Porsche 901

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Porsche
1964 Porsche 901 rear.jpg
901
Produktionszeitraum: 1963–1964
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Coupé
Motoren: Ottomotor:
2,0 Liter (96 kW)
Länge: 4163 mm
Breite: 1610 mm
Höhe: 1320 mm
Radstand: 2211 mm
Leergewicht: 1080 kg
Vorgängermodell: Porsche 356
Nachfolgemodell: Porsche 911

Porsche 901 war die ursprüngliche Verkaufsbezeichnung des Porsche 911 bei seiner Präsentation auf der Frankfurter IAA im Jahre 1963.[1]

Porsche betrachtet erst den Porsche 911 G von 1973 als Ablösung des Porsche 901.[2]

Modellgeschichte[Bearbeiten]

Am 12. September 1963 wurde auf der Frankfurter IAA zum ersten Mal der neue Porsche 901 vorgestellt,[1] und im Oktober des Jahres 1964 auch auf dem Pariser Automobilsalon präsentiert, wo der französische Kraftfahrzeughersteller Peugeot – der sich seit den 1920er Jahren die Rechte an allen dreiziffrigen Typbezeichnungen mit einer Null in der Mitte für Automobile hatte schützen lassen – auf die Verwendung einer von ihm geschützten Modellbezeichnung durch einen Fremdhersteller aufmerksam wurde.[3] Porsche reagierte daraufhin und änderte die Modellbezeichnung in Porsche 911, hatte bis zum Herbst des Jahres 1964 allerdings schon 82 Exemplare des mit einem 96 kW (130 PS) starken, luftgekühlten Sechszylinder-Boxermotor ausgerüsteten und im Grundpreis 21.900 DM teuren 901 Coupé absetzen können.[4]

Diese Namensregelung, welche es sämtlichen anderen Automobilherstellern nahezu unmöglich machte, ihre Modelle mit einer dreistelligen Ziffernkombination – sofern sie eine Null in der Mitte beinhaltet – zu bezeichnen, betraf analog auch weitere straßenzulassungsfähige Sportwagen wie den Porsche 904, der als Carrera GTS verkauft wurde,[5] und den Porsche 906, der den Namen Carrera 6 bekam. Die Porsche 907, Porsche 908, Porsche 909 waren als reine Rennwagen jedoch nicht von einer Verwechslungsgefahr mit Peugeot-Straßenautos betroffen und konnten folglich auch unter diesen Bezeichnungen in Rennen antreten.

Literatur[Bearbeiten]

  • Thomas Agethen; Sigmund Walter: Typenkompass Porsche. Personenwagen seit 1948. Motorbuch Verlag, Stuttgart (2003), ISBN 3-613-02157-9
  • Tobias Aichele: Porsche 911 – Forever young. Motorbuch Verlag, Stuttgart (2004), ISBN 3-613-01546-3
  • Marc Bongers: Porsche. Serienfahrzeuge und Sportwagen seit 1948. Motorbuch Verlag, Stuttgart (2004), ISBN 3-613-02388-1
  • Achim Kubiak: Faszination 911. Die Typologie des Porsche 911. Delius Klasing Verlag, Bielefeld (2004), ISBN 3-7688-1581-1
  • Randy Leffingwell: Porsche 911 – Perfektion und Design. HEEL Verlag, Königswinter (2007), ISBN 3-89880-641-3
  • Nicky Wright: Porsche. Traumauto made in Germany. Orbis Verlag, ISBN 3-572-09989-7

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b 1964 Porsche 911, Vorgeschichte. Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, archiviert vom Original am 19. Juni 2009, abgerufen am 4. März 2007.
  2. Manfred Harrer, Hans-Jürgen Görich, Uwe Reuter, Georg Wahl (alle Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG) u. A.: 50 Jahre Porsche 911 – Die Perfektionierung des Fahrwerks. Springer Fachmedien Wiesbaden, 25. September 2013, abgerufen am 10. Oktober 2014: „Der Ur-911 (Typ 901; 1963 bis 1973) …“
  3. Marc Bongers: Porsche. Serienfahrzeuge und Sportwagen seit 1948. Motorbuch Verlag, Stuttgart. 1. Auflage 2004, S. 72, ISBN 3-613-02388-1
  4. Marc Bongers: Porsche. Serienfahrzeuge und Sportwagen seit 1948. Motorbuch Verlag, Stuttgart. 1. Auflage 2004, S. 80, ISBN 3-613-02388-1
  5. 1964 Porsche 904 Carrera GTS. Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, archiviert vom Original am 23. März 2009, abgerufen am 4. März 2007.