Powiat Gliwicki

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Powiat Gliwicki
Wappen des Powiat Gliwicki Lage des Powiat Gliwicki
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Schlesien
Kreisstadt: Gliwice
Fläche: 663 km²
Einwohner: 114.093 (31. Dez. 2009[1])
Verstädterungsgrad: 56,3 %
Telefonvorwahl: (+48) 32
Kfz-Kennzeichen: SGL
Kreisgliederung
Stadtgemeinden: 2
Stadt- und Landgemeinden: 2
Landgemeinden: 4
Starostei (Stand: 2014)
Starost: Michał Nieszporek
Adresse: ul. Zygmunta Starego 17
44-100 Gliwice
Webpräsenz: www.powiatgliwicki.pl

Der Powiat Gliwicki ist ein Powiat (Landkreis) in der polnischen Woiwodschaft Schlesien. Der Kreis hat eine Fläche von 663 km² mit etwa 110.000 Einwohnern. Er befindet sich westlich der Kreisstadt Gliwice, die ihm jedoch nicht angehört.

Zum Landkreis gehören 8 Gemeinden. Davon sind 4 Gemeinden Landgemeinden, 2 Stadtgemeinden und 2 Stadt-/Landgemeinden.

Der Landkreis entstand in seiner heutigen Form am 1. Januar 1999, nach der polnischen Verwaltungsreform. Der Verwaltungssitz des Landkreises befindet sich in Gliwice. Durch den Landkreis verläuft die Autobahn A4.

Partnerschaften bestehen u.a. mit den Landkreisen Calw und Mittelsachsen (ehemals Freiberg) in Deutschland, Denbighshire in Wales und dem Powiat Pucki in der Kaschubei.

Gemeinden[Bearbeiten]

Rathaus in Pyskowice

Der Powiat umfasst zwei Stadtgemeinden, zwei Stadt- und Landgemeinden und vier Landgemeinden:

Stadtgemeinden[Bearbeiten]

Stadt- und Landgemeinden[Bearbeiten]

Landgemeinden[Bearbeiten]

Geografie[Bearbeiten]

Der Landkreis liegt im mittleren Westen der Woiwodschaft Schlesien und zentral in Oberschlesien.

Durch das Kreisgebiet fließen die Flüsse Klodnitz und Drama und der Gleiwitzer Kanal.

Benachbarte Kreise[Bearbeiten]

Der Powiat Gliwicki grenzt an den Powiat Tarnogorski, die Stadt Gliwice (Gleiwitz), die Stadt Zabrze (Hindenburg OS), den Powiat Powiat Mikołowski, die Stadt Ruda Śląska, die Stadt Rybnik, Powiat Rybnicki und den Powiat Raciborski in der Woiwodschaft Schlesien, den Powiat Strzelecki und den Powiat Kędzierzyńsko-Kozielski in der Woiwodschaft Oppeln.

Geschichte[Bearbeiten]

Landkreis Tost-Gleiwitz 1905
Siehe auch: Landkreis Tost-Gleiwitz

Nachdem der Landkreis Tost-Gleiwitz 1945 unter polnische Verwaltung kam, wurde er zum Powiat Gliwicki (Kreis Gleiwitz), seine Kreisfläche wurde beibehalten. Der Landkreis lag von nun an in der Woiwodschaft Schlesien. 1950 kam er nach der Auflösung der Woiwodschaft Schlesien zur Woiwodschaft Kattowitz. Die Gemeinde Tworóg kam 1951 zum Powiat Tarnogórski. 1964 kamen Laband (Łabędy) und Schechowitz (Czechowice) zur kreisfreien Stadt Gleiwitz. 1975 wurden in Polen alle Landkreise aufgelöst und anstelle des Landkreises wurde die Verwaltung auf die Gemeinden übertragen.

Am 1. Januar 1999 entstand nach der Verwaltungsreform der heutige Powiat Gliwicki in etwas anderer Form mit zwei Stadtgemeinden, zwei Stadt-/Landgemeinden und vier Landgemeinden, in der neu eingerichteten Woiwodschaft Schlesien. Kreisstadt des Landkreises wurde wieder Gleiwitz.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Evangelische Peter-Paul-Kirche in Pyskowice

Religionen[Bearbeiten]

Im Landkreis gibt es neben den katholischen Gemeinden auch eine Anzahl evangelischer Kirchen und Kapellen. Der Powiat Gliwicki gehört dem katholischen Bistum Gleiwitz in der Kirchenprovinz Kattowitz und der evangelischen Diözese Katowice an.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Von den 115.476 Einwohnern (Stand 30. Juni 2005) des Landkreises lebten 64 862 Personen in einer Stadt und 50.614 auf dem Land.

  • 1999 - 125 826
  • 2000 - 125 120
  • 2001 - 123 157
  • 2002 - 116 919
  • 2003 - 116 244
  • 2004 - 115 657
  • 2005 - 115 476

Politik[Bearbeiten]

Flagge

Wappen[Bearbeiten]

Seit August 2006[Bearbeiten]

Das aktuelle Wappen des Powiat Gliwicki besteht aus dem goldenen Adler des Wappens der Woiwodschaft Schlesien und drei weißen Türmen auf blauem Hintergrund.

Bis August 2006[Bearbeiten]

Eine Besonderheit in Oberschlesien ist der oberschlesische gelbe Adler auf blauem Grund, der sich bei einem Großteil der oberschlesischen Wappen auf der linken bzw. rechten Hälfte befindet. Und so ist der Adler auch auf dem Wappen des Landkreises Gleiwitz als exakte Kopie des Woiwodschaftsadlers vorhanden. Dieser befindet sich jedoch nicht nur auf der linken Hälfte sondern erstreckt sich auf die volle Breite des Wappens. Unter ihm befinden sich ein Hammer und eine Weizenähre, Symbole für die große Bedeutung von Landwirtschaft und Kohleabbau im Landkreis.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Der Landkreis unterhält Partnerschaften mit:

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Schloss in Pławniowice
Die Burg in Toszek
Park in Pławniowice

Bauwerke[Bearbeiten]

Burgen und Schlösser[Bearbeiten]

Parks[Bearbeiten]

  • Parkanlage des Schlosses in Pławniowice
  • Park in Pyskowice

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Im Buch „Die wichtigsten Naturdenkmäler Oberschlesiens“ von 1910 werden Naturdenkmäler in 18 Orten des damaligen Landkreises Tost-Gleiwitz aufgelistet. Dazu zählen eine Kiefer mit 3 Metern Umfang in der Fasanerie in Tost (Toszek), eine Linde von 6,50 Metern Umfang in Potemba, in Dombrowka die „Dicke Hanne“, eine Kiefer von 2,60 Metern Umfang und einer Höhe von 36 Metern, und die Silvaeiche mit einem Umfang von 5,50 Metern.

Verkehr[Bearbeiten]

Schleuse in Rudziniec

Durch den Landkreis verlaufen die Autobahn A4, die Europastraße 40 und der Gleiwitzer Kanal.

Im Powiat Gliwicki befinden sich folgende Bahnhöfe: Kotulin, Ligota Toszecka, Paczyna, Pyskowice, Rzeczyce Śląskie, Rudzieniec Gliwicki, Taciszów und Toszek

Der nächstgelegene internationale Flughafen ist der Flughafen Katowice.

Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ – STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 31. Dez. 2009 (WebCite)