Landkreis Mittelsachsen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Landkreises Mittelsachsen Deutschlandkarte, Position des Landkreises Mittelsachsen hervorgehoben50.91309713.354863Koordinaten: 50° 55′ N, 13° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Verwaltungssitz: Freiberg
Fläche: 2.112,4 km²
Einwohner: 314.591 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 149 Einwohner je km²
Kfz-Kennzeichen: FG, BED, DL, FLÖ, HC, MW, RL
Kreisschlüssel: 14 5 22
Kreisgliederung: 54 Gemeinden
Adresse der
Kreisverwaltung:
Frauensteiner Straße 43
09599 Freiberg
Webpräsenz: www.landkreis-mittelsachsen.de
Landrat: Volker Uhlig (CDU)
Lage des Landkreises Mittelsachsen in Sachsen
Landkreis Nordsachsen Leipzig Landkreis Leipzig Landkreis Mittelsachsen Chemnitz Landkreis Zwickau Vogtlandkreis Erzgebirgskreis Landkreis Görlitz Landkreis Bautzen Dresden Landkreis Meißen Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Freistaat Bayern Tschechien Thüringen Sachsen-Anhalt Brandenburg PolenKarte
Über dieses Bild

Der Landkreis Mittelsachsen ist ein Landkreis im Freistaat Sachsen, der im Zuge der sächsischen Kreisreform 2008 zum 1. August 2008 entstanden ist.

Der Kreis erstreckt sich auf dem Gebiet der vorherigen Landkreise Döbeln, Freiberg und Mittweida.[2] Er grenzt im Westen an den Landkreis Altenburger Land (Freistaat Thüringen), im Südwesten an den sächsischen Landkreis Zwickau und die kreisfreie Stadt Chemnitz, im Süden an den sächsischen Erzgebirgskreis und an Tschechien, im Osten an die sächsischen Landkreise Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und Meißen, im Norden an den Landkreis Nordsachsen und im Nordwesten an den Landkreis Leipzig. Der Sitz des Landkreises Mittelsachsen ist in Freiberg.

Geografie[Bearbeiten]

Der Landkreis reicht vom Mittelsächsischen Hügelland im Norden über das Erzgebirgsvorland bis zu den Höhen des Osterzgebirges. Den Norden durchschneidet die A 14 zwischen Leisnig und Döbeln, südlich davon die A 4 zwischen Frankenberg und Siebenlehn. Im Osten markiert unter anderem der Tharandter Wald und nach Westen hin das Tal der Zwickauer Mulde bei Penig, sowie die kreisfreie Stadt Chemnitz den Rand des Landkreises. Nach Süden reicht der Landkreis bis an den Erzgebirgskamm, welcher gleichzeitig auch die Grenze zwischen Deutschland und Tschechien markiert.

In diesem Landkreis bzw. unmittelbar außerhalb der Kreisgrenzen befinden sich nach verschiedenen Methoden errechnete Mittelpunkte des Freistaates und des ehemaligen Königreiches Sachsen.

Die Höhen der im nördlichen Teil leicht gewellten Hochfläche jedoch im südlichen Teil bewegteren Landschaft reichten von 140 m ü. NN (Tal der Freiberger Mulde bei Leisnig als tiefster Punkt) bis 837 m über NN (Kohlberg bei Neuhausen im Erzgebirge als höchster Punkt).

Die wichtigsten Gewässer sind die Zwickauer und die Freiberger Mulde, die Zschopau mit der Talsperre Kriebstein, die Bobritzsch, die Striegis mit ihren Quellflüssen Große und die Kleine Striegis, die Gimmlitz mit der Talsperre Lichtenberg sowie die Flöha mit der Talsperre Rauschenbach. Die Flüsse, meist noch als Oberlauf oder Mittellauf, sind mit ihren windungsreichen und nach Norden hin stark ausgeprägten Kerb- und Kerbsohlentälern in das umliegende Gelände eingeschnitten. Somit stellten sie von je her bis in das 19. Jahrhundert hinein für die west-östlich verlaufenden Verkehrswege ernsthafte Hindernisse dar, während sie in Nord-Süd-Richtung zugang zum Gebirge boten. Der Kreis hat in seinem südlichen Teil Anteil am Naturpark Erzgebirge/Vogtland.

Bemerkenswert sind die auf den alten Erzgängen aufsitzenden, heute noch sichtbaren Bergbauhalden, die so genannten Züge zwischen Halsbrücke, Freiberg und Brand-Erbisdorf. Kunstteiche und Kunstgräben um Freiberg, Brand-Erbisdorf und Großhartmannsdorf stellten mit ihrem Graben- und Röschensystem die Wasserversorgung und -entsorgung des Erzbergbaus jahrhundertelang sicher, darunter der Rothschönberger Stolln, der Brander und Freiberger Bergbau über die Triebisch zur Elbe hin entwässerte.

Kreisübergreifend war zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit den Städten Nossen im Landkreis Meißen, Roßwein, Großschirma, den Städten Freiberg und Brand-Erbisdorf eine Zone der Verstädterung tendenziell im Entstehen. Diese umfasste 2004 etwa 75.000 Einwohner.

Im Norden des Kreises ist das Land, das sich an die Lößzone der Lommatzscher Pflege anschließt, von Ackerflächen, Wiesen und Wäldern bedeckt. Die geoökologische Grenze zwischen Hügelland und Bergland liegt ungefähr auf der Linie SeifersdorfGroßschirmaSandOberschaar – Herrndorf – Landberg im Tharandter Wald (Weißeritzkreis). Auf den steinigen Hochebenen wächst überwiegend Fichtenwald, an den steilen Talhängen vorwiegend Laubwald. Je weiter man nach Süden kommt, umso mehr nimmt der Anteil der Ackerbauflächen ab, es dominieren Bergwiesen und ganz im Süden in Nähe der im Winter schneesicheren, rauhen Kammlagen findet sich geschlossener Fichtenwald. Die Böden setzen sich im Norden aus Lößen und Lehmen und nach Süden hin mehr und mehr aus Verwitterungsböden zusammen.

Siehe auch: Liste der Landschaften in Sachsen, Liste der Gewässer in Sachsen, Liste von Bergen in Sachsen, Naturräume in Sachsen

Politik[Bearbeiten]

Landratsamt in Freiberg

Wappen[Bearbeiten]

Um ein Wappen für den neu entstandenen Kreis zu finden, wurden Anfang September 2008 die Heraldische Gesellschaft „Schwarzer Löwe“ in Leipzig und das Grafikstudio Eberhard Heinicker aus Geringswalde vom Landrat beauftragt verschiedene Entwürfe vorzulegen. Es wurden insgesamt sechs verschiedene Entwürfe eingereicht, wobei drei dieser Entwürfe in jeweils zwei Farbvarianten vorlagen. Am 10. Juni 2009 beschloss der Kreistag die Annahme eines Entwurfs der Heraldischen Gesellschaft „Schwarzer Löwe“. Das Wappen ist geviert, oben links steht der Meißner Löwe (schwarz auf gelben Grund) für die Markgrafschaft Meißen, der die drei alten Kreise angehörten. Rechts daneben befindet sich (gelb auf schwarzem Grund) das Bergeisen, welches für den alten Kreis Freiberg und die Bergbauregion steht. Unten links zeigt der Entwurf drei blaue Wellen auf gelbem Grund, die dem alten Kreiswappen des Kreises Mittweida entnommen sind und unten rechts sind drei schwarze Wecken auf gelbem Grund zu sehen, die dem Wappen der Leisnig (Adelsgeschlecht) aus dem ehemaligen Landkreis Döbeln entlehnt sind.[3]

Landrat[Bearbeiten]

Am 8. Juni 2008 fand die Landratswahl im Landkreis Mittelsachsen statt. Bei dieser Wahl erreichte der ehemalige Freiberger Landrat Volker Uhlig (CDU) knapp die absolute Mehrheit der Stimmen (50,02 %). Zweiter wurde Jens Stahlmann (Die Linke) mit 19,49 %, gefolgt von Simone Violka (SPD) mit 13,01 %, Konrad Felber (FDP) mit 7,73 %, Hartmut Krien (NPD) mit 5,77 % und Dan Fehlberg (Grüne) mit 3,99 %.[4] Der ehemalige Landrat des Landkreises Döbeln, Manfred Graetz, wurde nach der Wahl zum 1. Beigeordneten des Landrates des neuen Landkreises ernannt.

Kreistag[Bearbeiten]

Der aktuelle Kreistag des Landkreises Mittelsachsen wurde am 25. Mai 2014 gewählt. Der Landkreis Mittelsachsen ist dabei in 14 Kreistags-Wahlkreise aufgeteilt, von denen im ehemaligen Landkreis Döbeln drei, im ehemaligen Landkreis Freiberg sechs und im ehemaligen Landkreis Mittweida fünf liegen.[5] Die 98 Sitze im Kreistag verteilen sich folgendermaßen auf die einzelnen Parteien[6]:

Parteien und Wählergemeinschaften Prozent
2014
Sitze
2014
Prozent
2008
Sitze
2008
Wahlergebnisse zum Kreistag 2014
 %
50
40
30
20
10
0
42,2
16,2
12,1
9,4
6,0
3,8
4,3
4,2
1,8
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
+0,9
-2,3
-1,1
+9,4
-3,6
-0,9
+1,7
+4,2
-8,3
Sitzverteilung im Kreistag
16
12
4
9
6
1
43
4
3
16 12 43 
Von 98 Sitzen entfallen auf:
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 42,2 42 41,3 43
LINKE Die Linke 16,2 16 18,5 19
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 12,1 12 13,2 13
FW Mitt. Freie Wähler Mittelsachsen 9,4 9 n.k. n.k.
FDP Freie Demokratische Partei 6,0 6 9,6 9
NPD Nationaldemokratische Partei Deutschlands 3,8 3 4,7 4
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 4,3 4 2,6 2
RBV Regionalbauernverband 1,8 1 1,6 1
AfD Alternative für Deutschland 4,2 4 n.k. n.k.
Sonstige n.k. n.k. 8,5 8
Gesamt 100 98 100 98
Wahlbeteiligung in Prozent 51,5 48,0

Die Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen haben sich der Fraktion der SPD angeschlossen und der Kreisrat Gunther Zschommler, der für den Regionalbauernverband kandidierte, hat sich der CDU-Fraktion angeschlossen. Die vier Kreisräte der AfD sowie die drei Kreisräte der NPD bilden keine eigene Fraktion (Zusammenschluss von mindestens fünf Abgeordneten). Der Kreistag hat einen Finanz- und Verwaltungsausschuss (18 Mitglieder), einen Ausschuss für Umwelt und Technik (18 Mitglieder) und einen Jugendhilfeausschuss (14 Mitglieder) gebildet.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Landkreis wird durch einen Branchenmix geprägt, u.a.:

  • Halbleiter- und Solarindustrie
  • Holz-, Papier und Druckindustrie
  • Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie
  • Maschinen- und Fahrzeugbau, Automobilzulieferer
  • Elektrotechnik und Elektronik
  • Handwerk und Kunsthandwerk
  • Tourismus

Verkehr[Bearbeiten]

Straße[Bearbeiten]

Der Landkreis wird durch drei Autobahnen erschlossen, die A 4 als Hauptmagistrale zwischen Ost und West, die A 14 zweigt nach Nordwesten ab. Im äußersten Westen tangiert die A 72 den Landkreis. Des Weiteren führen die Bundesstraßen 7, 101, 107, 169, 171, 173, 175, 176, 180 und Staatsstraßen durch den Landkreis.

Eisenbahn[Bearbeiten]

Es führen nur die drei Hauptstrecken Dresden–Freiberg–Chemnitz–Werdau, Riesa–Döbeln–Chemnitz und Borsdorf–Döbeln–Coswig durch Mittelsachsen. Der nordwestliche Teil um Burgstädt wird zudem durch die Hauptstrecke Neukieritzsch–Chemnitz erschlossen. Der Landkreis ist praktisch vom Eisenbahnfernverkehr abgekoppelt. Auf den Hauptstrecken werden nur Regionalverbindungen nach Dresden, Leipzig, Chemnitz und Elsterwerda (Brandenburg) betrieben. Derzeit existiert nur eine überregionale Verbindung Dresden-Nürnberg über Freiberg und Flöha. Freiberg ist zudem an das S-Bahnnetz Dresden angeschlossen. Burgstädt, Hainichen und Frankenberg sind in die City-Bahn Chemnitz integriert.

Das einst umfangreiche Schienennetz wurde noch vor der Kreisreform 2008 von der Deutschen Bahn erheblich ausgedünnt. Ganze Eisenbahnknoten wie beispielsweise Rochlitz mit den Strecken Glauchau–Wurzen, Rochlitz–Penig und Waldheim–Rochlitz wurden stillgelegt. Andere Knoten wie Nossen und Freiberg büßten erheblich an Bedeutung ein. Heute sind nur noch wenige Nebenstrecken im Erzgebirge und Erzgebirgsvorland sind in Betrieb. Teilweise werden diese durch diverse Privatbahnen betrieben.

Luftverkehr[Bearbeiten]

In der Nähe von Großschirma, in der Gemarkung Langhennersdorf gibt es einen Sonderlandeplatz. Nahegelegene Verkehrsflughäfen sind Flughafen Leipzig/Halle (ca. 58 km), Flughafen Dresden (ca. 28 km) und Leipzig-Altenburg Airport (ca. 15 km - jeweils vom Punkt der geringsten Entfernung an der Landkreisgrenze gemessen).

Schifffahrt[Bearbeiten]

Im Landkreis gibt es keine im Sinne der gewerblichen Binnenschifffahrt schiffbaren Gewässer. Lediglich touristische Fahrgastschifffahrt auf der Talsperre Kriebstein ist hier zu erwähnen.

Gesundheitswesen[Bearbeiten]

Krankenhaus in Mittweida

Die Kreiskrankenhaus Freiberg gGmbH [7] ist eins von zehn Krankenhäusern der Schwerpunktversorgung in Sachsen mit 365 Betten. Hauptgesellschafter ist der Landkreis, weiterer Gesellschafter die Sana Kliniken AG. Das Krankenhaus besitzt ein zertifiziertes Schlaganfallzentrum.[8]

Seit 1996 bilden die Krankenhäuser in Mittweida, Frankenberg und Rochlitz die Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH[9], eine Krankenhausgesellschaft der Regelversorgung mit 360 Betten und einem zertifizierten Brustzentrum. Ende 2013 wurde der Krankenhausbetrieb in Frankenberg eingestellt.

2010 wurden beide Krankenhausgesellschaften Lehrkrankenhaus der medizinischen Fakultät der Technischen Universität Dresden.

Das DIAKOMED – Diakoniekrankenhaus Chemnitzer Land in Hartmannsdorf (Träger: DIAKOMED gGmbH), das Klinikum Döbeln (Träger: Dr. med. Ralf Lange Krankenhausbetriebe GmbH, Dr. Lange ist gleichzeitig Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor) und das Helios-Krankenhaus Leisnig sind weitere Regelversorger mit 250, 195 bzw. 175 Betten.

Zudem gibt es mit der Klinik am Tharandter Wald (privater Träger: Rehabilitationszentrum Niederschöna GmbH) und dem Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie Bethanien Hochweitzschen zwei Fachkrankenhäuser.

In Schönborn-Dreiwerden betreibt die Sozialpsychiatrie des Klinikums Chemnitz in einem Vierseitenhof die Therapiestätte „Kastanienhof Rossau“.

Bildung[Bearbeiten]

Im Landkreis existieren zwei Hochschulen, die TU Bergakademie Freiberg und die Hochschule Mittweida (FH).

Städte und Gemeinden[Bearbeiten]

Dem Landkreis gehören 54 Kommunen an (Einwohnerzahlen vom 31. Dezember 2013[10]):

Städte

  1. Augustusburg (4670)
  2. Brand-Erbisdorf, Große Kreisstadt (9932)
  3. Burgstädt (10.978)
  4. Döbeln, Große Kreisstadt (20.699)
  5. Flöha, Große Kreisstadt (11.128)
  6. Frankenberg/Sa. (14.602)
  7. Frauenstein (3006)
  8. Freiberg, Große Kreisstadt (40.268)
  9. Geringswalde (4404)
  10. Großschirma (5708)
  11. Hainichen (8626)
  12. Hartha (7396)
  13. Leisnig (8586)
  14. Lunzenau (4515)
  15. Mittweida, Große Kreisstadt (14.946)
  16. Oederan (8258)
  17. Penig (9263)
  18. Rochlitz, Große Kreisstadt (6046)
  19. Roßwein (6611)
  20. Sayda (1947)
  21. Waldheim (9239)

Gemeinden

  1. Altmittweida (1961)
  2. Bobritzsch-Hilbersdorf (5893)
  3. Claußnitz (3202)
  4. Dorfchemnitz (1603)
  5. Eppendorf (4329)
  6. Erlau (3275)
  7. Großhartmannsdorf (2566)
  8. Großweitzschen (2876)
  9. Halsbrücke (5213)
  10. Hartmannsdorf (4456)
  11. Königsfeld (1521)
  12. Königshain-Wiederau (2674)
  13. Kriebstein (2231)
  14. Leubsdorf (3500)
  15. Lichtenau (7372)
  16. Lichtenberg/Erzgeb. (2736)
  17. Mochau (2339)
  18. Mühlau (2140)
  19. Mulda/Sa. (2612)


  1. Neuhausen/Erzgeb. (2771)
  2. Niederwiesa (4950)
  3. Oberschöna (3347)
  4. Ostrau (3744)
  5. Rechenberg-Bienenmühle (2041)
  6. Reinsberg (2998)
  7. Rossau (3566)
  8. Seelitz (1824)
  9. Striegistal (4958)
  10. Taura (2460)
  11. Wechselburg (1929)
  12. Weißenborn/Erzgeb. (2587)
  13. Zettlitz (778)
  14. Zschaitz-Ottewig (1311)
Altmittweida Augustusburg Bobritzsch-Hilbersdorf Leisnig Brand-Erbisdorf Burgstädt Claußnitz Döbeln Dorfchemnitz Eppendorf Erlau (Sachsen) Flöha Flöha Frankenberg/Sa. Oederan Frauenstein (Erzgebirge) Freiberg Geringswalde Großhartmannsdorf Großschirma Großweitzschen Hainichen Halsbrücke Hartha Hartmannsdorf (bei Chemnitz) Bobritzsch-Hilbersdorf Königsfeld (Sachsen) Königshain-Wiederau Kriebstein Leisnig Leubsdorf (Sachsen) Lichtenau (Sachsen) Lichtenberg/Erzgeb. Lunzenau Mittweida Mochau Mühlau (Sachsen) Mulda/Sa. Neuhausen/Erzgeb. Roßwein Niederwiesa Oberschöna Oederan Ostrau (Sachsen) Penig Rechenberg-Bienenmühle Reinsberg (Sachsen) Rochlitz Rossau (Sachsen) Roßwein Sayda Seelitz Striegistal Taura Waldheim Wechselburg Weißenborn/Erzgeb. Zettlitz Zschaitz-Ottewig SachsenMunicipalities in FG.png
Über dieses Bild

Verwaltungsgemeinschaften

  1. Verwaltungsgemeinschaft Burgstädt mit den Mitgliedsgemeinden Burgstädt, Mühlau und Taura
  2. Verwaltungsgemeinschaft Lichtenberg/Erzgeb. mit den Mitgliedsgemeinden Lichtenberg/Erzgeb. und Weißenborn/Erzgeb.
  3. Verwaltungsgemeinschaft Mittweida mit den Mitgliedsgemeinden Altmittweida und Mittweida
  4. Verwaltungsgemeinschaft Ostrau mit den Mitgliedsgemeinden Ostrau und Zschaitz-Ottewig
  1. Verwaltungsgemeinschaft Rochlitz mit den Mitgliedsgemeinden Königsfeld, Rochlitz, Seelitz und Zettlitz
  2. Verwaltungsgemeinschaft Sayda mit den Mitgliedsgemeinden Dorfchemnitz und Sayda

Kultur[Bearbeiten]

Im Landkreis ist das Mittelsächsische Theater mit Spielstätten in Freiberg und Döbeln beheimatet.

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten]

Am 1. August 2008 wurde dem Landkreis das seit dem 1. Januar 1991 für den Landkreis Freiberg gültige Unterscheidungszeichen FG zugewiesen. Die Entscheidung darüber, es beim Unterscheidungszeichen FG an Stelle der auch möglichen MSN und MFG zu belassen, fiel am 29. Oktober 2008 in einer Abstimmung im neuen Kreistag mit knapper Mehrheit von 44 zu 40 Stimmen.[11] Dagegen gab es große Widerstände. Rocco Werner, Döbelner Geschäftsmann und Vorsitzender der Döbelner FDP, gründete die Bürgerinitiative Pro MSN. Ziel der Initiative war es, mittels einer Unterschriftensammlung einen Bürgerentscheid über das Kennzeichen MSN zu erreichen. Anfang März 2009 gründeten der Freiberger FDP-Vorsitzende Benjamin Karabinski, der Vorsitzende der JU Mittelsachsen, Sebastian Hamann, und der Techniker Steffen Fischer in Freiberg eine überparteiliche Initiative zum Erhalt des Kennzeichens FG. Die Initiatoren reagierten damit auf die wiederholte Forderung der MSN-Befürworter, ohne Bürgerbeteiligung das Kürzel MSN festzulegen. Für diesen Fall drohte die Initiative Pro FG mit einem eigenen Bürgerbegehren zur Umbenennung des Landkreises in Landkreis Freiberg.

Der Kreistag entschied daraufhin am 11. März 2009, alle Mittelsachsen bei einem Bürgerentscheid am 7. Juni 2009 über das Autokennzeichen abstimmen zu lassen. Sechs Kreisräte – darunter Freibergs Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm (parteilos) – enthielten sich dabei der Stimme.[12] Bei einer Wahlbeteiligung von 56,67 % stimmten am 7. Juni 2009 52,67 % der Wähler gegen das Kennzeichen MSN und damit für die Beibehaltung des Kennzeichens FG.[13]

Seit dem 9. November 2012 sind die Unterscheidungszeichen BED (Brand-Erbisdorf), DL (Döbeln), FLÖ (Flöha), HC (Hainichen), MW (Mittweida) und RL (Rochlitz) erhältlich.

Trivia[Bearbeiten]

Der Landkreis Mittelsachsen ist in Deutschland zusammen mit dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte derjenige mit der höchsten Anzahl ehemaliger Kreisstädte in Deutschland. Es sind insgesamt sechs (in Klammern das Jahr des Verlusts des Kreisstadtstatus und das jeweilige Kfz-Kennzeichen). Diese sind:

  1. Brand-Erbisdorf (1994) (BED)
  2. Döbeln (2008) (DL)
  3. Flöha (1994) (FLÖ)
  4. Hainichen (1994) (HC)
  5. Mittweida (2008) (MW)
  6. Rochlitz (1994) (RL)

Die Stadt Siebenlehn wurde als erste Stadt Sachsens in eine Landgemeinde eingemeindet. Großschirma erhielt damit auch das Stadtrecht.

Am 23. September 2008 erhielt die Region Freiberg den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Landkreis Mittelsachsen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2013 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Angaben für 14 5 22 Landkreis Mittelsachsen. Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen, abgerufen am 5. Januar 2013.
  3. Mittelsächsischer Kreistag beschließt Wappen. 11. Juni 2009, abgerufen am 5. Januar 2013.
  4. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatErgebnis der Landratswahl 2008. Abgerufen am 8. Dezember 2008.
  5. Öffentliche Bekanntmachung des Landratsamtes Freiberg zur Wahl des Kreistages des neu zu bildenden Landkreises Mittelsachsen am 8. Juni 2008
  6. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatErgebnis der Kreistagswahl 2014. Abgerufen am 25. Juli 2014.
  7. Internetpräsenz Kreiskrankenhaus Freiberg
  8. Liste der Stroke Units
  9. Homepage der Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH
  10. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2013 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011)
  11. Pressemitteilung des Landkreises Abruf am 9. Dezember 2008
  12. Info auf der Internetseite www.freiepresse.de
  13. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatMitteilung des Landkreises zum Ergebnis des Bürgerentscheides zum KfZ-Kennzeichen. Abgerufen am 12. Juni 2009.