Prilep

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Prilep
Прилеп
Pirlepe
Wappen von Prilep
Prilep (Mazedonien)
Paris plan pointer b jms.svg
Basisdaten
Region: Pelagonien
Koordinaten: 41° 21′ N, 21° 33′ O41.3521.55655Koordinaten: 41° 21′ 0″ N, 21° 33′ 0″ O
Höhe: 655 m. i. J.
Fläche (Opština): 1.194,44 km²
Einwohner: 66.246 (2002)
Einwohner (Opština): 76.768 (2002)
Bevölkerungsdichte: 64 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+389) 048
Postleitzahl: 7500
Kfz-Kennzeichen: PP
Struktur und Verwaltung
Gliederung: 59 Ortschaften
Bürgermeister: Marjan Risteski (VMRO-DPMNE)
Webpräsenz:
Der Uhrturm in der Altstadt

Prilep ist eine Stadt im Süden Mazedoniens, im nördlichen Teil der Pelagonischen Ebene. Es ist Zentrum der gleichnamigen politischen Gemeinde, die neben der Stadt noch 58 Dörfer umfasst und 76.768 Einwohner zählt (Stand 2002).

Name[Bearbeiten]

Die Stadt wird in mazedonisch Прилеп, in türkisch Pirlepe, in aromunisch Pîrleap oder Părleap und in griechisch Πριλέπια oder Πρίλαπος genannt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bei der letzten, 2002 durchgeführten Volkszählung zählte die Stadt Prilep 66.246 Einwohner, davon waren 61.320 ethnische Mazedonier, 4.372 Roma und 554 gaben eine andere Ethnie an. Für die Gemeinde Prilep, die des Weiteren noch 58 benachbarte Dörfer umfasst, wurden 76.768 Einwohner gezählt. 70.878 waren ethnische Mazedonier, 4.433 Roma und 1.457 gaben eine andere Volkszugehörigkeit an. Die Mazedonier zählen sich mehrheitlich zum orthodoxen Christentum und gehören der Mazedonisch-Orthodoxen Kirche an. Ein kleiner Teil der Bevölkerung zählt sich zum sunnitischen Islam.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt liegt am Fuße einer Burg des legendären serbischen Königs Marko Mrnjavčević, bekannt auch unter Kraljević Marko, um dem sich viele Mythen ranken. Darin ist König Marko als weiser Herrscher und Kämpfer gegen die Türken dargestellt.

Es gibt mehrere Ausgrabungsstätten in unmittelbarer Nähe. Eine große römische Nekropole und Teile vieler Häusermauern deuten darauf hin, dass diese Siedlung das antike Ceramiae ist. Am Kloster Varoš, das auf den steilen Hängen des Hügels gebaut wurde und wo später eine mittelalterliche Gemeinde wohnte, gibt es ebenfalls große Mengen antiker Grabstätten, einige davon mit gemeißelten Bildnissen der Verstorbenen, die im Garten des Klosters besichtigt werden können.

Eines der wichtigsten antiken Denkmäler in der Umgebung ist die Stadt Stybera. Es ist eine der größten antiken Städte in Mazedonien und gleichzeitig eine der attraktivsten urbanen Siedlungen. Sie befindet sich in der Nähe des Dorfes Čepigovo, in der zentralen Region Pelagoniens. Noch zu Zeiten der Römisch-Makedonischen Kriege war diese Stadt als Sitz der makedonischen Königs Perseus bekannt. Die Ausgrabungen enthüllten eine wahre archäologische Fundgrube aus der vorchristlichen Zeit. Gefäße aus Keramik, Münzen, Denkmäler aus Marmor, über 30 Statuen respektabler Bürger der Stadt und Gedenktafeln mit Inschriften, der Tempel der Göttin der Hoffnung – Tiha, die Architektur, die dekorativen Plastiken, der Schmuck, die Infrastruktur und vieles mehr, zeigen den wirtschaftlichen Wohlstand und die Bedeutung der Stadt im Altertum. Stybera überlebte jedoch die Angriffe der Goten (268 n. Chr.) nicht. Die Stadt wurde nie wieder aufgebaut.

Eine wichtige Stätte ist auch Bela Crkva, 6 km von Styberra entfernt, wo sich vermutlich das antike Alkomenai befand.

In Prilep befindet sich vor der Kirche "Verkündigung des Herrn" (1838 erbaut) ein bulgarischer und ein deutscher Soldatenfriedhof des Ersten und Zweiten Weltkrieges, auf dem auch Gefallene anderer Nationen beigesetzt sind, unter anderem auch ein Sohn des ehemaligen Reichspräsidenten Friedrich Ebert (SPD). Beide Friedhöfe konnten jahrzehntelang nicht gepflegt werden und verfielen zusehend. Der deutsche Soldatenfriedhof wurde seit 2004 durch deutsche Soldaten der KFOR-Einsatzkontingente und den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. mit Unterstützung der deutschen Botschaft Skopje und großem Engagement der Stadt Prilep wieder hergerichtet. Am 29. August 2009 fand die feierliche Wiedereinweihung unter Beteiligung hochrangiger Gäste aus Mazedonien, Bulgarien und Deutschland statt.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Prilep unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Prilep – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.assenovgrad.com/object.php?id=67 Städtepartnerschaften von Asenowgrad (bulgarisch)