRobby Unser Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA ADT/Speedway-Chevrolet
2013 Superbike 750cc 10:31,499 Henao, MichaelMichael Henao Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Kawasaki Ninja ZX-6R
2013 450cc 10:32,964 Tigert, JeffreyJeffrey Tigert Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Honda CRF 450
2012 Exhibition 10:56,240 Knoop, RickRick Knoop Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Lister Knoop/Mann Special

Sonstiges[Bearbeiten]

Als neuseeländisches Gegenstück zum Race To The Clouds galt seit 1998 das alljährliche Race To The Sky im Cardrona Valley (Central-Otago-Distrikt), welches aber im Jahr 2007 zum vorläufig letzten Mal ausgetragen wurde. Und als „Europas Pikes-Peak-Race“ wurden 1988 und 1989 die beiden Bergrennen auf dem Erzberg in Österreich bezeichnet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pikes Peak International Hill Climb – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Reiner Kuhn: Suber-Séb schießt hinaus in neue Hemisphären in Motorsport-aktuell vom 2. Juli 2013, S. 23.

38.840285-105.043989Koordinaten: 38° 50′ 25″ N, 105° 2′ 38″ W